{"id":30393,"date":"2026-03-07T05:41:10","date_gmt":"2026-03-07T05:41:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/30393\/"},"modified":"2026-03-07T05:41:10","modified_gmt":"2026-03-07T05:41:10","slug":"ukraine-angela-merkel-appelliert-an-europa-gegenueber-russland-auch-auf-diplomatische-kraft-zu-setzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/30393\/","title":{"rendered":"Ukraine: Angela Merkel appelliert an Europa, gegen\u00fcber Russland auch auf \u201ediplomatische Kraft\u201c zu setzen"},"content":{"rendered":"<p>Angela Merkel arbeitet an ihrem Geschichtsbild: Bei einem Auftritt in Hamburg betont sie erneut, dass sie 2021 gerne noch einmal mit Wladimir Putin verhandelt h\u00e4tte, um den Ukraine-Krieg zu verhindern. Neben Waffen sollte die EU auch Diplomatie in die Waagschale werfen.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Die fr\u00fchere Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die L\u00e4nder Europas angesichts der weltweiten Krisen und Kriege zu Einigkeit und Geschlossenheit aufgerufen. \u201eEuropa muss sein Schicksal mehr denn je in die eigene Hand nehmen\u201c, sagte die CDU-Politikerin beim Matthiae-Mahl im Hamburger Rathaus vor rund 400 G\u00e4sten.  Sie w\u00fcnsche sich ein Europa, das nach innen und nach au\u00dfen handlungsf\u00e4hig sei und mit einer Stimme in der Welt wahr- und ernst genommen werde.<\/p>\n<p>\u201eDas geht f\u00fcr mich weit \u00fcber den Sicherheitsaspekt hinaus\u201c, betonte Merkel. Ein geeint handelndes Europa bedeute Eintreten f\u00fcr Demokratie, Rechtsstaat, Menschenw\u00fcrde, Wohlstand, Arbeitspl\u00e4tze, aber auch den Schutz der Au\u00dfengrenzen, der kulturellen Identit\u00e4t und der gemeinsamen Sch\u00f6pfung. Auch im digitalen Bereich m\u00fcsse die EU mehr Unabh\u00e4ngigkeit erreichen, \u201esowohl bei der Software als auch bei der Hardware\u201c.<\/p>\n<p>Merkel betonte, sie w\u00fcnsche sich im Ukraine-Konflikt, dass die Europ\u00e4ische Union \u201esowohl als milit\u00e4rischer Unterst\u00fctzer der Ukraine gegen\u00fcber dem Aggressor Russland auftritt \u2013 das ist wichtig und unabdingbar \u2013, aber auch ihre diplomatische Kraft f\u00fcr eine Beendigung dieses Angriffskriegs in die Waagschale wirft\u201c. Sie sei schon 2021 der Meinung gewesen, dass <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article6913c1d60407e2fef73c9b71\/maischberger-unter-merkel-waeren-wir-nicht-im-ukraine-krieg-gelandet-sagt-ex-aussenminister-gabriel.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article6913c1d60407e2fef73c9b71\/maischberger-unter-merkel-waeren-wir-nicht-im-ukraine-krieg-gelandet-sagt-ex-aussenminister-gabriel.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Verhandlungen mit dem russischen Pr\u00e4sidenten Wladimir Putin<\/a> nicht allein den USA \u00fcberlassen werden d\u00fcrften. <\/p>\n<p>Milit\u00e4rische und diplomatische St\u00e4rke essenziell f\u00fcr Europa<\/p>\n<p>\u201eEs geht hier um vitale Interessen Europas\u201c, sagte die CDU-Politikerin in ihrer Rede, die sie weitgehend vom Papier ablas. Nur mit beidem \u2013 milit\u00e4rischer und diplomatischer St\u00e4rke \u2013 \u201ewerden wir das erreichen, was wir wollen, dass Russland den Krieg nicht gewinnt und somit die Ukraine als souver\u00e4ner Staat in Frieden und Freiheit eine Zukunft hat\u201c.<\/p>\n<p>Unabh\u00e4ngigkeit und Eigenst\u00e4ndigkeit der EU k\u00f6nnten allerdings nur dann erreicht werden, wenn die entsprechenden finanziellen Mittel vorhanden seien. \u201eDeshalb sind auch eine intakte und wachsende Wirtschaft sowie die St\u00e4rkung des Binnenmarkts und des Handels mit au\u00dfereurop\u00e4ischen Staaten essenziell\u201c, sagte Merkel etwa mit Blick auf das j\u00fcngste Abkommen mit Indien und den Mercosur-Staaten.<\/p>\n<p>Hamburgs B\u00fcrgermeister Peter Tschentscher hatte in seinem Gru\u00dfwort zuvor die Zollpolitik von US-Pr\u00e4sident Donald Trump kritisiert. Als Hansestadt liebe Hamburg den internationalen Handel und die Freihandelsabkommen. \u201eWas wir nicht so gerne m\u00f6gen, sind protektionistische Tendenzen und die aktuelle US-Zollpolitik.