{"id":317976,"date":"2026-08-06T11:40:08","date_gmt":"2026-08-06T11:40:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/317976\/"},"modified":"2026-08-06T11:40:08","modified_gmt":"2026-08-06T11:40:08","slug":"hitze-und-niedrigwasser-an-der-donau-lage-bleibt-angespannt-wkoe-unterstuetzt-heimische-betriebe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/317976\/","title":{"rendered":"Hitze und Niedrigwasser an der Donau: Lage bleibt angespannt, WK\u00d6 unterst\u00fctzt heimische Betriebe"},"content":{"rendered":"<p>Die Donau z\u00e4hlt zu den wichtigsten Verkehrs- und Versorgungsachsen Europas und ist insbesondere f\u00fcr die Wirtschaften der Donauregion von zentraler Bedeutung. Zahlreiche \u00f6sterreichische Unternehmen in der Region verfolgen daher aufmerksam, wie sich Hitze und niedrige Wasserst\u00e4nde auf ihre M\u00e4rkte auswirken. Eine Blitzumfrage der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA unter den Au\u00dfenwirtschaftsCentern in Ungarn, Serbien, Rum\u00e4nien und Bulgarien zeigt: Die Auswirkungen unterscheiden sich je nach Markt deutlich. W\u00e4hrend in Ungarn vor allem die Energieversorgung im Mittelpunkt steht und Serbien den Schiffsverkehr eingeschr\u00e4nkt hat, werden f\u00fcr Rum\u00e4nien und Bulgarien indirekte Folgen erwartet. Die WK\u00d6 unterst\u00fctzt mit ihrer AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA die \u00f6sterreichischen Unternehmen vor Ort als verl\u00e4sslicher Partner. Heimische Betriebe k\u00f6nnen jederzeit die Au\u00dfenwirtschaftsCenter in Budapest, Belgrad, Bukarest und Sofia kontaktieren.<\/p>\n<p>F\u00fcr \u00d6sterreichs Wirtschaft ist die Entwicklung in der Region besonders relevant: In Ungarn sind rund 1.400 \u00f6sterreichische Niederlassungen aktiv, in Serbien etwa 870, in Rum\u00e4nien mehr als 700 und in Bulgarien knapp 350. Viele davon sind in den Bereichen Dienstleistungen, Industrie, Baustoffe sowie Logistik und Transport t\u00e4tig. Die Au\u00dfenwirtschaftsCenter der Wirtschaftskammer \u00d6sterreich (WK\u00d6) stehen in engem Austausch mit den \u00f6sterreichischen Unternehmen vor Ort und beobachten die Entwicklung laufend. Wie unterschiedlich sich die Situation zu Wochenmitte darstellte, zeigen die R\u00fcckmeldungen aus den einzelnen M\u00e4rkten.<\/p>\n<p>Ungarn: Energieversorgung im Fokus<\/p>\n<p>In Ungarn ist die Lage derzeit am angespanntesten. Eine Schl\u00fcsselrolle spielt das Kernkraftwerk Paks, das \u00fcblicherweise rund 45 bis 50 Prozent der ungarischen Stromerzeugung liefert. Nachdem sich der Wasserstand der Donau im Bereich des Kraftwerks Mitte der Woche stabilisiert und leicht erh\u00f6ht hatte, konnte der Weiterbetrieb der letzten Turbine vorerst gesichert werden. Trotz dieser leichten Entspannung bleibt die Entwicklung vom weiteren Verlauf des Wasserstands abh\u00e4ngig. Sollte dieser erneut kritisch sinken, w\u00e4ren kurzfristige weitere Einschr\u00e4nkungen des Kraftwerksbetriebs nicht auszuschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Die Regierung setzt bislang auf freiwillige Verbrauchsreduktionen. Nach offiziellen Angaben haben Unternehmen \u2013 darunter auch \u00f6sterreichische Niederlassungen \u2013 Einsparungen von insgesamt mehr als 600 Megawatt zugesagt. Dadurch liegt die Netzbelastung derzeit unter den urspr\u00fcnglichen Prognosen.