{"id":300644,"date":"2026-07-28T21:45:15","date_gmt":"2026-07-28T21:45:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/300644\/"},"modified":"2026-07-28T21:45:15","modified_gmt":"2026-07-28T21:45:15","slug":"probleme-in-beziehungen-zu-usa-ein-sicherheitsrisiko-fuer-israel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/300644\/","title":{"rendered":"Probleme in Beziehungen zu USA: Ein Sicherheitsrisiko f\u00fcr Israel"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/netanjahu-trump-126.jpg\" alt=\"Benjamin Netanjahu und Donald Trump (Archivbild: 29.12.2025)\" title=\"Benjamin Netanjahu und Donald Trump (Archivbild: 29.12.2025) | dpa\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 28.07.2026 \u2022 19:07 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        Sp\u00e4testens der Iran-Krieg hat die Beziehung der USA zu Israel ver\u00e4ndert. In Washington wird die israelische Regierung zunehmend als Belastung wahrgenommen. F\u00fcr Netanjahu ging es bei dem heutigen Treffen um viel.\n    <\/p>\n<p>                                    <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/jan-christoph-kitzler-101.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n                                        <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Jan-Christoph Kitzler\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/1785275115_375_kitzler-104.jpg\"\/><br \/>\n                                    <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Meldung vom Atomdeal der USA mit Saudi-Arabien hat in Israel f\u00fcr Aufregung gesorgt. Offizielle Erkl\u00e4rungen gab es zun\u00e4chst allerdings keine, und die Worte von Danny Danon, Israels Botschafter bei den Vereinten Nationen, klangen eher nach dem Versuch, zu beruhigen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Danon sagte dem Radiosender Kol Israel Reshet Bet, die israelische Regierung rede mit ihren Freunden in den USA \u00fcber diese Dinge hinter verschlossenen T\u00fcren, und wenn sie besorgt sei oder Einw\u00e4nde habe, dann gebe sie ihnen Ausdruck, &#8222;aber wir tun das nicht au\u00dferhalb&#8220;. Man rede ohnehin die ganze Zeit, die Abstimmung mit den US-Amerikanern sei sehr intensiv, auf allen Ebenen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der Deal sieht zwar nur die zivile Nutzung der Atomkraft durch Saudi-Arabien vor, doch <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/saudi-arabien-atomprogramm-100.html\" title=\"Abkommen mit den USA: Das saudische Streben nach Atomkraft\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">bef\u00fcrchtet wird ein nukleares Wettr\u00fcsten in der Region<\/a>. F\u00fcr Israel, selbst eine Atommacht, ist das eine Bedrohung.<\/p>\n<p>    &#8222;Die USA sind verzweifelt&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Ob der Deal wirklich so kommt, ist inzwischen wieder unklar, denn US-Pr\u00e4sident Donald Trump ruderte wieder einmal zur\u00fcck, kurz nachdem die \u00dcbereinkunft \u00f6ffentlich geworden und unterzeichnet worden war. Er besteht nun als Bedingung auf einem Normalisierungsabkommen zwischen Saudi-Arabien und Israel.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Doch vermutlich glaube er selber nicht daran, sagt Michal Yaari, eine Expertin f\u00fcr die arabische Welt, im Fernsehsender Channel 12:<\/p>\n<p>\n                    Die USA sind verzweifelt angesichts der israelischen Politik. Sie verstehen, dass die Normalisierung zurzeit nicht auf dem Tisch liegt, weil die Normalisierung auf der israelischen Seite als zu teuer angesehen wird und auch auf der arabischen Seite. Denn Saudi-Arabien m\u00fcsste es seinen B\u00fcrgern verkaufen, Beziehungen zu einem Land zu normalisieren, dem unter anderem Kriegsverbrechen im Gazastreifen vorgeworfen werden. Israel m\u00fcsste, wie von Saudi-Arabien verlangt, Schritte gehen in Richtung Pal\u00e4stinenserstaat.<\/p>\n<p>    Kein &#8222;wertegleicher&#8220; Partner mehr<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Allen Fragen zum Trotz, der Alleingang Trumps sagt etwas aus \u00fcber den Zustand der Beziehungen zwischen den USA und Israel.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der Sicherheitsexperte Amos Yadlin: &#8222;Ich denke, die Hauptbotschaft f\u00fcr uns Israelis ist: Donald Trump fragt uns immer weniger, was uns wichtig ist. Im Libanon in Sachen Iran, in Syrien sagt er, &#8218;Leute, zieht euch zur\u00fcck&#8216;, im Gazastreifen wird die Hamas nicht entwaffnet, das st\u00f6rt die nicht sonderlich, sprich: Wir, die wir ein glaubw\u00fcrdiger und wertegleicher Partner f\u00fcr die Amerikaner waren, sind auf den zweiten Platz runtergestuft, nach Saudi-Arabien, der T\u00fcrkei und Katar. Das ist eine besorgniserregende Entwicklung.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Dass die Regierung Netanjahu selbst schuld an dieser Entwicklung ist, mussten sich Anfang des Monats diejenigen anh\u00f6ren, die bei der Rede von Rahm Emanuel in der Tel Aviv University dabei waren. Emanuel war unter anderem Pr\u00e4sident Barack Obamas Stabschef im Wei\u00dfen Haus. Er gilt als m\u00f6glicher Kandidat der Demokraten bei der n\u00e4chsten US-Pr\u00e4sidentenwahl.