{"id":318106,"date":"2026-08-06T12:59:10","date_gmt":"2026-08-06T12:59:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/318106\/"},"modified":"2026-08-06T12:59:10","modified_gmt":"2026-08-06T12:59:10","slug":"jku-linz-entwickelt-ki-system-zur-waldbrand-frueherkennung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/318106\/","title":{"rendered":"JKU Linz entwickelt KI-System zur Waldbrand-Fr\u00fcherkennung"},"content":{"rendered":"<p> O\u00d6\/LINZ\/SANKT AGATHA. Eine neue Entwicklung der JKU Linz soll helfen, Waldbrand-Gefahrenherde fr\u00fchzeitig zu erkennen. <\/p>\n<p>Ein Forschungsteam der JKU Linz hat ein neues System zur Fr\u00fcherkennung von Waldbr\u00e4nden entwickelt. Es soll mit Drohnen selbst jene Brandherde aufsp\u00fcren, die unter einem dichten Bl\u00e4tterdach verborgen liegen. In Feldversuchen wurden versteckte Hitzequellen bis zu 12,8-mal genauer rekonstruiert als mit bisherigen Verfahren.<\/p>\n<p>Gerade glimmende Boden- und Erdfeuer sind f\u00fcr Satelliten, Sensoren und herk\u00f6mmliche W\u00e4rmebilddrohnen oft kaum zu erkennen. Die Baumkronen blockieren die Sicht auf den Waldboden. Dabei ist eine fr\u00fche Entdeckung entscheidend: Kleine und begrenzte Br\u00e4nde lassen sich dann meist noch wirksam bek\u00e4mpfen.<\/p>\n<p>Gemeinsam mit Feuerwehr entwickelt<\/p>\n<p>Entwickelt wurde das System von einem Forschungsteam f\u00fcr Computergrafik der JKU in Zusammenarbeit mit dem Landesfeuerwehrkommando Ober\u00f6sterreich und der Feuerwehr St. Agatha. Mithilfe einer neuartigen Kombination aus intelligenter Signalverarbeitung und K\u00fcnstlicher Intelligenz k\u00f6nnen Drohnen buchst\u00e4blich \u201edurch das Laub hindurchsehen\u201c und die Bodentemperatur recht genau absch\u00e4tzen sowie versteckte Brandherde in Echtzeit rekonstruieren.<\/p>\n<p>Das neue Verfahren nutzt die von der JKU bereits vor einigen Jahren entwickelte Airborne Optical Sectioning (AOS) Methode, um die Verdeckung der Waldvegetation wegzurechnen. <\/p>\n<p>Zun\u00e4chst werden st\u00f6rende Einfl\u00fcsse der Vegetation aus den Aufnahmen herausgerechnet. Anschlie\u00dfend korrigiert eine speziell trainierte KI die unscharfen Hitzesignale. So kann sie die Bodentemperatur sowie die Form und Ausdehnung eines Brandherdes rekonstruieren.<\/p>\n<p>\u201eDas System zeigt nicht nur, dass es brennt, sondern liefert auch die exakte Ausdehnung und Form des Feuers. Das ist mit herk\u00f6mmlicher Technik bei dichtem Kronendach unm\u00f6glich\u201c, erkl\u00e4rt Oliver Bimber vom JKU Institut f\u00fcr Computergrafik.<\/p>\n<p>F\u00fcr das Training der KI nutzten die Forschenden W\u00e4rmebilder eines Bergwaldbrandes in \u00d6sterreich. Mit KI-Bildgeneratoren entstanden daraus zehntausende k\u00fcnstliche Feuerszenarien. In Simulationen lernte das System, wie Hitzesignale durch unterschiedlich dichte W\u00e4lder dringen.<\/p>\n<p>M\u00f6gliche Nutzung auf \u00dcberwachungsdrohnen<\/p>\n<p>Da das Verfahren extrem schnell und vollautomatisch arbeitet, k\u00f6nnte es in Zukunft auf \u00dcberwachungsdrohnen installiert werden, die gro\u00dfe Waldgebiete autonom patrouillieren und Alarm schlagen, noch bevor der erste Rauch aufsteigt, hei\u00dft es seitens der JKU.\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"O\u00d6\/LINZ\/SANKT AGATHA. Eine neue Entwicklung der JKU Linz soll helfen, Waldbrand-Gefahrenherde fr\u00fchzeitig zu erkennen. 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