{"id":296797,"date":"2026-07-27T00:03:10","date_gmt":"2026-07-27T00:03:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/296797\/"},"modified":"2026-07-27T00:03:10","modified_gmt":"2026-07-27T00:03:10","slug":"bluthochdruck-kombinationspraeparate-senken-therapieabbrueche-um-39-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/296797\/","title":{"rendered":"Bluthochdruck: Kombinationspr\u00e4parate senken Therapieabbr\u00fcche um 39%"},"content":{"rendered":"<p>Eine umfangreiche Metaanalyse, die im Fachblatt JAMA ver\u00f6ffentlicht wurde, liefert neue Erkenntnisse zur Therapietreue bei der Behandlung von Bluthochdruck. Die Untersuchung, die mehr als 700 Studien mit insgesamt \u00fcber 159.000 Probanden umfasst, belegt signifikante Unterschiede in der Best\u00e4ndigkeit der Medikamenteneinnahme in Abh\u00e4ngigkeit von der gew\u00e4hlten Wirkstoffklasse und Darreichungsform. Demnach senken Kombinationspr\u00e4parate das Risiko eines Therapieabbruchs bei Patienten mit Hypertonie um 39 Prozent.<\/p>\n<p>Signifikante Unterschiede bei Wirkstoffkombinationen<\/p>\n<p>Die Analyse zeigt, dass insbesondere die Kombination aus einem Sartan und einem Kalziumkanalblocker die Therapietreue f\u00f6rdert und das Abbruchrisiko um 39 Prozent reduziert. Auch eine Monotherapie mit Sartanen allein erwies sich als vorteilhaft f\u00fcr die Adh\u00e4renz und senkte das Risiko eines Behandlungsstopps um 27 Prozent.<\/p>\n<p>Im Gegensatz dazu identifizierten die Forscher Wirkstoffkonstellationen, die mit einer h\u00f6heren Abbruchquote assoziiert sind. Eine Monotherapie mit Kalziumkanalblockern erh\u00f6hte das Abbruchrisiko um 43 Prozent. Bei bestimmten Kombinationen fiel die Bilanz noch negativer aus: Die gemeinsame Gabe von ACE-Hemmern und Kalziumkanalblockern steigerte das Risiko um 46 Prozent, w\u00e4hrend die Kombination aus Betablockern und Thiaziddiuretika sogar eine Erh\u00f6hung um 58 Prozent verzeichnete.<\/p>\n<p>Marktentwicklung und regulatorische Entscheidungen<\/p>\n<p>Parallel zu den wissenschaftlichen Erkenntnissen entwickelt sich der Markt f\u00fcr entsprechende Wirkstoffe stabil. F\u00fcr das Pr\u00e4parat Losartan wurde f\u00fcr das Jahr 2025 ein Marktvolumen von 1,49 Milliarden USD verzeichnet; Prognosen gehen von einem Anstieg auf 1,83 Milliarden USD bis zum Jahr 2030 aus. Die US-Gesundheitsbeh\u00f6rde FDA hatte bereits im Fr\u00fchjahr 2025 eine fl\u00fcssige Variante von Losartan zugelassen.<\/p>\n<p>Auf europ\u00e4ischer Ebene gab der Ausschuss f\u00fcr Humanarzneimittel (CHMP) am 24. Juli 2026 eine positive Empfehlung f\u00fcr ein Pr\u00e4parat des Herstellers Accord Healthcare ab. Indes verl\u00e4ngerte das Bundesinstitut f\u00fcr Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) das Ruhen der Zulassungen f\u00fcr Irbesartan-haltige Arzneimittel bis August 2028.<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>Die aktuelle JAMA-Metaanalyse zeigt: Kombinationspr\u00e4parate senken das Risiko eines Therapieabbruchs um 39 Prozent. Erfahren Sie, welche Wirkstoffkombination f\u00fcr Sie am besten geeignet ist und wie Sie bis zu 38 Prozent Kosten sparen k\u00f6nnen. <a href=\"https:\/\/www.dnv-media.de\/lp\/report\/bluthochdruck-kombipraeparate-senken-therapieabbrueche-39-16141?adref=Blog_DNV:Ex-Article-ID_1054639:Topic_senior_health_aging:Source_DNV_Dynamic_LP:RssSource_Ad-Hoc-News:Slot_AD1of2&amp;lp=16141\" rel=\"noopener nofollow\" style=\"color: #337ab7 !important; font-weight: bold; text-decoration: underline;\" target=\"_blank\">Jetzt kostenlosen Ratgeber anfordern<\/a><\/p>\n<p>Lieferengp\u00e4sse und R\u00fcckrufe belasten die Versorgung<\/p>\n<p>Trotz der medizinischen Fortschritte sieht sich die Branche mit logistischen und qualitativen Herausforderungen konfrontiert. Das Unternehmen 089Pharm musste einen R\u00fcckruf f\u00fcr Ramipril veranlassen, da M\u00e4ngel bei der Bruchfestigkeit der Tabletten festgestellt wurden. Zudem erfolgte ein R\u00fcckruf von mehr als 11.000 Flaschen des Wirkstoffs Chlorthalidon.