{"id":311960,"date":"2026-08-03T15:34:17","date_gmt":"2026-08-03T15:34:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/311960\/"},"modified":"2026-08-03T15:34:17","modified_gmt":"2026-08-03T15:34:17","slug":"es-brennt-weiter-europa-im-angesicht-des-feuers","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/311960\/","title":{"rendered":"Es brennt weiter: Europa im Angesicht des Feuers"},"content":{"rendered":"<p>Nach riesigen Feuern in Frankreich und Spanien ist die Lage in Griechenland und Italien prek\u00e4r. Ein Klima-Experte sagt vorher, wann die Hitze \u00fcber Europa an Kraft verliert.<\/p>\n<p class=\"klz-story-element-paragraph klz-text-copy\" data-testid=\"article-paragraph\">Europa erlebt einen klimatischen Katastrophensommer: In Frankreich sind bis Ende Juli laut Innenministerium rund 115.000 Hektar Wald- und Naturfl\u00e4che verbrannt, die schlimmsten Feuer brachte man erst jetzt unter Kontrolle. W\u00e4hrend sich auch die Lage in Spanien etwas entspannte, spitzt sich die Situation in Hellas zu. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/AFP_C3R77ZQ.jpg\" alt=\"Rauchs\u00e4ulen \u00fcber Porto Germeno in Griechenland \" loading=\"lazy\" fetchpriority=\"low\"  class=\"inline-block max-h-[600px] max-w-full h-auto w-auto object-contain\"\/> \u00a9 AFPRauchs\u00e4ulen \u00fcber Porto Germeno in Griechenland Bereits 12.000 Hektar vernichtet<\/p>\n<p class=\"klz-story-element-paragraph klz-text-copy\" data-testid=\"article-paragraph\">\u00dcber 12.000 Hektar in den Regionen Attika und Boiotien nordwestlich von Athen sind mittlerweile abgebrannt, best\u00e4tigen griechische Beh\u00f6rden. Ermittler gehen davon aus, dass das Feuer durch Funkenflug an einer privaten Stromleitung entstand \u2013 die Folgen waren verheerend. Die Ursachen der Br\u00e4nde w\u00fcrden von den zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rden untersucht, es habe aber Festnahmen im Zusammenhang mit den Feuern gegeben, vermeldet die bekannte Tageszeitung \u201eKathimerini\u201c. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/imago_st_0802_22470001_0863206459.jpg\" alt=\"Feuerwalzen in der Region von Attika nordwestlich von Athen\" loading=\"lazy\" fetchpriority=\"low\"  class=\"inline-block max-h-[600px] max-w-full h-auto w-auto object-contain\"\/> \u00a9 IMAGOFeuerwalzen in der Region von Attika nordwestlich von Athen<\/p>\n<p class=\"klz-story-element-paragraph klz-text-copy\" data-testid=\"article-paragraph\">Die Feuer in den derzeit betroffenen Gebieten tobten gestern bereits den vierten Tag, die Feuerwehr k\u00e4mpfte verzweifelt gegen die Br\u00e4nde im Kithairon-Gebirge an. Erschwert wurden die L\u00f6scharbeiten durch Sturmb\u00f6en \u2013 Eins\u00e4tze aus der Luft waren schwierig, aber auch am Boden kommt man kaum voran. Bereits am Sonntag waren zwei Tote beim Zusammensto\u00df von zwei L\u00f6schhubschraubern zu beklagen. Der stellvertretende Minister f\u00fcr Klimakrise und Zivilschutz, Kostas Katsafados, sprach im staatlichen Sender ERT von einem \u201eungleichen Kampf gegen die Auswirkungen des Klimawandels\u201c. Der ehemalige Ministerpr\u00e4sident\u00a0Alexis Tsipras sieht eine \u201emenschliche, \u00f6kologische und nationale Trag\u00f6die\u201c und forderte, die Br\u00e4nde als \u201eAusgangspunkt f\u00fcr eine sinnvolle Reflexion dar\u00fcber zu sehen, was sich \u00e4ndern muss\u201c. