{"id":287990,"date":"2026-07-22T05:32:06","date_gmt":"2026-07-22T05:32:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/287990\/"},"modified":"2026-07-22T05:32:06","modified_gmt":"2026-07-22T05:32:06","slug":"eu-vergleich-in-welchem-land-arbeiten-menschen-am-laengsten-bis-zur-rente","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/287990\/","title":{"rendered":"EU-Vergleich: In welchem Land arbeiten Menschen am l\u00e4ngsten bis zur Rente?"},"content":{"rendered":"<p>In Europa ist l\u00e4ngst bekannt, dass viele Staaten das Rentenalter anheben. Zugleich w\u00e4chst die erwartete Dauer des Erwerbslebens.<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>Das Thema sorgt seit einigen Jahren f\u00fcr Proteste auf dem ganzen Kontinent. Frankreich erlebte 2023 landesweite Massenproteste und Streiks, nachdem die damalige Premierministerin \u00c9lisabeth Borne das Rentenalter von 62 auf 64 Jahre anheben wollte.<\/p>\n<p>Obwohl die Reform das Parlament passierte, entschied die Nationalversammlung 2025, ihre Umsetzung bis 2028 auszusetzen. Die Verschiebung auf die Zeit nach der n\u00e4chsten Pr\u00e4sidentschaftswahl sollte einen weiteren Regierungszusammenbruch verhindern.<\/p>\n<p>In Rum\u00e4nien erh\u00f6ht die Regierung das Rentenalter von Frauen bis 2035 schrittweise von 63 auf 65 Jahre, damit es dem der M\u00e4nner entspricht. Das ist Teil umfassender Rentenreformen. Zudem steigt das Renteneintrittsalter f\u00fcr Richterinnen, Richter und Staatsanw\u00e4ltinnen und Staatsanw\u00e4lte nach und nach auf 65 Jahre. Heute k\u00f6nnen sie \u2013 je nach Dienstzeit \u2013 bereits Ende vierzig in den Ruhestand gehen.<\/p>\n<p>Auch das d\u00e4nische Parlament hat ein Gesetz verabschiedet, das die staatliche Altersrente bis 2040 auf 70 Jahre anhebt. Ziel ist es, die Rente an die steigende Lebenserwartung zu koppeln. Damit geh\u00f6rt D\u00e4nemark zu den L\u00e4ndern mit dem h\u00f6chsten Renteneintrittsalter in Europa.<\/p>\n<p>Parallel dazu verl\u00e4ngert sich die erwartete Erwerbst\u00e4tigkeit in der gesamten EU.<\/p>\n<p>Nach Daten von Eurostat lag die erwartete durchschnittliche Erwerbsdauer f\u00fcr Menschen ab 15 Jahren in der EU 2025 bei 37,5 Jahren. 2024 hatte der Wert noch 37,2 Jahre betragen, 2016 waren es 35,2 Jahre.<\/p>\n<p>Die Kennzahl von Eurostat sch\u00e4tzt, wie viele Jahre ein 15-J\u00e4hriger unter den aktuellen Bedingungen voraussichtlich am Arbeitsmarkt verbringen wird. Ber\u00fccksichtigt werden sowohl Zeiten der Besch\u00e4ftigung als auch der Arbeitslosigkeit. Sie sagt nichts \u00fcber das Rentenalter oder die tats\u00e4chliche Dauer des Erwerbslebens aus.<\/p>\n<p>Zwischen den EU-Staaten gibt es jedoch gro\u00dfe Unterschiede \u2013 mit einem klaren Nord-S\u00fcd-Gef\u00e4lle.<\/p>\n<p>In sieben EU-L\u00e4ndern wird eine Erwerbsdauer von mindestens 40 Jahren erwartet: in den Niederlanden (44 Jahre), Schweden (43,3), D\u00e4nemark (42,6), Estland (41,5), Irland (40,7), Deutschland (40,2) und Finnland (40,1).<\/p>\n<p>Am unteren Ende der Skala liegen Rum\u00e4nien (32,7), Italien (33) und Bulgarien (34,6) mit den k\u00fcrzesten durchschnittlichen Erwerbsdauern.<\/p>\n<p>Niederl\u00e4ndischer Mann, italienische Frau: Wie gro\u00df ist der Unterschied?<\/p>\n<p>Auff\u00e4llig ist auch das geschlechtsspezifische Gef\u00e4lle: M\u00e4nner in der EU arbeiten im Schnitt 39,5 Jahre, Frauen 35,4 \u2013 also rund vier Jahre weniger.<\/p>\n<p>Mit der l\u00e4ngsten Erwerbsdauer rechnen M\u00e4nner in den Niederlanden (45,9 Jahre), in Schweden und D\u00e4nemark (je 44,5) sowie in Irland (43,4). Am k\u00fcrzesten ist die erwartete Erwerbsdauer f\u00fcr M\u00e4nner in Bulgarien (35,9 Jahre), Rum\u00e4nien (36,0) und Kroatien (36,3), so Eurostat.<\/p>\n<p>Frauen arbeiten am l\u00e4ngsten in Schweden (42,3 Jahre), in den Niederlanden (41,9) und in Estland (41,8). Die k\u00fcrzesten Erwerbsleben verzeichnen Frauen in Italien (28,4 Jahre), Rum\u00e4nien (29,1) und Griechenland (31,8).<\/p>\n<p>Eurostat betont, dass diese Zahlen weder das gesetzliche Rentenalter noch politische Zielwerte oder Vorgaben zur Dauer des Arbeitslebens abbilden. Sie beschreiben vielmehr beobachtete Muster der Erwerbsbeteiligung.<\/p>\n<p>Fest steht jedoch: Alle europ\u00e4ischen L\u00e4nder stehen vor gro\u00dfen demografischen Herausforderungen. Die Lebenserwartung steigt, w\u00e4hrend die Geburtenzahlen zur\u00fcckgehen.<\/p>\n<p>Um die Folgen abzufedern, setzen viele Regierungen auf unpopul\u00e4re Ma\u00dfnahmen. Dazu geh\u00f6ren ein h\u00f6heres Renteneintrittsalter, strengere Regeln f\u00fcr die Fr\u00fchverrentung und h\u00f6here Rentenbeitr\u00e4ge, um die Finanzierung der Sozial- und Gesundheitssysteme zu sichern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"In Europa ist l\u00e4ngst bekannt, dass viele Staaten das Rentenalter anheben. 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