{"id":323651,"date":"2026-08-09T09:12:21","date_gmt":"2026-08-09T09:12:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/323651\/"},"modified":"2026-08-09T09:12:21","modified_gmt":"2026-08-09T09:12:21","slug":"kein-kinderzentrum-neubau-in-graz-kages-will-sich-nicht-mehr-weiter-ausdehnen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/323651\/","title":{"rendered":"Kein Kinderzentrum-Neubau in Graz: Kages will sich nicht mehr weiter ausdehnen"},"content":{"rendered":"<p>Die Kages will ihren eigenen Fl\u00e4chenverbrauch einfrieren. Opfer dieser Strategie ist das geplante Kinderzentrum, der Neubau von Kinderklinik und -chirurgie wird nicht kommen.<\/p>\n<p class=\"klz-story-element-paragraph klz-text-copy\" data-testid=\"article-paragraph\">10.700 Quadratmeter. Das war der Zuwachs an Nettogescho\u00dffl\u00e4che \u00fcber alle 20 H\u00e4user der Steierm\u00e4rkischen Krankenanstaltengesellschaft (Kages) gerechnet. Und zwar jedes Jahr w\u00e4hrend der letzten 20 Jahre. Oder anders gesagt: Jedes Jahr ist die Fl\u00e4che des LKH Weiz hinzugekommen. In Summe h\u00e4lt man aktuell bei rund einer Million Quadratmetern. \u201eWir hatten vor 20, 30 Jahren andere Rahmenbedingungen\u201c, sagt Ulf Drabek, Vorstand f\u00fcr Finanzen und Technik in der Kages. \u201eEs gab andere finanzielle M\u00f6glichkeiten, keine Personalengp\u00e4sse, auch die Themen Nachhaltigkeit und Umweltschutz waren nicht so pr\u00e4sent.\u201c Einerseits verursacht jeder Quadratmeter Kosten f\u00fcr Bespielung sowie Instandhaltung, andererseits verbraucht er Ressourcen. Der Betrieb s\u00e4mtlicher Kages-Geb\u00e4ude verursacht j\u00e4hrlich rund 23.000 Tonnen CO\u2082. Aus diesen Gr\u00fcnden hat man es sich in der Kages zum Ziel gesetzt, die Fl\u00e4chen ab 2030 nicht \u00fcber die eine Million Quadratmeter zu erweitern. \u201eBevor wir sagen, es gibt zu wenig Geld im System, m\u00fcssen wir versuchen, unsere bestehenden Strukturen besser zu nutzen\u201c, so Drabek.<\/p>\n<p class=\"klz-story-element-paragraph klz-text-copy\" data-testid=\"article-paragraph\">Ben\u00f6tigt man einen Zu- oder Neubau, dann \u201em\u00fcssen diese Fl\u00e4chen an anderer Stelle in unserem Bereich eingespart werden\u201c, sagt Drabek. Das Auskommen mit begrenzten Fl\u00e4chen soll \u00fcber unterschiedliche Ma\u00dfnahmen gelingen. Ein Ansatz ist, bestehende Strukturen besser zu nutzen. \u201eUnsere Ambulanzen werden in der Regel zwischen acht und vierzehn Uhr bespielt. Diese Zeiten werden wir Schritt f\u00fcr Schritt erweitern.\u201c Das Personal m\u00fcsse nicht mehr arbeiten, sondern in anderen Dienstzeitmodellen. \u00c4hnliches gelte auch f\u00fcr OP-S\u00e4le. An der Universit\u00e4tsklinik f\u00fcr Urologie ist demnach 2024 die OP-Planung neu gestaltet. In den elf Monaten nach der Umstellung konnten 15 Prozent mehr Operationen durchgef\u00fchrt werden als in den elf Monaten davor. Ein weiterer Faktor: Durch medizinischen Fortschritt werden zunehmend minimalinvasive Eingriffe m\u00f6glich. Dadurch w\u00fcrden einerseits Heilungsverl\u00e4ufe beschleunigt werden bzw. andererseits sei ein station\u00e4rer Aufenthalt dadurch oft nicht mehr notwendig. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/DRABEK Ulf_VD_X230131_005cwww.christianjungwirth.com.jpg\" alt=\"Ulf Drabek ist im Kages-Vorstand f\u00fcr Finanzen und Technik zust\u00e4ndig\" loading=\"lazy\" fetchpriority=\"low\"  class=\"inline-block max-h-[600px] max-w-full h-auto w-auto object-contain\"\/> \u00a9 Kages\/C. JungwirthUlf Drabek ist im Kages-Vorstand f\u00fcr Finanzen und Technik zust\u00e4ndig<\/p>\n<p class=\"klz-story-element-paragraph klz-text-copy\" data-testid=\"article-paragraph\">Ein anderes Beispiel ist die noch dezentral organisierte Laborlandschaft am LKH-Uniklinikum Graz. Aktuell gibt es zehn Labore, die an physisch unterschiedlichen Orten angesiedelt sind. F\u00fcr die Zentralisierung der Labore an einem Standort war ein Neubau angedacht. \u201eWir werden aber nun ein anderes bestehendes Geb\u00e4ude nutzen\u201c, sagt Drabek. Dort st\u00fcnden Nutzfl\u00e4chen von 4.500 Quadratmetern zur Verf\u00fcgung, \u201ef\u00fcr das Labor ben\u00f6tigen wir 1900 Quadratmeter. Sollte sich herausstellen, dass wir mehr Fl\u00e4che ben\u00f6tigen, haben wir in diesem Geb\u00e4ude also noch Kapazit\u00e4ten\u201c, sagt Drabek.