{"id":299343,"date":"2026-07-28T08:05:07","date_gmt":"2026-07-28T08:05:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/299343\/"},"modified":"2026-07-28T08:05:07","modified_gmt":"2026-07-28T08:05:07","slug":"oesterreichischer-kameradschaftsbund-oekb-sicherheitslage-verlangt-mehr-mut","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/299343\/","title":{"rendered":"\u00d6sterreichischer Kameradschaftsbund (\u00d6KB): Sicherheitslage verlangt mehr Mut"},"content":{"rendered":"<p>Der \u00d6sterreichische Kameradschaftsbund (\u00d6KB) mit seinen neun Landesverb\u00e4nden, 1.200 Ortsverb\u00e4nden und rund 210.000 Mitgliedern bewertet die Beschl\u00fcsse des Sonderministerrates vom 27. Juli 2026 zur Reform des Wehrdienstes und des Wehrersatzdienstes mit gemischten Gef\u00fchlen.<\/p>\n<p>Es ist ausdr\u00fccklich zu begr\u00fc\u00dfen, dass die Bundesregierung die sicherheitspolitischen Realit\u00e4ten anerkennt und die Verl\u00e4ngerung bzw. Optimierung des Grundwehrdienstes und die Wiedereinf\u00fchrung verpflichtender Miliz\u00fcbungen auf den Weg bringen will. Angesichts der dramatisch ver\u00e4nderten Sicherheitslage in Europa sind besser ausgebildete Grundwehrdiener und eine einsatzbereite Miliz keine politische Option mehr, sondern eine sicherheitspolitische Notwendigkeit. \u00d6sterreich muss wieder in die Lage versetzt werden, gem\u00e4\u00df dem verfassungsm\u00e4\u00dfigen Auftrag seine Neutralit\u00e4t glaubw\u00fcrdig zu sch\u00fctzen und der Bev\u00f6lkerung im Krisen- und Katastrophenfall wirksam Schutz und Hilfe zu leisten.<\/p>\n<p>Umso unverst\u00e4ndlicher ist jedoch, dass die Bundesregierung den Mut vermissen l\u00e4sst, die eindeutige Bestempfehlung der Bundesheer-Wehrdienstreform-Kommission \u201e\u00d6sterreich Plus\u201c (8 Monate Grundwehrdienst und 2 Monate verpflichtende Miliz\u00fcbungen sowie Verl\u00e4ngerung des Wehrersatzdienstes auf 12 Monate) vollst\u00e4ndig umzusetzen. Diese Empfehlung war das Ergebnis sorgf\u00e4ltiger fachlicher Analysen und Folgerung eines ausgewogenen und zukunftsorientierten Gesamtkonzepts im Ausgleich der Interessen der Landesverteidigung, der Wirtschaft und Gesellschaft. \u201eWer eine Expertenkommission einsetzt, sollte deren Expertise und fundierte Schlussfolgerungen nicht nur zur Kenntnis nehmen, sondern ihnen auch vollstes politisches Gewicht verleihen\u201c, so \u00d6KB-Pr\u00e4sident Ludwig Bieringer.<\/p>\n<p>Der \u00d6KB sieht darin eine vertane Chance. Gerade in einer Zeit, in der Europa mit den gr\u00f6\u00dften sicherheitspolitischen Herausforderungen seit Jahrzehnten konfrontiert ist, braucht \u00d6sterreich keine Minimall\u00f6sungen, sondern eine konsequente St\u00e4rkung seiner milit\u00e4rischen Verteidigungsf\u00e4higkeit. Halbherzige Reformen werden den Anforderungen der nationalen Sicherheit und Zukunft nicht gerecht.<\/p>\n<p>Dennoch ist festzuhalten: Die nun von der Bundesregierung angek\u00fcndigten Ma\u00dfnahmen bedeuten eine l\u00e4ngst notwendige Kurskorrektur. Sie sind ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, d\u00fcrfen aber nicht das Ende der Reformbem\u00fchungen sein.<\/p>\n<p>Der \u00d6KB setzt daher gro\u00dfe Hoffnung in das nun folgende parlamentarische Verfahren, dass das letzte Wort in dieser wichtigen sicherheitspolitischen Frage noch nicht gesprochen ist. \u201eNationalrat und Bundesrat haben die M\u00f6glichkeit und die Verantwortung, die Regierungsvorlage im Sinne der Empfehlungen der Bundesheer-Wehrdienstreform-Kommission weiterzuentwickeln und dort nachzusch\u00e4rfen, wo dies im Interesse der Sicherheit unseres Landes erforderlich ist\u201c, betont \u00d6KB-Pr\u00e4sident Bieringer.<\/p>\n<p>Der \u00d6KB appelliert daher an alle politischen Kr\u00e4fte, vor allem im Parlament, die Landesverteidigung nicht zum Gegenstand parteipolitischer Taktik zu machen. Die Sicherheit \u00d6sterreichs und insbesondere eine moderne, wirksame Landesverteidigung sind keine Frage ideologischer Positionen, sondern eine gemeinsame Verpflichtung gegen\u00fcber unserem Staat, seinen B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern sowie den kommenden Generationen. Hierzu bedarf es eines m\u00f6glichst breiten politischen Konsenses.<\/p>\n<p>Wer heute in die Wehrbereitschaft und Wehrf\u00e4higkeit investiert, sichert morgen die Freiheit, Sicherheit und Handlungsf\u00e4higkeit \u00d6sterreichs.<\/p>\n<p>Der \u00d6KB wird den weiteren Gesetzgebungsprozess konstruktiv begleiten und sich weiterhin mit Nachdruck f\u00fcr eine zukunftsfitte Wehrdienstregelung sowie eine leistungsf\u00e4hige Miliz einsetzen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der \u00d6sterreichische Kameradschaftsbund (\u00d6KB) mit seinen neun Landesverb\u00e4nden, 1.200 Ortsverb\u00e4nden und rund 210.000 Mitgliedern bewertet die Beschl\u00fcsse des&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":299344,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[8],"tags":[26393,26395,52,6865,57843,40,41,26394,269,39,4213,38,19321],"class_list":["post-299343","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-nachrichten","tag-apa","tag-apa-ots","tag-bundesheer","tag-bundesregierung","tag-landesverteidigung","tag-nachrichten","tag-news","tag-ots","tag-politik","tag-schlagzeilen","tag-sicherheit","tag-top-meldungen","tag-wehrpflicht"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116996572540353265","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/299343","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=299343"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/299343\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/299344"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=299343"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=299343"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=299343"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}