{"id":305024,"date":"2026-07-31T01:01:09","date_gmt":"2026-07-31T01:01:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/305024\/"},"modified":"2026-07-31T01:01:09","modified_gmt":"2026-07-31T01:01:09","slug":"was-im-depot-lagert-kuba-ara-und-kunst-museen-und-ihre-verborgenen-schaetze","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/305024\/","title":{"rendered":"Was im Depot lagert: Kuba-Ara und Kunst &#8211; Museen und ihre verborgenen Sch\u00e4tze"},"content":{"rendered":"<p class=\"paragraph article__item\">In Hessens Museen gibt es viel zu sehen. Doch oftmals ist es nur ein kleiner Teil aus den <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/sammlung\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Sammlungen<\/a>. In Depots lagern Sch\u00e4tze wie eine Schimpansenfamilie von 1908, oder ein leerer Bilderrahmen von van Gogh. Was bleibt dem Publikum verborgen? Und was ist bei der Lagerung der Objekte zu beachten? Beispiele aus verschiedenen H\u00e4usern.\n<\/p>\n<p>Aktuelles<\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/feuilleton\/kunst\/2026-07\/bayeux-teppich-ausstellung-british-museum-london-gxe\" data-ct-label=\"Bayeux-Teppich: Weltber\u00fchmter Wandteppich von Bayeux wieder zur\u00fcck in England\" data-uuid=\"ec300458-4003-4ad5-8f07-dd2f19ad4390\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>                        Bayeux-Teppich:<br \/>\n                        Weltber\u00fchmter Wandteppich von Bayeux wieder zur\u00fcck in England<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2026\/30\/ausstellung-heimatflimmern-kunstmuseum-st-gallen-schweizerische-post\" data-ct-label=\"Ausstellung \u00bbHeimatflimmern\u00ab: Ganz ohne Berge geht es nicht \" data-uuid=\"7a1d9eac-e98b-49d4-90aa-da68aa6e4202\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        Z+ (abopflichtiger Inhalt);<\/p>\n<p>    Ausstellung \u00bbHeimatflimmern\u00ab:<br \/>\n                        Ganz ohne Berge geht es nicht <\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2026\/29\/frida-kahlo-tate-modern-ausstellung-kunst-london\" data-ct-label=\"Frida Kahlo in der Tate Modern: Du bist nicht allein mit deinen Fehlern \" data-uuid=\"12741325-b0e5-4a47-9470-51255a53bacd\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        Z+ (abopflichtiger Inhalt);<\/p>\n<p>    Frida Kahlo in der Tate Modern:<br \/>\n                        Du bist nicht allein mit deinen Fehlern <\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                    \u00abDepot ist wie eine Herzkammer\u00bb            <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">\u00abDas Depot ist wie eine Herzkammer, die immer wieder frisches Blut in die Ausstellung pumpt\u00bb, sagt Justus Lange, Leiter der Gem\u00e4ldegalerie Alte Meister in Kassel. Das Depot sei ein Fundus, aus dem man sch\u00f6pfen k\u00f6nne, indem man etwa St\u00fccke in einer Ausstellung austausche. \u00abEs ist immer auch ein Ort, an dem neue Ausstellungen entstehen, der Impulse gibt f\u00fcr immer neue Ideen.\u00bb\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die Gem\u00e4ldegalerie umfasse mehr als 2.000 Gem\u00e4lde. Rund 500 davon w\u00fcrden ausgestellt, 1.500 nicht oder an anderen Orten gezeigt. Alle Werke im Bestand seien in einer Onlinedatenbank erfasst. \u00dcberpr\u00fcft werde das Depot mehrfach im Monat. \u00abWir gehen durch und gucken, ob alles in Ordnung ist.\u00bb Wichtig sei ein stabiles Klima, also eine konstante Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Auch Staub werde regelm\u00e4\u00dfig gewischt.\n<\/p>\n<p>                        St\u00e4del hat leeren Bilderrahmen von van Gogh im Depot            <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Im Depot das Frankfurter St\u00e4del werden rund 3.000 Gem\u00e4lde und Skulpturen sowie mehr als 100.000 Zeichnungen und Druckgrafiken gelagert. \u00abEin besonders au\u00dfergew\u00f6hnliches Exponat ist der originale, leere Bilderrahmen des Gem\u00e4ldes &#8222;Bildnis des Dr. Gachet&#8220; von Vincent van Gogh\u00bb, sagte eine Sprecherin. Die Kunstwerke werden demnach in speziellen Depots gelagert, die klimatisiert und dunkel sind.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die St\u00e4del Sammlung sei nahezu vollst\u00e4ndig digitalisiert. \u00abDadurch sind die Daten jederzeit verf\u00fcgbar und k\u00f6nnen f\u00fcr die wissenschaftliche Forschung, den internationalen Austausch mit anderen Museen sowie f\u00fcr Kooperationen genutzt werden\u00bb, hei\u00dft es. Etwa 1.000 Werke aus der Sammlung werden in den Dauerausstellungen des St\u00e4del pr\u00e4sentiert. Zudem werden in diesem Jahr rund 230 Werke f\u00fcr 66 Ausstellungen weltweit verliehen &#8211; darunter waren etwa Zeichnungen von Raphael an das Metropolitan Museum New York.