{"id":306606,"date":"2026-07-31T18:02:07","date_gmt":"2026-07-31T18:02:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/306606\/"},"modified":"2026-07-31T18:02:07","modified_gmt":"2026-07-31T18:02:07","slug":"eu-nimmt-kuenstliche-intelligenz-an-die-kandare-was-ab-samstag-gilt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/306606\/","title":{"rendered":"EU nimmt K\u00fcnstliche Intelligenz an die Kandare: Was ab Samstag gilt"},"content":{"rendered":"<p _ngcontent-tt-com-www-c3219541002=\"\" data-cy=\"preamble\">K\u00fcnftig m\u00fcssen Tech-Unternehmen mit K\u00fcnstlicher Intelligenz generierte Chatbots, Videos oder Bilder kennzeichnen. \u00d6sterreich hat noch keine KI-Aufsicht eingerichtet.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Was ist K\u00fcnstliche Intelligenz (KI), was nicht? Bilder, Videos, Chatbots und mehr: Auch f\u00fcr ge\u00fcbte Augen wird es immer schwieriger zu erkennen, ob etwas mithilfe von KI erstellt bzw. manipuliert wurde. Am Samstag tritt EU-weit ein neues Regelwerk in Kraft, das mehr Licht ins Dunkle bringen soll.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Die neuen Transparenzpflichten f\u00fcr KI-Systeme sind ein weiterer Teil der seit 1. August 2024 geltenden Verordnung \u00fcber K\u00fcnstliche Intelligenz (\u201eArtificial Intelligence Act\u201c). Sie definiert EU-weit klare Anforderungen f\u00fcr KI-Entwickler und -Betreiber. Was jetzt gilt und welche Ausnahmen es gibt:<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">\ud83d\udfe2 Chatbots: Anbieter von KI-Systemen m\u00fcssen jetzt grunds\u00e4tzlich sicherstellen, dass Personen informiert werden, wenn sie mit einem KI-System interagieren. Dies gilt insbesondere f\u00fcr Systeme, die direkt mit Menschen kommunizieren, beispielsweise Chatbots. Eine Ausnahme von dieser Informationspflicht gilt dann, wenn offensichtlich ist, dass eine Person mit einem KI-System interagiert.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">\ud83d\udfe2 Videos: Auch Deepfakes unterliegen einer Kennzeichnungspflicht: KI-Betreiber, die Bild-, Audio- oder Videoinhalte erzeugen oder ver\u00e4ndern, m\u00fcssen offenlegen, wenn diese Inhalte k\u00fcnstlich erzeugt oder manipuliert wurden. Auch hier gibt es Ausnahmen, etwa wenn Deepfakes im Rahmen der Strafverfolgung oder f\u00fcr k\u00fcnstlerische oder kreative Werke genutzt werden.<\/p>\n<p>Nationale Beh\u00f6rden<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">\ud83d\udfe2 Texte: KI-generierte Texte von \u00f6ffentlichem Interesse m\u00fcssen ebenso gekennzeichnet werden. Auch hier gelten Ausnahmen f\u00fcr Strafverfolgungszwecke, k\u00fcnstlerische und satirische Werke, sowie f\u00fcr Inhalte mit menschlicher \u00dcberpr\u00fcfung oder redaktioneller Kontrolle, bei denen eine nat\u00fcrliche oder juristische Person die redaktionelle Verantwortung tr\u00e4gt.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">\ud83d\udfe2 Kennzeichnung: Die EU bietet Vorlagen f\u00fcr die KI-Symbole zur Kennzeichnung. Es gibt ein allgemeines KI-Zeichen (AI) sowie eins f\u00fcr vollst\u00e4ndig per KI generierte Inhalte (\u201eAI Generated\u201c) und eins f\u00fcr manipulierte Inhalte (\u201eAI Modified\u201c). Die EU-Symbole sind keine Pflicht. Alternativen m\u00fcssen aber ebenso deutlich sein.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Angezeigt werden m\u00fcssen die Symbole, wenn Nutzer erstmals einen Inhalt wahrnehmen. Bei Bildern, also sichtbar im Blickfeld, bei Videos am Anfang und bei Audioinhalten ist ein verst\u00e4ndlich h\u00f6rbarer Hinweis erforderlich. Bei Texten soll das Label am Anfang oberhalb des Textes und in der N\u00e4he der \u00dcberschrift stehen.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">\ud83d\udfe2Aufsicht: Die Durchsetzung dieser Regelungen erfolgt einerseits \u00fcber nationale Markt\u00fcberwachungsbeh\u00f6rden, andererseits auf EU-Ebene durch die Europ\u00e4ische Kommission bzw. deren KI-Amt. \u00d6sterreich ist hier im Verzug: Das Gesetz zur Benennung der zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rden werde derzeit im Bundeskanzleramt als Regierungsvorlage in enger Abstimmung mit den anderen Ressorts ausgearbeitet, hie\u00df es auf Anfrage der APA aus dem Bundeskanzleramt.