<\/p>\n<p>Besonders kritisch bewertete die Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Kardiologie (DGK) am 16. Juli 2026 die Situation bei den Herzglykosiden Digitoxin und Digoxin. Ein konkretes Beispiel f\u00fcr die Lieferproblematik ist Digitoxin AWD 0,07 von Teva, das seit dem 1. Juli 2026 nicht verf\u00fcgbar ist. Eine Behebung dieses Engpasses wird erst f\u00fcr Ende Januar 2027 erwartet.<\/p>\n<p>\u00d6konomische Rahmenbedingungen im Gesundheitssektor<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>Lieferengp\u00e4sse und R\u00fcckrufe belasten die Versorgung \u2013 etwa bei Digitoxin und Ramipril. Damit Ihre Therapie nicht ins Stocken ger\u00e4t, zeigt Ihnen dieser Ratgeber, wie Sie rechtzeitig Alternativen finden und Engp\u00e4sse umgehen. <a href=\"https:\/\/www.dnv-media.de\/lp\/report\/bluthochdruck-kombipraeparate-senken-therapieabbrueche-39-16141?adref=Blog_DNV:Ex-Article-ID_1054639:Topic_senior_health_aging:Source_DNV_Dynamic_LP:RssSource_Ad-Hoc-News:Slot_AD2of2&amp;lp=16141\" rel=\"noopener nofollow\" style=\"color: #337ab7 !important; font-weight: bold; text-decoration: underline;\" target=\"_blank\">Ratgeber zu Medikamenten-Engp\u00e4ssen jetzt sichern<\/a><\/p>\n<p>F\u00fcr Patienten und Apotheken ergeben sich zudem ver\u00e4nderte wirtschaftliche Vorzeichen. W\u00e4hrend Kombinationspr\u00e4parate wie Candesartan\/HCT im Vergleich zum Einzelbezug der Wirkstoffe eine Ersparnis von bis zu 38 Prozent bieten k\u00f6nnen, sind die gesetzlichen Zuzahlungen f\u00fcr Versicherte in einigen Bereichen um 50 Prozent gestiegen.<\/p>\n<p>Die Apothekenlandschaft steht ebenfalls unter Druck. In Nordrhein wurden zum Stand 1. Juli 2026 insgesamt 1.886 Apotheken gez\u00e4hlt, wobei 14 Schlie\u00dfungen lediglich vier Neuer\u00f6ffnungen gegen\u00fcberstanden. Das Apothekenhonorar, das im Juli 2026 bei 9,00 Euro lag, soll zum 1. Januar 2027 auf 9,50 Euro angehoben werden. Gleichzeitig ist jedoch eine Erh\u00f6hung des Zwangsrabatts auf 2,07 Euro f\u00fcr das Jahr 2027 vorgesehen, was die wirtschaftliche Kalkulation der Betriebe weiter beeinflussen d\u00fcrfte.<\/p>\n<p style=\"margin-top:20px;margin-bottom:20px;\">&#13;<br \/>\n\t\t\t\t\t\tDisclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und M\u00e4rkten ohne Gew\u00e4hr; \u00c4nderungen jederzeit m\u00f6glich. B\u00f6rsengesch\u00e4fte k\u00f6nnen zu hohen Verlusten f\u00fchren. Unsere Beitr\u00e4ge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterst\u00fctzung von AI erstellt und gepr\u00fcft.&#13;\n\t\t\t\t\t<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Eine umfangreiche Metaanalyse, die im Fachblatt JAMA ver\u00f6ffentlicht wurde, liefert neue Erkenntnisse zur Therapietreue bei der Behandlung von&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":296798,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[20],"tags":[46,42,67065,5889,124,123,78101,77955,10811,44,77956,54425,78129],"class_list":["post-296797","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-gesundheit","tag-at","tag-austria","tag-bestimmte","tag-bluthochdruck","tag-gesundheit","tag-health","tag-hypertonie-patienten","tag-kombinationspraeparate","tag-metaanalyse","tag-oesterreich","tag-therapieabbrueche","tag-therapietreue","tag-wirkstoffkombinationen"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116989015030535235","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/296797","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=296797"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/296797\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/296798"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=296797"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=296797"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=296797"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}