{"id":292949,"date":"2026-07-24T16:38:16","date_gmt":"2026-07-24T16:38:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/292949\/"},"modified":"2026-07-24T16:38:16","modified_gmt":"2026-07-24T16:38:16","slug":"studie-hoher-suessstoffkonsum-koennte-das-gedaechtnis-schneller-altern-lassen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/292949\/","title":{"rendered":"Studie: Hoher S\u00fc\u00dfstoffkonsum k\u00f6nnte das Ged\u00e4chtnis schneller altern lassen"},"content":{"rendered":"<p class=\"text-justify\">Wer regelm\u00e4\u00dfig zu Produkten mit S\u00fc\u00dfstoffen greift, erwartet meist Vorteile f\u00fcr Gewicht oder Blutzucker. Doch f\u00fcr die Hirngesundheit k\u00f6nnte der Zusammenhang komplizierter ausfallen. In einer gro\u00dfen Studie zeigten Menschen mit der h\u00f6chsten Aufnahme k\u00fcnstlicher und kalorienarmer S\u00fc\u00dfstoffe einen deutlich schnelleren Abbau ihrer Denk- und Erinnerungsf\u00e4higkeit als Personen mit der niedrigsten Aufnahme.<\/p>\n<p>Bis zu 1,6 Jahre zus\u00e4tzliche kognitive Alterung<\/p>\n<p class=\"text-justify ad-float-right\">Besonders bemerkenswert: Die Forscher sch\u00e4tzten, dass der Unterschied zwischen den Gruppen einer zus\u00e4tzlichen kognitiven Alterung von etwa 1,6 Jahren entsprach. Menschen mit mittlerem S\u00fc\u00dfstoffkonsum zeigten ebenfalls einen schnelleren R\u00fcckgang ihrer kognitiven Leistungen. Der Zusammenhang war vor allem bei Teilnehmern unter 60 Jahren zu beobachten. Zudem fiel er bei Menschen mit Diabetes st\u00e4rker aus als bei Personen ohne die Stoffwechselerkrankung.<\/p>\n<p class=\"text-justify\">Die Forscher analysierten sieben h\u00e4ufig verwendete S\u00fc\u00dfstoffe:<\/p>\n<p class=\"text-justify\">Aspartam<\/p>\n<p class=\"text-justify\">Saccharin<\/p>\n<p class=\"text-justify\">Acesulfam K<\/p>\n<p class=\"text-justify\">Erythrit<\/p>\n<p class=\"text-justify\">Xylit<\/p>\n<p class=\"text-justify\">Sorbit<\/p>\n<p class=\"text-justify\">Tagatose<\/p>\n<p class=\"text-justify\">Sechs dieser Stoffe standen mit einem schnelleren R\u00fcckgang der allgemeinen kognitiven Leistungsf\u00e4higkeit, insbesondere des Ged\u00e4chtnisses, in Verbindung. Nur f\u00fcr Tagatose fanden die Wissenschaftler keinen entsprechenden Zusammenhang. S\u00fc\u00dfstoffe kommen h\u00e4ufig in Light-Limonaden, aromatisiertem Wasser, Energydrinks, Joghurts und kalorienreduzierten Desserts vor. Einige werden auch separat zum S\u00fc\u00dfen von Kaffee, Tee oder Backwaren verwendet.<\/p>\n<p>Fast 13.000 Erwachsene wurden acht Jahre begleitet<\/p>\n<p class=\"text-justify\">F\u00fcr die im Fachjournal Neurology ver\u00f6ffentlichte Untersuchung wurden 12.772 Erwachsene aus Brasilien \u00fcber etwa acht Jahre begleitet. Das Durchschnittsalter lag bei 52 Jahren. Zu Beginn machten die Teilnehmer detaillierte Angaben zu ihren Ern\u00e4hrungsgewohnheiten. Anschlie\u00dfend wurden sie je nach S\u00fc\u00dfstoffaufnahme in Gruppen eingeteilt. W\u00e4hrend der Studiendauer absolvierten sie wiederholt Tests zu Ged\u00e4chtnis, Sprachf\u00e4higkeit, Arbeitsged\u00e4chtnis und Verarbeitungsgeschwindigkeit. Auch nach Ber\u00fccksichtigung verschiedener Einflussfaktoren wie Alter, Geschlecht, Bluthochdruck oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen blieb der Zusammenhang zwischen hoher S\u00fc\u00dfstoffaufnahme und schnellerem kognitivem Abbau bestehen.<\/p>\n<p>Was die Studie zeigt und was nicht<\/p>\n<p class=\"text-justify\">Die Ergebnisse sind f\u00fcr viele Menschen relevant, weil S\u00fc\u00dfstoffe heute in zahlreichen Alltagsprodukten enthalten sind. Dennoch sollten die Daten nicht \u00fcberinterpretiert werden. Die Untersuchung zeigt lediglich einen Zusammenhang und keine Ursache-Wirkungs-Beziehung. Es l\u00e4sst sich also nicht belegen, dass S\u00fc\u00dfstoffe den kognitiven Abbau direkt verursachen. Andere, nicht erfasste Faktoren k\u00f6nnten die Ergebnisse ebenfalls beeinflusst haben.<\/p>\n<p class=\"text-justify\">Hinzu kommt, dass die Angaben zur Ern\u00e4hrung auf Selbstausk\u00fcnften der Teilnehmenden beruhten. Solche Angaben sind grunds\u00e4tzlich fehleranf\u00e4llig, weil Menschen sich nicht immer exakt an ihren Konsum erinnern. Die Studie liefert damit Hinweise auf m\u00f6gliche Risiken eines hohen S\u00fc\u00dfstoffkonsums, kann aber keine endg\u00fcltigen Aussagen \u00fcber Ursache und Wirkung treffen. Weitere Forschung ist notwendig, um die beobachteten Zusammenh\u00e4nge besser zu verstehen.<\/p>\n<p class=\"text-justify\">Quelle: DOI <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1212\/WNL.0000000000214023\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\">10.1212\/WNL.0000000000214023<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wer regelm\u00e4\u00dfig zu Produkten mit S\u00fc\u00dfstoffen greift, erwartet meist Vorteile f\u00fcr Gewicht oder Blutzucker. 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