{"id":312066,"date":"2026-08-03T16:43:12","date_gmt":"2026-08-03T16:43:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/312066\/"},"modified":"2026-08-03T16:43:12","modified_gmt":"2026-08-03T16:43:12","slug":"silent-moves-die-erste-ausstellung-im-neuen-stadtmuseum-ist-auch-in-der-langen-kunstnacht-zu-sehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/312066\/","title":{"rendered":"Silent Moves: Die erste Ausstellung im neuen Stadtmuseum ist auch in der Langen Kunstnacht zu sehen"},"content":{"rendered":"<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Silent Moves, die stillen Bewegungen. Diesen Namen hat die K\u00fcnstlerin Cornelia Rapp f\u00fcr ihre Werkreihe gefunden, die sie w\u00e4hrend der Coronapandemie begann und bis heute fortsetzt. Die Bildobjekte sind in bis zu vier Schichten aufgebaut. Aus Fotografien entstehen Collagen, Rapp mischt Farben dazu. Schichten werden nur teilweise gel\u00f6st. So ergibt sich Transparenz und ein gegenseitiges Durchdringen. Eine Durchsicht auf das Darunterliegende. Verwendet man eine Zeitschiene, so geht der Blick vom heute bis in die Vergangenheit \u2013 und sogar in die Zukunft. \u201eDas Leben ist in stetiger Bewegung, nichts ist statisch\u201c, sagt Rapp und f\u00fcgt hinzu: \u201eMan kann das Leben nicht festhalten.\u201c\n  <\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/jor31072026-35.jpg\" alt=\"Ausstellung von Cornelia Rapp im Stadtmuseum: Laudator Christian Burchard.\" title=\"Ausstellung von Cornelia Rapp im Stadtmuseum: Laudator Christian Burchard.\" loading=\"lazy\" class=\"h-full w-full object-cover\"\/><\/p>\n<p>      Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>    Ausstellung von Cornelia Rapp im Stadtmuseum: Laudator Christian Burchard.<br \/>\n    Foto: Thorsten Jordan<\/p>\n<p>        Schlie\u00dfen <\/p>\n<p>      Icon Schlie\u00dfen<\/p>\n<p>        Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>        Icon verkleinern<\/p>\n<p>      Icon Pfeil bewegen<\/p>\n<p>    Ausstellung von Cornelia Rapp im Stadtmuseum: Laudator Christian Burchard.<br \/>\n    Foto: Thorsten Jordan<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Mit dieser Ausstellung geht das Stadtmuseum in eine ganz neue Zeit. Und das wurde auch bei der Er\u00f6ffnung deutlich. Diese Prozesse der Transformation dr\u00fcckt Rapp mit der von ihr entwickelten Technik aus und h\u00e4lt das Leben damit zumindest in Momentaufnahmen fest. Dabei sind auch die Themen und Entstehungsprozesse der Bilder in Bewegung, betrachtet man die Entwicklung. 2024 stellte die K\u00fcnstlerin erstmals Werke von \u201eSilent moves\u201c in der Galerie <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/orte\/aa-st-ottilien\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">St. Ottilien<\/a> aus. Seit 31. Juli sind die Bildobjekte im Stadtmuseum zu sehen \u2013 auch in der Langen Kunstnacht am Samstag, 19. September, von 18 bis 22 Uhr.\n  <\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/jor31072026-25.jpg\" alt=\"Bei der Ausstellungs-Er\u00f6ffnung war Musik von Katharina und Christian Gruber zu h\u00f6ren.\" title=\"Bei der Ausstellungs-Er\u00f6ffnung war Musik von Katharina und Christian Gruber zu h\u00f6ren.