{"id":317788,"date":"2026-08-06T09:40:10","date_gmt":"2026-08-06T09:40:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/317788\/"},"modified":"2026-08-06T09:40:10","modified_gmt":"2026-08-06T09:40:10","slug":"19-mehrwertsteuer-auf-alles-deutscher-top-oekonom-gegen-europa-trend","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/317788\/","title":{"rendered":"19 % Mehrwertsteuer auf alles? Deutscher Top-\u00d6konom gegen Europa-Trend"},"content":{"rendered":"<p>Top-\u00d6konom Clemens Fuest vom Leibniz-Institut f\u00fcr Wirtschaftsforschung an der Universit\u00e4t M\u00fcnchen (kurz: Ifo-Institut) fordert, die erm\u00e4\u00dfigte <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/search?query=Mehrwertsteuer\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Mehrwertsteuer<\/a> von sieben Prozent in Deutschland abzuschaffen und auf alles den &#8222;normalen&#8220; Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent zu erheben. Dadurch k\u00f6nnte der Staat mehr Geld einnehmen und das derzeit sehr komplizierte Steuersystem w\u00fcrde vereinfacht. <\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>Der Ifo-Chef sagt selbst, dass durch seinen Vorschlag alles teurer w\u00fcrde, aber Haushalte mit niedrigerem Einkommen sollten von der Regierung 360 Euro pro Jahr als Entlastung bekommen. Clemens Fuest erkl\u00e4rt im Interview mit Bild: &#8222;Belastet w\u00fcrde vor allem die H\u00e4lfte der Bev\u00f6lkerung mit den h\u00f6heren Einkommen, also mit Bruttoeinkommen \u00fcber circa 55.000 Euro.&#8220;<\/p>\n<p>Wo gilt die reduzierte Mehrwertsteuer von 7 Prozent?<\/p>\n<p>Die Mehrwertsteuer (MwSt) hei\u00dft eigentlich Umsatzsteuer (USt) und betr\u00e4gt derzeit in Deutschland 19 Prozent. Sie wird immer dann f\u00e4llig, wenn eine Dienstleistung erbracht oder eine Ware verkauft wird.<\/p>\n<p>Um Verbraucherinnen und Verbraucher zu entlasten, gibt es seit 1983 eine erm\u00e4\u00dfigte Mehrwertsteuer von 7 Prozent beispielsweise auf Grundnahrungsmittel und B\u00fccher.<\/p>\n<p>\u00d6konom Clemens Fuest geht allerdings davon aus, dass die Unternehmen die h\u00f6here Steuer nicht gleich in vollem Umfang auf die Preise anrechnen w\u00fcrden. <\/p>\n<p>Theoretisch w\u00fcrden nach Berechungen des Magazin Focus ein halbes Kilo Hackfleisch um 56 Cent, ein Kilo \u00c4pfel um 36 Cent und ein Liter Milch um 12 Prozent teurer.<\/p>\n<p>Auf dem Kassenzettel k\u00f6nnen Sie nachlesen, wie viel Steuer sie auf die einzelnen Produkte bezahlt haben. So gilt nicht nur f\u00fcr Brot, sondern auch f\u00fcr Schokolade die g\u00fcnstigere MwST von 7 Prozent, w\u00e4hrend auch Getr\u00e4nke ohne Zucker mit 19 Prozent besteuert werden.<\/p>\n<p>Mit der erm\u00e4\u00dfigten MwST sollte der Gastronomie geholfen werden. Seit dem 1. Januar 2026 gilt f\u00fcr Restaurants in Deutschland deshalb dauerhaft der erm\u00e4\u00dfigte Mehrwertsteuersatz von 7 Prozent, allerdings unterliegen Getr\u00e4nke weiterhin dem regul\u00e4ren Steuersatz von 19 Prozent. <\/p>\n<p>Und es gibt einige Ungereimtheiten. Bei To go oder bei Lieferung werden Milch und Milchmischgetr\u00e4nke mit mindestens 75 Prozent Milchanteil beg\u00fcnstigt und k\u00f6nnen mit 7 Prozent besteuert werden.<\/p>\n<p>Die niedrigere Mehrwertsteuer gilt auch f\u00fcr einige lebende Tiere wie Bienen, Hausschweine, Hausrinder, G\u00e4nse, H\u00fchner und Blindenhunde.<\/p>\n<p>Ein anderer Trend in Europa?<\/p>\n<p>Da die Inflation vor allem wegen <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/search?query=Benzinpreis\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">steigender Energiekosten<\/a> zuletzt wieder gestiegen war, zeichnet sich in Europa eher ein anderer Trend ab, als der Weg, den Clemens Fuest vorschl\u00e4gt. Zwar gibt es in D\u00e4nemark, einem Land, das der Ifo-Chef f\u00fcr ein Vorbild h\u00e4lt, eine Umsatzsteuer von 25 Prozent auf fast alles, doch beispielsweise in Schweden gelten geringere Steuers\u00e4tze f\u00fcr Lebensmittel und andere Waren.