{"id":307848,"date":"2026-08-01T09:37:10","date_gmt":"2026-08-01T09:37:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/307848\/"},"modified":"2026-08-01T09:37:10","modified_gmt":"2026-08-01T09:37:10","slug":"captivecrunch-midnight-blizzard-kapert-hotel-wlan-weltweit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/307848\/","title":{"rendered":"CaptiveCrunch: Midnight Blizzard kapert Hotel-WLAN weltweit"},"content":{"rendered":"<p>Sicherheitsexperten von Microsoft haben eine global angelegte Cyberspionage-Kampagne aufgedeckt, die gezielt Reisende in Hotels und Konferenzzentren ins Visier nimmt. Die unter dem Namen CaptiveCrunch bekannte Operation wird der Gruppe Storm-2945 zugeschrieben, einem Untercluster des bekannten Bedrohungsakteurs Midnight Blizzard. Nach Angaben von Microsoft Threat Intelligence ist die Kampagne bereits seit Anfang Mai aktiv und kompromittiert weltweit Captive-Portal-Netzwerke.<\/p>\n<p>Manipulation von DNS- und HTTP-Traffic<\/p>\n<p>Die Angreifer nutzen den Zugang zu den WLAN-Infrastrukturen, um den DNS- und HTTP-Datenverkehr der Nutzer zu manipulieren. Dabei werden Anwender gezielt auf gef\u00e4lschte Software-Update-Seiten oder pr\u00e4parierte Device-Code-Phishing-Seiten umgeleitet. In etwa einem Drittel der untersuchten F\u00e4lle wurde zudem versucht, das Web Proxy Auto-Discovery (WPAD) Protokoll f\u00fcr den Angriff zu missbrauchen.<\/p>\n<p>Seit Mitte Juli beobachten Analysten eine verst\u00e4rkte Umleitung auf Landingpages zur Device-Code-Authentifizierung von Microsoft. Diese Methode ist besonders gef\u00e4hrlich, da sie in der Lage ist, herk\u00f6mmliche Multi-Faktor-Authentifizierungen (MFA) zu umgehen. Ziel der Angreifer ist die Erlangung von Microsoft-365-Anmeldedaten, um Zugang zu Unternehmensressourcen zu erhalten.<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>Rekordsch\u00e4den durch Phishing und manipulierte Logins zeigen, wie wichtig eine proaktive Absicherung f\u00fcr Betriebe heute ist. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Anti-Phishing-Paket, wie Ihr Unternehmen sich wirksam vor modernen Zugriffstaktiken sch\u00fctzen kann. <a href=\"https:\/\/www.datenschutz-praemien.de\/allgemein\/anti-phishing-paket\/?af=KOOP_MFW_DSN_DNV_YES_ANTI-PHISHING-PAKET_X-AD1of2-EAID-1065837-CWBNC-BCPID_38038\" rel=\"noopener nofollow\" target=\"_blank\">Anti-Phishing-Paket f\u00fcr Unternehmen kostenlos herunterladen<\/a><\/p>\n<p>Einsatz spezialisierter SchadsoftwareLesen Sie auch:<a href=\"https:\/\/borncity.com\/news\/android-tv-boxen-10-millionen-geraete-in-botnet-netzwerk-missbraucht\/\" class=\"bc-inline-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Android-TV-Boxen: 10 Millionen Ger\u00e4te in Botnet-Netzwerk missbraucht<\/a><\/p>\n<p>Im Verlauf der CaptiveCrunch-Kampagne kommen verschiedene Malware-Typen zum Einsatz. Identifiziert wurde unter anderem der in der Programmiersprache Go verfasste Remote-Access-Trojaner (RAT) CornFlake. Erg\u00e4nzend dazu nutzen die Angreifer den PowerShell-basierten Infostealer ChocoShell.<\/p>\n<p>Microsoft ver\u00f6ffentlichte eine Reihe von Indikatoren, die auf eine Kompromittierung hinweisen. Dazu geh\u00f6ren Domains wie ms365-device.com, ms365-live.com, m365-owa.com und owa-ms365.com. Zudem wurden spezifische IP-Adressen wie 31.57.243.154, 38.146.28.75 und 107.189.26.194 mit der Infrastruktur der Angreifer in Verbindung gebracht. Die Schadsoftware wurde anhand der Hashes 918fa52ae45ed60ba7cc8bdc99c3cbe9ab92e0375ec31fc05d0d4513be11c593 (CornFlake) und be99857449d2856dd5a84e21c8a3d5e0e01456adb44062ddec5a6b4970d8d42c (ChocoShell) eindeutig identifiziert.