{"id":314551,"date":"2026-08-04T19:51:10","date_gmt":"2026-08-04T19:51:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/314551\/"},"modified":"2026-08-04T19:51:10","modified_gmt":"2026-08-04T19:51:10","slug":"lufthansa-gewinn-bricht-ein-tickets-werden-noch-teurer-tageskarte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/314551\/","title":{"rendered":"Lufthansa-Gewinn bricht ein \u2013 Tickets werden noch teurer: Tageskarte"},"content":{"rendered":"<p>Teures Kerosin und Streiks der eigenen Crews haben der Lufthansa den Fr\u00fchsommer verhagelt. Trotz h\u00f6herer Ticketpreise sackte der bereinigte operative Gewinn im zweiten Quartal um 56 Prozent auf 383 Millionen Euro ab, wie der Konzern berichtet. Auch f\u00fcr die zweite Jahresh\u00e4lfte k\u00f6nnen Passagiere eher nicht auf billigere Tickets hoffen.<\/p>\n<p>F\u00fcr das Gesamtjahr h\u00e4lt Vorstandschef Carsten Spohr nun auch einen Gewinnr\u00fcckgang f\u00fcr m\u00f6glich. Der MDax-Konzern nennt in seiner runderneuerten Prognose eine Spanne zwischen 1,7 Milliarden bis 2,2 Milliarden Euro f\u00fcr den um Sondereffekte bereinigten Betriebsgewinn.\u00a0<\/p>\n<p>Zuvor hatte es gehei\u00dfen, dass der Konzern den Vorjahreswert von 1,96 Milliarden Euro \u00abdeutlich\u00bb \u00fcbertreffen werde. An den B\u00f6rsen sackte die Lufthansa-Aktie nach den Zahlen zun\u00e4chst stark ab.\u00a0<\/p>\n<p>Kerosin kostete 750 Millionen Euro mehr<\/p>\n<p>Das Unternehmen beziffert die Mehrausgaben f\u00fcr teureres Kerosin infolge des Iran-Krieges auf 750 Millionen Euro im zweiten Quartal, obwohl es mehr als 80 Prozent des Bedarfs mit Finanzprodukten abgesichert hatte.\u00a0<\/p>\n<p>Die Streiks der Spartengewerkschaften rund um die 100-Jahr-Feier im April belasteten das Ergebnis mit rund 150 Millionen Euro. Positive Ergebnisbeitr\u00e4ge lieferten hingegen erneut die T\u00f6chter f\u00fcr Technik und Fracht. Die europ\u00e4ischen Konkurrenten Air France-KLM und IAG mit British Airways haben geringere Gewinneinbu\u00dfen berichtet.\u00a0<\/p>\n<p>Die h\u00f6heren Kerosinkosten habe man zu etwa 60 Prozent durch h\u00f6here Ticketpreise kompensieren k\u00f6nnen, sagte Finanzchef Till Streichert. Auch im zweiten Halbjahr sollen demnach die Preise steigen, wenn auch die Kunden immer kurzfristiger buchten.<\/p>\n<p>Reisen sei weniger preissensibel als die gesamte Branche m\u00f6glicherweise gedacht habe, meinte Konzernchef Spohr. \u00abDie Menschen wollen fliegen, und sie k\u00f6nnen es sich auch zu h\u00f6heren Preisen leisten.\u00bb<\/p>\n<p>Versorgungslage normalisiert sich<\/p>\n<p>Die nach Kriegsbeginn angespannte Versorgungslage mit Flugtreibstoff habe sich im Laufe der vergangenen Wochen normalisiert, sagte der Lufthansa-Chef. Die Raffinerien h\u00e4tten ihre Kapazit\u00e4ten erh\u00f6ht, und neue Versorgungsketten etwa aus Nigeria seien etabliert worden.\u00a0<\/p>\n<p>\u00abDie Welt hat sich angepasst und die Herausforderung in den Griff bekommen\u00bb, sagte Spohr. Das Risiko von Flugausf\u00e4llen wegen Kerosinmangels habe sich weiter reduziert. Trotz anhaltender Schwankungen sollen die Treibstoffkosten im Gesamtjahr auf 8,7 Milliarden Euro steigen, 200 Millionen Euro weniger als noch im Mai erwartet.\u00a0<\/p>\n<p>Golf-Airlines kommen zur\u00fcck\u00a0<\/p>\n<p>Auf der anderen Seite hat Lufthansa vom Iran-Krieg auch profitiert, weil die arabischen Wettbewerber wie Emirates oder Qatar Airways ihre Drehkreuze am Persischen Golf w\u00e4hrend der K\u00e4mpfe zeitweise schlie\u00dfen mussten. Deutlich h\u00f6here Ticketerl\u00f6se auf den Asienrouten waren f\u00fcr die Europ\u00e4er die Folge.<\/p>\n<p>Inzwischen h\u00e4tten die Golf-Airlines \u00abwieder alles in der Luft\u00bb und agierten mit Kampfpreisen, sagte Spohr. Dies ziele vor allem auf preisempfindliche Privatkunden, w\u00e4hrend die Gesch\u00e4ftskunden weiterhin die Direktverbindungen bevorzugten. Viele Firmen untersagten ihren Managern auch Zwischenlandungen am Golf.\u00a0<\/p>\n<p>Wachstum auf der Langstrecke<\/p>\n<p>Perspektivisch will der Lufthansa-Konzern vor allem auf der Langstrecke wachsen. Derzeit werde eine weitere Reduzierung des Europaangebots um ein Prozent gepr\u00fcft. Im laufenden Jahr soll das Gesamtangebot stagnieren, nachdem der Vorstand urspr\u00fcnglich ein Wachstum von bis zu 4 Prozent angek\u00fcndigt hatte.<\/p>\n<p>Im Zuge der Streiks hatte der Konzern die Regionaltochter Lufthansa Cityline fr\u00fcher eingestellt als zun\u00e4chst geplant und damit rund 20.000 Europafl\u00fcge im Sommerflugplan gestrichen. Konzernweit sank die Zahl der Flugg\u00e4ste auch deshalb um vier Prozent auf 35,6 Millionen.\u00a0<\/p>\n<p>Der Quartalsumsatz kletterte dennoch um acht Prozent auf 11,1 Milliarden Euro. Unter dem Strich brach der \u00dcberschuss auch wegen eines positiven Steuereffekts aus dem Vorjahr und aktueller Belastungen um 88 Prozent auf 123 Millionen Euro ein. (dpa)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Teures Kerosin und Streiks der eigenen Crews haben der Lufthansa den Fr\u00fchsommer verhagelt. 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