{"id":301710,"date":"2026-07-29T11:48:10","date_gmt":"2026-07-29T11:48:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/301710\/"},"modified":"2026-07-29T11:48:10","modified_gmt":"2026-07-29T11:48:10","slug":"totschnig-trockenheit-birgt-waldbrandgefahr-aktuell-aeusserste-vorsicht-im-wald-geboten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/301710\/","title":{"rendered":"Totschnig: Trockenheit birgt Waldbrandgefahr \u2013 aktuell \u00e4u\u00dferste Vorsicht im Wald geboten!"},"content":{"rendered":"<p>Das Fr\u00fchjahr 2026 war das trockenste Fr\u00fchjahr der \u00f6sterreichischen Messgeschichte. Nach einer sehr brisanten Zeit im April mit au\u00dferordentlichen Gro\u00dfbr\u00e4nden in der Steiermark und K\u00e4rnten hat sich die Waldbrandsituation im Juni kurzfristig entspannt. Mit der anhaltenden Hitzewelle zu Beginn des Sommers stieg auch die Entstehungsgefahr f\u00fcr Waldbr\u00e4nde wieder signifikant an. Alleine im Juli wurden ca. 70 Waldbr\u00e4nde in \u00d6sterreich dokumentiert.<\/p>\n<p>Seit Jahresbeginn wurden in \u00d6sterreich bereits mehr als 270 Waldbr\u00e4nde registriert. Insgesamt waren dabei rund 230 Hektar Waldfl\u00e4che betroffen. Aufgrund der anhaltenden Trockenheit und in Aussicht auf die kommende Hitzewelle, appelliert Bundesminister Norbert Totschnig an die Bev\u00f6lkerung, besonders achtsam zu sein und die geltenden Regeln bei Waldbrandgefahr einzuhalten.<\/p>\n<p>Bundeminister Norbert Totschnig: \u201eMehr als acht von zehn Br\u00e4nden werden durch menschliches Verhalten verursacht und sind damit vermeidbar. Schon ein unachtsamer Moment kann ausreichen, um innerhalb k\u00fcrzester Zeit verheerende Sch\u00e4den anzurichten. Besonders in Trockenperioden, wie wir sie derzeit in \u00d6sterreich erleben, ist das verantwortungsvolle Handeln jeder und jedes Einzelnen entscheidend. Der beste Waldbrandschutz beginnt mit R\u00fccksicht auf die Natur und richtigem Verhalten im Wald. Gleichzeitig investieren wir auf Bundesebene gezielt in Pr\u00e4vention, Brandbek\u00e4mpfung und Wiederbewaldung und st\u00e4rken mit den Mitteln des Waldfonds den langfristigen Schutz unserer W\u00e4lder.\u201c<\/p>\n<p>Zahlreiche Waldbrandverordnungen in Kraft getreten <br \/>Aufgrund der hohen Waldbrandgefahr sind in den meisten Bezirken \u00d6sterreichs bereits Waldbrandverordnungen in Kraft. Diese untersagen insbesondere brandgef\u00e4hrliche Handlungen (Entz\u00fcnden von Feuer, das Rauchen und Hantieren mit pyrotechnischen Gegenst\u00e4nden) im Wald und in Waldn\u00e4he. Waldn\u00e4he ist \u00fcberall dort gegeben, wo die Bodendecke oder die Windverh\u00e4ltnisse das \u00dcbergreifen eines Bodenfeuers oder das \u00dcbergreifen eines Feuers durch Funkenflug in den benachbarten Wald beg\u00fcnstigen. Bei Versto\u00df drohen Geldstrafen von bis zu 7.270 Euro oder eine Freiheitsstrafe von bis zu vier Wochen. <\/p>\n<p>Um die Risiken zu minimieren, setzt das Bundesministerium f\u00fcr Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) gemeinsam mit L\u00e4ndern, Feuerwehren, Waldeigent\u00fcmerinnen und Waldeigent\u00fcmern auf umfassende Pr\u00e4ventionsma\u00dfnahmen. Ob eine Waldbrandverordnung gilt, erf\u00e4hrt man am schnellsten direkt bei der zust\u00e4ndigen Gemeinde oder der \u00f6rtlichen Bezirkshauptmannschaft. <\/p>\n<p>R\u00e4umliche