{"id":304434,"date":"2026-07-30T18:09:11","date_gmt":"2026-07-30T18:09:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/304434\/"},"modified":"2026-07-30T18:09:11","modified_gmt":"2026-07-30T18:09:11","slug":"ehl-wiener-wohnungsmarktbericht-h1-2026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/304434\/","title":{"rendered":"EHL Wiener Wohnungsmarktbericht H1 2026"},"content":{"rendered":"<p>W\u00e4hrend sich die Eigentumspreise nach einer Phase der Stabilisierung wieder leicht nach oben bewegen, setzt sich der Anstieg der Mieten mit zunehmender Dynamik fort. Gleichzeitig erreicht die Zahl neu fertiggestellter Wohnungen einen historischen Tiefstand.<\/p>\n<p>Der Wiener Wohnungsmarkt entwickelt sich weiterhin in Richtung eines knapperen Angebots. Sowohl bei neu errichteten Wohnungen als auch bei Bestandswohnungen geht das Angebot zur\u00fcck, w\u00e4hrend die Nachfrage nach Eigentums- und Vorsorgewohnungen leicht zunimmt. Gleichzeitig versch\u00e4rft sich die Situation am Mietmarkt zunehmend. W\u00e4hrend sich die Preise f\u00fcr Eigentumswohnungen nach der Marktkorrektur stabilisiert haben und in einzelnen Lagen bereits wieder moderat steigen, setzt sich der Anstieg der Mieten mit wachsender Dynamik fort. Das zeigt der von EHL rund um Karina Schunker, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der EHL Wohnen, ver\u00f6ffentlichte &#8222;Wiener Wohnungsmarktbericht&#8220; f\u00fcr das erste Halbjahr 2026.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/fertiggestellte-wohnungen-in-wien-c-fachverband-der-immobilien-und-vermoegenstreuhaender-der-wkoexpl.jpeg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"1000\"\/>Fertiggestellte Wohnungen in Wien \u00a9 Fachverband der Immobilien- und Verm\u00f6genstreuh\u00e4nder der WKO\/Exploreal\/EHL<\/p>\n<p>Neubau reicht nicht mehr aus<\/p>\n<p>Die r\u00fcckl\u00e4ufige Baut\u00e4tigkeit spiegelt sich deutlich in den Fertigstellungszahlen wider. Wurden 2023 in Wien noch 14.253 Wohnungen fertiggestellt, sank die Zahl 2024 auf 11.278 und 2025 auf 9.248 Einheiten. F\u00fcr 2026 werden derzeit noch 8.330 neue Wohnungen erwartet, f\u00fcr 2027 rund 8.180. Besonders stark betroffen ist der freifinanzierte Mietwohnungsbau. Nach 5.306 fertiggestellten Wohnungen im Jahr 2023 wurden 2024 noch 4.103 Einheiten errichtet und 2025 lediglich 1.850. F\u00fcr 2026 rechnet EHL derzeit mit rund 2.565 freifinanzierten Mietwohnungen, f\u00fcr 2027 sogar nur noch mit 612 Einheiten. Insgesamt sind die Fertigstellungen in diesem Segment innerhalb von f\u00fcnf Jahren um nahezu 60 Prozent zur\u00fcckgegangen.<\/p>\n<p>Auch die rund 2.283 gef\u00f6rderten Mietwohnungen, die f\u00fcr 2026 erwartet werden, reichen nach Einsch\u00e4tzung von EHL nicht aus, um den zus\u00e4tzlichen Wohnraumbedarf zu decken. Da der Wohnungsneubau den Bedarf bereits seit zwei Jahren nicht mehr abdecken k\u00f6nne, seien die vorhandenen Wohnraumreserven inzwischen weitgehend aufgebraucht.<\/p>\n<p>Knappes Angebot erschwert Wohnungssuche<\/p>\n<p>Die Folgen des knappen Angebots sind laut Marktupdate bereits deutlich sp\u00fcrbar. Neu angebotene Mietwohnungen werden vielfach innerhalb kurzer Zeit vergeben, Vermieter:innen k\u00f6nnen h\u00e4ufig zwischen mehreren Interessent:innen w\u00e4hlen. Dadurch verschlechtern sich insbesondere die Chancen einkommensschw\u00e4cherer Haushalte auf dem freien Wohnungsmarkt. Gleichzeitig gehen auch Bestandsmietwohnungen zur\u00fcck, weil aufgrund des knappen Angebots weniger Umz\u00fcge stattfinden. Hinzu kommen regulatorische Rahmenbedingungen wie die Mietpreisbremse, die die Vermietung f\u00fcr viele Eigent\u00fcmer:innen wirtschaftlich weniger attraktiv machen und die Bereitschaft zur Neuvermietung weiter sinken lassen.<\/p>\n<p>Nachfrage bleibt hoch<\/p>\n<p>Trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten h\u00e4lt die Nachfrage nach Eigentumswohnungen an und hat inzwischen wieder das Niveau vor den Zinserh\u00f6hungen erreicht, so die EHL. Zwar habe die j\u00fcngste Anhebung des Leitzinses um 25 Basispunkte die Dynamik etwas gebremst, Kaufentscheidungen w\u00fcrden jedoch vor allem aufgrund der allgemeinen Unsicherheit sorgf\u00e4ltiger abgewogen und dauerten l\u00e4nger als fr\u00fcher. Im zweiten Quartal stieg die Zahl der verb\u00fccherten Transaktionen deutlich an, da viele K\u00e4ufer:innen vor dem Auslaufen des Wohnpakets noch von der entfallenden Hypothekargeb\u00fchr profitieren wollten.