{"id":324126,"date":"2026-08-09T14:33:13","date_gmt":"2026-08-09T14:33:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/324126\/"},"modified":"2026-08-09T14:33:13","modified_gmt":"2026-08-09T14:33:13","slug":"wegen-duerre-wracks-von-hitlers-donau-flotte-tauchen-nach-80-jahren-auf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/324126\/","title":{"rendered":"Wegen D\u00fcrre: Wracks von Hitlers Donau-Flotte tauchen nach 80 Jahren auf"},"content":{"rendered":"<p>\n         Zuerst ver\u00f6ffentlicht am<br \/>\n            09\/08\/2026 &#8211; 16:17 MESZ\n            <\/p>\n<p>Die D\u00fcrre, die gro\u00dfe Teile Europas trifft, hat den Wasserstand der Donau auf selten erreichte Tiefst\u00e4nde gedr\u00fcckt.<a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/video\/2026\/08\/06\/rekordtief-donau-legt-sandbanke-frei-schiffe-sitzen-in-serbien-fest\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Im Abschnitt, der Serbien von Rum\u00e4nien trennt<\/a>, ist dadurch ein zerbrochener Schiffsrumpf auf einer Sandbank sichtbar geworden, die normalerweise unter Wasser liegt. Weitere Schiffe ragen halb aus dem Wasser, und einige sollen im Inneren noch Bewaffnung tragen.<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>Diese Wracks geh\u00f6ren zu der Flotte, die Adolf Hitler im Schwarzen Meer stationiert hatte. Die deutsche Armee versenkte sie gegen Ende des Zweiten Weltkriegs gezielt, um den Vormarsch der Sowjets zu bremsen.<\/p>\n<p>Historiker sch\u00e4tzen, dass bis zu 200 deutsche Kriegsschiffe wurden auf diese Weise im September 1944 versenkt wurden, acht Monate bevor NS-Deutschland im Mai 1945 kapitulierte.<\/p>\n<p>Der niedrige Pegel legt diese Relikte nicht zum ersten Mal frei. Schon bei fr\u00fcheren D\u00fcrren tauchten sie auf, und jedes Mal verschwanden die Schiffe wieder, sobald der Wasserstand stieg.<\/p>\n<p>Die serbische Regierung hat in der Vergangenheit versucht, die Wracks zu bergen. Die meisten liegen jedoch weiterhin an Ort und Stelle \u2013 auch, weil sich noch Sprengstoff an Bord befindet und jede Ma\u00dfnahme riskant w\u00e4re.<\/p>\n<p>Donau-D\u00fcrre legt weitere Relikte frei<\/p>\n<p>Das Ph\u00e4nomen beschr\u00e4nkt sich nicht auf die serbisch-rum\u00e4nische Grenze. Entlang der mehr als 2.800 Kilometer langen Donau bringt der sinkende Pegel sehr unterschiedliche Funde an die Oberfl\u00e4che.<\/p>\n<p>In Bulgarien, nahe der Ortschaft Ryahovo, hat der R\u00fcckzug des Wassers die \u00dcberreste dessen freigelegt, was Fachleute f\u00fcr <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/2026\/08\/01\/donau-mammutskelett-bulgarien\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">ein Wollhaarmammut<\/a> halten. Das Skelett lag am Flussufer, weil der Wasserstand durch die j\u00fcngsten Hitzewellen auf historische Tiefstwerte gefallen ist.<\/p>\n<p>In Ungarn betrifft der niedrige Pegel mehrere Abschnitte des Flusses. In der N\u00e4he von Budapest kam ein nahezu unversehrtes Motorrad der Wehrmacht zum Vorschein, das jahrzehntelang im Schlamm verborgen lag \u2013 neben weiterer Munition.<\/p>\n<p>Im Flussbett fanden Experten au\u00dferdem deutsche Tellerminen, Reste von Handgranaten und Artilleriegeschosse. Nach Einsch\u00e4tzung des ungarischen Instituts f\u00fcr Milit\u00e4rgeschichte k\u00f6nnte dieser Donauabschnitt nach der Belagerung und Schlacht um Budapest in den Jahren 1944 und 1945 als Ablage f\u00fcr Kriegsreste gedient haben.<\/p>\n<p>Weiter s\u00fcdlich, nahe Moh\u00e1cs, wurde das Wrack eines Kriegsschiffs aus dem Zweiten Weltkrieg sichtbar. In Baja trockneten einzelne Donauarme wie der Sugovica so stark aus, dass Menschen sie zu Fu\u00df \u00fcberqueren konnten.<\/p>\n<p>Die D\u00fcrre hat auch Folgen, die \u00fcber historische Funde hinausgehen. In Ungarn geriet durch den niedrigen Pegel das K\u00fchlsystem des <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/2026\/08\/05\/ungarn-atomkraftwerk-paks-hitze-duerre\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Atomkraftwerks Paks<\/a> unter Druck. Anfang August lag der Wasserstand nur knapp \u00fcber dem vorgeschriebenen Minimum f\u00fcr den Betrieb. Einige Tage sp\u00e4ter meldete der neue ungarische Ministerpr\u00e4sident, der Pegel liege inzwischen wieder mehrere Zentimeter \u00fcber dieser Schwelle.<\/p>\n<p>In Rum\u00e4nien zwang der niedrige Wasserstand Beh\u00f6rden dazu, F\u00e4hrverbindungen einzustellen. Schubleichter sitzen fest, und die Bew\u00e4sserung der Felder wird in einem ohnehin von extremer Trockenheit geplagten Land immer schwieriger. In Serbien hat der Pegelr\u00fcckgang Sandb\u00e4nke freigelegt, die sich in provisorische Str\u00e4nde verwandelt haben. Zugleich ist die Stromproduktion aus Wasserkraft im Land zur\u00fcckgegangen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Zuerst ver\u00f6ffentlicht am 09\/08\/2026 &#8211; 16:17 MESZ Die D\u00fcrre, die gro\u00dfe Teile Europas trifft, hat den Wasserstand der&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":324127,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[12],"tags":[15452,40,41,5976,39,35645,66,65,64,4752],"class_list":["post-324126","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-welt","tag-donau","tag-nachrichten","tag-news","tag-schiffe","tag-schlagzeilen","tag-trockenheit","tag-welt","tag-world","tag-world-news","tag-zweiter-weltkrieg"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/117066046416333988","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/324126","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=324126"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/324126\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/324127"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=324126"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=324126"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=324126"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}