{"id":300198,"date":"2026-07-28T16:36:15","date_gmt":"2026-07-28T16:36:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/300198\/"},"modified":"2026-07-28T16:36:15","modified_gmt":"2026-07-28T16:36:15","slug":"europa-brennt-so-ist-die-lage-in-den-spanischen-und-franzoesischen-notunterkuenften","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/300198\/","title":{"rendered":"Europa brennt: So ist die Lage in den spanischen und franz\u00f6sischen Notunterk\u00fcnften"},"content":{"rendered":"<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Es beginnt mit Asche. Zuerst sind es graue Flocken, die lautlos auf <a href=\"https:\/\/www.ka-news.de\/auto\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Autos<\/a> und Hausd\u00e4chern niedergehen. Dann wird der Rauch dichter. Die Sonne verschwindet hinter einem braungrauen Schleier. Schlie\u00dflich kommt per Handy die Warnmeldung des Katastrophenschutzes: \u201eDies ist ein realer Notfall.\u201c Es folgt die Aufforderung zur Evakuierung.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    So beschreiben die <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/panorama\/augenzeugen-berichten-ueber-flammenmonster-europas-sueden-brennt-114854622\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Menschen aus El Tiemblo<\/a> und Villa del Prado westlich von Madrid die Stunden, in denen die Flammen \u00fcber ihre Heimat hereinbrachen. Aus einem kleinen Waldbrand ist das gr\u00f6\u00dfte Feuer der spanischen Geschichte geworden. Rasend schnell wurde die Landschaft mit ihren Kiefernw\u00e4ldern zu einem Meer aus Flammen, ann\u00e4hernd 80.000 Hektar umfasste es zeitweise allein im Hinterland der Hauptstadt Spaniens und in der benachbarten Provinz \u00c1vila.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Am Dienstag spricht Ministerpr\u00e4sident Pedro S\u00e1nchez zwar davon, dass man \u201eLicht am Ende des Tunnels\u201c sehe. Aber den Rest der Woche soll das Thermometer Temperaturen von um die 40 Grad Celsius anzeigen. Der Sommer geht weiter. Der Klimawandel schreitet voran. Es wird nicht aufh\u00f6ren, zu brennen. Dieser Dienstag bedeutet allenfalls eine Atempause in Teilen Europas.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Alexander Held wei\u00df das nur zu gut. Held ist Feuer\u00f6kologe am European Forest Institute in Bonn. Dort untersucht der studierte Forstwirt die Auswirkungen von Feuer auf Natur und \u00d6kosysteme. Die derzeitigen Katastrophenmeldungen und apokalyptischen Bilder aus dem S\u00fcden Europas \u00fcberraschen ihn nicht. Er sagt S\u00e4tze wie: \u201eDie Voraussetzungen in S\u00fcdeuropa sind perfekt f\u00fcr Feuerst\u00fcrme, wie wir sie in diesen Tagen sehen.\u201c Oder: \u201eDa ist einfach viel Potenzial f\u00fcr Waldbr\u00e4nde.\u201c Held z\u00e4hlt auf: die lang anhaltende <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/schlagworte\/aa-wetter\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Hitzewelle<\/a>, das warme, trockene und windige Wetter. Dazu ausreichend Brennmaterial. Und, nat\u00fcrlich, der Mensch als \u201eZ\u00fcndquelle Nummer eins\u201c. Erschreckend findet er, wie schnell, gro\u00df und zeitgleich sich die Feuer ausbreiten und wie viele Menschen von ihnen betroffen sind.