{"id":301802,"date":"2026-07-29T12:42:09","date_gmt":"2026-07-29T12:42:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/301802\/"},"modified":"2026-07-29T12:42:09","modified_gmt":"2026-07-29T12:42:09","slug":"jetzt-auch-bmw-deutscher-autobauer-baut-8000-stellen-ab","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/301802\/","title":{"rendered":"Jetzt auch BMW: Deutscher Autobauer baut 8000 Stellen ab"},"content":{"rendered":"<p _ngcontent-tt-com-www-c3219541002=\"\" data-cy=\"preamble\">Bei dem bayerischen Autokonzern, der auch in \u00d6sterreich produziert, werden weltweit tausende Stellen gestrichen. Das Werk in Steyr sei nicht von einem Abbau betroffen, hei\u00dft es.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Jetzt also auch BMW: Als letzter deutscher Autokonzern legen die M\u00fcnchner ein gro\u00dfes Stellenabbauprogramm auf. Weltweit sollen rund 8.000 Jobs wegfallen, wie Medien unter Berufung auf Unternehmenskreise am Mittwoch berichteten. Auf APA-Anfrage hie\u00df es von BMW in \u00d6sterreich, dass das Werk in Steyr nicht von einem Abbau betroffen sei. Generell seien keine Werke in Deutschland oder \u00d6sterreich betroffen, der Abbau finde in der Verwaltung statt.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Der Stellenabbau soll \u00fcber nat\u00fcrliche Fluktuation sowie ein Abfindungsprogramm auf freiwilliger Basis in Deutschland erfolgen, hie\u00df es in den Berichten weiter. Das Abfindungsprogramm soll von Oktober 2026 bis Ende 2027 laufen und sich an alle Mitarbeiter in Deutschland au\u00dferhalb der direkten Produktion wenden. Da mehr als die H\u00e4lfte der knapp 154.000 BMW-Mitarbeiter in Deutschland t\u00e4tig ist &#8211; zum Halbjahr waren es gut 84.000 &#8211; und hier auch das Abfindungsprogramm aufgelegt wird, ist es wahrscheinlich, dass am Ende auch mehr als die H\u00e4lfte der betroffenen Jobs auf Deutschland entf\u00e4llt.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Die im DAX notierte BMW-Aktie reagierte zun\u00e4chst kaum auf die Nachricht. Der Autobauer \u00e4u\u00dferte sich zun\u00e4chst nicht zu den Pl\u00e4nen.<\/p>\n<p>Sechs Wochen Gespr\u00e4che<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Dass BMW ein Stellenabbauprogramm bevorsteht, dar\u00fcber wird seit Mitte Juni spekuliert. Damals hatte der nur einen Monat zuvor vom Produktionsvorstand zum Konzernchef aufgestiegene Milan Nedeljkovic eine deutliche Gewinnwarnung geben m\u00fcssen. Seinerzeit hie\u00df es zudem, dass der Konzern &#8222;die laufenden Kostensenkungen durch weitere Struktur- und Effizienzma\u00dfnahmen intensivieren und beschleunigen&#8220; werde.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Der Gesamtbetriebsrat hatte damals &#8222;unverz\u00fcgliche und verbindliche&#8220; Gespr\u00e4che gefordert. Diese sind nun binnen sechs Wochen offenbar abgeschlossen &#8211; BMW-typisch nach au\u00dfen hin eher ger\u00e4uschlos. Bei der Bekanntgabe des Personalstrukturprogramms sollen dem Vernehmen nach sowohl der Betriebsratsvorsitzende Martin Kimmich als auch Nedeljkovic sprechen. Das Abfindungsprogramm in Deutschland soll dem Vernehmen nach nicht selektiv sein. Es steht also allen Mitarbeitern au\u00dferhalb der Produktion offen &#8211; insgesamt einigen zehntausend Menschen.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Wie viel BMW sich den Jobabbau kosten l\u00e4sst, ist noch nicht ganz klar. Die Belastungen sollen fr\u00fcheren Aussagen zufolge erst im zweiten Halbjahr zu Buche schlagen. In einem Kapitalmarkt-Call im Juni hatte Finanzchef Walter Mertl klargemacht, dass es im Zuge der Restrukturierung Einmalbelastungen von rund einer Milliarde geben werde &#8211; es blieb aber offen, ob diese Summe komplett in den Personalabbau flie\u00dft. Auch zur H\u00f6he der geplanten Einsparungen waren zun\u00e4chst keine Zahlen zu erfahren.