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/AFP_C3RX9WE.jpg\" alt=\"Zerst\u00f6rte W\u00e4lder in Andernos-les-Bains im S\u00fcdwesten von Frankreich\" loading=\"lazy\" fetchpriority=\"low\"  class=\"inline-block max-h-[600px] max-w-full h-auto w-auto object-contain\"\/> \u00a9 AFP\/Olivier MorinZerst\u00f6rte W\u00e4lder in Andernos-les-Bains im S\u00fcdwesten von Frankreich<\/p>\n<p class=\"klz-story-element-paragraph klz-text-copy\" data-testid=\"article-paragraph\">Prek\u00e4r ist die Situation auch in Italien: Das Gesundheitsministerium rief in 25 von 27 \u00fcberwachten St\u00e4dten die h\u00f6chste Hitzewarnstufe aus. In Teilen der Po-Ebene in Norditalien und im Landesinneren Mittelitaliens wurden \u00f6rtlich \u00fcber 40 Grad gemessen. Parallel dazu bleibt die Waldbrandgefahr hoch: Im Karstgebiet bei Triest flammte gestern ein am Samstag ausgebrochener Waldbrand wieder auf, das Feuer kam einem Pflegeheim nahe. Laut \u201eIl Piccolo\u201c k\u00f6nne man in ganz Triest Rauch riechen. Was den Brand im Karstgebiet betrifft, wird Brandstiftung vermutet. Wie das Portal\u00a0Trieste Prima\u00a0berichtet, wurde ein Feuerzeug gefunden. Auch um den Berg San Michele im Isonzo\/So\u010da-Gebiet war ein Brand ausgebrochen. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/AFP_C3UF9LR.jpg\" alt=\"Ersch\u00f6pfte Feuerwehrm\u00e4nner in Frankreich\" loading=\"lazy\" fetchpriority=\"low\"  class=\"inline-block max-h-[600px] max-w-full h-auto w-auto object-contain\"\/> \u00a9 AFPErsch\u00f6pfte Feuerwehrm\u00e4nner in Frankreich<\/p>\n<p class=\"klz-story-element-paragraph klz-text-copy\" data-testid=\"article-paragraph\">Im Piemont k\u00e4mpfen Einsatzkr\u00e4fte ebenfalls seit mehreren Tagen gegen ein Feuer, ein weiterer Gro\u00dfbrand wurde von der K\u00fcste von Tarent im S\u00fcden gemeldet. Die Hitze hat aber noch weitere Folgen: Italiens Notaufnahmen m\u00fcssen immer mehr hitzebedingte Patienten versorgen und kommen an ihre Grenzen, und auch in den Alpen versch\u00e4rft sich die Lage: Laut der Umweltschutzorganisation Legambiente liegen die Temperaturen in den Hochlagen derzeit zwei bis vier Grad \u00fcber dem Mittel der Jahre 1991 bis 2020. Besonders kritisch ist die Situation an den massiv an Masse einb\u00fc\u00dfenden Gletschern des Adamello, der Marmolada und des Mont Blanc an der Grenze zwischen Frankreich und Italien. <\/p>\n<p class=\"klz-story-element-paragraph klz-text-copy\" data-testid=\"article-paragraph\">\u00d6sterreich bekommt die Hitzewelle weiter stark zu sp\u00fcren, die Geosphere Austria gab eine \u201egro\u00dfe Hochtemperaturgefahr\u201c aus. Der H\u00f6hepunkt wird f\u00fcr heute und morgen erwartet. Ein gro\u00dfes Problem ist auch der eklatante Mangel an Regen. <\/p>\n<p>Hitzewelle riss eigentlich nie ab<\/p>\n<p class=\"klz-story-element-paragraph klz-text-copy\" data-testid=\"article-paragraph\">Klimatologe Alexander Orlik von GeoSphere Austria best\u00e4tigt auf Anfrage, dass in ganz \u00d6sterreich mit Anfang August seit Jahresbeginn etwa ein Drittel jener Niederschlagsmenge, die normalerweise \u2013 ausgehend vom Klimamittel 1991-2020 \u2013 f\u00e4llt, fehlt: \u201eIn absoluten Zahlen sind das 440 Liter pro m\u00b2 statt 650 Liter pro m\u00b2. Das bedeutet, dass in \u00d6sterreich bereits eine Niederschlagsmenge von etwa eineinhalb Sommermonaten fehlt.\u201c Einen nennenswerten Zeitraum zum Durchschnaufen gab es eigentlich nicht, betont Orlik: \u201eDie Hitze hat sich seit dem Beginn der Welle Mitte Juni nur einmal \u2013 vor\u00fcbergehend \u2013 aus \u00d6sterreich zur\u00fcckgezogen.\u201c <\/p>\n<p class=\"klz-story-element-paragraph klz-text-copy\" data-testid=\"article-paragraph\">Und wie geht es in Europa weiter? \u201eDie S\u00fcdwestwetterlage, die direkt die subtropischen Luftmassen nach Mitteleuropa steuert, wird aller Voraussicht nach am Freitag sein Ende haben. Die Str\u00f6mung dreht dann mehr auf West und es wird nicht mehr so extrem hei\u00df. Die sommerlichen Temperaturen bleiben aber \u00fcber weiten Teilen West-, Mittel- und S\u00fcdeuropa dominant\u201c, so Orlik.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Nach riesigen Feuern in Frankreich und Spanien ist die Lage in Griechenland und Italien prek\u00e4r. 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