{"id":318462,"date":"2026-08-06T16:26:12","date_gmt":"2026-08-06T16:26:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/318462\/"},"modified":"2026-08-06T16:26:12","modified_gmt":"2026-08-06T16:26:12","slug":"marokkaner-in-sozialen-medien-erneut-zum-grenzuebertritt-nach-ceuta-aufgerufen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/318462\/","title":{"rendered":"Marokkaner in sozialen Medien erneut zum Grenz\u00fcbertritt nach Ceuta aufgerufen"},"content":{"rendered":"<p _ngcontent-tt-com-www-c3219541002=\"\" data-cy=\"preamble\">Erst am Dienstag hatten sich die EU-Innenminister auf eine bessere \u00dcberwachung der sozialen Netzwerke geeinigt, um Masseneinwanderungen wie vergangene Woche in den spanischen Exklaven in Afrika vorzubeugen. Zu Recht, wie sich zeigt. <\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Wie es aussieht, plant Marokkos Jugend im Internet bereits einen neuen Ansturm auf die spanische Nordafrika-Exklave. Es gibt sogar ein konkretes Datum \u2013 der 15. August. \u201eBr\u00fcder, 15.08.2026\u201c, \u201eWir sehen uns dort am 15.! Seid p\u00fcnktlich!\u201c. Vor allem \u00fcber Instagram, Facebook, TikTok und Whatsapp-Foren laufen die Aufrufe, an diesem Tag einen erneuten Ansturm auf Ceuta zu organisieren. Gro\u00dfe spanische Tageszeitungen wie El Pa\u00eds und ABC haben anscheinend Zugriff auf Facebook-Gruppen mit fast 400.000 Mitgliedern und neun WhatsApp-Gruppen mit mehreren Hundert Personen.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">\u201eMarokkos Jugend ist sehr gut \u00fcber soziale Netzwerke organisiert und vernetzt. In l\u00e4ndlichen und \u00e4rmeren Regionen haben viele nicht einmal die wichtigsten Grundnahrungsmittel, aber \u00fcber Internet verf\u00fcgen sie fast alle\u201c, erkl\u00e4rt die spanische Soziologin Mar\u00eda Guevara von der Universit\u00e4t Pablo de Olavide in Sevilla im Gespr\u00e4ch mit der APA. Dadurch konnten sich die Jugendlichen vergangene Woche gut f\u00fcr einen gemeinsamen Ansturm auf Ceuta organisieren.<\/p>\n<p>Fake News und Manipulationen auf sozialen Medien<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">\u201eDie Abh\u00e4ngigkeit von Informationen \u00fcber die sozialen Medien wirft aber auch das Problem auf, dass sie leicht Fake News und Manipulationen auf dem Leim gehen\u201c, so Guevara, die seit Jahren \u00fcber den Gebrauch und Nutzen sozialer Medien durch Marokkos Jugend forscht. Dabei best\u00e4tigte Spaniens Geheimdienst CNI bereits, dass die Jugendlichen auch vergangene Woche Fehlinformationen von Schlepperbanden Glauben schenken. Diese versicherten, es w\u00e4re nach einem j\u00fcngsten Urteil des Spanischen Obersten Gerichtshof nun der perfekte Moment, um nach Ceuta einzudringen, da hier die sonst f\u00fcr Marokkaner \u00fcblichen direkten R\u00fcckf\u00fchrungen ausgesetzt worden seien, was nicht stimmt.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Unterdessen fand das spanische KI-Unternehmen \u201eGolden Owl\u201c aus Alicante heraus: Es sind anscheinend die gleichen \u201eUser\u201c, die vergangene Woche den Grenz\u00fcbertritt von rund 72.000 haupts\u00e4chlich junge Marokkanern ausl\u00f6sten und nun \u00fcber dieselben Foren und Kan\u00e4le auch den neuen Ansturm f\u00fcr den 15. August vorbereiten.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">In den Tagen vor dem Massenansturm am 30. Juli kursierten \u00e4hnliche Nachrichten, die Menschen dazu aufriefen, sich im Viertel Castillejos an der Grenze zu versammeln, um gemeinsam nach Ceuta zu gelangen. So nehmen die spanischen Beh\u00f6rden die aktuellen Nachrichten in den sozialen Medien \u00fcber einen neuen Versuch am 15. August auch sehr ernst.