\n  <\/p>\n<p>            \u201eIch h\u00e4tte nie gedacht, dass es so schlimm werden k\u00f6nnte\u201d<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    \u201eDas ist der schlimmste Waldbrand im Gro\u00dfraum Madrid\u201d, stellt Regionalpr\u00e4sidentin Isabel D\u00edaz Ayuso fest, als sie das Katastrophengebiet besucht. Die wei\u00dfen Turnschuhe der Politikerin sind schon nach wenigen Schritten von Asche \u00fcberzogen. Gerade ist das \u00f6ffentliche Interesse riesig, auch das am Klimawandel. Sind die Br\u00e4nde gel\u00f6scht, scheint das Interesse erloschen. Wie bei so vielen Waldbr\u00e4nden in den vergangenen Jahren.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    In Spanien d\u00fcrften einige nicht vergessen. Nuria zum Beispiel, eine Bewohnerin aus dem Brandgebiet bei Madrid. Sie erinnert sich: Als es nach Rauch roch, habe sie zun\u00e4chst geglaubt, irgendwo in der Nachbarschaft werde Gartenabfall verbrannt. \u201eIch h\u00e4tte nie gedacht, dass es so schlimm werden k\u00f6nnte.\u201d Die Evakuierung sei be\u00e4ngstigend gewesen. Gleichzeitig sei sie \u00fcberw\u00e4ltigt von der Hilfsbereitschaft der Rettungskr\u00e4fte und Freiwilligen. Ihre Tochter erlebe den Aufenthalt in der Notunterkunft fast wie ein Abenteuer. F\u00fcr die Erwachsenen sei die Zeit dagegen endlos.\n  <\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/urnnewsmldpacom20090101260724-99-152344-v3-s2048.jpg\" alt=\"Rauch und verbrannte Erde im spanischen El Tiemblo: \u201eEs ist entsetzlich zu sehen, dass die H\u00f6lle existiert\u201d, sagt der B\u00fcrgermeister.\" title=\"Rauch und verbrannte Erde im spanischen El Tiemblo: \u201eEs ist entsetzlich zu sehen, dass die H\u00f6lle existiert\u201d, sagt der B\u00fcrgermeister.\" loading=\"lazy\" class=\"h-full w-full object-cover\"\/><\/p>\n<p>      Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>    Rauch und verbrannte Erde im spanischen El Tiemblo: \u201eEs ist entsetzlich zu sehen, dass die H\u00f6lle existiert\u201d, sagt der B\u00fcrgermeister.<br \/>\n    Foto: Gabri Solera\/EUROPA PRESS\/dpa<\/p>\n<p>        Schlie\u00dfen <\/p>\n<p>      Icon Schlie\u00dfen<\/p>\n<p>        Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>        Icon verkleinern<\/p>\n<p>      Icon Pfeil bewegen<\/p>\n<p>    Rauch und verbrannte Erde im spanischen El Tiemblo: \u201eEs ist entsetzlich zu sehen, dass die H\u00f6lle existiert\u201d, sagt der B\u00fcrgermeister.<br \/>\n    Foto: Gabri Solera\/EUROPA PRESS\/dpa<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Das Ausma\u00df und die Flammengeschwindigkeit der Br\u00e4nde \u00fcbertrifft alles, was selbst erfahrene Feuerwehrleute bislang beobachtet haben. Windb\u00f6en treiben gl\u00fchende Rindenst\u00fccke Hunderte Meter durch die Luft und entz\u00fcnden neue Brandherde. Tausende Hilfskr\u00e4fte sind im Einsatz, bis zur v\u00f6lligen Ersch\u00f6pfung. <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/panorama\/groessbraende-in-frankreich-warum-sind-nicht-alle-loeschflugzeuge-einsatzbereit-114885525\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">L\u00f6schflugzeuge ziehen ununterbrochen ihre Kreise<\/a> \u00fcber bergigem Gel\u00e4nde. Der B\u00fcrgermeister von El Tiemblo, Arturo Varas, sagt: \u201eEs ist entsetzlich zu sehen, dass die H\u00f6lle existiert.\u201d\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Normalerweise leben 4500 Menschen in seinem Ort, der von dichtem Wald umgeben ist. Im Sommer verdoppele sich durch die Ferienh\u00e4user die Einwohnerzahl. Wie durch ein Wunder habe es dank der schnellen R\u00e4umung keine Opfer gegeben. Er wei\u00df, dass es anders h\u00e4tte sein k\u00f6nnen: Mitte Juli waren bei einem Waldbrand im einige Hundert Kilometer entfernten Los Gallardos 13 Menschen in den Flammen umgekommen. Unter ihnen zw\u00f6lf ausl\u00e4ndische Urlauber und Residenten. In El Tiemblo hinterlie\u00df der Feuersturm verbrannte H\u00e4user, verkohlte G\u00e4rten, Baumgerippe am Stra\u00dfenrand. \u201eWenn die Leute zur\u00fcckkommen, werden sie ein anderes Dorf vorfinden\u201d, sagt Varas, der B\u00fcrgermeister.