\" loading=\"lazy\" class=\"h-full w-full object-cover\"\/><\/p>\n<p>      Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>    Bei der Ausstellungs-Er\u00f6ffnung war Musik von Katharina und Christian Gruber zu h\u00f6ren.<br \/>\n    Foto: Thorsten Jordan<\/p>\n<p>        Schlie\u00dfen <\/p>\n<p>      Icon Schlie\u00dfen<\/p>\n<p>        Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>        Icon verkleinern<\/p>\n<p>      Icon Pfeil bewegen<\/p>\n<p>    Bei der Ausstellungs-Er\u00f6ffnung war Musik von Katharina und Christian Gruber zu h\u00f6ren.<br \/>\n    Foto: Thorsten Jordan<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Das K\u00fcnstlerehepaar Cornelia Rapp und Josef Lang wird zudem in der Kunstnacht gemeinsam in einem neuen Geb\u00e4ude im Quartier Urbanes Leben am Papierbach (ULP) in der Von-K\u00fchlmann-Stra\u00dfe 25 ausstellen. Rapp ist begeistert von der Ausstellungsfl\u00e4che im gesamten Erdgeschoss mit hoher Decke. Wenn dort Rapps Bildobjekte die von ihrem Mann geschaffenen Holzskulpturen umrahmen, wird es spannend. Fotografie und kr\u00e4ftige Farben, oft verwendet Rapp Rot und Magenta, einerseits. Mit der Kettens\u00e4ge grob geformte, ausdrucksstarke, oft \u00fcberlebensgro\u00dfe Gestalten andererseits. Zumindest bei den Formaten hat sich Rapp etwas angepasst, sie arbeitet zunehmend gr\u00f6\u00dfer, was die k\u00f6rperliche Wahrnehmung steigert. \u201eDadurch k\u00f6nnen wir st\u00e4rker in Resonanz mit den Werken gehen\u201c, hat Rapp festgestellt. Jedoch werden auch kleinformatige Bildobjekte zu sehen sein.\n  <\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/jor31072026-21.jpg\" alt=\"Cornelia Rapp bei ihrer Ausstellung im Neuen Stadtmuseum.\" title=\"Cornelia Rapp bei ihrer Ausstellung im Neuen Stadtmuseum.\" loading=\"lazy\" class=\"h-full w-full object-cover\"\/><\/p>\n<p>      Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>    Cornelia Rapp bei ihrer Ausstellung im Neuen Stadtmuseum.<br \/>\n    Foto: Thorsten Jordan<\/p>\n<p>        Schlie\u00dfen <\/p>\n<p>      Icon Schlie\u00dfen<\/p>\n<p>        Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>        Icon verkleinern<\/p>\n<p>      Icon Pfeil bewegen<\/p>\n<p>    Cornelia Rapp bei ihrer Ausstellung im Neuen Stadtmuseum.<br \/>\n    Foto: Thorsten Jordan<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Cornelia Rapp stammt aus Berlin. In Garmisch-Partenkirchen lernte sie die Holzbildhauerei, studierte an der Kunstakademie M\u00fcnchen. Seit 30 Jahren lebt und arbeitet sie in Denklingen und betrachtet dort von ihrem l\u00e4ndlichen Idyll mit Pferden und einer gro\u00dfen, ehemaligen Schreinerwerkstatt, die als Atelier dient, die Geschehnisse in der Welt und regional. Es ist ein Ort der Ruhe und Naturverbundenheit.\n  <\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/jor31072026-20.jpg\" alt=\"Die rote Farbe zieht sich durch die Ausstellung.\" title=\"Die rote Farbe zieht sich durch die Ausstellung.\" loading=\"lazy\" class=\"h-full w-full object-cover\"\/><\/p>\n<p>      Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>    Die rote Farbe zieht sich durch die Ausstellung.<br \/>\n    Foto: Thorsten Jordan<\/p>\n<p>        Schlie\u00dfen <\/p>\n<p>      Icon Schlie\u00dfen<\/p>\n<p>        Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>        Icon verkleinern<\/p>\n<p>      Icon Pfeil bewegen<\/p>\n<p>    Die rote Farbe zieht sich durch die Ausstellung.