{"id":298157,"date":"2026-07-27T16:59:26","date_gmt":"2026-07-27T16:59:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/298157\/"},"modified":"2026-07-27T16:59:26","modified_gmt":"2026-07-27T16:59:26","slug":"gedaechtnis-im-alter-warum-manche-menschen-mit-90-noch-fit-sind","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/298157\/","title":{"rendered":"Ged\u00e4chtnis im Alter: Warum manche Menschen mit 90 noch fit sind"},"content":{"rendered":"<p class=\"text-justify\">Viele Menschen gehen davon aus, dass das Ged\u00e4chtnis mit zunehmendem Alter zwangsl\u00e4ufig nachl\u00e4sst. Doch es gibt Ausnahmen: sogenannte Super-Ager. Diese Menschen sind 80 oder sogar 90 Jahre alt und erreichen bei Ged\u00e4chtnistests Leistungen, die mit denen deutlich j\u00fcngerer Personen vergleichbar sind.<\/p>\n<p class=\"text-justify ad-float-right\">Eine neue Studie liefert nun einen wichtigen Hinweis darauf, warum das so sein k\u00f6nnte. Demnach l\u00e4sst sich die au\u00dfergew\u00f6hnliche Ged\u00e4chtnisleistung dieser Menschen nicht einfach dadurch erkl\u00e4ren, dass sie ein besonders niedriges genetisches Risiko f\u00fcr Alzheimer haben.\u00a0<\/p>\n<p>Studie untersucht 142 Super-Ager<\/p>\n<p>F\u00fcr die Untersuchung verglichen Forscher des\u00a0University of Chicago Medical Center 142 Super-Ager mit 89 kognitiv durchschnittlichen \u00e4lteren Erwachsenen. Die Wissenschaftler untersuchten Blutproben auf genetische Risikofaktoren f\u00fcr Alzheimer. Dabei betrachteten sie sowohl das sogenannte APOE-Gen, den st\u00e4rksten genetischen Risikofaktor f\u00fcr die Erkrankung, als auch sogenannte polygenetische Risikoscores. Diese erfassen Tausende genetische Varianten, die mit einem erblichen Alzheimer-Risiko in Verbindung gebracht werden.<\/p>\n<p>Alzheimer-Gene liefern keine einfache Erkl\u00e4rung<\/p>\n<p class=\"text-justify\">Das Ergebnis war eindeutig: Weder anhand des APOE-Gens noch anhand der genetischen Risikoscores konnten die Super-Ager von den durchschnittlich alternden Teilnehmenden unterschieden werden. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass au\u00dfergew\u00f6hnlich gesundes kognitives Altern nicht einfach das Gegenteil eines hohen Alzheimer-Risikos ist. Selbst seltene genetische Varianten, die in fr\u00fcheren Studien mit einer gewissen Widerstandsf\u00e4higkeit gegen\u00fcber Alzheimer in Verbindung gebracht wurden, kamen bei Super-Agen nicht h\u00e4ufiger vor.<\/p>\n<p>Diese Faktoren k\u00f6nnen die Hirnalterung beeinflussen<\/p>\n<p class=\"text-justify\">Das ist aus Sicht der Forschung wichtig. Denn es legt nahe, dass andere Faktoren eine entscheidende Rolle spielen k\u00f6nnten. Dazu z\u00e4hlen m\u00f6glicherweise biologische, verhaltensbezogene, soziale oder umweltbedingte Einfl\u00fcsse, die das Gehirn \u00fcber Jahrzehnte hinweg sch\u00fctzen. Die Studie liefert eine ermutigende Botschaft: Ein Nachlassen der Ged\u00e4chtnisleistung ist nicht zwangsl\u00e4ufig Teil des Alterns. Einige Menschen schaffen es, ihre Erinnerungsf\u00e4higkeit bis weit in die 80er oder 90er Lebensjahre auf bemerkenswert hohem Niveau zu erhalten.<\/p>\n<p class=\"text-justify\">Gleichzeitig zeigt die Untersuchung, dass die Suche nach den Ursachen komplex ist. K\u00fcnftige Forschungsarbeiten sollen deshalb weitere m\u00f6gliche Einfl\u00fcsse untersuchen. Geplant sind unter anderem Analysen von Gehirnaufnahmen, Blutmarkern, Immunprofilen, Schlaf, k\u00f6rperlicher Aktivit\u00e4t sowie sozialen und Umweltfaktoren.<\/p>\n<p>Quelle: DOI <a href=\"http:\/\/dx.doi.org\/10.1186\/s13195-026-02124-2\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\">10.1186\/s13195-026-02124-2\u00a0<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Viele Menschen gehen davon aus, dass das Ged\u00e4chtnis mit zunehmendem Alter zwangsl\u00e4ufig nachl\u00e4sst. 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