\n  <\/p>\n<p>            \u201eWir sind m\u00fcde und wollen einfach nur nach Hause\u201c, sagt eine Frau<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Wenn die Leute zur\u00fcckkommen. F\u00fcr Tausende, die vorm Feuer fliehen mussten, ziehen sich die Tage qu\u00e4lend in die L\u00e4nge. In den Turnhallen stehen die Feldbetten dicht nebeneinander, Kinder spielen zwischen Koffern und Wasserflaschen, als w\u00e4ren sie auf Klassenfahrt. Die Erwachsenen aber schauen bang auf ihre Telefone. Gibt es Nachrichten? Ist das eigene Haus verschont geblieben? \u201eWir sind m\u00fcde und wollen einfach nur nach Hause\u201c, sagt eine Frau. Viele schlafen kaum auf den Notpritschen, manche gar nicht. Ein Landwirt erz\u00e4hlt, am schwersten sei ihm nicht gefallen, das Haus zu verlassen, sondern sein Vieh. Ob es \u00fcberlebt habe? Er wisse es nicht.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Ein Mann namens Antonio denkt an seine H\u00fcndin Kiara. Immer wieder f\u00e4hrt er bis zu einer Stra\u00dfensperre und fragt die Polizisten, ob er kurz auf sein Grundst\u00fcck d\u00fcrfe. Dort, irgendwo hinter der Rauchwand, wartet seine H\u00fcndin. Hofft er. Er und sein 13-j\u00e4hriger Sohn tragen Kleidung, die ihnen Helfer gegeben haben. Viel mehr ist ihnen nach der \u00fcberst\u00fcrzten Flucht nicht geblieben.\n  <\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/urnnewsmldpacom20090101260728-935-1508507-v1-s2048.jpg\" alt=\"Bis zur v\u00f6lligen Ersch\u00f6pfung k\u00e4mpfen Feuerwehrleute gegen die Waldbr\u00e4nde bei Bordeaux an.\" title=\"Bis zur v\u00f6lligen Ersch\u00f6pfung k\u00e4mpfen Feuerwehrleute gegen die Waldbr\u00e4nde bei Bordeaux an.\" loading=\"lazy\" class=\"h-full w-full object-cover\"\/><\/p>\n<p>      Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>    Bis zur v\u00f6lligen Ersch\u00f6pfung k\u00e4mpfen Feuerwehrleute gegen die Waldbr\u00e4nde bei Bordeaux an.<br \/>\n    Foto: Emma Da Silva\/AP\/dpa<\/p>\n<p>        Schlie\u00dfen <\/p>\n<p>      Icon Schlie\u00dfen<\/p>\n<p>        Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>        Icon verkleinern<\/p>\n<p>      Icon Pfeil bewegen<\/p>\n<p>    Bis zur v\u00f6lligen Ersch\u00f6pfung k\u00e4mpfen Feuerwehrleute gegen die Waldbr\u00e4nde bei Bordeaux an.<br \/>\n    Foto: Emma Da Silva\/AP\/dpa<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    In S\u00fcdwestfrankreich m\u00fcssen ebenfalls Tausende in Notunterk\u00fcnften ausharren. Und bei Weitem nicht nur Schildkr\u00f6te L\u00e9on ist gestresst. Fremde sehen das dem Tier nicht an, seine Besitzerin Marie-Odile merkt es freilich. \u201eIch habe W\u00fcrmer f\u00fcr ihn dabei, aber er frisst nicht. Das ist nicht normal.\u201c Vor ein paar Tagen wurde die Seniorin aus einem Dorf an der franz\u00f6sischen Atlantikk\u00fcste vor den Flammen in Sicherheit gebracht. Nun ist sie in dem zum Aufnahmezentrum umfunktionierten Messegel\u00e4nde von Bordeaux. Zu nahe war der Gro\u00dfbrand an ihre Heimat ger\u00fcckt.