{"id":314963,"date":"2026-08-05T00:42:17","date_gmt":"2026-08-05T00:42:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/314963\/"},"modified":"2026-08-05T00:42:17","modified_gmt":"2026-08-05T00:42:17","slug":"mehr-raketen-weniger-drohnen-russland-schwenkt-im-luftkrieg-um","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/314963\/","title":{"rendered":"Mehr Raketen, weniger Drohnen: Russland schwenkt im Luftkrieg um"},"content":{"rendered":"<p>Mehr Raketen, weniger DrohnenRussland schwenkt im Luftkrieg um04.08.2026, 16:01 Uhr <img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/autor-fallback.svg\" alt=\"image\"\/>Von Lisa Aretz<\/p>\n<p>Artikel anh\u00f6ren(07:26 min)<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Smoke-rises-over-the-city-following-a-massive-combined-Russian-attack-Kyiv-Ukraine-on-July-6-2026-Ru.webp\" alt=\"Smoke-rises-over-the-city-following-a-massive-combined-Russian-attack-Kyiv-Ukraine-on-July-6-2026-Russian-forces-launched-a-large-scale-attack-on-the-capital-using-ballistic-and-cruise-missiles-as-well-as-attack-drones-causing-destruction-to-apartment-buildings-and-civilian-infrastructure-across-several-districts-of-the-city-The-Podilskyi-district-suffered-the-most-severe-damage\"\/>Rauch steigt am 6. Juli nach russischen Angriffen \u00fcber Kiew auf. An diesem Tag griff Russland die Ukraine mit 351 Drohnen sowie 68 Raketen und Marschflugk\u00f6rpern an. (Foto: picture alliance \/ Photoshot)TeilenFolgen auf:<a href=\"https:\/\/www.whatsapp.com\/channel\/0029Va5cdVJD8SDp5YZgYF01\" title=\"Auf WhatsApp folgen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/whatsapp.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><a href=\"https:\/\/www.google.com\/preferences\/source?q=n-tv.de\" title=\"ntv als bevorzugte Quelle auf Google hinzuf\u00fcgen\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/google.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><\/p>\n<p class=\"Typography_text-m__XI0da Typography_weight-bold__uT6mq storyline_lead_text_leadtext__q_wg8\">Unerwartete Entwicklung in der Ukraine: Bei den n\u00e4chtlichen Luftangriffen bleiben die gef\u00fcrchteten Drohnenschw\u00e4rme pl\u00f6tzlich aus. Das russische Milit\u00e4r setzt stattdessen verst\u00e4rkt auf schnellere und gef\u00e4hrlichere Waffensysteme. Kann das die ukrainische Luftabwehr \u00fcberfordern? Ein \u00dcberblick.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die Zahl der von Russland gegen die Ukraine eingesetzten Raketen und Marschflugk\u00f6rper hat sich im Juli im Vergleich zum Vormonat mehr als verdoppelt. Im Rahmen des n\u00e4chtlichen Dauerbombardements ukrainischer St\u00e4dte setzten die russischen Streitkr\u00e4fte nach <a class=\"inline_link\" href=\"https:\/\/t.me\/s\/kpszsu\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">Angaben der ukrainischen Luftwaffe<\/a> im zur\u00fcckliegenden Monat insgesamt 376 Raketen und Marschflugk\u00f6rper ein. Im Juni hatte die ukrainische Luftabwehr insgesamt lediglich 180 Flugk\u00f6rper aus diesen beiden Kategorien erfasst, im Mai waren es insgesamt 211. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die bisher schwersten russischen Raketenangriffe ereigneten sich in der Nacht zum 2. Juli und in der Nacht zum 30. Juli. In diesen beiden N\u00e4chten beschoss die russische Invasionsarmee die Ukraine jeweils mit 74 Raketen und Marschflugk\u00f6rpern. Besonders auff\u00e4llig: Russland setzt diese schwerer abzufangenden Waffensysteme nicht nur verst\u00e4rkt, sondern auch immer h\u00e4ufiger ein. Seit Juli verging kaum eine Nacht, in der in Kiew und anderen ukrainischen Gro\u00dfst\u00e4dten keine ballistischen Raketen oder lenkbare Marschflugk\u00f6rper einschlugen. