{"id":31431,"date":"2026-03-07T18:34:13","date_gmt":"2026-03-07T18:34:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/31431\/"},"modified":"2026-03-07T18:34:13","modified_gmt":"2026-03-07T18:34:13","slug":"kardinal-sako-krieg-ist-keine-loesung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/31431\/","title":{"rendered":"Kardinal Sako: \u201eKrieg ist keine L\u00f6sung\u201c"},"content":{"rendered":"<p>W\u00e4hrend der Irak unter iranischen Raketenangriffen leidet, \u00e4u\u00dfert der Patriarch der Chald\u00e4er seine Besorgnis \u00fcber die Gefahr eines gro\u00df angelegten regionalen Krieges und fordert andere religi\u00f6se F\u00fchrer im Irak auf, sich f\u00fcr den Frieden einzusetzen.&#13;<br \/>\n&#13;\n<\/p>\n<p>     <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/papst\/news\/2026-03\/papst-angelus-sorge-iran-usa-israel-nahost-diplomatie-frieden.html\" title=\"Papst: \u201eStabilit\u00e4t entsteht nicht durch Waffen\u201c\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/agenzie\/images\/reuters\/2026\/03\/01\/12\/1772363783706.JPG\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.500.281.jpeg\" alt=\"Papst: \u201eStabilit\u00e4t entsteht nicht durch Waffen\u201c\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>\n      Tief besorgt hat der Papst sich am Sonntag zur Eskalation in Nahost gezeigt. Er rief zum Stopp der Gewaltspirale auf und erinnerte: \u201eStabilit\u00e4t und Frieden entstehen nicht durch &#8230;\n     <\/p>\n<p>Olivier Bonnel und Jean-Charles Putzolu \u2013 Vatikanstadt<\/p>\n<p>Wie viele L\u00e4nder im Nahen Osten ist auch der Irak seit einer Woche Ziel iranischer Raketen- und Drohnenangriffe als Vergeltung f\u00fcr die israelisch-amerikanischen Bombardierungen der Islamischen Republik. Die Stadt Erbil, die autonome Hauptstadt des irakischen Kurdistans, wurde besonders h\u00e4ufig angegriffen, doch dar\u00fcber hinaus wurde das ganze Land ins Visier genommen, darunter \u00d6lfelder wie in Basra im S\u00fcden oder der Flughafen von Bagdad.<\/p>\n<p>\n   Zum Nachh\u00f6ren &#8211; was der Patriarch sagt\n  <\/p>\n<p>Angesichts der realen Gefahr einer Ausweitung des Konflikts auf die gesamte Region macht der Patriarch der Chald\u00e4er von Bagdad keinen Hehl aus seiner Besorgnis. \u201eAls Patriarch bin ich sehr besorgt \u00fcber die Lage, denn niemand wei\u00df, wohin dieser Krieg f\u00fchren wird. Und wir haben 2003 dasselbe Szenario erlebt\u201c, erkl\u00e4rt Kardinal Louis Rapha\u00ebl Sako gegen\u00fcber Radio Vatikan, wobei er \u201eChaos, Unruhen, Racheakte, Angriffe\u201c aufz\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Die Angst vor einer neuen Eskalation <\/p>\n<p>Auch wenn sich die pro-iranischen schiitischen Milizen im Irak bislang nur wenig in den Konflikt eingeschaltet haben, erinnert der chald\u00e4ische Patriarch dennoch an die Risiken f\u00fcr die irakische Gesellschaft, in der die Schiiten fast 60 Prozent der Bev\u00f6lkerung ausmachen. \u201eWir haben Angst, weil wir Nachbarn des Iran sind und viele Iraker Schiiten sind. Es gibt also eine doppelte Stimmungslage.\u201c<\/p>\n<p>\u201eWir bef\u00fcrchten eine neue Eskalation, die uns in einen gro\u00df angelegten regionalen Krieg f\u00fchren w\u00fcrde\u201c, f\u00e4hrt Kardinal Sako fort, wobei er auf die Angriffe verweist, die auch die Golfstaaten, die T\u00fcrkei und Aserbaidschan getroffen haben. Er ist \u00fcberzeugt: \u201eKrieg ist keine L\u00f6sung, nur Diplomatie kann zur L\u00f6sung der Probleme beitragen.\u201c<\/p>\n<p>Das Oberhaupt der chald\u00e4ischen Kirche blickt auch mit gro\u00dfer Anspannung auf das Schicksal der christlichen Gemeinschaften, insbesondere in der Ninive-Ebene, aus der viele unter der Verfolgung durch den Islamischen Staat fliehen mussten. \u201eWir Christen sind sehr besorgt, denn wenn sie beginnen, die Ninive-Ebene anzugreifen, wo 50.000 Christen leben, werden diese Menschen ihre H\u00e4user verlassen und diesmal nicht mehr zur\u00fcckkehren\u201c, betont der Patriarch.