<\/p>\n<p>Im Transportbereich sind die Folgen bislang geringer. Um die Stromversorgung in den Abendstunden zu stabilisieren, wurde der Schieneng\u00fcterverkehr zwischen 17 und 22 Uhr vor\u00fcbergehend eingeschr\u00e4nkt. Dar\u00fcber hinaus werden Elektrobusse verst\u00e4rkt nachts geladen, zudem bleibt die Beleuchtung zahlreicher staatlicher Geb\u00e4ude und Br\u00fccken zeitweise abgeschaltet.<\/p>\n<p>Sollten die freiwilligen Einsparungen jedoch nicht ausreichen, k\u00f6nnte die Regierung auch verpflichtende Lastreduktionen f\u00fcr Gro\u00dfverbraucher anordnen. Konkrete Auswirkungen auf \u00f6sterreichische Unternehmen liegen bisher nicht vor. \u201eDerzeit gehen wir von einer vor\u00fcbergehenden, zeitlich begrenzten Herausforderung aus, wobei die weitere Entwicklung stark von den Wetterbedingungen und dem Wasserstand der Donau abh\u00e4ngt. Sollte die Situation l\u00e4nger anhalten, k\u00f6nnten sich Auswirkungen auf energieintensive Branchen ergeben&#8220;, erkl\u00e4rt die stellvertretende WK\u00d6-Wirtschaftsdelegierte in Budapest, Claudia Angermayr. Das Au\u00dfenwirtschaftsCenter Budapest verfolgt die Entwicklungen laufend und ist erster Ansprechpartner f\u00fcr \u00f6sterreichische Unternehmen vor Ort.<\/p>\n<p>Serbien: Schifffahrt eingeschr\u00e4nkt<\/p>\n<p>In Serbien machen sich die niedrigen Wasserst\u00e4nde vor allem im Transport bemerkbar. Die Schifffahrt ist aufgrund des geringeren Tiefgangs eingeschr\u00e4nkt, Schiffe k\u00f6nnen weniger Ladung transportieren. Das f\u00fchrt zu zus\u00e4tzlichen Fahrten, l\u00e4ngeren Lieferzeiten und h\u00f6heren Kosten.<\/p>\n<p>Auch die Stromproduktion der Donaukraftwerke D\u0335erdap ist zur\u00fcckgegangen. Beim W\u00e4rmekraftwerk Kostolac kam es aufgrund des geringeren K\u00fchlwasserangebots zeitweise zu Leistungseinschr\u00e4nkungen. Die Energieversorgung gilt derzeit dennoch als gesichert, wenngleich Kosten- und Versorgungsrisiken gestiegen sind.<\/p>\n<p>Bislang gibt es keine Hinweise auf Produktionsstillst\u00e4nde oder gr\u00f6\u00dfere Produktionsanpassungen \u00f6sterreichischer Unternehmen. \u201eHeimische Betriebe sp\u00fcren l\u00e4ngere Lieferzeiten, h\u00f6here Transport- und Energiekosten sowie eine geringere Planungssicherheit&#8220;, betont J\u00fcrgen Schreder, WK\u00d6-Wirtschaftsdelegierter in Belgrad. Besonders stark wirken sich die Beeintr\u00e4chtigungen auf Logistik, Energie, Bauwirtschaft, Metall- und Maschinenbau sowie auf Unternehmen aus, die schwere G\u00fcter oder Rohstoffe \u00fcber die Donau transportieren.<\/p>\n<p>Nach Einsch\u00e4tzung von Expert:innen k\u00f6nnte die angespannte Lage bis September anhalten. Das Au\u00dfenwirtschaftsCenter in Belgrad verfolgt die Entwicklung laufend und unterst\u00fctzt \u00f6sterreichische Betriebe bei Fragen zu Lieferketten und alternativen Transportwegen.<\/p>\n<p>Rum\u00e4nien und Bulgarien: Vor allem indirekte Auswirkungen<\/p>\n<p>In Rum\u00e4nien ist die Lage derzeit weniger kritisch. Ein Block des an der Donau gelegenen Atomkraftwerks wurde zwar au\u00dfer Betrieb genommen, der zweite Reaktor ist jedoch weiterhin in Betrieb. Zudem wurde die Stilllegung von Kohlekraftwerken verschoben und der Ausbau der Photovoltaik weiter vorangetrieben.<\/p>\n<p>\u201eDie heimischen Betriebe, die vor Ort aktiv sind, sorgen sich vor allem um die m\u00f6glichen indirekten Folgen der Krise&#8220;, erkl\u00e4rt Christoph Grabmayr, WK\u00d6-Wirtschaftsdelegierter in Bukarest. Eine schw\u00e4chere Ernte k\u00f6nnte die bereits hohe Inflation weiter anheizen und damit die gesamte Wirtschaft belasten.