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die Daten der ukrainischen Luftabwehr deuten einen strategischen Schwenk in der russischen Luftkriegsstrategie an: Parallel zum Anstieg bei der Zahl der eingesetzten Raketen und Marschflugk\u00f6rper ging die Zahl der gegen die Ukraine eingesetzten Angriffsdrohnen im Juli deutlich zur\u00fcck. Im Juni hatte Russland demnach noch mit insgesamt 5749 Kampfdrohnen angegriffen, im Juli waren es 4956. Im Mai dieses Jahres hatte die Zahl der gegen die Ukraine eingesetzten Drohnen mit 8150 noch ein Rekordhoch erreicht. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Reagiert Moskau damit auf die vielfach berichteten Engp\u00e4sse bei leistungsst\u00e4rkeren Abwehrsystemen wie etwa die US-amerikanischen &#8222;Patriot&#8220;-Batterien? Aus ukrainischer Sicht ergeben sich aus den neuen Angriffsmustern jedenfalls massive Probleme: Ballistische Waffensysteme wie etwa Raketen vom Typ Iskander-M fliegen ihre Ziele mit bis zu sechsfacher Schallgeschwindigkeit an. Beim Einschlag richten die bis zu 700 Kilogramm schweren Sprengk\u00f6pfe dieser Raketen verheerende Verw\u00fcstungen an. F\u00fcr die ukrainische Luftabwehr sind diese Geschosse kaum abzufangen. Die oft mit einfachen Maschinenkanonen ausgestatteten mobilen Feuertrupps etwa sind gegen diese Waffensysteme chancenlos.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Milit\u00e4rexperten best\u00e4tigen den Eindruck. Oberst Markus Reisner vom \u00f6sterreichischen Bundesheer zum Beispiel geht davon aus, dass der <a class=\"inline_link\" href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Der Wettlauf beider Seiten bis zum Winter beginnt jetzt\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">R\u00fcckgang der Drohnenangriffe<\/a> auch mit der vermuteten Umstellung der russischen Produktion auf strahlgetriebene Drohnen vom Typ Geran zusammenh\u00e4ngen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die gro\u00dfe Masse der bisher von Russland eingesetzten Angriffsdrohnen ist noch mit einfachen Zweitaktmotoren und Propellern ausgestattet. Da sie deutlich langsamer und weitgehend in Bodenn\u00e4he fliegen, lassen sie sich vergleichsweise leicht abschie\u00dfen. Die Abschussrate der ukrainischen Luftabwehr lag selbst bei Massenangriffen mit Drohnen zuletzt fast durchgehend \u00fcber 90 Prozent. Das hei\u00dft: Nicht mehr als jede zehnte der von Russland ins Nachbarland geschickten Drohnen erreichte \u00fcberhaupt ihr Ziel.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">\u00dcber die Gr\u00fcnde f\u00fcr den Anstieg der russischen Raketenangriffe k\u00f6nne bisher nur spekuliert werden, gab Oberst Reisner bei ntv.de zu bedenken. Wahrscheinlich sei aber, dass es sich um eine gezielte Eskalation handle, um die vermehrten ukrainischen Angriffe auf das russische Hinterland zu spiegeln. Bei ihren Angriffen k\u00f6nnten die Russen den Mangel der Ukraine an Patriot-Abwehrraketen durchaus ausnutzen. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Besonders dramatisch zeigt sich der Mangel an Abwehrraketen in den N\u00e4chten, in denen Russland die Ukraine mit ganzen Raketenschw\u00e4rmen \u00fcberzieht: Die Einschl\u00e4ge h\u00e4ufen sich, die Abwehrquote sinkt. Am 1. August etwa gelang es der ukrainischen Luftwaffe lediglich eine einzige der insgesamt 27 ballistischen Raketen vom Himmel zu holen. Am 2. Juli konnte die Ukraine immerhin 4 der 24 russischen Raketen abschie\u00dfen. Andere N\u00e4chte verlaufen weitaus schlimmer: Am 6. Juli zum Beispiel kamen alle 23 anfliegenden Raketen durch und explodierten. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Bereits seit Monaten bittet Kiew seine Partner um die Lieferung weiterer Patriot-Raketen, um mehr russische Raketen abwehren zu k\u00f6nnen. Am Rande des Nato-Gipfels in Ankara im Juli sagte US-Pr\u00e4sident Donald Trump Kiew vor Journalisten Lizenzen zur eigenen Produktion von Patriot-Raketen zu.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">&#8222;Ein V\u00f6gelchen hat mir gezwitschert, dass wir ihnen das Recht geben werden, Patriots herzustellen. Wir werden ihnen zeigen, wie man sie herstellt\u201c, erkl\u00e4rte er damals neben seinem ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj sitzend. Inzwischen ist Trump in dieser Frage allerdings zur\u00fcckgerudert. Ob und wann die Ukraine selbst Patriots bauen kann, ist noch offen. