{"id":317698,"date":"2026-08-06T08:45:20","date_gmt":"2026-08-06T08:45:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/317698\/"},"modified":"2026-08-06T08:45:20","modified_gmt":"2026-08-06T08:45:20","slug":"hanel-torsch-anderl-hoermann-equal-pension-day-am-9-august-zeigt-frauen-von-altersarmut-verstaerkt-bedroht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/317698\/","title":{"rendered":"Hanel-Torsch\/Anderl\/H\u00f6rmann: \u201eEqual Pension Day\u201c am 9. August zeigt: Frauen von Altersarmut verst\u00e4rkt bedroht"},"content":{"rendered":"<p>Frauen in \u00d6sterreich erhalten um ca. 1.050 Euro (39,4 Prozent) weniger Pension als M\u00e4nner<\/p>\n<p>Der Equal Pension Day markiert j\u00e4hrlich den Tag, an dem M\u00e4nner bereits so viel Pension bezogen haben wie Frauen erst bis zum Jahresende erhalten haben werden. Im Jahr 2026 ist dies in \u00d6sterreich der 9. August.<\/p>\n<p>Frauen bekommen im Durchschnitt um 39,4 Prozent niedrigere Pensionsbez\u00fcge als M\u00e4nner.<\/p>\n<p>Lohnschere und Pensionsl\u00fccke schlie\u00dfen<\/p>\n<p>\u201eWir wissen, dass Altersarmut \u00fcberwiegend weiblich ist. Das d\u00fcrfen wir nicht einfach so hinnehmen. Es ist einfach nicht zu akzeptieren, dass Frauen eine dramatisch niedrigere Pension erhalten als M\u00e4nner\u201c, bekr\u00e4ftigt Frauenstadtr\u00e4tin Elke Hanel-Torsch anl\u00e4sslich des \u00f6sterreichweiten Equal Pension Day.<\/p>\n<p>\u201eWir wissen, wo es anzusetzen gilt und woran wir weiter intensiv arbeiten m\u00fcssen: faire Einkommen f\u00fcr Frauen! Das ist die Grundvoraussetzung f\u00fcr eine gerechte Pension. Frauen sind nach wie vor mehrfach belastet. Unbezahlte Arbeit wird gr\u00f6\u00dftenteils von Frauen verrichtet. Diese Zeit fehlt beim Lebenseinkommen und wirkt sich gnadenlos auf die monatliche Pensionsh\u00f6he aus. Unser klares Ziel muss es sein, die unbezahlte Care-Arbeit gerecht zu verteilen, um die Lohnschere zu schlie\u00dfen. Denn nur eine gerechte Verteilung der Arbeit gibt Frauen die Sicherheit f\u00fcr ein unabh\u00e4ngiges und selbstbestimmtes Leben \u2013 gerade auch im Alter! Daf\u00fcr brauchen wir gleichen Lohn f\u00fcr gleiche Arbeit und Lohntransparenz\u201c, so Hanel-Torsch.<\/p>\n<p>\u201eWer Altersarmut von Frauen wirklich bek\u00e4mpfen will, muss dort ansetzen, wo sie entsteht: im Erwerbsleben\u201c, fordert AK Pr\u00e4sidentin Renate Anderl. \u201eViele Frauen arbeiten Teilzeit, weil Unternehmen keine Vollzeitstellen anbieten und die Arbeitsbedingungen in vielen Branchen belastend sind. Frauen tragen zudem den Gro\u00dfteil der unbezahlten Arbeit \u2013 sie k\u00fcmmern sich um Kinder, \u00fcbernehmen die Hausarbeit und pflegen Angeh\u00f6rige. Wer heute in Teilzeit gedr\u00e4ngt wird, weniger verdient und mehr unbezahlte Arbeit leistet, hat sp\u00e4ter eine geringere Pension. Solange es keine gerechten Vollzeitangebote gibt und die unbezahlte Arbeit fast ausschlie\u00dflich von Frauen getragen wird, bleibt die Pensionsl\u00fccke bestehen. Wir brauchen gleiche Chancen, bessere Rahmenbedingungen und eine gerechte Verteilung der unbezahlten Arbeit.\u201c<\/p>\n<p>\u201ePolitik und Betriebe m\u00fcssen daf\u00fcr sorgen, dass Arbeiten bis zur Pension m\u00f6glich ist, hier gilt es an mehreren Hebeln anzusetzen. Transparenz ist ein wesentlicher Schl\u00fcssel zu mehr Gerechtigkeit. Nur wenn Entgeltstrukturen transparent sind und daher nachvollziehbar ist, wer warum wie viel verdient, kann die Lohnschere geschlossen werden\u201c, fordert Christa H\u00f6rmann, gesch\u00e4ftsf\u00fchrende \u00d6GB-Vizepr\u00e4sidentin und -Frauenvorsitzende einmal mehr die rasche Umsetzung der EU-Lohntransparenzrichtlinie. Nat\u00fcrlich braucht es auch gute Arbeitsbedingungen, pr\u00e4ventive Gesundheitsf\u00f6rderung und altersgerechte L\u00f6sungen. Ebenso wesentlich zur Schlie\u00dfung der Lohnschere und der Pensionsl\u00fccke ist es, Rahmenbedingungen f\u00fcr echte Gleichstellung von M\u00e4nnern und Frauen im Berufsleben zu schaffen: Das funktioniert nur wenn es in \u00d6sterreich leistbare Kinderbetreuungspl\u00e4tzen gibt. Kinderbetreuung ist keine Privatsache, alle Frauen sollen die M\u00f6glichkeit zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie bekommen&#8220;, so H\u00f6rmann.