<\/p>\n<p>Lange ohne Abbauprogramme<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Lange war BMW der letzte gro\u00dfe deutsche Autohersteller, der ohne gro\u00dfes Stellenabbauprogramm auskam. Volkswagen, Mercedes, Audi, Porsche &#8211; alle hatten schon im vergangenen Jahr Stellenstreichungen angek\u00fcndigt &#8211; teilweise in weit h\u00f6herem Umfang. Und im VW-Konzern wird bereits um die zweite Runde der Streichungen gerungen &#8211; mit Zahlen, die in die Zehntausende gehen. Erst diese Woche hat die Tochter Porsche mit dem Wegfall weiterer 5000 Jobs den Anfang gemacht. Und auch die gro\u00dfen Zulieferer bauen ab.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Die gesamte deutsche Autoindustrie leidet derzeit unter dem Einbruch des chinesischen Marktes und dem sich dort stark erh\u00f6henden Konkurrenz- und Preisdruck. Hinzu kommen die US-Z\u00f6lle, die immer st\u00e4rker werdende chinesische Konkurrenz auf dem Weltmarkt und zuletzt die Auswirkungen der Krise im Nahen Osten auf die weltweite Konjunktur.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Dem kann sich auch BMW nicht entziehen, auch wenn die M\u00fcnchner zuletzt meist etwas glimpflicher davonkamen als die deutsche Konkurrenz. Und f\u00fcr das Abfindungsprogramm nennt man in Unternehmenskreisen auch einen weiteren Grund: F\u00fcr die Entwicklung der Neuen Klasse hatte BMW viel Geld in die Hand genommen, um einen technologischen Sprung zu schaffen. Dass die Entwicklungskosten danach wieder sinken sollten, hatte der Konzern schon im vergangenen Jahr betont. Und das umfasst offenbar auch Personal.<\/p>\n<p>BMW reagiert jetzt auf den wegbrechenden Markt in China und arbeitet parallel daran, die Wettbewerbsf\u00e4higkeit der deutschen Standorte zu st\u00e4rken.<\/p>\n<p> Horst Ott, Bezirksleiter IG Metall Bayern<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Die IG Metall Bayern reagiert relativ zur\u00fcckhaltend auf den Stellenabbau: &#8222;BMW reagiert jetzt auf den wegbrechenden Markt in China und arbeitet parallel daran, die Wettbewerbsf\u00e4higkeit der deutschen Standorte zu st\u00e4rken&#8220;, sagt Bezirksleiter Horst Ott. Zudem betont er, dass der Abbau &#8222;mit den Instrumenten der Betriebsparteien&#8220; geschehe und tarifvertragliche Regelungen nicht zur Disposition st\u00fcnden.<\/p>\n<p>Belegschaft schrumpfte schon vor Abbauprogramm<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Ein R\u00fcckgang der Belegschaft hat schon vor dem jetzt angek\u00fcndigten Abbau eingesetzt: Von Mitte 2025 bis Mitte 2026 sank die Zahl der Mitarbeiter bereits um rund 2000. Und auch die Jahresprognose f\u00fcr 2026 hatte einen leichten R\u00fcckgang vorgesehen.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Beispiellos ist der Jobabbau bei BMW nicht. Anfang 2008 hatte der damalige Konzernchef Norbert Reithofer einen Abbau in \u00e4hnlicher Dimension angek\u00fcndigt. Bis Ende 2010 schrumpfte die Belegschaft dann sogar um mehr als 10.000 &#8211; auf damals 95.000. Danach ging es allerdings wieder steil nach oben. Dass das wieder gelingen wird, ist angesichts der aktuellen Prognosen f\u00fcr die deutsche Autoindustrie eher unwahrscheinlich.<\/p>\n<p>Halbjahreszahlen am Donnerstag<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Wie es finanziell um BMW steht, muss der Konzern am Donnerstag erkl\u00e4ren. Dann legt der Konzern seine Halbjahreszahlen vor &#8211; die ersten, an denen Nedeljkovic zumindest einen kleinen Anteil als Konzernchef hat. Die Gewinnwarnung im Juni, die zuletzt sinkenden Absatzzahlen und die bereits vorliegenden Zahlen der deutschen Konkurrenten machen dabei wenig Hoffnung auf gute Nachrichten. (APA\/dpa\/Reuters)<\/p>\n<p>shareArtikel teilenhomeZur Startseite<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Bei dem bayerischen Autokonzern, der auch in \u00d6sterreich produziert, werden weltweit tausende Stellen gestrichen. 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