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Trump wirkt unentschlossen. Im Gespr\u00e4ch mit der &#8222;<a class=\"inline_link\" href=\"https:\/\/www.ft.com\/content\/d8c42f6b-4dba-4976-a907-c7c93bca0bbd?syn-25a6b1a6=1\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Financial Times<\/a>&#8220; meinte er, dass er noch nicht entschieden habe, ob er der Ukraine den Bau von Patriot-Raketen erlauben wird. &#8222;Wir pr\u00fcfen das gerade&#8220;, f\u00fcgte er hinzu. &#8222;Es ist eine wirklich au\u00dfergew\u00f6hnliche Waffe, und \u2026 wir m\u00fcssen etwas vorsichtig sein, wem wir eine Genehmigung erteilen. Wir erteilen eigentlich keine Genehmigungen f\u00fcr Ausr\u00fcstung&#8220;. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Schnelle Hilfe ist vorerst nicht in Sicht: Die USA k\u00f6nnten den Ukrainern laut Reisner kaum Patriot-Raketen liefern, selbst wenn der Wille vorhanden w\u00e4re. Einsch\u00e4tzungen zufolge wurden im Krieg mit dem Iran mehr als 1200 dieser Hightech-Luftabwehrraketen verbraucht. Die Produktion l\u00e4uft nur schleppend an. Die US-Best\u00e4nde sind Reisner zufolge derzeit auf einem sehr niedrigen und sogar kritischen Niveau. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Ein Hoffnungsschimmer f\u00fcr die Ukraine d\u00fcrfte ein europ\u00e4isches R\u00fcstungsprojekt sein: Im Juli hatten zehn europ\u00e4ische Staaten sowie rund ein Dutzend R\u00fcstungsunternehmen in Paris vereinbart, ein <a class=\"inline_link\" href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Allianz-forciert-Entwicklung-europaeischer-Patriot-Alternative-id31129161.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">europ\u00e4isches Raketenabwehrsystem namens &#8222;Freyja&#8220;<\/a> zu entwickeln. Dabei gibt es allerdings noch einen Haken.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Nach Angaben des stellvertretenden Sekret\u00e4rs des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates der Ukraine, Dawyd Alojan, wird die erste funktionsf\u00e4hige Version des Systems voraussichtlich fr\u00fchestens in der ersten H\u00e4lfte des kommenden Jahres fertiggestellt sein. Das &#8222;Freyja&#8220;-System wird den Ukrainern in der laufenden akuten Phase der t\u00f6dlichen russischen Raketenangriffe also nicht helfen k\u00f6nnen. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-s__wu_cm Typography_weight-normal__pqUbH Typography_color-darkgrey__sZEnP article-detail-footer_source__KslPc\">Quelle: ntv.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Mehr Raketen, weniger DrohnenRussland schwenkt im Luftkrieg um04.08.2026, 16:01 Uhr Von Lisa Aretz Artikel anh\u00f6ren(07:26 min) Rauch steigt&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":314964,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[12],"tags":[732,6397,9020,40,41,72751,269,1963,39,1964,439,66,65,64],"class_list":["post-314963","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-welt","tag-ukraine","tag-angriff-auf-die-ukraine","tag-luftangriffe","tag-nachrichten","tag-news","tag-patriot-flugabwehrsystem","tag-politik","tag-russland","tag-schlagzeilen","tag-ukraine-konflikt","tag-usa","tag-welt","tag-world","tag-world-news"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/117040129310440234","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/314963","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=314963"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/314963\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/314964"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=314963"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=314963"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=314963"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}