Verteilung der Waldbrandentstehungsgefahr <br \/>Die r\u00e4umliche Verteilung der Waldbrandentstehungsgefahr in \u00d6sterreich ist regional unterschiedlich ausgepr\u00e4gt. Besonders hohe Gef\u00e4hrdungen bestehen in den trockenen alpinen T\u00e4lern sowie in Regionen mit geringer Niederschlagsmenge und ausgedehnten Kiefern- und F\u00f6hrenbest\u00e4nden. Nach den aktuellen Waldbrand-Risikokarten des BMLUK konzentrieren sich Gebiete mit erh\u00f6hter bis hoher Gef\u00e4hrdung vor allem auf das \u00f6stliche Nieder\u00f6sterreich, Teile K\u00e4rntens sowie inneralpine Trockent\u00e4ler Tirols. Diese Regionen weisen aufgrund klimatischer, topographischer und sozio\u00f6konomischer Faktoren eine erh\u00f6hte Wahrscheinlichkeit f\u00fcr die Entstehung von Waldbr\u00e4nden auf. Dar\u00fcber hinaus zeigen die langfristigen Ereignisdaten, dass auch Teile der S\u00fcdsteiermark und des Burgenlandes zunehmend von erh\u00f6hten Waldbrandgefahren betroffen sind. <\/p>\n<p>Die aktuelle Modellierung auf Gemeindeebene zeigt, dass die Entstehungsgefahr aus dem Zusammenwirken meteorologischer Bedingungen, Vegetation, Blitzschlag, Verzahnung von Wald und Siedlungsraum sowie menschlicher Aktivit\u00e4ten resultiert und kleinr\u00e4umig stark variieren kann. <\/p>\n<p>Statistisch betrachtet treten die meisten Waldbr\u00e4nde in \u00d6sterreich im Fr\u00fchjahr auf. Im Hochsommer (Juli und August) zeigt sich, wie auch heuer wieder, ein weiteres Maximum.<\/p>\n<p>Erschlie\u00dfung der W\u00e4lder notwendig f\u00fcr die Waldbrandbek\u00e4mpfung <br \/>Eine sehr ernst zu nehmende Gefahr ist das \u00dcbergreifen eines Waldbrandes auf Siedlungsraum oder Infrastruktur, wie wir es aus anderen L\u00e4ndern (z. B. aktuell Frankreich, Bordeaux und Spanien, Madrid sowie in den angrenzenden Provinzen) kennen. Fast die H\u00e4lfte von \u00d6sterreich ist mit Wald bedeckt, daher gibt es viele Bereiche, wo Wald und Siedlungsraum aneinandergrenzen. <\/p>\n<p>Etwa ein Sechstel der Waldfl\u00e4che ist Wald mit Objektschutzfunktion, der H\u00e4user und Siedlungen vor Naturgefahren sch\u00fctzt. Eine gro\u00dfe Objektschutzwald-Fl\u00e4che ist zuletzt beim Waldbrand im Lesachtal in K\u00e4rnten abgebrannt. Dort stellt aktuell die Wildbach- und Lawinenverbauung technische Ma\u00dfnahmen f\u00fcr den Lawinenschutz her, um die darunter liegenden Geb\u00e4ude zu sch\u00fctzen. <\/p>\n<p>Durch das rasche Eingreifen der Feuerwehren k\u00f6nnen die Waldbr\u00e4nde meist rasch gel\u00f6scht und so ein \u00dcbergreifen auf Siedlungsraum verhindert werden. <\/p>\n<p>Totschnig: \u201eEine gute Erschlie\u00dfung durch Forststra\u00dfen sowie die stete Pflege und Bewirtschaftung des Waldes sind essenziell f\u00fcr eine effiziente Waldbrandbek\u00e4mpfung. Gut geplante und ausgebaute Waldinfrastruktur ist vor allem in den entlegenen Gebieten der Alpen wichtig f\u00fcr die Bek\u00e4mpfung unkontrollierter Br\u00e4nde. Im Vergleich zu anderen europ\u00e4ischen Regionen haben wir in \u00d6sterreich eine h\u00f6here Dichte an Forststra\u00dfen, auch in den Alpen. Dadurch erreichen Feuerwehren die Einsatzorte rasch und k\u00f6nnen Waldbr\u00e4nde effizient bek\u00e4mpfen.