<\/p>\n<p>Besonders dynamisch entwickelt sich laut EHL weiterhin die Nachfrage nach Vorsorgewohnungen. Deutlich gestiegene Mieten, geringe Leerstandsrisiken und gute Vermietungsperspektiven schaffen aus Sicht des Unternehmens wieder attraktive Rahmenbedingungen f\u00fcr Anleger:innen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/mietniveau-in-wien-in-euroquadratmeter-c-ehl.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"999\"\/>Mietniveau in Wien (in Euro\/Quadratmeter) \u00a9 EHL<\/p>\n<p>Mieten steigen schneller als Eigentumspreise<\/p>\n<p>Bei den Preisen zeigen sich weiterhin deutliche Unterschiede zwischen Miet- und Eigentumswohnungen. W\u00e4hrend die Mieten im ersten Halbjahr 2026 in allen gr\u00f6\u00dferen Marktsegmenten st\u00e4rker zulegten als die Inflationsrate, verlief der Preisanstieg bei Eigentumswohnungen moderater. Besonders in durchschnittlichen und peripheren Lagen legten die Mieten \u00fcberdurchschnittlich zu. Dort bewegen sich die Nettomieten derzeit zwischen 13 und 16 Euro pro Quadratmeter, in sehr guten Wohnlagen werden teilweise mehr als 20 Euro pro Quadratmeter erzielt. Die Bezirks\u00fcbersicht weist bei Bestandswohnungen \u00fcberwiegend Mietpreise zwischen 11,90 und 15 Euro pro Quadratmeter aus, bei Erstbezugswohnungen meist zwischen rund 14 und 17,50 Euro pro Quadratmeter.<\/p>\n<p>Die Preise f\u00fcr Eigentumswohnungen im Erstbezug liegen je nach Lage und Ausstattung zwischen rund 5.900 und 8.100 Euro pro Quadratmeter, Bestandswohnungen kosten durchschnittlich zwischen 3.700 und 6.200 Euro pro Quadratmeter. Besonders gefragt bleiben kompakt geschnittene Zwei- und Dreizimmerwohnungen im mittleren bis gehobenen Preissegment.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/preisniveau-bei-eigentumswohnungen-in-wien-in-euroquadratmeter-c-ehl.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"1000\"\/>Preisniveau bei Eigentumswohnungen in Wien (in Euro\/Quadratmeter) \u00a9 EHL<\/p>\n<p>Angebotsl\u00fccke d\u00fcrfte weiterwachsen<\/p>\n<p>F\u00fcr die kommenden Quartale rechnet EHL mit einer weiteren Versch\u00e4rfung der Situation. Sinkende Baubewilligungen und Fertigstellungen d\u00fcrften die Angebotsl\u00fccke weiter vergr\u00f6\u00dfern und sowohl die Mieten als auch bei anhaltender Nachfrage die Preise f\u00fcr Eigentumswohnungen weiter steigen lassen. Gleichzeitig d\u00fcrften Projektverschiebungen und Entwicklungsstopps das ohnehin knappe Neubauangebot zus\u00e4tzlich reduzieren.<\/p>\n<p>Als belastend bewertet EHL au\u00dferdem die im Zuge der Budgetsanierung beschlossenen steuerlichen Ma\u00dfnahmen. Die st\u00e4rkere Besteuerung von Ver\u00e4u\u00dferungs- und Widmungsgewinnen k\u00f6nnte die Verf\u00fcgbarkeit von Bauland weiter einschr\u00e4nken. Der erh\u00f6hte Investitionsfreibetrag d\u00fcrfte angesichts der wirtschaftlichen Situation vieler Projektentwickler:innen hingegen nur begrenzte Anreize schaffen. Positiv bewertet das Unternehmen, dass sich die Energiepreise bis zur Jahresmitte wieder weitgehend auf das Vorkriegsniveau normalisiert haben. Dadurch verbesserten sich die Aussichten auf stabile beziehungsweise nur moderat steigende Leitzinsen und eine teilweise Entlastung bei energieintensiven Baustoffen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.ehl.at\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">www.ehl.at<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"W\u00e4hrend sich die Eigentumspreise nach einer Phase der Stabilisierung wieder leicht nach oben bewegen, setzt sich der Anstieg&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":304435,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[14],"tags":[46,42,95,90,89,24209,91,94,44,93,92],"class_list":["post-304434","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-unternehmen-maerkte","tag-at","tag-austria","tag-business","tag-companies","tag-companies-markets","tag-ehl","tag-markets","tag-maerkte","tag-oesterreich","tag-unternehmen","tag-unternehmen-maerkte"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/117010273079174814","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/304434","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=304434"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/304434\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/304435"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=304434"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=304434"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=304434"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}