<\/p>\n<p>Auch in Bulgarien bleibt das Kernkraftwerk Kozloduy uneingeschr\u00e4nkt in Betrieb. Gleichzeitig profitiert das Land vom starken Ausbau der Photovoltaik und von Batteriespeichern, wodurch die Stromversorgung derzeit als stabil gilt. <\/p>\n<p>\u201eDie negativen Auswirkungen des niedrigen Wasserstands auf die Wirtschaft halten sich in Grenzen. Die Energiepreise sind weiterhin niedrig, und der Transport auf der Donau spielt f\u00fcr \u00f6sterreichische Unternehmen eine deutlich geringere Rolle als Stra\u00dfe und Schiene&#8220;, sagt der WK\u00d6-Wirtschaftsdelegierte in Sofia Philippe Kupfer.<\/p>\n<p>Als l\u00e4ngerfristige Herausforderung werden in Bulgarien hingegen D\u00fcrre, Wasserknappheit und die steigende Waldbrandgefahr gesehen, insbesondere f\u00fcr Landwirtschaft, Lebensmittelproduktion und Holzwirtschaft.<\/p>\n<p>Die AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA der WK\u00d6 beobachtet die Entwicklung in den Donaum\u00e4rkten gemeinsam mit ihren Au\u00dfenwirtschaftsCentern laufend und versorgt \u00f6sterreichischen Unternehmen vor Ort mit aktuellen Informationen und Einsch\u00e4tzungen. (PWK371\/ST)<\/p>\n<p>Au\u00dfenwirtschaftsCenter Budapest: <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" href=\"http:\/\/www.wko.at\/aussenwirtschaft\/ungarn\">www.wko.at\/aussenwirtschaft\/ungarn<\/a><\/p>\n<p>Au\u00dfenwirtschaftsCenter Belgrad: <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" href=\"http:\/\/www.wko.at\/aussenwirtschaft\/serbien\">www.wko.at\/aussenwirtschaft\/serbien<\/a><\/p>\n<p>Au\u00dfenwirtschaftsCenter Bukarest: <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" href=\"http:\/\/www.wko.at\/aussenwirtschaft\/rumaenien\">www.wko.at\/aussenwirtschaft\/rumaenien<\/a><\/p>\n<p>Au\u00dfenwirtschaftsCenter Sofia: <a target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" href=\"http:\/\/www.wko.at\/aussenwirtschaft\/bulgarien\">www.wko.at\/aussenwirtschaft\/bulgarien<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Donau z\u00e4hlt zu den wichtigsten Verkehrs- und Versorgungsachsen Europas und ist insbesondere f\u00fcr die Wirtschaften der Donauregion&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":317977,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[8],"tags":[22691,26393,26395,1232,57817,15452,2875,22414,40,41,82251,26394,39,38,93,877],"class_list":["post-317976","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-nachrichten","tag-wkoe","tag-apa","tag-apa-ots","tag-aussenhandel","tag-aussenwirtschaft-austria","tag-donau","tag-energie","tag-hitze","tag-nachrichten","tag-news","tag-niedrigwasser","tag-ots","tag-schlagzeilen","tag-top-meldungen","tag-unternehmen","tag-wirtschaft-und-finanzen"],"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/317976","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=317976"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/317976\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/317977"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=317976"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=317976"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=317976"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}