{"id":311356,"date":"2026-08-03T09:09:11","date_gmt":"2026-08-03T09:09:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/311356\/"},"modified":"2026-08-03T09:09:11","modified_gmt":"2026-08-03T09:09:11","slug":"herkunft-geklaert-von-dort-stammte-der-meteorit-der-die-dinosaurier-ausloeschte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/311356\/","title":{"rendered":"Herkunft gekl\u00e4rt &#8211; Von dort stammte der Meteorit, der die Dinosaurier ausl\u00f6schte"},"content":{"rendered":"<p>Herkunft gekl\u00e4rt | 3. August 2026<\/p>\n<p>Vor 66 Millionen Jahren l\u00f6schte ein Asteroideneinschlag 75 Prozent aller Arten aus. Ein internationales Forschungsteam hat nun die Herkunft des Himmelsk\u00f6rpers entschl\u00fcsselt. Es ist ein sogenannter primitiver Asteroid, der aus dem \u00e4ussersten Bereich des Asteroideng\u00fcrtels stammte.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"ptimg typ_foto\" id=\"img_1201negt\" data-mediamode=\"16\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/gosimg10HV02c001d6808080b300001201negt.jpg\" data-mediacode=\"gosimg00BX12be0c808080800000001201negt.jpg\" style=\"width:704px;height:470px;\" alt=\"Noch heute faszinieren die Dinosaurier wie der Triceratops Forschende auf der ganzen Welt, die immer wieder neue Erkenntnisse an die \u00d6ffentlichkeit bringen.\"\/><\/p>\n<p>Noch heute faszinieren die Dinosaurier wie der Triceratops Forschende auf der ganzen Welt, die immer wieder neue Erkenntnisse an die \u00d6ffentlichkeit bringen.Foto: Keystone<\/p>\n<p class=\"pg\">Vor 66 Millionen Jahren starben 75 Prozent aller Tier- und Pflanzenarten aus, darunter die Dinosaurier. Seit 1980 weiss man, dass daf\u00fcr der Einschlag eines Asteroiden im heutigen Golf von Mexiko verantwortlich war. Ein internationales Team hat nun herausgefunden, welche Art von Meteorit es war, und dass er aus dem \u00e4ussersten Teil des Asteroideng\u00fcrtels stammte.<\/p>\n<p class=\"pg\">1980 stellte ein Team um den Geologen Walter Alvarez und seinem Vater, dem US-Physiknobelpreistr\u00e4ger Luis Alvarez, die Theorie auf, dass die Folgen eines gewaltigen Asteroideneinschlags zu dem Massensterben vor 66 Millionen Jahren gef\u00fchrt haben. Der beim Einschlag aufgewirbelte Staub in der Atmosph\u00e4re f\u00fchrte zu einem weltweiten \u00abImpakt-Winter\u00bb, dazu kam die Freisetzung fl\u00fcchtiger Stoffe wie Schwefel und Kohlendioxid, die das Klima und die Ozeanchemie drastisch ver\u00e4nderten.<\/p>\n<p>Einschlagskrater im Golf von Mexiko<\/p>\n<p class=\"pg\">Alvarez belegte seine These mit dem weltweit hohen Iridium-Anteil in Gesteinen der Kreide-Pal\u00e4ogen-Grenzschichte (fr\u00fcher als Kreide-Terti\u00e4r-Schicht bezeichnet), der nur durch den Impakt eines grossen Meteoriten zu erkl\u00e4ren ist. Rund ein Jahrzehnt sp\u00e4ter fand man dann den passenden Einschlagskrater mit 180 Kilometern Durchmesser im Norden der Halbinsel Yucat\u00e1n im Golf von Mexiko.<\/p>\n<p class=\"pg\">Neben der Analyse von Bohrkernen aus diesem \u00abChicxulub-Krater\u00bb werden seither Schichten mit dem Auswurfmaterial untersucht, \u00abweil in diesen Auswurflagen h\u00f6here Konzentrationen an extraterrestrischem Material zu finden sind als im Krater selbst\u00bb, erkl\u00e4rte Christian K\u00f6berl von der Universit\u00e4t Wien der \u00f6sterreichischen Nachrichtenagentur APA. Neben der Verteilung der Elemente interessieren die Wissenschafter dabei zunehmend auch deren Varianten (Isotope), um die Frage nach Art und Herkunft des Einschlagk\u00f6rpers einzugrenzen.<\/p>\n<p>Seltene \u00abkohlige Chondriten\u00bb<\/p>\n<p class=\"pg\">So konnte ein Team, dem auch K\u00f6berl angeh\u00f6rte, vor zwei Jahren anhand von Ruthenium-Isotopen nachweisen, dass es sich bei dem Asteroiden um einen \u00abkohligen Chondriten\u00bb gehandelt hat. Die meisten Meteoriten (rund 86 Prozent) sind Chondrite, \u00abkohlige Chondrite\u00bb, also solche die einen hohen Anteil an Kohlenstoff enthalten, sind allerdings deutlich seltener (nur zwei bis drei Prozent aller Meteoriten). Anhand ihrer chemischen Zusammensetzung werden sie in unterschiedliche Gruppen eingeteilt.<\/p>\n<p class=\"pg\">K\u00f6berl hat nun gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus Frankreich, Belgien und Kanada Nickel-Isotope in verschiedenen Auswurflagen rund um die Welt sowie die Zusammensetzung unterschiedlicher kohliger Chondrite gemessen. Wie sie im Fachjournal \u00abScience Advances\u00bb berichten, hatte der \u00abDino-Killer\u00bb-Asteroid eine Zusammensetzung wie ein sogenannter \u00abCO-Chondrit\u00bb.<\/p>\n<p>Kam vom \u00e4ussersten Teil des Asteroideng\u00fcrtels<\/p>\n<p class=\"pg\">\u00abCO-Chondrite sind relativ trocken und haben wenige fl\u00fcchtige Elemente und Wasser verglichen mit anderen kohligen Chondriten\u00bb, so K\u00f6berl. Diese Chondriten-Art kommt im \u00e4ussersten Teil des Asteroideng\u00fcrtels vor, findet sich also in Jupitern\u00e4he. \u00abWenn die Bahn solcher K\u00f6rper gest\u00f6rt wird, k\u00f6nnen sie ins innere Sonnensystem abgelenkt werden und auch die Erde treffen\u00bb, so der Experte.<\/p>\n<p class=\"pg\">Der Asteroid, der die Dinosaurier und viele andere Arten ausl\u00f6schte, stammt K\u00f6berl zufolge aus dem fr\u00fchen Sonnensystem und \u00abgeh\u00f6rt zu den \u00e4ltesten Objekten, die seit ihrer Entstehung unver\u00e4ndert \u00fcbergeblieben sind, also nicht aufgeschmolzen oder thermisch umgewandelt wurden\u00bb. Darum werden sie auch als \u00abprimitive Meteorite\u00bb bezeichnet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Herkunft gekl\u00e4rt | 3. 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