<\/p>\n<p>Regionale Schwerpunkte und unabh\u00e4ngige Analysen<\/p>\n<p>Unabh\u00e4ngig von Microsoft identifizierte das Sicherheitsunternehmen ReliaQuest die Aktivit\u00e4ten gegen Ende Juli. Den Analysen zufolge ist die Kampagne bereits seit mindestens Juni verst\u00e4rkt in mehreren St\u00e4dten in den USA aktiv. Dort wurden gezielt Wi-Fi-Gateways kompromittiert, um DNS-Einstellungen so zu ver\u00e4ndern, dass Nutzer auf gef\u00e4lschte Microsoft-365-Loginseiten gef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>Wer sich mit der Abwehr komplexer Cyberangriffe befasst, muss die psychologischen Manipulationstaktiken der Hacker kennen. Dieser Gratis-Report enth\u00fcllt aktuelle Methoden der Kriminellen und zeigt, wie Sie Sicherheitsl\u00fccken proaktiv schlie\u00dfen. <a href=\"https:\/\/www.datenschutz-praemien.de\/allgemein\/anti-phishing-paket\/?af=KOOP_MFW_DSN_DNV_YES_ANTI-PHISHING-PAKET_X-AD2of2-EAID-1065837-CWBNC-BCPID_38038\" rel=\"noopener nofollow\" target=\"_blank\">Kostenlosen Report zur Hacker-Abwehr sichern<\/a><\/p>\n<p>Empfehlungen f\u00fcr Unternehmen und Reisende<\/p>\n<p>Aufgrund der hohen Professionalit\u00e4t der Angriffe raten Experten zu verst\u00e4rkten Sicherheitsvorkehrungen bei der Nutzung \u00f6ffentlicher oder halb\u00f6ffentlicher Netzwerke. Ein wesentlicher Schutzfaktor sei der Einsatz von Full-Tunnel-VPN-L\u00f6sungen, die den gesamten Datenverkehr verschl\u00fcsseln und so Manipulationen auf lokaler Netzwerkebene verhindern. Alternativ k\u00f6nne die Nutzung von Mobilfunk-Hotspots das Risiko einer Kompromittierung durch manipulierte WLAN-Infrastrukturen deutlich senken.<\/p>\n<p>Unternehmen wird zudem empfohlen, den Device-Code-Flow in ihren Microsoft-Umgebungen zu blockieren, sofern dieser nicht zwingend ben\u00f6tigt wird. Des Weiteren sollten phishing-resistente MFA-Methoden durchgesetzt werden, um den Diebstahl von Sitzungsdaten und Anmeldeinformationen zu erschweren. Die Beobachtungen zeigen, dass klassische Sicherheitsma\u00dfnahmen in \u00f6ffentlichen Netzwerken allein oft nicht mehr ausreichen, um gezielte Angriffe staatlich akzentuierter Gruppen abzuwehren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Sicherheitsexperten von Microsoft haben eine global angelegte Cyberspionage-Kampagne aufgedeckt, die gezielt Reisende in Hotels und Konferenzzentren ins Visier&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":307849,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[16],"tags":[46,42,46142,4470,5176,44,3314,97,96,101,98,100,99],"class_list":["post-307848","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-wissenschaft-technik","tag-at","tag-austria","tag-bedrohungsanalyse","tag-cybersicherheit","tag-it-sicherheit","tag-oesterreich","tag-phishing","tag-science","tag-science-technology","tag-technik","tag-technology","tag-wissenschaft","tag-wissenschaft-technik"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/117019583692029064","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/307848","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=307848"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/307848\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/307849"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=307848"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=307848"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=307848"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}