<\/p>\n<p>Die Regierung in Wien hat &#8222;zur St\u00e4rkung des wirtschaftlichen Aufschwungs&#8220; zum 1. Juli 2026 die Mehrwertsteuer auf Milch, Butter, Joghurt, Eier, frisches Obst, frisches Gem\u00fcse, Reis, Mehl, Nudeln, Brot, Geb\u00e4ck und Speisesalz auf 4,9 Prozent gesenkt. <\/p>\n<p>Finanz-Staatssekret\u00e4rin Barbara Eibinger-Miedl erkl\u00e4rt: &#8222;Mit der Senkung der Mehrwertsteuer auf ausgew\u00e4hlte Lebensmittel setzen wir einen weiteren Schritt zur Entlastung der \u00d6sterreicherinnen und \u00d6sterreicher. F\u00fcr einen durchschnittlichen Haushalt bedeutet das rund 100 Euro Steuerersparnis im Jahr \u2013 durch einen Warenkorb, der bewusst auf Grundnahrungsmittel mit einem klaren Fokus auf heimischen Lebensmitteln ausgerichtet ist.&#8220;<\/p>\n<p>In \u00d6sterreich liegt die Umsatzsteuer grunds\u00e4tzlich bei 20 Prozent. Auf Lebensmittel, Medikamente, B\u00fccher, Zeitschriften, Mieten, \u00d6PNV und Wasser werden aber nur 10 Prozent erhoben.<\/p>\n<p>In der Schweiz betr\u00e4gt die Mehrwertsteuer 8,1 Prozent, doch um den Tourismus zu f\u00f6rdern, gilt f\u00fcr die Beherbergung ein niedrigerer Satz von 3,8 Prozent. Eine reduzierte Mehrwertsteuer von nur 2,6 Prozent betrifft Lebensmittel, Vieh, Futtermittel, Getreide, B\u00fccher und Zeitschriften und einiges mehr.<\/p>\n<p>Schon in den ersten Tagen seiner Amtszeit hat der neue britische Premierminister <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/business\/2026\/07\/22\/neuer-britischer-premier-setzt-auf-entlastungsregierung-mit-mehrwertsteuersenkung-und-tick\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Senkungen der Mehrwertsteuer<\/a> angek\u00fcndigt. Ein erkl\u00e4rtes Ziel des Labour-Politikers Andy Burnham ist es, die Lebenshaltungskosten f\u00fcr die Menschen in Gro\u00dfbritannien zu senken.<\/p>\n<p>In Griechenland hat die Regierung des konservativen Ministerpr\u00e4sidenten Kyriakos Mitsotakis in Zusammenarbeit mit dem Verband der Superm\u00e4rkte <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/business\/2025\/10\/17\/inflation-griechenland\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">die Preise f\u00fcr 2.000 Produkte gesenkt<\/a>. Als Grund f\u00fcr diesen Schritt nennen die Verantwortlichen &#8222;die Inflationskrise, die Energiekrise und die Auswirkungen des Klimawandels auf die Nahrungsmittelversorgung, die auf internationaler Ebene entstehen&#8220;.<\/p>\n<p>Weitere Quellen \u2022 BILD, Focus<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Top-\u00d6konom Clemens Fuest vom Leibniz-Institut f\u00fcr Wirtschaftsforschung an der Universit\u00e4t M\u00fcnchen (kurz: Ifo-Institut) fordert, die erm\u00e4\u00dfigte Mehrwertsteuer von&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":317789,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[3],"tags":[20075,257,76,75,74,1311,1940,2330,255],"class_list":["post-317788","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-europa","tag-armut","tag-deutschland","tag-eu","tag-europa","tag-europe","tag-inflation","tag-lebensmittel","tag-steuern","tag-wirtschaft"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/117047907697674249","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/317788","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=317788"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/317788\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/317789"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=317788"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=317788"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=317788"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}