{"id":313987,"date":"2026-08-04T14:01:10","date_gmt":"2026-08-04T14:01:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/313987\/"},"modified":"2026-08-04T14:01:10","modified_gmt":"2026-08-04T14:01:10","slug":"ariana-grandes-rueckzug-ihr-neues-album-petal-spricht-klartext","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/313987\/","title":{"rendered":"Ariana Grandes R\u00fcckzug: Ihr neues Album \u201ePetal\u201c spricht Klartext"},"content":{"rendered":"<p>Ariana Grande war unheimlich flei\u00dfig in den letzten Jahren. 2024 kam ihr letztes Album &#8222;Eternal Sunshine&#8220; raus, im selben Jahr begannen die Dreharbeiten zu den beiden Musical-Filmen &#8222;Wicked&#8220;, f\u00fcr die Grande eine Oscarnominierung einheimste. Seit Freitag ist nun das neue Album (&#8222;Petals&#8220;) auf dem Markt, und das, w\u00e4hrend sie gerade noch auf Tour mit der alten Platte ist.<\/p>\n<p>Ariana Grande hat genug<\/p>\n<p>Noch im Januar schrieb Grande auf Instagram, sie br\u00e4uchte eigentlich ein weiteres Gehirn und vier zus\u00e4tzliche Arme, um in dieser Lebensphase weiter Musik machen zu k\u00f6nnen. Es mehrten sich schon damals die Spekulationen um ihren Gesundheitszustand.<\/p>\n<p>Drei Tage nach Ver\u00f6ffentlichung ihres neuen Albums dann der gro\u00dfe Knall: Am Sonntag k\u00fcndigte Ariana Grande an, dass sie sich aus der \u00d6ffentlichkeit zur\u00fcckziehen wird. Au\u00dferdem sagte sie ihre Teilnahme an einer Musicalproduktion im Londoner Westend n\u00e4chstes Jahr ab. Eine \u00dcberlastungsreaktion? Angesichts ihres Arbeitspensums w\u00e4re das kein Wunder.  <\/p>\n<p>Dass Grande genug hat, sp\u00fcrt man auch auf dem neuen Album, auch wenn der Titel &#8222;Petal&#8220; (deutsch: Bl\u00fctenblatt) so betont sanft daherkommt. Sie denke dabei gerne an eine zarte Blume, die sich ihren Weg durch Risse im Beton bahnt, hat Grande in einem Interview erz\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Ein Album entstanden aus roher Wut <\/p>\n<p>Doch auch ohne dieses Wissen h\u00f6rt man dem neuen Album sofort an, dass die S\u00e4ngerin in ihrem Leben etwas grunds\u00e4tzlich \u00e4ndern will. &#8222;Sie sagen, eine K\u00fcnstlerin braucht Tr\u00e4nen, um wieder zu schreiben, aber ich brauche niemanden, der mich rettet, denn weder ich, noch die Musik werden sterben\u201c, singt Ariana Grande im Titelsong. Und im Musikvideo dazu macht sie einer n\u00f6lenden Casting-Jury mit der Kettens\u00e4ge den Garaus. <\/p>\n<p>Die st\u00e4ndigen Kommentare \u00fcber alle Aspekte ihres Privatlebens seien f\u00fcr sie schlimmer gewesen, als jeder kreative Stress, hat Grande erz\u00e4hlt. Sie sei dadurch an ihre Grenzen gekommen. Ihre Antwort darauf ist aber nicht einfach der R\u00fcckzug aus der \u00d6ffentlichkeit. Ariana Grande verarbeitet das Erlebte auch k\u00fcnstlerisch. <\/p>\n<p>Viele der Songs des neuen Albums seien aus einer rohen Wut heraus entstanden, so Grande. W\u00e4hrend sie fr\u00fcher ihre Texte im Nachhinein immer abgemildert h\u00e4tte, h\u00e4tte sie sich diesmal f\u00fcr Klartext entschieden: Sie prangert offen den Druck an, der auf ihr lastet, und die Schuld f\u00fcr eine gescheiterte Beziehung will sie auch nicht mehr einfach \u00fcbernehmen.<\/p>\n<p>Grande verl\u00e4sst den Mainstream-Pop<\/p>\n<p>Dieses entschlossene Selbstbewusstsein zeigt sich auch musikalisch. Keines ihrer bisherigen Alben klang so dunkel und so wenig nach &#8222;Wir brauchen unbedingt m\u00f6glichst viele Nr. 1-Hits&#8220;. F\u00fcr eine zornige Abrechnung mit Ex-Freunden und anderen Kritikern schwere Hip Hop-Beats zu verwenden, wie im Song &#8222;Like I Do&#8220;, ist naheliegend. Ariana Grande geht die Sache aber auch raffinierter an. <\/p>\n<p>In der zweiten Albumh\u00e4lfte dominiert n\u00e4mlich wieder ihr Lieblingsthema: Liebe und Beziehungen in allen Facetten. Auch wenn sie zuvor in ihren Texten schon selbstbewusst feministische Sichtweisen vertreten hat &#8211; unterlegt mit Mainstream-Pop wurde diese Botschaft immer wieder weichgesp\u00fclt.<\/p>\n<p>Jetzt gelingt ihr diese Verbindung besser. Im Song &#8222;Freak&#8220; zum Beispiel wehrt sie sich dagegen, als Popstar eine gl\u00e4serne Beziehung f\u00fchren zu m\u00fcssen und bettet das Ganze ein in einen reduzierten 90er-Indierock-Sound, der ihrer Stimme endlich Raum zur Entfaltung l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Alles in allem ist &#8222;Petal&#8220; ist das stimmige Statement eines Stars, der sich aus dem Rampenlicht zur\u00fcckzieht. Ariana Grandes neues Album zeichnet das Bild einer Frau, die begonnen hat, konsequent ihr Leben zur\u00fcckzugewinnen. Man kann ihr nur w\u00fcnschen, dass das gelingt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Ariana Grande war unheimlich flei\u00dfig in den letzten Jahren. 2024 kam ihr letztes Album &#8222;Eternal Sunshine&#8220; raus, im&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":313988,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[24],"tags":[62963,38630,46,42,147,153,154,44,2689,148],"class_list":["post-313987","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-musik","tag-albumkritik","tag-ariana-grande","tag-at","tag-austria","tag-entertainment","tag-music","tag-musik","tag-oesterreich","tag-pop","tag-unterhaltung"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/117037609115140385","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/313987","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=313987"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/313987\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/313988"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=313987"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=313987"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=313987"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}