\n<\/p>\n<p>            Museum Wiesbaden holt Schimpansen und Huhn aus dem Depot            <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Das Landesmuseum Wiesbaden hat in seiner Kunstsparte etwa 12.500 Werke im Depot, bei der naturhistorischen Sammlung sind es 1,2 Millionen Objekte. \u00abDas reicht nat\u00fcrlich von einzelnen Insekten und Mineralien bis zu gro\u00dfen Pr\u00e4paraten\u00bb, erl\u00e4utert eine Sprecherin.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">F\u00fcr die Ausstellung \u00abBrutpflege &#8211; Liebe ohne Worte\u00bb seien bis auf ein Objekt &#8211; eine Froschleiter &#8211; alle anderen dem Depot entnommen worden &#8211; darunter eine Schimpansenfamilie von 1908 und ein Hammerhuhn von 1875. \u00abDas wir so gut erhaltene Pr\u00e4parate am Haus haben, liegt nat\u00fcrlich daran, dass unsere Depotverwalterin und auch ihre Vorg\u00e4nger auf gute Lagerbedingungen geachtet haben.\u00bb\n<\/p>\n<p>                                    Keltenwelt und R\u00f6merkastell w\u00e4hlt Objekte gezielt aus            <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Auch in der Keltenwelt am Glauberg und im R\u00f6merkastell Saalburg ist nur ein Teil des Fundmaterials zu sehen. Nicht jeder Fund sei f\u00fcr eine Ausstellung geeignet, erkl\u00e4rt ein Sprecher. So k\u00f6nnten etwa fragile Funde aus Schutzgr\u00fcnden nicht ausgestellt werden. \u00abNicht jedes St\u00fcck eignet sich zudem als Repr\u00e4sentant einer Fundkategorie. Nicht jedes Objekt kann die an es gerichteten Fragen gleich gut beantworten\u00bb, sagt er. Zudem werde eine \u00fcberm\u00e4\u00dfige Anzahl \u00e4hnlicher Objekte in einer Ausstellung vermieden.Nicht ausgestellte Funde werden demnach unter fachgerechten Bedingungen gelagert, die je nach Materialeigenschaften variieren. Besonders empfindliche Funde lagerten in speziell klimatisierten Bereichen. Ihr Zustand werde regelm\u00e4\u00dfig \u00fcberwacht. Auch au\u00dferhalb der Ausstellung blieben die Objekte zug\u00e4nglich. Sie st\u00fcnden der Wissenschaft zur Verf\u00fcgung, w\u00fcrden an andere Museen verliehen und seien teilweise publiziert oder digital ver\u00f6ffentlicht.\n<\/p>\n<p>            Senckenberg hat mehr als 40 Millionen Objekte in Sammlung            <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Im Frankfurter Senckenberg Naturmuseum, das 1821 er\u00f6ffnet wurde, werden um die 11.000 Exponate gezeigt. In den wissenschaftlichen Sammlungen lagern mehr als 40 Millionen Objekte &#8211; darunter rezente und fossile Tiere und Pflanzen, Gesteine und Mineralien. Diese befinden zum gr\u00f6\u00dften Teil in Frankfurt, aber auch in St\u00e4dten wie Dresden und G\u00f6rlitz. Bei Sonderausstellungen wird auf die St\u00fccke zur\u00fcckgegriffen, die sonst der Forschung dienen.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Ein Beispiel: In einer Schublade eines alten Holzschranks liegt ein sehr alter ausgestopfter Kuba-Ara. \u00abDiese Art ist um 1870 ausgestorben\u00bb, sagt Gerald Mayr, Leiter der Ornithologie. Laut Senckenberg sind etwa 15 Prozent der Sammlungen digitalisiert &#8211; in \u00f6ffentlich zug\u00e4nglichen Datenbanken. Dabei werde auch KI eingesetzt, etwa bei der automatisierten Erkennung alter Etiketten.\n<\/p>\n<p>            Universalmuseum mit riesiger Sammlung in Darmstadt            <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Das Hessische Landesmuseum in Darmstadt ist ein Universalmuseum und zeigt Kunst, Technik, Pal\u00e4ontologie, zoologische Pr\u00e4parate und mehr. \u00abTats\u00e4chlich kann nur ein Teil der Objekte des Landesmuseums dauerhaft in der Ausstellung pr\u00e4sentiert werden\u00bb, sagt eine Sprecherin. Der weitaus gr\u00f6\u00dfte Teil der Sammlung &#8211; etwa 90 Prozent &#8211; werde demnach in Depots aufbewahrt\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Das Aufbewahren erfordere einen erheblichen Aufwand. \u00abDie Depots verf\u00fcgen \u00fcber kontrollierte klimatische Bedingungen hinsichtlich Temperatur und Luftfeuchtigkeit sowie geeignete Verpackungs- und Lagersysteme\u00bb, sagte die Sprecherin. \u00abHinzu kommen Ma\u00dfnahmen zum Schutz vor Sch\u00e4dlingsbefall, Brandschutz, Sicherheitsvorkehrungen sowie eine sorgf\u00e4ltige digitale Inventarisierung.\u00bb\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">\u00a9 dpa-infocom, dpa:260731-930-463688\/1<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"In Hessens Museen gibt es viel zu sehen. 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