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Seit einer Woche w\u00fctet er, 42.000 Hektar sind zerst\u00f6rt. Seit Jahresbeginn betr\u00e4gt die verbrannte Fl\u00e4che etwa 100.000 Hektar, ein historischer Rekordwert. Es gibt eine weitere Zahl, die das Ausma\u00df der Katastrophe erahnen l\u00e4sst: Mehr als 220.000 Menschen haben die Brandgebiete r\u00e4umen m\u00fcssen, besonders betroffen ist die Seezunge Cap Ferret und <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/panorama\/ein-feuer-das-alles-auffrisst-die-braende-in-frankreich-und-spanien-haben-ein-nie-dagewesenes-ausmass-angenommen-114867590\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">teils auch der Speckg\u00fcrtel von Bordeaux<\/a>. Es ist noch nicht vorbei. An diesem Dienstag werden die Campingpl\u00e4tze im K\u00fcstenort Lacanau vorsichtshalber ger\u00e4umt.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Die zust\u00e4ndige Pr\u00e4fektin der Departements Gironde und Nouvelle-Aquitaine, Sophie Brocas, k\u00fcndigt an, dass eine R\u00fcckkehr erst m\u00f6glich sei, wenn die Br\u00e4nde unter Kontrolle sind. Am Dienstag gelten sie immerhin als stabilisiert. Staatspr\u00e4sident Emmanuel Macron ist am Montagabend in Bordeaux eingetroffen. \u201eDie n\u00e4chsten Wochen werden schwer werden\u201c, sagte er.\n  <\/p>\n<p>            \u201eDer Klimawandel beg\u00fcnstigt das alles\u201c<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Im Messegel\u00e4nde ist man auf eine l\u00e4ngere Versorgung der Menschen eingestellt. In einer der Hallen reihen sich Feldbetten und Matratzen aneinander. In einer anderen sitzen Menschen an Tischen, auf denen Snacks und Getr\u00e4nke stehen. Sie reden, spielen Karten. Ein Mann klimpert auf seiner Gitarre. Viele setzen FFP2-Masken auf, sobald sie nach drau\u00dfen gehen. Die Luft ist rauchig, von giftigem Ru\u00df belastet.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Bis zu 6000 Menschen haben hier Zuflucht gefunden, Tendenz: sinkend. Rund 500 Einwohner der Region meldeten sich laut dem B\u00fcrgermeister von Bordeaux, Thomas Cazenave, mit dem Angebot, Personen zu beherbergen. Andere fanden Unterschlupf bei Freunden oder Verwandten. Auch wurden ungenutzte Zimmer in Studentenwohnheimen oder Internaten zur Verf\u00fcgung gestellt. Die Bewohner von Altenpflegeheimen verteilte man \u00fcberwiegend auf andere Einrichtungen in ganz Frankreich. Cazenave nennt es den \u201eElan der Solidarit\u00e4t\u201c, den die beispiellose Krise ausgel\u00f6st habe. Eine der freiwilligen Helferinnen ist die Musikerin Anne Lefeu. \u201eWenn ich mich in der Lage dieser Menschen befinden w\u00fcrde, w\u00e4re ich froh, wenn man mich einfach zum L\u00e4cheln bringt\u201c, sagt sie. So kommt sie mit etlichen der Personen ins Gespr\u00e4ch, die zum Warten, Bangen und Hoffen verdammt sind.\n  <\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/alextree.jpg\" alt=\"Alexander Held ist Feuer\u00f6kologe am Europ\u00e4ischen Forstinstitut in Bonn.\" title=\"Alexander Held ist Feuer\u00f6kologe am Europ\u00e4ischen Forstinstitut in Bonn.\" loading=\"lazy\" class=\"h-full w-full object-cover\"\/><\/p>\n<p>      Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>    Alexander Held ist Feuer\u00f6kologe am Europ\u00e4ischen Forstinstitut in Bonn.<br \/>\n    Foto: WKR-Initiative<\/p>\n<p>        Schlie\u00dfen <\/p>\n<p>      Icon Schlie\u00dfen<\/p>\n<p>        Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>        Icon verkleinern<\/p>\n<p>      Icon Pfeil bewegen<\/p>\n<p>    Alexander Held ist Feuer\u00f6kologe am Europ\u00e4ischen Forstinstitut in Bonn.