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Emanuel ging so ziemlich mit allem ins Gericht, was Israels Regierung und Milit\u00e4r seit dem 7. Oktober 2023 getan haben, im Gazastreifen, aber auch im besetzten Westjordanland:<\/p>\n<p>\n                    Das gef\u00e4hrdet die Beziehungen Israels zu den USA. Das Streben nach einem sogenannten Gro\u00df-Israel ist ebenso zerst\u00f6rerisch und fanatisch wie die Parole &#8218;From the River to the Sea&#8216;. Israels Regierung tr\u00e4gt eine Mitschuld an dem Horror, den unschuldige Familien in Westjordanland derzeit erleben. Dies untergr\u00e4bt die internationale Legitimit\u00e4t einer kleinen Nation zu einem Zeitpunkt, an dem sie sich das am wenigsten leisten kann. Und die bittere Wahrheit ist: das jahrelange Schweigen Amerikas hat die schlimmsten Ausw\u00fcchse ihrer Innenpolitik beg\u00fcnstigt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Israel sei international zu einem Paria-Staat geworden, sagte Rahm Emanuel dann noch. Dass sich der Wind in den USA dreht, politisch und in der \u00f6ffentlichen Meinung, ist f\u00fcr Israel am Ende ein Sicherheitsrisiko. Die USA sind der mit Abstand wichtigste Partner. Keiner der Kriege der letzten Jahre w\u00e4re ohne die Hilfe der USA denkbar gewesen.<\/p>\n<p>    Zu einer Belastung geworden<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Auch Giora Eiland, ein ehemaliger General, sieht die Gefahr. Er sagte im Sender Kol Israel Reshet Bet:<\/p>\n<p>\n                    Meine Erkenntnis ist leider, dass Israel in den Augen der USA zu einer Belastung oder zu etwas Bedeutungslosem geworden ist. Das hat es noch nie gegeben und wir sind an den Punkt geraten durch eine Reihe von israelischen Fehlern im Verhalten gegen\u00fcber Trump und besonders auch gegen\u00fcber der amerikanischen \u00d6ffentlichkeit. Aber sobald die USA uns den R\u00fccken zukehren, wird Israel mit neuen strategischen Bedrohungen zu tun haben. Wir sind auf jeden Fall in einer sehr besorgniserregenden Phase.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Ob sich das Verh\u00e4ltnis noch kitten l\u00e4sst, ist offen, vielleicht mit einer neuen israelischen Regierung. Netanjahu, der gerade im Wahlkampf ist und f\u00fcr den gute Beziehungen zu den USA ebenfalls \u00fcberlebenswichtig sind, wurde heute vor der Trauerfeier f\u00fcr den verstorbenen Senator Lindsey Graham von Trump im Wei\u00dfen Haus empfangen.<\/p>\n<p>Trump wies Netanjahu vor Treffen zurecht<\/p>\n<p>        Israels Premierminister Benjamin Netanjahu wollte bei dem heutigen Treffen mit US-Pr\u00e4sident Donald Trump offenbar auch \u00fcber die Atomanlage in dem iranischen Berg Pickaxe sprechen. Trump sagte gegen\u00fcber dem TV-Sender Fox, Netanjahu wolle das Thema deshalb zur Sprache bringen, weil er wolle, dass er &#8222;beteiligt bleibe&#8220;. Was genau Trump mit &#8222;beteiligt&#8220; meinte, ob die Anlage Teil eines Abkommens mit Iran sein soll oder ob sich Netanjahu ein milit\u00e4risches Vorgehen gegen die Anlage w\u00fcnscht, f\u00fchrte Trump nicht weiter aus.<\/p>\n<p>Der US-Pr\u00e4sident betonte aber, er sei nicht auf &#8222;Bibi&#8220; angewiesen, um Geheimdienstinformationen \u00fcber den Berg zu bekommen. Nach Medienberichten plant Nentanjahu genau das f\u00fcr sein Gespr\u00e4ch mit Trump. Trump beschwerte sich zugleich dar\u00fcber, dass Netanjahu das Thema \u00f6ffentlich angesprochen habe. &#8222;Warum kannst Du es mir nicht pers\u00f6nlich sagen? Warum musst Du es der ganzen Welt sagen?&#8220;, fragte er in Richtung Netanjahu.<\/p>\n<p>Netanjahu hatte ebenfalls gegen\u00fcber Fox bekr\u00e4ftigt, dass Iran sein Atomprogramm beenden m\u00fcsse. Wenn Trump das ohne milit\u00e4rische Mittel erreiche, sei das gut, aber der Iran m\u00fcsse das Programm beenden, betonte Netanjahu und erkl\u00e4rte damit indirekt, dass er andernfalls weiter auf einen Milit\u00e4rschlag auch gegen die Anlage in Pickaxe setze. Trump wiederum lie\u00df in seinem Gespr\u00e4ch mit Fox News erkennen, dass er eine Vereinbarung mit Iran gegen\u00fcber schwereren Angriffen bevorzuge.<\/p>\n<p>Trump hatte zuletzt wieder den Eindruck erweckt, man bewege sich auf eine \u00dcbereinkunft mit Iran zu. Nach Medienberichten soll ein Durchbruch in greifbarer N\u00e4he sein, der das Rahmenabkommen wiederbeleben w\u00fcrde. Die Times of Israel berichtet, Unterh\u00e4ndler Pakistans, \u00c4gyptens und Omans h\u00e4tten mit iranischen Vertretern an einer Regelung f\u00fcr die Stra\u00dfe von Hormus gearbeitet. Trump wolle aber eine Entscheidung erst nach seinem Gespr\u00e4ch mit Netanjahu treffen.\n    <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 28.07.2026 \u2022 19:07 Uhr Sp\u00e4testens der Iran-Krieg hat die Beziehung der USA zu Israel ver\u00e4ndert. 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