<br \/>\n    Foto: Thorsten Jordan<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Der Birnbaum an der Terrasse tr\u00e4gt reich, der Blick durch den Oleander, der dem Ort einen mediterranen Charakter verleiht, geht zu den Pferden, die mit ihrer Welt, mit Sonne, Gras und Heu, zufrieden sind. Nicht so der Mensch mit seiner Gier nach mehr. Macht, Geld, Kriegsl\u00fcsternheit, das Spiel mit dem Feuer. \u201eWo ist da jemand, der ohne Egoismus und Lobbyismus an die Menschen denkt und rein zu ihrem Wohl handelt?\u201c, fragt sich Rapp. Fr\u00fcher war sie aktiv in der Friedensbewegung. Krieg, Flucht und Vertreibung, sie wei\u00df von ihren Eltern, was das bedeutet. Wie viele andere auch blickt Rapp besorgt in die Zukunft. Das wirkt sich auf ihre Kunst aus. Ihre Motive sind ernster geworden und durch die gro\u00dfen Formate gewinnen sie an Eindringlichkeit. Zwar erz\u00e4hlen ihre Bildobjekte subjektive Geschichten.\n  <\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/jor31072026-45.jpg\" alt=\"Ohne Titel. Blumenmotive und ein Portr\u00e4t.\" title=\"Ohne Titel. Blumenmotive und ein Portr\u00e4t.\" loading=\"lazy\" class=\"h-full w-full object-cover\"\/><\/p>\n<p>      Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>    Ohne Titel. Blumenmotive und ein Portr\u00e4t.<br \/>\n    Foto: Thorsten Jordan<\/p>\n<p>        Schlie\u00dfen <\/p>\n<p>      Icon Schlie\u00dfen<\/p>\n<p>        Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>        Icon verkleinern<\/p>\n<p>      Icon Pfeil bewegen<\/p>\n<p>    Ohne Titel. Blumenmotive und ein Portr\u00e4t.<br \/>\n    Foto: Thorsten Jordan<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Die eigene Biografie spielt dabei eine Rolle, letztlich aber geht es um das Weltgeschehen. Ihre neuen Werke zeigen die H\u00e4nde von Boxern vor dem Kampf. Bandagiert. Einmal wie im Gebet zusammengelegt. Einmal pressen sie einen zarten Blumenstrau\u00df. Was richte ich mit meinen H\u00e4nden an? \u201eDer Mensch geh\u00f6rt zu einem Kollektiv, er kann sich nicht herausl\u00f6sen\u201c, beschreibt Rapp die unvermeidbare Wirkung aufeinander. Pflanzen und Bl\u00fcten spielen eine gro\u00dfe Rolle in ihren Werken. Opulent gedrehte Rosenbl\u00fcten, l\u00e4chelnde von Stiefm\u00fctterchen. Schmetterlinge. Manche Collagen-Teile erinnern an Aufkleber aus Poesiealben, alte schwarz-wei\u00df-Fotos an vergangene Schicksale. Eine gro\u00dfe Serie widmet Cornelia Rapp K\u00fchen, gebettet in Bl\u00fcten. Friede.\n  <\/p>\n<p>      <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/landsberg\/landsberg-in-jeder-hinsicht-ein-landkreis-mit-vielen-talenten-103659831\" class=\"hidden  &#010;                md:block md:mr-5 md:min-w-[140px]  aspect-photo md:aspect-tv lg:aspect-tv w-fullXXX relative self-start inline overflow-hidden\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"\" alt=\"Cornelia Rapp (K\u00fcnstlerin) in ihrem Atelier in Denklingen. Sie bekam den Herkomerpreis.\" title=\"Cornelia Rapp (K\u00fcnstlerin) in ihrem Atelier in Denklingen. Sie bekam den Herkomerpreis.