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Um einen erneuten Massenansturm zu erschweren, installierten die Beh\u00f6rden bereits eine sich 500 Meter ins Meer ziehende, l\u00e4ngliche Bojen-Struktur. Der aufblasbare Schwimmk\u00f6rper wird zwar kaum verhindern k\u00f6nnen, dass die Menschen die 300 Meter vom marokkanischen Strand zur spanischen Seite hin\u00fcberschwimmen. Es ist jedoch ein \u201eGrenzsperrelement\u201c, und der letzte Ansturm wurde vor allem durch das Urteil des Spanischen Obersten Gerichtshofs ausgel\u00f6st, der direkte R\u00fcckf\u00fchrungen an der Grenze zu Ceuta verbot, sollten die Migranten schwimmend das spanische Territorium erreicht haben, ohne Grenzsperren \u00fcberwunden zu haben.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Unterdessen zeigt die j\u00fcngste Auswertung der sozialen Medien durch spanische Leitmedien aber auch, dass nicht wenige anfangen, an den verbreiteten Informationen zu zweifeln. Fast alle Migranten hatten die spanische Nordafrika-Exklave am Samstag bereits nach 24 Stunden wieder verlassen, als sie bemerkten, dass die Versprechen vom problemlosen Transfer aufs spanische Festland frei erfunden waren. Viele Marokkaner dr\u00fcckten gegen\u00fcber Reportern ihre Entt\u00e4uschung aus. Sie dachten, in Ceuta mit offenen Armen empfangen zu werden, weil Spanien Arbeitskr\u00e4fte ben\u00f6tigt.<\/p>\n<p>\u201eNiemand postet negative Dinge \u00fcber sein Leben\u201c<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">Hieran sind erneut die sozialen Medien indirekt schuld, erkl\u00e4rt Expertin Mar\u00eda Guevara: Posts von in Spanien lebenden Freunden, Bekannten und Familienangeh\u00f6rigen seien f\u00fcr die Jugendlichen praktisch die einzige Informationsquelle \u00fcber das Land. \u201eUnd bekanntlich postet fast niemand negative Dinge \u00fcber sein Leben. So wissen die meisten Jugendlichen in Marokko nur wenig \u00fcber Rassismus und die schwierigen Lebens- und Jobbedingungen marokkanischer Migranten in Spanien\u201c, so Sozialforscherin Guevara.<\/p>\n<p _ngcontent-tt-com-www-c3071245697=\"\" data-cy=\"body\">W\u00e4hrend nun die ersten bereits erneut einen Ansturm auf die sensible EU-Au\u00dfengrenze planen, suchen viele in denselben Foren immer noch nach ihren Angeh\u00f6rigen, von denen sie seit dem letzten Ansturm nichts mehr geh\u00f6rt haben. Sie posten Fotos der Vermissten. Eines soll nach Angaben von El Pa\u00eds Mohamed Afasi in Badehose und mit einem Handtuch um den Hals zeigen. Er ist neun Jahre alt und verschwand im Meer, als er mit seiner Mutter am Wellenbrecher vorbeischwimmen wollte. (TT, APA)<\/p>\n<p>shareArtikel teilenhomeZur Startseite<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Erst am Dienstag hatten sich die EU-Innenminister auf eine bessere \u00dcberwachung der sozialen Netzwerke geeinigt, um Masseneinwanderungen wie&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":318463,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[8],"tags":[79674,76,6073,8516,82561,2366,82562,40,41,81232,39,1649,935,38],"class_list":["post-318462","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-nachrichten","tag-ceuta","tag-eu","tag-europapolitik","tag-fake-news","tag-grenzuebertritt","tag-marokko","tag-masseneinwanderung","tag-nachrichten","tag-news","tag-rabat","tag-schlagzeilen","tag-soziale-medien","tag-spanien","tag-top-meldungen"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/117049503506548208","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/318462","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=318462"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/318462\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/318463"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=318462"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=318462"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=318462"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}