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">\u201eEin konkreter Zeitpunkt f\u00fcr eine Begutachtung kann aufgrund laufender Gespr\u00e4che zum derzeitigen Zeitpunkt noch nicht genannt werden.\u201c Es wird jedoch betont, dass unabh\u00e4ngig davon, ob eine \u00f6sterreichische Beh\u00f6rde bis morgen benannt wurde oder nicht, die Unternehmen und die \u00f6ffentliche Verwaltung die rechtlichen Anforderungen erf\u00fcllen m\u00fcssen, da diese auch aufgrund von Pers\u00f6nlichkeitsrechten durchgesetzt werden k\u00f6nnten, hie\u00df es aus dem Bundeskanzleramt.<\/p>\n<p>Saftige Strafen m\u00f6glich<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">\ud83d\udfe2 Opposition: Die Gr\u00fcnen kritisieren, dass \u00d6sterreich bisher keine KI-Aufsicht eingerichtet hat. \u201eDas ist ein Armutszeugnis. Ein ganzes Jahr wurde vertr\u00f6delt mit Streitereien um die Zust\u00e4ndigkeit, Ank\u00fcndigungen und leeren Versprechen\u201c, kritisierte der gr\u00fcne Digitalisierungssprecher S\u00fcleyman Zorba.<\/p>\n<p>Ein ganzes Jahr wurde vertr\u00f6delt mit Streitereien um die Zust\u00e4ndigkeit, Ank\u00fcndigungen und leeren Versprechen.<\/p>\n<p>S\u00fcleyman Zorba (Gr\u00fcne)<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">\ud83d\udfe2Sandboxen: Die Einrichtung sogenannter Sandboxen wurde nach hinten verschoben. Die EU-Mitgliedstaaten m\u00fcssen nach den j\u00fcngsten Anpassungen bis 2. August 2027 mindestens eine nationale KI-Regulierungs-\u201eSandbox\u201c betriebsbereit machen. Derartige Reallabore sollen Unternehmen erm\u00f6glichen, KI-Systeme unter kontrollierten Bedingungen zu entwickeln und zu testen. Weitere Kerndaten f\u00fcr die Umsetzung des \u201eAI Act\u201c sind der 2. Dezember 2026: Verbote f\u00fcr KI-Systeme, die nicht einvernehmliche sexuelle Deepfakes und Material \u00fcber sexuellen Kindesmissbrauch erzeugen, treten dann in Kraft; sowie der 2. Dezember 2027 \u2013 dann gelten die Vorschriften f\u00fcr Hochrisiko-KI-Systeme \u2013, und der 2. August 2028 f\u00fcr Hochrisiko-KI-Systeme, die in Produkte eingebettet sind.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">\ud83d\udfe2Sanktionen: Allf\u00e4llige Sanktionen m\u00fcssen von den EU-Mitgliedstaaten festgelegt und der EU-Kommission gemeldet werden. F\u00fcr Anbieter von Allzweck-KI-Modellen kann die EU-Kommission saftige Geldstrafen verh\u00e4ngen. Die H\u00f6chstgrenze betr\u00e4gt bis zu drei Prozent des weltweiten Jahresumsatzes des vorherigen Gesch\u00e4ftsjahres oder 15 Millionen Euro, je nachdem, welcher Betrag h\u00f6her ist. Bei verbotenen KI-Praktiken oder Datenverst\u00f6\u00dfen drohen Unternehmen Strafzahlungen von bis zu 35 Millionen Euro oder sieben Prozent des weltweiten Vorjahresumsatzes. (APA, TT)<\/p>\n<p>shareArtikel teilenhomeZur Startseite<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"K\u00fcnftig m\u00fcssen Tech-Unternehmen mit K\u00fcnstlicher Intelligenz generierte Chatbots, Videos oder Bilder kennzeichnen. \u00d6sterreich hat noch keine KI-Aufsicht eingerichtet.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":306607,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[12],"tags":[79452,76,2020,6073,80150,508,40,41,44,39,80149,66,65,64],"class_list":["post-306606","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-welt","tag-artificial-intelligence-act","tag-eu","tag-europaeische-kommission","tag-europapolitik","tag-ki-aufsicht","tag-kuenstliche-intelligenz","tag-nachrichten","tag-news","tag-oesterreich","tag-schlagzeilen","tag-transparenzpflichten","tag-welt","tag-world","tag-world-news"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/117015907349010136","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/306606","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=306606"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/306606\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/306607"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=306606"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=306606"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=306606"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}