<\/p>\n<p>Unbezahlte Arbeit wirkt sich auf Einkommen und Pension aus<\/p>\n<p>Frauen beziehen eine wesentlich niedrigere Pension als M\u00e4nner. Je h\u00f6her das monatliche Erwerbseinkommen ist und umso mehr Beitragsmonate geleistet werden, umso h\u00f6her ist auch die sp\u00e4tere Pension. W\u00e4hrend ihrer Erwerbst\u00e4tigkeit verdienen Frauen jedoch weniger als M\u00e4nner und zahlen daher niedrigere Beitr\u00e4ge in die Pensionskasse ein.<\/p>\n<p>Frauen leisten zudem mehr unbezahlte Arbeit, wodurch die Vereinbarkeit von Arbeit und Familie schwieriger wird. Das ist einer der Gr\u00fcnde, warum viele Frauen in Teilzeit arbeiten \u2013 allerdings verringert jedes Jahr in Teilzeit- statt Vollzeit-Besch\u00e4ftigung die sp\u00e4tere Pensionsh\u00f6he. W\u00e4hrend M\u00e4nner in \u00d6sterreich im Durchschnitt aller Alterspensionen gerundet monatlich 2.664 Euro beziehen, erhalten Frauen gerundet mit 1.614 Euro um ca. 1.050 Euro weniger.<\/p>\n<p>In Wien sind die Pensionen von Frauen h\u00f6her als im Rest \u00d6sterreichs<\/p>\n<p>Frauen in Wien beziehen mit 1.834 Euro pro Monat \u00f6sterreichweit die h\u00f6chste Pension. In Wien liegt der Pensionsunterschied zwischen Frauen und M\u00e4nnern bei 27,4 Prozent. So findet in Wien auch der sp\u00e4teste Equal Pension Day \u00d6sterreichs statt: am 21. September.<\/p>\n<p>Informationsoffensive am 7.8. auf der Mariahilfer Stra\u00dfe und online<\/p>\n<p>Das Frauenservice Wien informiert in Kooperation mit den \u00d6GB-Frauen und der AK Wien &#8211; Frauen und Gleichstellungspolitik, anl\u00e4sslich des \u00f6sterreichweiten Equal Pension Days am Freitag, den 7.8.2026 von 11 Uhr bis 14 Uhr auf der Mariahilfer Stra\u00dfe (H\u00f6he Nr. 45) zum Thema. Der St\u00e4dtebund unterst\u00fctzt auch heuer wieder mit Informationsmaterialien zum Thema Pensionen und Einkommensgerechtigkeit.<\/p>\n<p>Alle Alterspensionen<\/p>\n<p>\u00d6sterreich\/Wien<\/p>\n<p>Alle Alterspensionen monatlich: 2.060\/2.103<\/p>\n<p>M\u00e4nner: 2.664\/2.527<\/p>\n<p>Frauen: 1.614\/1.834<\/p>\n<p>Differenz in Prozent\/&#8220;Pension Gap&#8220;: 39,4\/27,4<\/p>\n<p>Pension Gap in Tagen (= Minus): 144\/100<\/p>\n<p>Equal Pension Day 2025: 07.08.\/19.09.<\/p>\n<p>Im Vergleich zu 2025: +2\/+2<\/p>\n<p>Berechnung: MA 23 &#8211; Wirtschaft, Arbeit und Statistik der Stadt Wien<\/p>\n<p>Verbesserung Equal Pension Day in Tagen 2015 &#8211; 2026<\/p>\n<p>2015\/2026<\/p>\n<p>Wien: 31 Tage &#8211; 21.08.\/21.09.<\/p>\n<p>Burgenland: 23 Tage &#8211; 15.07.\/07.08.<\/p>\n<p>Nieder\u00f6sterreich: 18 Tage &#8211; 21.07.\/08.08.<\/p>\n<p>\u00d6sterreich: 14 Tage &#8211; 26.07.\/09.08.<\/p>\n<p>Ober\u00f6sterreich: 13 Tage &#8211; 07.07.\/20.07.<\/p>\n<p>Steiermark: 12 Tage &#8211; 21.07.\/02.08.<\/p>\n<p>Salzburg: 11 Tage &#8211; 25.07.\/05.08.<\/p>\n<p>Vorarlberg: 11 Tage &#8211; 03.07.\/14.07.<\/p>\n<p>K\u00e4rnten: 9 Tage &#8211; 02.08.\/11.08.<\/p>\n<p>Tirol: 6 Tag &#8211; 19.07.\/25.07.<\/p>\n<p>Die Kampagne des \u00d6sterreichischen St\u00e4dtebundes informiert u.a. mit einem Erkl\u00e4rvideo: <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" href=\"https:\/\/www.staedtebund.gv.at\/equal-pension-day\/\"><a href=\"https:\/\/www.staedtebund.gv.at\/equal-pension-day\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">https:\/\/www.staedtebund.gv.at\/equal-pension-day\/<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Frauen in \u00d6sterreich erhalten um ca. 1.050 Euro (39,4 Prozent) weniger Pension als M\u00e4nner Der Equal Pension Day&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":317699,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[6],"tags":[26393,26395,7214,46,42,44,26394,43,45,9178],"class_list":["post-317698","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-oesterreich","tag-apa","tag-apa-ots","tag-arbeit","tag-at","tag-austria","tag-oesterreich","tag-ots","tag-republic-of-austria","tag-republik-oesterreich","tag-wohnbau"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/117047690771486056","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/317698","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=317698"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/317698\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/317699"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=317698"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=317698"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=317698"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}