{"id":307588,"date":"2026-08-01T06:30:11","date_gmt":"2026-08-01T06:30:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/307588\/"},"modified":"2026-08-01T06:30:11","modified_gmt":"2026-08-01T06:30:11","slug":"extreme-temperaturen-im-juni-395-menschen-in-oesterreich-starben-aufgrund-der-hitze","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/307588\/","title":{"rendered":"Extreme Temperaturen im Juni: 395 Menschen in \u00d6sterreich starben aufgrund der Hitze"},"content":{"rendered":"<p _ngcontent-tt-com-www-c3219541002=\"\" data-cy=\"preamble\">Erstmals liegt bereits im Sommer eine wissenschaftlich fundierte Auswertung der hitzeassoziierten Sterblichkeit f\u00fcr den aktuellen Juni vor. \u201eErsch\u00fctternd\u201c nennt Gesundheitsministerin Schumann die rund 400 Hitzetoten, die es im Juni gegeben hat.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Im heurigen Juni sind in \u00d6sterreich rund 400 Menschen aufgrund der au\u00dfergew\u00f6hnlich hohen Hitzebelastung gestorben. Die Agentur f\u00fcr Gesundheit und Ern\u00e4hrungssicherheit (AGES) hat erstmals schon w\u00e4hrend des Sommers die hitzeassoziierte Sterblichkeit gesch\u00e4tzt und geht f\u00fcr den Juni 2026 von 395 Opfern aus. Das ist mit Abstand der h\u00f6chste Wert in einem Juni in den vergleichbaren Auswertungen seit 2017, berichtete das Gesundheitsministerium am Samstag in einer Aussendung.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Der bisherige Negativrekord in einem Juni wurde 2019 mit einer Sch\u00e4tzung von 335 hitzeassoziierten Todesf\u00e4llen verzeichnet. Im Juni des Vorjahres waren es 170 und im Juni 2024 gesch\u00e4tzt 201 Hitzetote. Die Werte beruhen auf einem wissenschaftlichen Modell der AGES. Anhand von Sterbe- und Wetterdaten wird statistisch gesch\u00e4tzt, wie viele zus\u00e4tzliche Todesf\u00e4lle mit der au\u00dfergew\u00f6hnlichen Hitzebelastung in Zusammenhang stehen. Im gesamten von der AGES herangezogenen Sommerzeitraum des Vorjahres (Juni bis September) lag dieser Wert bei 449 Hitzetoten, im hei\u00dferen Sommer 2024 gab es gesch\u00e4tzt 989 hitzebedingte Todesf\u00e4lle, die h\u00f6chste Zahl in den Daten bis 2017.<\/p>\n<p>Rekord-Temperaturen im Juni<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Die hohe gesundheitliche Belastung steht eng mit den au\u00dfergew\u00f6hnlichen Temperaturen in diesem Juni in Verbindung, informiert das Ministerium. Nach den Daten der Geosphere Austria wurde an rund der H\u00e4lfte aller Wetterstationen zumindest einmal die Marke von 35 Grad erreicht oder \u00fcberschritten. An 46 Wetterstationen wurden Tagesh\u00f6chstwerte von mindestens 38 Grad gemessen, an 15 Wetterstationen sogar 39 Grad oder mehr. In Wien gab es am 28. Juni mit 40,0 Grad einen neuen Hitzerekord f\u00fcr die Bundeshauptstadt, in Bad Deutsch-Altenburg am Tag darauf mit 40,1 Grad einen neuen \u00f6sterreichweiten Spitzenwert f\u00fcr einen Juni-Tag.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">\u201eDie Zahl von 395 hitzeassoziierten Todesf\u00e4llen ist ersch\u00fctternd. Sie zeigt eindringlich, dass Hitze l\u00e4ngst keine blo\u00dfe Frage des Wohlbefindens mehr ist, sondern eine konkrete Gefahr f\u00fcr Gesundheit und Leben. Die Folgen des Klimawandels werden auch in \u00d6sterreich immer deutlicher sichtbar und stellen unser Gesundheitswesen vor neue Herausforderungen\u201c, betonte Gesundheitsministerin Korinna Schumann (SP\u00d6) in der Aussendung.<\/p>\n<p>Erstmals aktuellste Daten<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Erstmals liegt bereits im Sommer eine wissenschaftlich fundierte Auswertung der hitzeassoziierten Sterblichkeit f\u00fcr den aktuellen Juni vor. \u201eMir war wichtig, dass wir die gesundheitlichen Auswirkungen au\u00dfergew\u00f6hnlicher Hitzeperioden nicht erst Monate sp\u00e4ter beurteilen k\u00f6nnen. Wir brauchen m\u00f6glichst aktuelle wissenschaftliche Daten, um Entwicklungen fr\u00fchzeitig zu erkennen, Schutzma\u00dfnahmen laufend zu bewerten und dort nachzusch\u00e4rfen, wo es notwendig ist. Genau das erm\u00f6glicht das heuer deutlich zeitn\u00e4here Monitoring\u201c, erl\u00e4uterte Schumann.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Die Ergebnisse flie\u00dfen unter anderem in die Weiterentwicklung des Nationalen Hitzeschutzplans, der Informationsangebote f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung sowie bestehender Pr\u00e4ventionsma\u00dfnahmen ein, wurde betont. W\u00e4hrend der Hitzewelle Ende Juni bis Anfang Juli hatten das Gesundheitsministerium und weitere Fachstellen \u00fcber die au\u00dfergew\u00f6hnlichen Belastungen informiert und aufgerufen, insbesondere f\u00fcr \u00e4ltere Menschen, chronisch Kranke, Schwangere, Menschen mit Behinderungen, S\u00e4uglinge und Kleinkinder sowie deren Angeh\u00f6rige und Betreuungspersonen Schutzma\u00dfnahmen zu treffen.<\/p>\n<p>Auswirkungen noch nach Wochen<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Bei der Berechnung der hitzeassoziierten Sterblichkeit wurden bewusst sogenannte Lag-Effekte \u00fcber einen Zeitraum von bis zu etwa drei Wochen ber\u00fccksichtigt. Hohe Temperaturen k\u00f6nnen bestehende Herz-Kreislauf-, Atemwegs-, Nieren- oder andere Erkrankungen verschlechtern und dadurch auch noch Tage oder Wochen nach einer Hitzeperiode zu gesundheitlichen Komplikationen beitragen. Eine Sch\u00e4tzung direkt nach dem Ende einer Hitzewelle ist daher nicht m\u00f6glich. Die endg\u00fcltige Auswertung der AGES f\u00fcr den gesamten Sommer 2026 wird voraussichtlich im Oktober vorliegen. (APA)<\/p>\n<p>shareArtikel teilenhomeZur Startseite<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Erstmals liegt bereits im Sommer eine wissenschaftlich fundierte Auswertung der hitzeassoziierten Sterblichkeit f\u00fcr den aktuellen Juni vor. \u201eErsch\u00fctternd\u201c&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":307589,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[6],"tags":[80386,46,42,124,47045,41425,41319,50203,3281,21297,44,43,45],"class_list":["post-307588","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-oesterreich","tag-ages","tag-at","tag-austria","tag-gesundheit","tag-gesundheitsministerium","tag-hitzetote","tag-hitzewelle","tag-juni-2026","tag-klimawandel","tag-korinna-schumann","tag-oesterreich","tag-republic-of-austria","tag-republik-oesterreich"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/117018848364731609","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/307588","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=307588"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/307588\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/307589"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=307588"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=307588"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=307588"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}