<\/p>\n<p>     <a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/welt\/news\/2026-03\/irak-erbil-christen-vor-neuen-herausforderungen.html\" title=\"Irak: Christen vor neuen Herausforderungen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        <img decoding=\"async\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\" data-original=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/content\/dam\/vaticannews\/agenzie\/images\/ansa\/2026\/02\/28\/13\/1772281576090.jpg\/_jcr_content\/renditions\/cq5dam.thumbnail.cropped.500.281.jpeg\" alt=\"Irak: Christen vor neuen Herausforderungen\"\/><\/p>\n<p>      <\/a><\/p>\n<p>\n      Der Krieg im Nahen Osten konfrontiert die christliche Minderheit im Irak mit neuen Herausforderungen. Die krisenerprobte Bev\u00f6lkerung der Region in der N\u00e4he der Hauptstadt Erbil &#8230;\n     <\/p>\n<p>Die Stimme f\u00fcr den Frieden erheben <\/p>\n<p>\u201eIch habe die Christen am Sonntag gebeten, w\u00e4hrend aller Messen in den Kirchen f\u00fcr den Frieden zu beten, vorsichtig zu sein und weder Mut noch Hoffnung zu verlieren\u201c, f\u00e4hrt Kardinal Sako fort, der auch auf die Stimme anderer spiritueller F\u00fchrer im Irak z\u00e4hlt, um die Spannungen abzubauen. \u201eIch habe die religi\u00f6sen F\u00fchrer (Muslime, Anm. d. Red.) gebeten, ihre Stimme f\u00fcr den Frieden und die Geschwisterlichkeit zu erheben\u201c, erkl\u00e4rt er. \u201eSo wie es Papst Franziskus bei seinem Besuch im Irak und seinem Treffen mit Al Sistani getan hat.\u201c<\/p>\n<p>Dieses historische Treffen mit dem schiitischen Geistlichen in der heiligen Stadt Nadschaf am 6. M\u00e4rz 2021 bleibt ein entscheidender Moment und mehr denn je ein Wegweiser f\u00fcr die Zukunft des interreligi\u00f6sen Zusammenlebens im Irak. \u201eEs war ein sehr wichtiges Treffen\u201c, berichtet Kardinal Sako. Al Sistani hatte gesagt: \u201eWir sind ein Teil von euch und ihr seid ein Teil von uns\u201c, genau wie Franziskus: \u201eWir sind Br\u00fcder.\u201c<\/p>\n<p>Am 4. M\u00e4rz, als weiterhin Bomben auf die Region fielen, ver\u00f6ffentlichte Ayatollah Al Sistani eine Erkl\u00e4rung, in der er seinerseits seine Besorgnis \u00fcber eine Ausweitung des Krieges auf die gesamte Region zum Ausdruck brachte. Er appellierte darin \u201ean alle einflussreichen internationalen Akteure und L\u00e4nder der Welt, insbesondere die islamischen L\u00e4nder, alle m\u00f6glichen Anstrengungen zu unternehmen, um den Krieg unverz\u00fcglich zu beenden und eine gerechte und friedliche L\u00f6sung f\u00fcr die iranische Atomfrage im Einklang mit den Regeln des V\u00f6lkerrechts zu finden\u201c.<\/p>\n<p>(vatican news &#8211; cs)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"W\u00e4hrend der Irak unter iranischen Raketenangriffen leidet, \u00e4u\u00dfert der Patriarch der Chald\u00e4er seine Besorgnis \u00fcber die Gefahr eines&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":22768,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[8],"tags":[7577,1711,9500,3582,1010,1521,3138,11685,40,41,39,38],"class_list":{"0":"post-31431","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-christen","9":"tag-frieden","10":"tag-gebet","11":"tag-interreligioeser-dialog","12":"tag-iran","13":"tag-islam","14":"tag-krieg","15":"tag-louis-raphael-i-sako","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-schlagzeilen","19":"tag-top-meldungen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116189335942663870","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/31431","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=31431"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/31431\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/22768"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=31431"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=31431"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=31431"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}