{"id":303494,"date":"2026-07-30T08:51:08","date_gmt":"2026-07-30T08:51:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/303494\/"},"modified":"2026-07-30T08:51:08","modified_gmt":"2026-07-30T08:51:08","slug":"neurodermitis-studie-stellt-nutzen-von-antihistaminika-infrage","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/303494\/","title":{"rendered":"Neurodermitis: Studie stellt Nutzen von Antihistaminika infrage"},"content":{"rendered":"<p>Warum Antihistaminika bei Neurodermitis?<\/p>\n<p>Antihistaminika verringern allergische Symptome etwa bei Heuschnupfen und geh\u00f6ren seit Jahren zur Behandlung von Neurodermitis. Sie blockieren die Wirkung des Botenstoffs Histamin, der unter anderem Juckreiz ausl\u00f6sen kann. Ob sie die Schwere der Ekzeme aber verringern und den Juckreiz tats\u00e4chlich wirksam lindern k\u00f6nnen, war bislang jedoch unklar. Eine im British Medical Journal ver\u00f6ffentlichte systematische \u00dcbersichtsarbeit kommt nun zu dem Ergebnis, dass die Medikamente im Alltag wahrscheinlich keinen klinisch relevanten Nutzen bringen.<\/p>\n<p>Juckreiz und Schwere des Ekzems bessern sich kaum<\/p>\n<p class=\"ad-float-right\">F\u00fcr die Auswertung analysierten Forschende 47 randomisierte Studien mit insgesamt 6.230 Kindern und Erwachsenen. Verglichen wurde die \u00fcbliche Neurodermitis-Behandlung mit und ohne zus\u00e4tzliche orale Antihistaminika. Zwar verringerte sich die Schwere von Ekzemen und Juckreiz unter H1-Antihistaminika geringf\u00fcgig, der Unterschied war jedoch klinisch unbedeutend, so die Forschenden. Auch Schlafst\u00f6rungen und Krankheitssch\u00fcbe verbesserten sich eher nicht.<\/p>\n<p>Vor allem Antihistaminika der ersten Generation scheinen dagegen d\u00e4mpfend zu wirken und das Risiko f\u00fcr Schl\u00e4frigkeit und eine eingeschr\u00e4nkte Konzentration zu erh\u00f6hen. Au\u00dferdem brachen Teilnehmende die Behandlung wegen Nebenwirkungen h\u00e4ufiger ab.\u00a0<\/p>\n<p>Studie aussagekr\u00e4ftig, aber mit Einschr\u00e4nkungen<\/p>\n<p>Die \u00dcbersichtsarbeit geh\u00f6rt zu den bislang gr\u00f6\u00dften Untersuchungen zu diesem Thema. Allerdings unterschieden sich die eingeschlossenen Studien in ihrer Qualit\u00e4t, sodass die Aussagekraft f\u00fcr einzelne Wirkstoffe begrenzt ist. Die Ergebnisse sprechen dennoch daf\u00fcr, Antihistaminika bei Neurodermitis nicht routinem\u00e4\u00dfig einzusetzen. \u00c4nderungen der Therapie sollten immer mit der behandelnden \u00c4rztin oder dem behandelnden Arzt besprochen werden.<\/p>\n<p>DOI: <a href=\"http:\/\/dx.doi.org\/10.1136\/bmj-2026-100163\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer nofollow noopener\">10.1136\/bmj-2026-100163\u00a0<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Warum Antihistaminika bei Neurodermitis? Antihistaminika verringern allergische Symptome etwa bei Heuschnupfen und geh\u00f6ren seit Jahren zur Behandlung von&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":303495,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[20],"tags":[51468,46,42,124,123,79506,47302,38849,13688,27724,22442,44],"class_list":["post-303494","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-gesundheit","tag-antihistaminika","tag-at","tag-austria","tag-gesundheit","tag-health","tag-jucken","tag-juckreiz","tag-muede","tag-muedigkeit","tag-nebenwirkungen","tag-neurodermitis","tag-oesterreich"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/117008078102920708","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/303494","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=303494"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/303494\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/303495"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=303494"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=303494"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=303494"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}