{"id":307628,"date":"2026-08-01T06:57:12","date_gmt":"2026-08-01T06:57:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/307628\/"},"modified":"2026-08-01T06:57:12","modified_gmt":"2026-08-01T06:57:12","slug":"kusama-ausstellung-in-koeln-knackt-besucherrekord","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/307628\/","title":{"rendered":"Kusama-Ausstellung in K\u00f6ln knackt Besucherrekord"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/kunstwerk-kusama-102.jpg\" alt=\"Ein Besucher geht an der Installation &quot;Pumpkin&quot; von Yayoi Kusama vorbei.\" title=\"Ein Besucher geht an der Installation &quot;Pumpkin&quot; von Yayoi Kusama vorbei. | picture alliance\/dpa\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 01.08.2026 \u2022 08:08 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        Yayoi Kusama fasziniert weltweit: Ihre Punkte und Infinity Rooms bescheren dem Museum Ludwig in K\u00f6ln einen Besucherrekord. Was den Hype ausmacht &#8211; und wie es weitergeht.\n    <\/p>\n<p>Von Emma Velasco Willems, WDR\n                    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Polka Dots, grelle Farben und verspiegelte R\u00e4ume &#8211; Yayoi Kusamas farbenfrohe Kunst beeindruckt Hunderttausende. F\u00fcr das Museum Ludwig in K\u00f6ln ist die zu Ende gehende Ausstellung die erfolgreichste seiner Geschichte. Mit \u00fcber 450.000 Besucherinnen und Besuchern knackt Kusama den \u00fcber 20 Jahre alten Rekord.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Jetzt, kurz vor Schluss, wird Bilanz gezogen: Was macht Kusamas Kunst &#8211; also die ber\u00fchmten Punkte und Infinity Rooms &#8211; zum Publikumsmagneten? Wie reist dieser Erfolg weiter nach Amsterdam &#8211; und wer ist die Frau, die weltweit fasziniert?<\/p>\n<p>    <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/multimedia\/bilder\/kusama-106.html\" class=\"copytext-galerie columns twelve m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n        K\u00f6ln<br \/>\n        Kusama-Ausstellung im Museum Ludwig<br \/>\n    <\/a><\/p>\n<p>    Kusama-Ausstellung als Erstkontakt mit Kunst<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Wir haben mit einem gro\u00dfen Erfolg gerechnet, sind aber jetzt doch \u00fcberrascht, wie gro\u00df der Erfolg ist&#8220;, sagt Museumsdirektor Yilmaz Dziewior. Wochenlang waren die Tagestickets ausverkauft, Menschen aus ganz Deutschland kamen angereist, teils in Verkleidung. Die Besucherzahl \u00fcbertrifft den bisherigen Rekord einer Edward-Hopper-Ausstellung im Jahr 2004\/2005, seinerzeit wurden 380.000 Tickets verkauft. Den Direktor begeistert aber nicht nur das rege Interesse, auch das mediale Echo sei durchweg positiv gewesen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Durch den zus\u00e4tzlichen Hype auf Social Media wurden auch Museumsneulinge erreicht: &#8222;Da sind Besucherinnen und Besucher, die teilweise noch nie bei uns waren&#8220;, so Dziewior. Kusama wirkt dabei als Vermittlerin zur \u00fcbrigen Sammlung &#8211; das Museum hofft, das neue Publikum auch langfristig zu binden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Aufgrund der hohen Nachfrage wird das Museum an den letzten beiden Ausstellungstage am 01. und 02. August bis sp\u00e4t in die Nacht ge\u00f6ffnet bleiben. Eine Verl\u00e4ngerung \u00fcber die &#8222;Kusama-N\u00e4chte&#8220; hinaus ist nicht m\u00f6glich, da die Ausstellung ins Stedelijk Museum in Amsterdam weiterzieht.<\/p>\n<p>    Infinity Rooms, Polka Dots und Selfie-Hype<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Besonderes Highlight der Ausstellung ist einer von Kusamas ber\u00fchmten Infinity Rooms: begehbare Installationen, die unendliche R\u00e4ume erzeugen. Im etwa 400 Quadratmeter gro\u00dfen, besonders ger\u00e4umigen DC-Saal des Museum Ludwig erstrecken sich tentakelartige Skulpturen \u00fcber den gesamten Raum, \u00fcbers\u00e4t mit dem Kusama-typischen Punktemuster in Gelb und Schwarz. Hier kann das Publikum in Kusamas Kunst eintauchen und Teil davon werden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">F\u00fcr Direktor Dziewior ist das Besondere die &#8222;geradezu k\u00f6rperliche Wirkung&#8220; dieser Installation. Das Werk wird f\u00fcr jedes Museum der Ausstellungstour an die jeweiligen R\u00e4umlichkeiten angepasst: H\u00f6he, Breite und Laufwege m\u00fcssen exakt abgestimmt, Licht und Spiegelungen sorgf\u00e4ltig eingerichtet werden, damit der Eindruck einer &#8222;Unendlichkeit&#8220; funktioniert.