\" loading=\"lazy\" class=\"h-full w-full object-cover\"\/><br \/>\n   <\/a><\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Cornelia Rapp ist auch f\u00fcr ihre Installationen und Transformationen von historischen R\u00e4umen bekannt. Ein Beispiel daf\u00fcr ist die Installation \u201eMut\u201c in einem ehemaligen Kuhstall in Denklingen. Oder \u201eTransmitting Light\u201c, ihr Beitrag zur Erinnerungsarbeit in der ehemaligen Munitionsfabrik im Frauenwald bei <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/landsberg\/ort\/landsberg\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Landsberg<\/a>. 2024 wurde sie mit dem Hubert-von-Herkomer-Preis der Stadt Landsberg, 2020 mit dem Kunstpreis des Landkreises Landsberg ausgezeichnet.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Gleich an zwei verschiedenen Orten werden die Werke der K\u00fcnstlerin Cornelia Rapp bei der Langen Kunstnacht am 19. September zu sehen sein: im Stadtmuseum sowie im ULP-Quartier \u2013 dort in einem neuen Geb\u00e4ude n\u00f6rdlich des Europaplatzes an der Von-K\u00fchlmann-Stra\u00dfe 25. Die K\u00fcnstlerin wird Werke aus ihrer Reihe \u201eSilent Moves\u201c zeigen. Das LT beginnt mit einer Serie \u00fcber einige der K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstler der Langen Kunstnacht, die in der ganzen Stadt zu sehen sind. Auch der Ellinor Holland Kunstpreis unserer Zeitung wird wieder im Landsberger Stadttheater verliehen.\n  <\/p>\n<p>    Ausz\u00fcge aus der Rede des Laudators Christian Burchard<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Der Titel der Ausstellung ist \u201esilent moves\u201c.  Also der erste Eindruck, wenn man diesen Raum betritt, ist alles andere als silent, wir begegnen hier keiner Stille, sondern werden begr\u00fc\u00dft, ja katapultiert in eine Eruption der Farbigkeit. Also \u201esilent moves\u201c muss man auf einer ganz anderen Ebene suchen. Im Grunde aber charakterisiert der Begriff f\u00fcr mich alle Arbeiten von Cornelia Rapp und ihren pers\u00f6nlichen Blick auf die Welt. Und selten sind einer Ausstellung so viele Themen verdichtet, wie in dieser Ausstellung, und sie ist geradezu pr\u00e4destiniert als Auftakt-Veranstaltung zur Wiederer\u00f6ffnung des Museums. Der erste Eindruck der komplexen Bildobjekte ist eine berauschende dionysische Farbigkeit.\u00a0In der Anmutung wirken sie eher wie ein Gem\u00e4lde mit dominantem Rot, Magenta und Violett. Es sind Fotos von Blumen, meist Bl\u00fctenkronen stark vergr\u00f6\u00dfert \u2013 Rosen, Orchideen, Passionsblumen \u2013 Blumen, welche die K\u00fcnstlerin nach ihrer Symbolik und Ikonografie ausw\u00e4hlt. Erst beim zweiten Blick erschlie\u00dft sich die semantische Ebene, in Form von menschlichen Konturen, verblichenen Fotografien, die einen Moment aus dem Alltag einfangen, oder verst\u00f6rende Sequenzen von Aggression, Tod und Gewalt festhalten. Im Grunde, sagt Cornelia Rapp, geht es mir darum, die Grausamkeit der Welt mithilfe der Kunst auszul\u00f6schen. Cornelia Rapp ist es aber wichtig, dass ihre Arbeiten auch eine Botschaft der Hoffnung vermitteln. Im Mittelpunkt steht letzten Endes die Natur als die gro\u00dfe Heilerin und Vers\u00f6hnerin, die positive Kraft, wo im Zyklus von Werden und Vergehen, immer wieder Neues entsteht und somit die Natur jedes Jahr von Neuem eine Botschaft der Hoffnung aussendet.\n  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Silent Moves, die stillen Bewegungen. 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