{"id":298893,"date":"2026-07-28T01:56:19","date_gmt":"2026-07-28T01:56:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/298893\/"},"modified":"2026-07-28T01:56:19","modified_gmt":"2026-07-28T01:56:19","slug":"hamilton-hadert-mit-ferrari-wir-haetten-nicht-stoppen-duerfen-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/298893\/","title":{"rendered":"Hamilton hadert mit Ferrari: &#8222;Wir h\u00e4tten nicht stoppen d\u00fcrfen&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>Lewis Hamilton hat nach dem Gro\u00dfen Preis von Ungarn deutliche Zweifel an Ferraris Strategie ge\u00e4u\u00dfert. Der siebenmalige Weltmeister lag bis zur Virtual-Safety-Car-Phase auf Rang zwei, wurde dann jedoch an die Box geholt. Am Ende verlor er dadurch nicht nur mehrere Positionen, sondern fiel nach einer F\u00fcnfsekundenstrafe wegen einer minimalen Geschwindigkeits\u00fcberschreitung in der Boxengasse sogar noch vom vierten auf den f\u00fcnften Platz zur\u00fcck.<\/p>\n<p>F\u00fcr Hamilton war die Entscheidung im ersten Moment nachvollziehbar, im Nachhinein h\u00e4lt er sie jedoch f\u00fcr falsch. Gleichzeitig r\u00e4umt auch Ferrari-Teamchef Frederic Vasseur ein, dass sich das Team in Budapest zu viele Fehler geleistet habe.<\/p>\n<p>Hamilton: &#8222;Ich h\u00e4tte niemals angehalten&#8220;<\/p>\n<p>Besonders \u00e4rgerlich war f\u00fcr Hamilton der Zeitpunkt der Entscheidung. Der Funkspruch kam erst unmittelbar vor der Boxeneinfahrt, sodass ihm praktisch keine Zeit blieb, die Situation selbst einzusch\u00e4tzen. &#8222;Ich glaube definitiv nicht, dass wir h\u00e4tten stoppen sollen&#8220;, sagt der Ferrari-Pilot.<\/p>\n<p>&#8222;Der Funkspruch kam buchst\u00e4blich erst direkt vor der Boxeneinfahrt. Ich hatte \u00fcberhaupt keine Zeit, dar\u00fcber zu diskutieren.&#8220; Deshalb habe er darauf vertraut, dass die Mannschaft die richtige Entscheidung getroffen habe. &#8222;Man muss darauf vertrauen, dass das Team die richtige Entscheidung getroffen hat. Aber im Nachhinein waren meine Reifen v\u00f6llig in Ordnung.&#8220;<\/p>\n<p>Vor allem die Aufgabe der Streckenposition bereut Hamilton. &#8222;Ich w\u00e4re niemals an die Box gekommen, wenn ich gewusst h\u00e4tte, dass wir dadurch die Position auf der Strecke verlieren.&#8220;<\/p>\n<p>Verstappen wohl au\u00dfer Reichweite &#8211; Antonelli der Knackpunkt<\/p>\n<p>R\u00fcckblickend ist die Situation allerdings komplexer, als sie auf den ersten Blick erscheint. Vor der VSC-Phase lag Hamilton mit gebrauchten harten Reifen auf Rang zwei. Max Verstappen folgte 2,4 Sekunden dahinter, allerdings auf deutlich frischeren Soft-Reifen und war unmittelbar vor der Neutralisierung rund eine halbe Sekunde pro Runde schneller.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"sizer\" draggable=\"false\" src=\"data:image\/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAJCAYAAAA7KqwyAAAAGXRFWHRTb2Z0d2FyZQBBZG9iZSBJbWFnZVJlYWR5ccllPAAAABpJREFUeNpi\/P\/\/PwMlgImBQjBqwLAwACDAAOVfAw9\/ZDvcAAAAAElFTkSuQmCC\" alt=\"\"\/><\/p>\n<p>Es spricht einiges daf\u00fcr, dass Verstappen Hamilton im weiteren Rennverlauf auch ohne Boxenstopp noch \u00fcberholt h\u00e4tte. Entscheidend war vielmehr der Kampf um den letzten Podestplatz.