<\/p>\n<p>    Ein Leben zwischen Klinik und Kunstwelt<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Gesamtausstellung zeigt aber weit mehr als spektakul\u00e4re Fotomotive, sie erz\u00e4hlt auch von der k\u00fcnstlerischen Entwicklung und Pers\u00f6nlichkeit der K\u00fcnstlerin Yayoi Kusama. Kusamas Arbeiten bieten eine Mischung aus beliebten Fotomotiven und tiefergehenden Themen. In ihren Werken stellt sie existenzielle Fragen, besch\u00e4ftigt sich aber auch mit der Natur im Wandel oder Verg\u00e4nglichkeit.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">97 Jahre alt ist Yayoi Kusama. Seit 1977 lebt die Japanerin freiwillig in einer psychiatrischen Klinik. Hier malt sie kontinuierlich weiter. Schon als Kind hatte sie Halluzinationen, die ihr Angst machten. Indifferente Formen \u00fcberlagerten ihre Wahrnehmung. Diese Bilder bringt sie bis heute als Ursprung ihrer Motive auf Papier. Somit wird die Kunst f\u00fcr sie zur \u00dcberlebensstrategie, um Depressionen und Gef\u00fchle von Hoffnungslosigkeit zu \u00fcberwinden.<\/p>\n<p>    Pr\u00e4gender Familienbetrieb<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Auch Punkte, Netze und Bl\u00fcten begleiteten sie schon fr\u00fch &#8211; ihre Familie betrieb eine Sameng\u00e4rtnerei. Mit Ende 20 zog sie 1957 nach New York, wo sie die Kunstwelt mit ihren Wiederholungsmustern begeisterte. In dieser Zeit entstanden erste Installationen und Performance-St\u00fccke, die politische Themen sowie sexuelle Befreiung aufgriffen. Gleichzeitig entwickelte sich Mode zu einem festen Bestandteil ihrer Kunst.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Doch das Leben in New York forderte auch ihre mentale Gesundheit. 1977 kehrte sie zur\u00fcck nach Japan und entdeckte auch die Literatur als k\u00fcnstlerische Ausdrucksform. Mittlerweile gilt Yayoi Kusama als globale Ikone, mitsamt erfolgreichen Markenkooperationen von Louis Vuitton bis Veuve Clicquot und mit eigenem Museum in Tokio.<\/p>\n<p>    Vom Museum Ludwig ins Stedelijk<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die gr\u00f6\u00dfte Ausstellung der Tour zieht nun weiter. Knapp 300 Exponate, darunter Installationen, Gem\u00e4lde sowie Literatur, m\u00fcssen verpackt und transportiert werden. Schon der Aufbau sei ein enormer Kraftakt gewesen, berichtet Museumsleiter Dziewior. Der logistische Aufwand beim Abbau ist \u00e4hnlich gro\u00df.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Zwanzig Sattelschlepper, speziell f\u00fcr den Transport empfindlicher Kunstwerke konzipiert, werden die Werke nach Amsterdam ins Stedelijk Museum bringen. Allein f\u00fcr die Arbeiten auf dem Museumsdach braucht es zwei Kr\u00e4ne, um sie wieder herunterzuheben.<\/p>\n<p>    Was vom Kusama-Hype bleibt<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Rund einen Monat wird das Verpacken dauern. Viele Werke kommen in ma\u00dfgefertigte Kisten mit kontrolliertem Klima, damit Temperaturschwankungen und Feuchtigkeit keinen Schaden anrichten. F\u00fcr den Umzug reisen Kuriere aus den unterschiedlichen Leihgeber-Museen an. Detaillierte Ablaufpl\u00e4ne regeln, welche Objekte wann bewegt werden d\u00fcrfen, Restauratorinnen und Restauratoren dokumentieren Zustand und Transportwege jedes einzelnen Exponats.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">F\u00fcr Yilmaz Dziewior ist klar: Viele Besucherinnen und Besucher nehmen nicht nur Fotos mit nach Hause. Durch die Art, wie sie aus ihrem Schicksal &#8222;unglaublich fr\u00f6hliche&#8220; Kunst schafft und das Publikum aufheitert, hinterlasse Kusama &#8222;einen gro\u00dfen Optimismus &#8222;. Er ist sich sicher: &#8222;Das wird f\u00fcr viele in K\u00f6ln noch nachhallen.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 01.08.2026 \u2022 08:08 Uhr Yayoi Kusama fasziniert weltweit: Ihre Punkte und Infinity Rooms bescheren dem Museum Ludwig&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":307629,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[26],"tags":[158,157,46,42,159,147,4327,161,160,164,44,148,2212],"class_list":["post-307628","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-kunst-und-design","tag-art","tag-art-and-design","tag-at","tag-austria","tag-design","tag-entertainment","tag-hype","tag-kunst","tag-kunst-und-design","tag-museum","tag-oesterreich","tag-unterhaltung","tag-yayoi-kusama"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/117018955272638268","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/307628","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=307628"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/307628\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/307629"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=307628"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=307628"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=307628"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}