\u201c<\/p>\n<p>Aktionsprogramm \u201eBrennpunkt Wald<br \/>Mit dem Aktionsprogramm \u201eBrennpunkt Wald\u201c und zahlreichen Projekten im Rahmen des Waldfonds wurden Forschung, Pr\u00e4vention und Einsatzvorbereitung gezielt gest\u00e4rkt. F\u00fcr diese Ma\u00dfnahmen stehen Mittel aus dem Waldfonds in der H\u00f6he von 14,5 Millionen Euro zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>Neben der Pr\u00e4vention ist eine rasche und effiziente Bek\u00e4mpfung von Waldbr\u00e4nden entscheidend. Die Feuerwehren leisten unter schwierigsten Bedingungen \u00fcberragende Arbeit. Dabei ist auch eine schlagkr\u00e4ftige Luftunterst\u00fctzung essenziell f\u00fcr eine rasche und erfolgreiche Waldbrandbek\u00e4mpfung. Die Einsatzkr\u00e4fte sorgen bei Waldbr\u00e4nden unter gro\u00dfer k\u00f6rperlicher Anstrengung mit gro\u00dfem Engagement sowie hoher Professionalit\u00e4t f\u00fcr die Sicherheit der Bev\u00f6lkerung und den Schutz unserer W\u00e4lder. <\/p>\n<p>F\u00fcr Waldbesucherinnen und Waldbesucher sind insbesondere folgende Verhaltensregeln wichtig: <\/p>\n<p>Im Wald nicht rauchen <br \/>Weggeworfene Zigaretten oder Streichh\u00f6lzer k\u00f6nnen Br\u00e4nde verursachen. Zigarettenstummel immer aus dem Wald mitnehmen und fachgerecht entsorgen. Kein offenes Feuer im Wald und in Waldn\u00e4he entz\u00fcnden <br \/>Im Wald ist es verboten, Feuer zu entz\u00fcnden. Lagerfeuer, Einweggriller oder Gaskocher geh\u00f6ren nicht in den Wald oder an Waldr\u00e4nder. Auf Feuerwerk und andere Z\u00fcndquellen bei Arbeiten im Freien verzichten <br \/>Funkenflug z.B. bei Arbeiten mit Winkelschleifer oder Schwei\u00dfger\u00e4t kann bei Trockenheit zu Br\u00e4nden f\u00fchren die sich rasch ausbreiten.Sperren und Warnhinweise bei Waldbrandgefahr beachten <br \/>Bei erh\u00f6hter Waldbrandgefahr k\u00f6nnen W\u00e4lder oder Grillpl\u00e4tze vor\u00fcbergehend gesperrt sein. Diese Ma\u00dfnahmen dienen dem Schutz von Menschen und Natur. Informationen dazu bei der Gemeinde oder Bezirkshautmannschaft. Rauch oder Feuer sofort melden <br \/>Bei Rauch oder Waldbrand: Sofort den Feuerwehr-Notruf 122 w\u00e4hlen und sich in Sicherheit bringen. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das Fr\u00fchjahr 2026 war das trockenste Fr\u00fchjahr der \u00f6sterreichischen Messgeschichte. Nach einer sehr brisanten Zeit im April mit&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":301711,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[6],"tags":[1558,1555,26393,26395,46,42,12709,44,26394,269,43,45,877],"class_list":["post-301710","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-oesterreich","tag-totschnig","tag-umwelt","tag-apa","tag-apa-ots","tag-at","tag-austria","tag-katastrophen-und-unfaelle","tag-oesterreich","tag-ots","tag-politik","tag-republic-of-austria","tag-republik-oesterreich","tag-wirtschaft-und-finanzen"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/117003111890595223","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/301710","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=301710"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/301710\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/301711"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=301710"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=301710"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=301710"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}