{"id":321116,"date":"2026-08-07T21:49:11","date_gmt":"2026-08-07T21:49:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/321116\/"},"modified":"2026-08-07T21:49:11","modified_gmt":"2026-08-07T21:49:11","slug":"sprengstoff-in-konservendose-neue-details-zum-drohnen-vorfall-in-leipzig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/321116\/","title":{"rendered":"Sprengstoff in Konservendose? Neue Details zum Drohnen-Vorfall in Leipzig"},"content":{"rendered":"<p>\n  Von&amp;nbspMaja Kunert\n<\/p>\n<p>\n                    Zuerst ver\u00f6ffentlicht am                 07\/08\/2026 &#8211; 9:30 MESZ\u2022Zuletzt aktualisiert<br \/>\n                                     14:25\n                                        <\/p>\n<p>Nach dem <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/my-europe\/2026\/08\/05\/drohnen-sichtung-airport-leipzighalle-sprengstoff\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Fund einer Drohne mit Sprengvorrichtung am Flughafen Leipzig\/Halle<\/a> ermittelt nun die Bundesanwaltschaft. Das Flugger\u00e4t war in der Nacht zum Mittwoch nahe einer ukrainischen Antonow-Frachtmaschine entdeckt worden. <\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>Ein Mitarbeiter des Flughafens bemerkte die Drohne auf der Start- und Landebahn &#8222;S\u00fcdpiste&#8220; und brachte sie nach Informationen aus Sicherheitskreisen mit einem Fu\u00dftritt zu Boden. Spezialisten der Bundespolizei entfernten anschlie\u00dfend den Z\u00fcnder.<\/p>\n<p>Die Karlsruher Beh\u00f6rde hat den Fall wegen seiner &#8222;besonderen Bedeutung&#8220; von der Generalstaatsanwaltschaft Dresden \u00fcbernommen. Sie ermittelt wegen des Verdachts des versuchten Herbeif\u00fchrens einer Sprengstoffexplosion und eines gef\u00e4hrlichen Eingriffs in den Luftverkehr. Die Bundesanwaltschaft spricht von einem &#8222;schwerwiegenden Angriff auf die Transport- und Logistikinfrastruktur in Deutschland&#8220;.<\/p>\n<p>Am Freitagnachmittag durchk\u00e4mmte eine Hundertschaft der Polizei au\u00dferdem die Nordpiste des Leipziger Flughafens. Diese ist vor\u00fcbergehend gesperrt, der Flugverkehr f\u00fcr regul\u00e4re Passagiere wird davon jedoch nicht beeintr\u00e4chtigt. Nach Angaben der dpa gibt es keine weiteren Informationen dar\u00fcber, wonach genau gesucht wird.<\/p>\n<p>Nationaler Sicherheitsrat ber\u00e4t \u00fcber Vorfall<\/p>\n<p>Auch auf Bundesregierungsebene ist der Fall Thema: Der Nationale Sicherheitsrat hat sich nach Angaben von Regierungssprecher Stefan Kornelius in einer Telefonkonferenz mit dem Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig\/Halle befasst. Die Beratungen fanden unter dem Vorsitz von Bundeskanzler Friedrich Merz statt.<\/p>\n<p>Merz stehe wegen der Ereignisse in Leipzig in &#8222;fortw\u00e4hrendem Austausch&#8220; mit Bundesinnenminister Alexander Dobrindt und weiteren Mitgliedern der Bundesregierung, sagte Kornelius. Angaben zu konkreten Ergebnissen oder Beschl\u00fcssen der Beratungen machte er nicht.<\/p>\n<p>Sprengstoff soll in Konservendose verborgen gewesen sein<\/p>\n<p>Nach Informationen der Bild-Zeitung soll der Sprengstoff in einer handels\u00fcblichen Konservendose versteckt worden sein. Der urspr\u00fcngliche Inhalt der Dose sei entfernt, diese mit dem Plastiksprengstoff Semtex gef\u00fcllt und anschlie\u00dfend wieder verschlossen worden. In den Dosenboden sei dem Bericht zufolge ein Loch f\u00fcr die Montage des Z\u00fcnders gebohrt worden.<\/p>\n<p>Dass Semtex an der Drohne verwendet wurde, berichteten auch der SPIEGEL und andere Medien unter Berufung auf Sicherheitskreise. Nach dpa-Informationen wurden bei dem Sprengsatz Semtex und der stark explosionsgef\u00e4hrliche Sprengstoff PETN festgestellt. Die Ermittlungsbeh\u00f6rden haben sich bislang nicht \u00f6ffentlich zu Details \u00fcber Zusammensetzung und Menge des Sprengstoffs ge\u00e4u\u00dfert.