\u201c Das Festmahl stand unter der \u00dcberschrift \u201eSouver\u00e4nit\u00e4t Europas in der geopolitischen Zeitenwende\u201c.<\/p>\n<p>Costa lobt schnelle Reaktion Europas<\/p>\n<p> Als letzter Redner trat EU-Ratspr\u00e4sident Ant\u00f3nio Costa an das Rednerpult. Er lobte die nach dem Drohnenangriff auf Zypern  verst\u00e4rkte Milit\u00e4rpr\u00e4senz europ\u00e4ischer Staaten in der Region. Die rasche Reaktion Griechenlands, Frankreichs, Italiens und Spaniens, die unter anderem Kriegsschiffe und Kampfflugzeuge entsandt hatten, sei ein \u201ekraftvolles Beispiel f\u00fcr europ\u00e4ische Unabh\u00e4ngigkeit und unersch\u00fctterliche Solidarit\u00e4t\u201c, sagte er.<\/p>\n<p>Er zeigte sich zugleich von der Lage in Nahost besorgt. Die Vergeltungsma\u00dfnahmen Irans und seiner Verb\u00fcndeten in der Region nach den Angriffen der USA und Israels \u201euntergraben den internationalen Frieden und die Sicherheit\u201c, sagte Costa. Die Folgen einer weiteren Eskalation w\u00e4ren gravierend, \u201eauch im wirtschaftlichen Bereich, wie die <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/plus69a407497c787f6a1cef2cc9\/nadeloehr-der-weltwirtschaft-die-verheerenden-folgen-einer-blockade-der-strasse-von-hormus.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/plus69a407497c787f6a1cef2cc9\/nadeloehr-der-weltwirtschaft-die-verheerenden-folgen-einer-blockade-der-strasse-von-hormus.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Blockade der Stra\u00dfe von Hormus<\/a> zeigt\u201c. Eine nachhaltige L\u00f6sung des Konflikts sei nur auf diplomatischem Wege zu erreichen.<\/p>\n<p>Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenw\u00fcrde seien im heutigen geopolitischen Kontext wichtiger denn je. \u201eDie Europ\u00e4ische Union wird stets eine regelbasierte internationale Ordnung verteidigen, die auf V\u00f6lkerrecht, Multilateralismus und den in der Charta der Vereinten Nationen verankerten Prinzipien beruht\u201c, sagte Costa. \u201eDie Alternative sind Chaos und Gewalt.\u201c<\/p>\n<p>Das ist das Matthiae-Mahl<\/p>\n<p>Das Matthiae-Mahl gilt als das \u00e4lteste noch gefeierte Festmahl der Welt. Es soll erstmals 1356 ausgerichtet worden sein. \u201eDer Matthiae-Tag am 24. Februar war der Beginn des Gesch\u00e4ftsjahres der Kaufleute und damit ein guter Zeitpunkt, bestehende Kontakte zu pflegen und neue Verbindungen zu kn\u00fcpfen oder \u2013 um es mit den Worten von Donald Trump zu sagen \u2013 neue Deals einzuf\u00e4deln\u201c, sagte Tschentscher.  Eingeladen werden heute immer ein ausl\u00e4ndischer und ein deutscher Ehrengast.<\/p>\n<p>jlau\/lno<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Angela Merkel arbeitet an ihrem Geschichtsbild: Bei einem Auftritt in Hamburg betont sie erneut, dass sie 2021 gerne&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":30394,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[732,14277,14279,14278,76,75,74,828,1010,12325,2841,4031,14280],"class_list":{"0":"post-30393","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-europa","8":"tag-ukraine","9":"tag-angela","10":"tag-antonio","11":"tag-costa","12":"tag-eu","13":"tag-europa","14":"tag-europe","15":"tag-hamburg","16":"tag-iran","17":"tag-lauterbach-joern","18":"tag-merkel","19":"tag-peter","20":"tag-tschentscher"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116186296060017426","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/30393","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=30393"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/30393\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/30394"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=30393"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=30393"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=30393"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}