{"id":313709,"date":"2026-08-04T11:16:11","date_gmt":"2026-08-04T11:16:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/313709\/"},"modified":"2026-08-04T11:16:11","modified_gmt":"2026-08-04T11:16:11","slug":"parolin-die-welt-braucht-mehr-diplomatie-statt-ideologie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/313709\/","title":{"rendered":"Parolin: \u201eDie Welt braucht mehr Diplomatie statt Ideologie\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Die \u201eDiplomatie des Dialogs\u201c sollte heute wichtiger sein als die \u201eDiplomatie der St\u00e4rke\u201c. Das hob der vatikanische Kardinalstaatssekret\u00e4r Pietro Parolin am Montag bei seinem mehrt\u00e4gigen Besuch in Guatemala hervor. Die Reise des vatikanischen Chefdiplomaten findet im Rahmen des 90. Jahrestages der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Guatemala und dem Heiligen Stuhl statt.<\/p>\n<p>     <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/vatikan\/news\/2026-08\/vatikan-kardinal-parolin-lob-diplomatische-beziehungen-guatemala.html\" title=\"Kardinal Parolin w\u00fcrdigt diplomatische Beziehungen mit Guatemala\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/agenzie\/images\/afp\/2026\/08\/02\/23\/1785704792303.jpg\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.500.281.jpeg\" alt=\"Kardinal Parolin w\u00fcrdigt diplomatische Beziehungen mit Guatemala\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>\n      Anl\u00e4sslich des 90-j\u00e4hrigen Bestehens der diplomatischen Beziehungen zwischen dem Heiligen Stuhl und Guatemala weilt Kardinalstaatssekret\u00e4r Pietro Parolin zu einem mehrt\u00e4gigen &#8230;\n     <\/p>\n<p>Mario Galgano und Salvatore Cernuzio \u2013 Vatikanstadt<\/p>\n<p>Die langj\u00e4hrige diplomatische Beziehung zwischen dem lateinamerikanischen Land und dem Heiligen Stuhl sei ein Sinnbild f\u00fcr das gegenseitige Vertrauen, so Kardinal Parolin in seiner Ansprache an das diplomatische Korps. Parolin sprach auch mit dem Pr\u00e4sidenten des Landes, Bernardo Ar\u00e9valo, sowie mit Au\u00dfenminister Carlos Ramiro Mart\u00ednez und Vertreter der indigenen V\u00f6lkergruppen. Die Gespr\u00e4che fanden in der Nuntiatur statt. Die Gespr\u00e4chsteilnehmer waren bereits am Sonntag bei der heiligen Messe mit Kardinal Parolin zugegen gewesen, bei der der vatikanische Kardinalstaatssekret\u00e4r in der Predigt f\u00fcr eine gerechte Gesellschaft und gegen die Gleichg\u00fcltigkeit sprach.<\/p>\n<p>Am Montag betonte Parolin in seiner Ansprache an die Diplomaten, wie wichtig es sei, den Dialog und das gegenseitige Verst\u00e4ndnis zu f\u00f6rdern. Die Welt brauche heutzutage mehr Diplomatie und weniger Ideologie. Vor allem sei es nicht hinnehmbar, dass das Gesetz des St\u00e4rkeren heute als \u201enormal\u201c betrachtet werde. Auch d\u00fcrfe es nicht sein, dass im Namen einer Ideologie die Meinungs- und Gewissensfreiheit eingeschr\u00e4nkt w\u00fcrden. \u201eDie freie Meinungs\u00e4u\u00dferung, die Gewissensfreiheit, die Religionsfreiheit und sogar das Recht auf Leben werden heute im Namen angeblicher neuer Rechte eingeschr\u00e4nkt, mit dem Resultat, dass die Menschenrechte ihre lebensbejahende Kraft verlieren und einer Ideologie Platz schaffen, die durch St\u00e4rke und Unterdr\u00fcckung gekennzeichnet ist\u201c, so Parolin.<\/p>\n<p>Eine andere Strategie <\/p>\n<p>Der Heilige Stuhl verfolge mit seiner Diplomatie hingegen eine andere Strategie, die nicht durch wirtschaftliche oder strategische Interessen gekennzeichnet sei, unterstricht Parolin. Vielmehr gehe es dem Vatikan darum, \u201eden Menschen in den Mittelpunkt zu r\u00fccken, indem der Austausch zwischen den V\u00f6lkern gef\u00f6rdert und ein moralischer und spiritueller Beitrag angeboten wird, der vom Evangelium und der Katholischen Soziallehre gepr\u00e4gt ist\u201c, so Parolin weiter. Auf diese Weise k\u00f6nne das Allgemeinwohl konkret gef\u00f6rdert werden.<\/p>\n<p>Diese Mission, betonte der vatikanische Kardinalstaatssekret\u00e4r, k\u00f6nne \u201egegen\u00fcber der res novae der heutigen Zeit\u201c greifbar werden, wenn man \u201eunn\u00f6tigen Eifer oder sterile \u00c4ngste vermeidet\u201c und stattdessen die \u201eSprache des Evangeliums und den Kriterien des Unterscheidungsverm\u00f6gens\u201c einsetze. Die ausschlaggebenden Kriterien seien \u201edie Menschenw\u00fcrde, die Verteilung der G\u00fcter an alle, die Achtung der Armen, die Sorge um die Sch\u00f6pfung und den Frieden\u201c. Dazu bed\u00fcrfe es einer \u201everantwortungsvollen Planung und Beachtung der Konsequenzen jeglichen Handelns f\u00fcr Mensch und Natur\u201c. Es sei auch wichtig, die Schw\u00e4chsten immer miteinzubeziehen sowie die digitale Alphabetisierung zu f\u00f6rdern. Wissenschaft und Industrie m\u00fcssten ihrerseits die Gerechtigkeit und den Frieden unter den Menschen beg\u00fcnstigen, so Parolin.<\/p>\n<p>(vatican news)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die \u201eDiplomatie des Dialogs\u201c sollte heute wichtiger sein als die \u201eDiplomatie der St\u00e4rke\u201c. 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