<br \/>\n    Foto: WKR-Initiative<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    W\u00e4hrend sich die Augen der Welt auf die Br\u00e4nde im S\u00fcden Europas richten, w\u00fcrden die meisten vergessen, dass nicht allein der S\u00fcden in Flammen steht. Daran erinnert Alexander Held, der Feuer\u00f6kologe, am Dienstag am Telefon. Er sagt: Europa brenne. \u201eIrland, Schottland, Norwegen \u2013 es ist \u00fcberall. Das ist das Erschreckende. Dass Spanien oder S\u00fcdwestfrankreich brennen, ist keine \u00dcberraschung. Aber dass Gr\u00f6nland, Norwegen und Island ein Feuerproblem bekommen: Da m\u00fcssen die Alarmglocken l\u00e4uten.\u201c Ein Feuerproblem auf Island, h\u00e4tte man das je f\u00fcr m\u00f6glich gehalten? \u201eDer Klimawandel beg\u00fcnstigt das alles\u201c, erkl\u00e4rt Held. Und dass sich die Menschen in den kommenden Jahren schlicht auf derartige Zust\u00e4nde einstellen m\u00fcssten.\n  <\/p>\n<p>            Haben seltene Gewitterwolken bei Bordeaux die Br\u00e4nde noch weiter angefacht?<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Die aktuelle Lage w\u00fcrde sich, so Held, entspannen, wenn sich das Wetter \u00e4ndert. Das hei\u00dft: mildere Temperaturen, endlich Regen. Der ist jedoch nicht in Sicht. Nicht in Madrid und nicht in Bordeaux. Der Feuer\u00f6kologe kennt die Gegend rund um die 270.000-Einwohner-Stadt gut. Das Klima, die Landschaft, die vielen Kieferplantagen, die so leicht und so schnell in Flammen aufgehen. \u201eJe nachdem, in welche Richtung der Wind dreht, bef\u00fcrchte ich, dass das Feuer in Bordeaux aufsteht\u201c, sagt Held. Schlagzeilen machen am Dienstag zudem jene Gewitterwolken, Pyrocumulonimbus, die \u00fcber hei\u00dfen und gro\u00dfen Waldbr\u00e4nden entstehen k\u00f6nnen. \u201eSie sind in Europa sehr selten\u201c, wird ein Experte vom Leibniz-Institut f\u00fcr Troposph\u00e4renforschung in Leipzig zitiert. Derartige Wolken, die Br\u00e4nde zus\u00e4tzlich anfachen und aus denen Blitze zum Boden zucken, seien m\u00f6glicherweise auch in der N\u00e4he von Bordeaux entstanden.\n  <\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/609549692.jpg\" alt=\"In Spanien mussten viele Menschen hilflos beobachten, wie das Feuer ihre Heimat zerst\u00f6rte.\" title=\"In Spanien mussten viele Menschen hilflos beobachten, wie das Feuer ihre Heimat zerst\u00f6rte.\" loading=\"lazy\" class=\"h-full w-full object-cover\"\/><\/p>\n<p>      Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>    In Spanien mussten viele Menschen hilflos beobachten, wie das Feuer ihre Heimat zerst\u00f6rte.<br \/>\n    Foto: picture alliance\/dpa\/Europa Press<\/p>\n<p>        Schlie\u00dfen <\/p>\n<p>      Icon Schlie\u00dfen<\/p>\n<p>        Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>        Icon verkleinern<\/p>\n<p>      Icon Pfeil bewegen<\/p>\n<p>    In Spanien mussten viele Menschen hilflos beobachten, wie das Feuer ihre Heimat zerst\u00f6rte.<br \/>\n    Foto: picture alliance\/dpa\/Europa Press<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Zur\u00fcck nach Spanien. Dort d\u00fcrfen die Ersten bereits die Notunterk\u00fcnfte verlassen. F\u00fcr sie setzt sich die Katastrophe fort. \u201eAlles ist verbrannt\u201d, sagt ein Bauer namens Jos\u00e9. Geld spiele in diesem Moment kaum eine Rolle. Was verloren gegangen sei, das sei nicht zu ersetzen.\n  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Es beginnt mit Asche. Zuerst sind es graue Flocken, die lautlos auf Autos und Hausd\u00e4chern niedergehen. 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