{"id":293811,"date":"2026-07-25T06:05:15","date_gmt":"2026-07-25T06:05:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/293811\/"},"modified":"2026-07-25T06:05:15","modified_gmt":"2026-07-25T06:05:15","slug":"tourismus-kv-reallohnverluste-trotz-anhaltender-branchenrekorde-werden-nicht-hingenommen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/293811\/","title":{"rendered":"Tourismus-KV: Reallohnverluste trotz anhaltender Branchenrekorde werden nicht hingenommen!"},"content":{"rendered":"<p>\u201eDie heute von der Statistik Austria ver\u00f6ffentlichten Zahlen k\u00f6nnten klarer nicht sein: Der \u00f6sterreichische Tourismus hat in der Sommervorsaison einen neuen Allzeitrekord eingefahren. Das ist auch gut so. Nicht gut ist, dass die Besch\u00e4ftigten davon nichts in ihren Brieftaschen sp\u00fcren. Anerkennung allein bezahlt noch lange keine Rechnungen. Schlie\u00dflich wollen auch die Arbeitgeber von ihren G\u00e4sten nicht nur Anerkennung, sondern vor allem auch Bares\u201c, kritisiert Eva Eberhart, Vorsitzende des Fachbereichs Tourismus in der Gewerkschaft vida und vida-KV-Verhandlungsleiterin, und fordert einen Teuerungsausgleich f\u00fcr Lehrlinge und Niedrigentlohnte. Die Wirtschaftskammer \u00d6sterreich (WK\u00d6) hatte die Kollektivvertragsverhandlungen f\u00fcr die 250.000 Besch\u00e4ftigten im Tourismus vor einigen Wochen einseitig abgebrochen. <\/p>\n<p>Glaubt man den Prognosen der Meteorologie, steht die n\u00e4chste Hitzewelle bereits in den Startl\u00f6chern. \u201eDa werden von den Besch\u00e4ftigten im Tourismus in der Hochsaison H\u00f6chstleistungen unter harten Arbeitsbedingungen erwartet. Daf\u00fcr habe sie sich ihren gerechten Anteil am gr\u00f6\u00dfer gewordenen Kuchen verdient\u201c, appelliert Eberhart an die Arbeitgeberseite. Laut Statistik Austria seien die Buchungen im Mai und Juni 2026 zusammen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erneut gestiegen &#8211; dies sei das beste erreichte Ergebnis einer Sommervorsaison seit Beginn der elektronischen Aufzeichnungen 1973\/74.     <\/p>\n<p>Diesen Erfolg machen die Besch\u00e4ftigten mit ihrer t\u00e4glichen harten Arbeit \u00fcberhaupt erst m\u00f6glich. Dass sie \u00fcber die kompromisslose Haltung der WK\u00d6 bitter ern\u00fcchtert und auch bereit sind, f\u00fcr ihren Lohnabschluss zu k\u00e4mpfen, hatten rund 300 Besch\u00e4ftigte erst in der vergangenen Woche eindrucksvoll mit einer Aktion in Wien bewiesen \u2013 gestern, Donnerstag, fand auch eine Aktion im ober\u00f6sterreichischen Bad Schallerbach statt. \u201eWeitere Aktionen in ganz \u00d6sterreich werden folgen\u201c, k\u00fcndigte Eberhart an. \u201eDie Kolleginnen und Kollegen nehmen es nicht hin, dass die WK\u00d6 glaubt, durch ihren einseitigen Abbruch der KV-Verhandlungen sich aus der Aff\u00e4re ziehen zu k\u00f6nnen\u201c, bekr\u00e4ftigt die vida-Gewerkschafterin.   <\/p>\n<p>In den letzten Jahren haben die Betriebe ihre Preise um \u00fcber 60 Prozent in die H\u00f6he geschraubt. Gleichzeitig weigert sich die Arbeitgeberseite bei den aktuellen Lohverhandlungen vehement, den Besch\u00e4ftigten die Teuerung abzugelten. \u201eDie Betriebe verlangen von den G\u00e4sten Rekordsummen und verzeichnen historische Buchungserfolge. Den eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dann beim Lohn den Ausgleich der Inflation zu verweigern, ist ein unhaltbarer Zustand. Das ist kein Verhandeln auf Augenh\u00f6he, das ist ein Schlag ins Gesicht f\u00fcr 250.000 Besch\u00e4ftigte\u201c, kritisiert Eberhart. <\/p>\n<p>Seit Monaten jammert die Tourismusbranche lautstark \u00fcber den akuten Personalmangel. Die aktuellen Zahlen zeigen jedoch: Das Problem ist nicht ein Mangel an Arbeitskr\u00e4ften, sondern ein hausgemachter Mangel an attraktiven Arbeitsbedingungen und fairer Entlohnung. \u201eWer behauptet, h\u00e4nderingend Besch\u00e4ftigte zu suchen, darf sie nicht mit Reallohnverlusten abspeisen, w\u00e4hrend die Kassen laut klingeln wie nie zuvor\u201c, betont Eberhart, dass es sich hier um einen Fall von Angebot und Nachfrage handle. Die Branchendaten w\u00fcrden zudem nahelegen, dass der Tourismus keinen akuten Arbeitskr\u00e4ftebedarf hat. <\/p>\n<p>Tourismusbesch\u00e4ftigte und Arbeitsuchende in \u00d6sterreich m\u00fcssen sich darauf verlassen k\u00f6nnen, dass sie nicht durch einen g\u00fcnstigeren Besch\u00e4ftigten aus einem Drittstaat \u2013 sei es durch die Rot-Wei\u00df-Rot-Karte oder durch die Saisonier-Regelung \u2013 ersetzt werden, spricht sich Eberhart gegen eine Ausweitung der Saisonier-Kontingente und f\u00fcr eine Abschaffung der Rot-Wei\u00df-Rot-Karte aus.  <\/p>\n<p>Die vida fordert von den Arbeitgebern f\u00fcr die Besch\u00e4ftigten:<\/p>\n<p>Voller Teuerungsausgleich: Eine echte Reallohnerh\u00f6hung f\u00fcr alle Besch\u00e4ftigten in der Hotellerie und Gastronomie.Faire Beteiligung am Rekord: Die Besch\u00e4ftigten haben diesen historischen Mai-Rekord erarbeitet \u2013 dieser Erfolg muss sich auch auf dem Lohnzettel widerspiegeln. Schluss mit dem Jammern, her mit fairen Bedingungen: Attraktive L\u00f6hne und bessere Arbeitsbedingungen sind das einzige wirksame Mittel gegen den Arbeitskr\u00e4ftemangel.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u201eDie heute von der Statistik Austria ver\u00f6ffentlichten Zahlen k\u00f6nnten klarer nicht sein: Der \u00f6sterreichische Tourismus hat in der&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":293812,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[8],"tags":[26393,26395,5770,12593,40,41,26394,39,38,11026,11840],"class_list":["post-293811","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-nachrichten","tag-apa","tag-apa-ots","tag-gewerkschaften","tag-kv","tag-nachrichten","tag-news","tag-ots","tag-schlagzeilen","tag-top-meldungen","tag-tourismus-und-freizeit","tag-vida"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116979113751641561","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/293811","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=293811"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/293811\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/293812"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=293811"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=293811"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=293811"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}