<\/p>\n<p>Kimi Antonelli hatte kurz vor dem virtuellen Safety-Car selbst frische Reifen erhalten und lag zw\u00f6lf Sekunden hinter Hamilton. Da ein Boxenstopp unter VSC-Bedingungen auf dem Hungaroring lediglich rund elf bis zw\u00f6lf Sekunden kostet, war bereits in diesem Moment klar, dass es \u00e4u\u00dferst eng werden w\u00fcrde. Tats\u00e4chlich kam Antonelli schlie\u00dflich minimal vor Hamilton wieder auf die Strecke und verteidigte Rang drei anschlie\u00dfend ohne gr\u00f6\u00dfere Probleme, weil beide Fahrer \u00fcber \u00e4hnlich frische Reifen verf\u00fcgten.<\/p>\n<p>Ferrari verlor das Rennen schon vorher<\/p>\n<p>Dass Hamilton am Ende \u00fcberhaupt auf extrem alte harte Reifen angewiesen war, hatte seine Ursache allerdings bereits deutlich fr\u00fcher im Rennen. Durch die gew\u00e4hlte Strategie befand sich Ferrari \u00fcberhaupt erst in der Situation, am Rennende zwischen Streckenposition und einem g\u00fcnstigen VSC-Stopp abw\u00e4gen zu m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Im Nachhinein wirkt der Boxenstopp wie der Moment, an dem Hamilton das Podium verlor. Garantieren l\u00e4sst sich das allerdings nicht. Ohne den Reifenwechsel w\u00e4re Verstappen mit hoher Wahrscheinlichkeit vorbeigegangen, und auch Antonelli h\u00e4tte mit seinem enormen Reifenvorteil sp\u00e4testens in den Schlussrunden gute Chancen auf Rang drei gehabt. In Runde 55 mit neuen harten Reifen vor dem VSC holte der Italiener gleich zwei Sekunden auf den Ferrari auf.<\/p>\n<p>Dass Hamilton nach dem VSC auf den neuen Reifen zeitweise sogar eine bis eineinhalb Sekunden pro Runde schneller war als Verstappen, macht die Geschichte zus\u00e4tzlich kompliziert. Wegen zahlreicher \u00dcberrundungen &#8211; unter anderem hinter Gabriel Bortoleto &#8211; verlor der Ferrari-Pilot jedoch entscheidend Zeit, ehe Verstappen auf seinen \u00e4lteren Reifen das Tempo wieder erh\u00f6hen konnte.<\/p>\n<p>Hamilton: &#8222;Wir haben viele Punkte verloren&#8220;<\/p>\n<p>Unabh\u00e4ngig von den theoretischen Szenarien bleibt Hamilton bei seiner Einsch\u00e4tzung. &#8222;Wir h\u00e4tten wahrscheinlich die Position an Max verloren&#8220;, r\u00e4umt er ein. &#8222;Er hatte deutlich frischere Reifen.&#8220; Dennoch glaubt er, dass zumindest ein Podiumsplatz m\u00f6glich gewesen w\u00e4re.<\/p>\n<p>&#8222;Vielleicht h\u00e4tte ich Rang zwei halten k\u00f6nnen. Wahrscheinlicher w\u00e4re Platz drei gewesen. Das w\u00e4re f\u00fcr uns deutlich besser gewesen.&#8220; Stattdessen habe Ferrari wertvolle Punkte liegen lassen. &#8222;So haben wir einfach viele Punkte verloren.&#8220;<\/p>\n<p>Auch sportlich f\u00e4llt sein Fazit entsprechend ern\u00fcchternd aus. &#8222;Es war ziemlich schlecht und ziemlich frustrierend.&#8220; Immerhin hebt Hamilton die Leistung des SF-26 hervor. &#8222;Ich hatte einen guten Start und in der ersten Rennh\u00e4lfte wirklich eine starke Pace.