<\/p>\n<p>Ermittler pr\u00fcfen zwei SIM-Karten<\/p>\n<p>Nach Bild-Informationen verf\u00fcgte die Drohne zudem \u00fcber eine Abwurfvorrichtung und zwei SIM-Karten. Die Ermittler pr\u00fcften, ob die Karten f\u00fcr die Steuerung des Flugger\u00e4ts oder f\u00fcr die Ausl\u00f6sung beziehungsweise Kontrolle der Abwurftechnik verwendet wurden.<\/p>\n<p>Auch das ZDF berichtete unter Berufung auf Sicherheitskreise \u00fcber an der Drohne verbaute 5G-Antennen. Diese k\u00f6nnten auf eine Mobilfunksteuerung hindeuten. F\u00fcr die Ermittler ist insbesondere relevant, ob und wie das Flugger\u00e4t aus der Ferne kontrolliert wurde.<\/p>\n<p>Stundenlang nahe Antonow?<\/p>\n<p>Videoaufnahmen vom Flughafengel\u00e4nde sollen nach Angaben der Bild zeigen, dass die Drohne bereits gegen 19.30 Uhr am Standplatz 213 stand. Dem Bericht zufolge befand sie sich dort \u00fcber vier Stunden lang in unmittelbarer N\u00e4he einer ukrainischen Antonow-Frachtmaschine, ehe der Mitarbeiter des Flughafens sie gegen 23.42 Uhr bemerkte und zu Boden brachte.<\/p>\n<p>Der SPIEGEL berichtet au\u00dferdem, an einer Tragfl\u00e4che der Antonow sei ein Teil der Drohne gefunden worden. Das k\u00f6nnte darauf hindeuten, dass sich das Flugger\u00e4t zeitweise unmittelbar \u00fcber dem Flugzeug befand oder mit der Maschine kollidierte. Eine offizielle Best\u00e4tigung dieser Details gibt es bislang nicht.<\/p>\n<p>Unabh\u00e4ngig davon suchen die Beh\u00f6rden weiter nach einem mutma\u00dflich zweiten unbekannten Flugobjekt. Eine Frachtmaschine war nach einem abgebrochenen Landeanflug im erweiterten Bereich des Flughafens mit einem Gegenstand kollidiert. Sie landete anschlie\u00dfend sicher in Hannover, wo leichte Besch\u00e4digungen festgestellt wurden.<\/p>\n<p>Dobrindt spricht von &#8222;neuer Gefahrenqualit\u00e4t&#8220;<\/p>\n<p>Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hatte den Vorfall nach einer Lagebesprechung vor Ort als &#8222;sehr ernsten, sicherheitsrelevanten Vorfall&#8220; bezeichnet. Er sprach von einer &#8222;neuen Gefahrenqualit\u00e4t&#8220; und einem m\u00f6glichen &#8222;hybriden Anschlagsszenario&#8220;. Wer hinter der Tat stehen k\u00f6nnte, ist weiter offen.<\/p>\n<p>Dass der Fund gro\u00dfe Aufmerksamkeit ausl\u00f6st, h\u00e4ngt auch mit dem Ort zusammen: Die Drohne wurde an einem der <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/my-europe\/2026\/08\/06\/sprengstoff-drohne-flughafen-leipzig-halle\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">wichtigsten europ\u00e4ischen Luftfrachtdrehkreuze<\/a> entdeckt, das zugleich f\u00fcr strategische Schwerlast- und Milit\u00e4rtransporte von Bedeutung ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Von&amp;nbspMaja Kunert Zuerst ver\u00f6ffentlicht am 07\/08\/2026 &#8211; 9:30 MESZ\u2022Zuletzt aktualisiert 14:25 Nach dem Fund einer Drohne mit Sprengvorrichtung&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":321117,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[12],"tags":[732,2984,559,16646,40,41,39,66,65,64],"class_list":["post-321116","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-welt","tag-ukraine","tag-drohnen","tag-flughafen","tag-flugzeug","tag-nachrichten","tag-news","tag-schlagzeilen","tag-welt","tag-world","tag-world-news"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/117056436683378986","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/321116","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=321116"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/321116\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/321117"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=321116"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=321116"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=321116"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}