{"id":320220,"date":"2026-08-07T12:46:11","date_gmt":"2026-08-07T12:46:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/320220\/"},"modified":"2026-08-07T12:46:11","modified_gmt":"2026-08-07T12:46:11","slug":"judas-priest-wuerdiger-abschluss-der-wiley-konzerte-in-neu-ulm","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/320220\/","title":{"rendered":"Judas Priest: W\u00fcrdiger Abschluss der Wiley-Konzerte in Neu-Ulm"},"content":{"rendered":"<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Keine Frage: Nat\u00fcrlich w\u00fcrden Judas Priest instrumental ein perfektes Konzert abliefern, sie sind schlie\u00dflich erfahrene Profis. Aber wie w\u00fcrde sich S\u00e4nger Rob Halford schlagen? Schlie\u00dflich wird er diesen Monat 75 Jahre alt und seine Kreiss\u00e4genstimme muss irgendwann dem Alter Tribut zollen. Der Auftritt vor knapp 10.000 Fans im Neu-Ulmer Wiley-Sportpark hat gezeigt: Da geht noch was! Es war ein w\u00fcrdiger <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/neu-ulm\/judas-priest-kommen-nach-neu-ulm-112911319\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Abschluss der diesj\u00e4hrigen Wiley-Freiluftkonzerte<\/a> \u2013 wozu auch der Auftritt der ehemaligen Accept-R\u00f6hre Udo Dirkschneider einen erheblichen Teil beigetragen hat.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Auch Helden altern, das ist nun Mal der Lauf der Dinge. Die S\u00e4nger altgedienter Rockbands k\u00f6nnen mit ihrer Stimme irgendwann nicht mehr die einst erreichten H\u00f6hen erklimmen. Dann werden halt die Gitarren etwas tiefer gestimmt und schwierige Vokal-Passagen ein wenig eingeebnet. Manche qu\u00e4len sich dann ebenso gut, es geht noch ein paar Schreie ab, wie etwa Ian Gillan, der mit Deep Purple vor Kurzem in <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/orte\/aa-wiblingen\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Wiblingen<\/a> aufgetreten ist und demn\u00e4chst 81 wird. Da geht schon lange nicht mehr viel.\n  <\/p>\n<p>            Rob Halford hat seine Stimmb\u00e4nder ordentlich gepflegt<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Rob Halford, der mittlerweile wie der Metal-Methusalem aussieht, hat seine Stimmb\u00e4nder besser gepflegt, was einigerma\u00dfen erstaunlich ist, hat er sie doch in den 70er und 80er Jahren mit Alkohol und Drogen traktiert, bis er sich f\u00fcr einen deutlich ges\u00fcnderen Lebenswandel entschied. Er ist eben mit einer au\u00dfergew\u00f6hnlichen Stimme gesegnet, mit der er einerseits knurren kann wie ein zorniger Stra\u00dfenk\u00f6ter und andererseits als menschliche Brandsirene durchgehen kann.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Als die Band exakt nach Zeitplan um 21.15 Uhr in die Show einsteigt, muss er sich bis jetzt nicht sehr anstrengen: Die ersten drei Brecher \u201eYou\u2018ve Got Another Thing Coming\u201c, \u201eMetal Gods\u201c und \u201eBreaking The Law\u201c singt im Prinzip das Publikum alleine. Erst beim f\u00fcnften St\u00fcck \u201eThe Sentinel\u201c l\u00e4sst er die Stimme so richtig in die patentierte Halford-Kreischzone steigen. Dann hat er sich offenbar warmgesungen und gibt immer mal wieder stimmlich Stoff, bis hin zur Hochtempo-Monsternummer \u201ePainkiller\u201c vor der Zugabe. Da l\u00e4sst er nichts vermissen gegen\u00fcber dem Original aus dem Jahr 1990, mit dem Judas Priest all den jungen ungest\u00fcmen Wilden der heranwachsenden Thrash- und Speed-Metal-Bands zeigten, wo im wahrsten Sinne des Wortes der Hammer h\u00e4ngt. Danach atmet Rob Halford sichtlich schwer. Aber: Respekt f\u00fcr diese Leistung!\n  <\/p>\n<p>            Judas Priest bleiben ein hochsolides Qualit\u00e4tsprodukt<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Die Band donnert sich an diesem Abend durch ein weit gefasstes Programm mit 17 Songs aus elf Alben \u2013 auch wenn nicht jedes St\u00fcck heutzutage noch gespielt werden muss, wie das Uraltmetall \u201eThe Ripper\u201c oder das komplett uninteressante \u201eSteeler\u201c, der schw\u00e4chste Song auf dem bahnbrechenden \u201eBritish Steel\u201c-Album, einem Meilenstein der 1980 heranbrandenden New Wave Of British Heavy Metal. Die Band spielt perfekt, die Bluttransfusion mit den zwei j\u00fcngeren Gitarristen Richie Faulkner und Andy Sneap (ist nur Tour-Musiker) hat ihr gut getan. <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/kultur\/judas-priest-in-der-olympiahalle-in-muenchen-die-akustik-miserabel-die-show-gelungen-110170194\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Judas Priest bleiben ein hochsolides Qualit\u00e4tsprodukt<\/a> der britischen Schwermetallindustrie.\n  <\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/dirkschneider.jpg\" alt=\"Udo Dirksschneider sorgte mit mit alten Accept-Nummern f\u00fcr mindestens so gute Stimmung wie der Hauptact Judas Priest.\" title=\"Udo Dirksschneider sorgte mit mit alten Accept-Nummern f\u00fcr mindestens so gute Stimmung wie der Hauptact Judas Priest.\" loading=\"lazy\" class=\"h-full w-full object-cover\"\/><\/p>\n<p>      Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>    Udo Dirksschneider sorgte mit mit alten Accept-Nummern f\u00fcr mindestens so gute Stimmung wie der Hauptact Judas Priest.<br \/>\n    Foto: Reinhard Pfetsch<\/p>\n<p>        Schlie\u00dfen <\/p>\n<p>      Icon Schlie\u00dfen<\/p>\n<p>        Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>        Icon verkleinern<\/p>\n<p>      Icon Pfeil bewegen<\/p>\n<p>    Udo Dirksschneider sorgte mit mit alten Accept-Nummern f\u00fcr mindestens so gute Stimmung wie der Hauptact Judas Priest.<br \/>\n    Foto: Reinhard Pfetsch<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Die Stimmung ist gut, aber nicht wirklich euphorisch, sie h\u00e4ngt sogar zuweilen etwas durch, wenn nicht gerade Stimmungsgranaten wie \u201eTurbo Lover\u201c und \u201eLiving After Midnight\u201c gespielt werden. Da ging es im Vorprogramm mit Udo Dirkschneider besser zur Sache. Der feierte 50 Minuten lang all die alten Accept-Heuler aus den 80ern ab und die Leute sangen und schrieen sich die Stimmb\u00e4nder aus dem Hals. Was soll man auch anderes tun bei \u201ePrincess Of The Dawn\u201c und \u201eBalls To The Wall\u201c? \u00dcbrigens: Dirkschneider ist nur gut ein halbes Jahr j\u00fcnger als Halford. Was macht da die Stimme? Sagen wir so: Auf die kam es bei ihm noch nie so richtig an. Daf\u00fcr war die Stimmung durchgehend gro\u00dfartig.\n  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Keine Frage: Nat\u00fcrlich w\u00fcrden Judas Priest instrumental ein perfektes Konzert abliefern, sie sind schlie\u00dflich erfahrene Profis. 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