<\/p>\n<p>Neubau des Kinderzentrums wird zur Sanierung<\/p>\n<p class=\"klz-story-element-paragraph klz-text-copy\" data-testid=\"article-paragraph\">Was bedeutet aber diese neue Fl\u00e4chennutzungsstrategie f\u00fcr k\u00fcnftige Neubauten? Seit Jahren emotional diskutiert wird der Neubau des Kinderzentrums, das Kinderklinik und Kinderchirurgie unter einem Dach vereinen soll. Mit 65.000 Quadratmetern sowie 450 Millionen Euro war dieser geplant, es gibt <a href=\"https:\/\/www.kleinezeitung.at\/steiermark\/18901994\/neues-kinderzentrum-fuer-das-universitaetsklinikum-graz\" target=\"_self\" rel=\"nofollow noopener\">eine 2024 unterzeichnete Absichtserkl\u00e4rung<\/a> zur gemeinsamen Finanzierung zwischen Land und Bund. Auch <a href=\"https:\/\/www.kleinezeitung.at\/steiermark\/graz\/19592103\/neues-kinderzentrum-kleiner-teil-des-leechwalds-wird-zu-bauland\" target=\"_self\" rel=\"nofollow noopener\">entsprechende Fl\u00e4chen wurden f\u00fcr den Neubau 2025 im Grazer Gemeinderat schon umgewidmet<\/a>. Doch der Neubau scheint nun ad acta gelegt. \u201eJa, die urspr\u00fcngliche Annahme war so, das Kinderzentrum neu zu errichten. Aber die Rahmenbedingungen haben sich ge\u00e4ndert\u201c, erkl\u00e4rt Drabek. \u201eDer Regionale Strukturplan 2030 sieht weniger Betten vor, die Geburten gehen zur\u00fcck und man muss auch die finanziellen Rahmenbedingungen von Land und Bund ber\u00fccksichtigen.\u201c<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/1786266740_120_kein Titel.webp\" alt=\"Zwischen Kinderklinik und -chirurgie, dort wo aktuell die Portalambulanz errichtet ist, soll ein neuer Zubau entstehen.\" loading=\"lazy\" fetchpriority=\"low\"  class=\"inline-block max-h-[600px] max-w-full h-auto w-auto object-contain\"\/> \u00a9 KLZ\/J. FuchsZwischen Kinderklinik und -chirurgie, dort wo aktuell die Portalambulanz errichtet ist, soll ein neuer Zubau entstehen.<\/p>\n<p class=\"klz-story-element-paragraph klz-text-copy\" data-testid=\"article-paragraph\">Klinik-Leiter Ernst Eber betonte im Gespr\u00e4ch mit der Kleinen Zeitung schon mehrmals die Notwendigkeit eines Neubaus: \u201eSchon vor 25 Jahren hie\u00df es, dass dieses Geb\u00e4ude nicht noch einmal sanierbar ist.\u201c Dennoch wird der Geb\u00e4udekomplex nun wohl ein weiteres Mal saniert. Aktuell betrifft das etwa die Operationss\u00e4le der Kinderchirurgie. Diese Arbeiten sollen im Dezember 2026 abgeschlossen sein. Auch einen neuen, 8500 Quadratmeter gro\u00dfen Zubau soll es geben, an jener Stelle, an der aktuell in Containern die Portalambulanz untergebracht ist. In Summe soll das Kinderzentrum schlie\u00dflich \u00fcber knapp 50.000 Quadratmeter verf\u00fcgen.<\/p>\n<p class=\"klz-story-element-paragraph klz-text-copy\" data-testid=\"article-paragraph\">Sanierbar wird \u00fcbrigens auch das LKH Rottenmann sein, das ja in der Leitspitaldiskussion als Plan B nun ausgebaut werden soll. Ein externer Gutachter ist beauftragt worden, den Zustand des Geb\u00e4udes zu bewerten. \u201eDer Zwischenbericht sagt, es ist entsprechend dem Alter in einem funktionsf\u00e4higen Zustand f\u00fcr die Patientenversorgung\u201c, sagt Drabek. <a href=\"https:\/\/www.kleinezeitung.at\/artikel\/35695182\/sanierungsbedarf-des-lkh-rottenmann-soll-bis-herbst-ermittelt-sein\" target=\"_self\" rel=\"nofollow noopener\">Im Laufe des Herbstes soll der endg\u00fcltige Sanierungsbedarf<\/a> feststehen. <\/p>\n<p>Mehr zum Thema Kages<a href=\"https:\/\/www.kleinezeitung.at\/artikel\/22140452\/grazer-klinikleiter-wir-brauchen-einen-neubau-des-kinderzentrums\" class=\"shrink-0 relative\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/grazer klinik kinder lkh.webp\" alt=\"Leiter der Grazer Kinderklinik vor der Container-Landschaft im Eingangsbereich: Barbara Plecko und Ernst Eber \" loading=\"lazy\" fetchpriority=\"auto\"  class=\"size-32 @[380px]:size-36 aspect-square object-cover object-top rounded-l-xl overflow-hidden\"\/><\/a><a href=\"https:\/\/www.kleinezeitung.at\/artikel\/36268476\/174-millionen-euro-fuer-die-eierlegende-wollmilchsau-der-radiologie\" class=\"shrink-0 relative\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/csm_Uniklinikum_Graz_Radiologie_NEU_cLSchaffelhofer01_b1a616fe25.jpg\" alt=\"Die neue Radiologie am Uniklinikum Graz von oben\" loading=\"lazy\" fetchpriority=\"auto\"  class=\"size-32 @[380px]:size-36 aspect-square object-cover object-top rounded-l-xl overflow-hidden\"\/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Kages will ihren eigenen Fl\u00e4chenverbrauch einfrieren. 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