&#8220; Dass \u00dcberholen auf dem Hungaroring nahezu unm\u00f6glich sei, habe ihm anschlie\u00dfend jedoch das Leben schwer gemacht.<\/p>\n<p>N\u00e4chste Strafe versch\u00e4rft das Ergebnis<\/p>\n<p>Als w\u00e4re der misslungene Strategie-Poker nicht genug gewesen, kassierte Hamilton nach seinem Boxenstopp auch noch eine F\u00fcnf-Sekunden-Strafe. Der Grund war denkbar knapp: Ferrari best\u00e4tigte sp\u00e4ter, dass Hamilton den Boxengassenbegrenzer minimal zu fr\u00fch deaktivierte und dadurch die erlaubte H\u00f6chstgeschwindigkeit um lediglich 0,1 km\/h \u00fcberschritt.<\/p>\n<p>Die Strafe war folgenschwer. Nach der Zieldurchfahrt fiel Hamilton dadurch noch hinter Teamkollege Charles Leclerc auf Rang f\u00fcnf zur\u00fcck. Teamchef Frederic Vasseur sprach anschlie\u00dfend von einer Verkettung mehrerer Fehler. &#8222;Das ist \u00fcberhaupt kein gutes Ergebnis. Wir k\u00f6nnen damit nicht zufrieden sein.&#8220;<\/p>\n<p>Aus seiner Sicht begann das bereits am Rennstart und setzte sich w\u00e4hrend des gesamten Nachmittags fort. &#8222;Wir haben heute einfach zu viele Fehler gemacht.&#8220; Auch beim entscheidenden Boxenstopp lief nicht alles sauber. &#8222;Wir haben dort Zeit verloren, und beim Verlassen der Boxengasse wurde der Begrenzer wahrscheinlich einen Tick zu fr\u00fch deaktiviert.&#8220;<\/p>\n<p>Hamilton will zweite Saisonh\u00e4lfte sauberer gestalten<\/p>\n<p>Trotz der entt\u00e4uschenden letzten Rennen blickt Hamilton optimistisch auf die verbleibenden Grands Prix. Ferrari habe in der ersten Saisonh\u00e4lfte gro\u00dfe Fortschritte gemacht, auch wenn er selbst zuletzt mehrfach durch Fehler und Strafen zur\u00fcckgeworfen wurde.<\/p>\n<p>&#8222;Ich bin dem Team unglaublich dankbar. Sie haben in der ersten Saisonh\u00e4lfte einen gro\u00dfartigen Job gemacht.&#8220; Mit seiner eigenen Bilanz der vergangenen Wochen ist der Brite dagegen weniger zufrieden. &#8222;Die letzten drei Rennen waren f\u00fcr mich nicht gut.&#8220;<\/p>\n<p>Nach der Strafe wegen des Fr\u00fchstarts in Silverstone, der Kollision mit George Russell in Spa, der Gridstrafe im Ungarn-Qualifying und nun der Zeitstrafe im Rennen m\u00f6chte Hamilton vor allem eines \u00e4ndern. &#8222;Ich muss einfach h\u00e4rter arbeiten, damit ich den Kommissaren gar nicht erst die M\u00f6glichkeit gebe, mich wieder in die Strafzone zu bringen.&#8220;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/022eed6307534fb0978247957a2c7a45.gif\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"\/>            <\/p>\n<p>            Wir wollen Deine Meinung!<\/p>\n<p class=\"mt-auto\">Was w\u00fcrdest Du gerne auf Motorsport.com sehen?<\/p>\n<p>            <a href=\"#\" class=\"ms-link text-link font-bold\">An unserer 5-Minuten-Umfrage teilnehmen<\/a><\/p>\n<p class=\"mt-1 text-body\">&#8211; Das Motorsport.com-Team<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Lewis Hamilton hat nach dem Gro\u00dfen Preis von Ungarn deutliche Zweifel an Ferraris Strategie ge\u00e4u\u00dfert. 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