{"id":325526,"date":"2026-08-10T10:02:15","date_gmt":"2026-08-10T10:02:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/325526\/"},"modified":"2026-08-10T10:02:15","modified_gmt":"2026-08-10T10:02:15","slug":"ced-erhoeht-offenbar-risiko-fuer-psychische-erkrankungen-fruehzeitig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/325526\/","title":{"rendered":"CED erh\u00f6ht offenbar Risiko f\u00fcr psychische Erkrankungen fr\u00fchzeitig"},"content":{"rendered":"<p>                <img decoding=\"async\" width=\"320\" height=\"320\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/profilfoto.jpeg\" alt=\"Isa Kabakci\" loading=\"lazy\"  fetchpriority=\"auto\" class=\"img-814202 size-m d-inline-block img-fluid w-100 bg-author-fallback rounded-circle h-100 object-fit-cover\"\/><\/p>\n<p class=\"font-secondary fw-light small\" data-type=\"timestamp\">10. August 2026, 9:59 Uhr |<br \/>\n    Lesezeit: 4 Minuten\n<\/p>\n<p class=\"is-style-excerpt is-style-excerpt--1\">Menschen mit chronisch-entz\u00fcndlichen Darmerkrankungen (CED) entwickeln h\u00e4ufiger psychische Erkrankungen. Eine gro\u00dfe schwedische <a class=\"wpg-linkify\" href=\"https:\/\/www.fitbook.de\/gesundheit\/studientypen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Studie<\/a> zeigt nun, dass dieses erh\u00f6hte Risiko nicht erst nach der Diagnose beginnt, sondern bereits Jahre zuvor. Die Ergebnisse liefern neue Hinweise darauf, dass die psychische Gesundheit von Betroffenen fr\u00fchzeitig st\u00e4rker ber\u00fccksichtigt werden sollte.<\/p>\n<p>Erh\u00f6htes Risiko f\u00fcr psychische Erkrankungen<\/p>\n<p>Das Risiko f\u00fcr psychische Erkrankungen stieg laut der neuen Studie bereits zwei bis drei Jahre vor der Diagnose einer chronisch-entz\u00fcndlichen Darmerkrankung (<a class=\"wpg-linkify\" href=\"https:\/\/www.fitbook.de\/gesundheit\/morbus-crohn-symptome-risikofaktoren-behandlung\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Morbus Crohn<\/a>, <a class=\"wpg-linkify\" href=\"https:\/\/www.fitbook.de\/gesundheit\/chronische-darmerkrankung-colitis-ulcerosa\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Colitis ulcerosa<\/a> oder einer nicht n\u00e4her klassifizierten CED) an. Besonders h\u00e4ufig traten Depressionen, Angstst\u00f6rungen und Substanzmissbrauch auf. Dagegen zeigte sich f\u00fcr Erkrankungen wie <a class=\"wpg-linkify\" href=\"https:\/\/www.fitbook.de\/health\/schizophrenie\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Schizophrenie<\/a>, Psychosen oder ADHS keine deutliche Risikoerh\u00f6hung.<a href=\"#ff20da6c-0a44-4dce-a365-4b8890904333\" id=\"ff20da6c-0a44-4dce-a365-4b8890904333-link\">1<\/a><\/p>\n<p>Wie die Studie durchgef\u00fchrt wurde<\/p>\n<p>Die Forscher wollten f\u00fcr ihre Studie herausfinden, wann das erh\u00f6hte Risiko f\u00fcr psychische Erkrankungen bei Menschen mit chronisch-entz\u00fcndlichen Darmerkrankungen beginnt und wie lange es anh\u00e4lt. Daf\u00fcr werteten sie schwedische Gesundheitsregister aus und verglichen knapp 44.000 Menschen mit einer neu diagnostizierten CED mit rund 179.000 Personen aus der Allgemeinbev\u00f6lkerung. <\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich wurden mehr als 26.000 Betroffene mit ihren gesunden Geschwistern verglichen, um den Einfluss gemeinsamer genetischer und famili\u00e4rer Faktoren zu untersuchen. Analysiert wurden psychische Erkrankungen in den f\u00fcnf Jahren vor und bis zu zehn Jahren nach der CED-Diagnose. Die Ergebnisse der Analyse wurden in der Fachzeitschrift \u201eClinical Gastroenterology and Hepatology\u201c ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p>Die Ergebnisse im Detail<\/p>\n<p>Bereits zwei Jahre vor der Diagnose war das Risiko f\u00fcr eine psychiatrische Erkrankung erh\u00f6ht. Kurz nach der Diagnose wurde der h\u00f6chste Wert erreicht. Danach nahm das Risiko zwar wieder ab, blieb aber auch zehn Jahre sp\u00e4ter noch \u00fcber dem Niveau der Vergleichsgruppen.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend einer mittleren Nachbeobachtungszeit von 7,4 Jahren entwickelten 16,5 Prozent der Patienten mit CED eine psychische Erkrankung. In der Kontrollgruppe waren es 12,8 Prozent. Besonders h\u00e4ufig traten Angstst\u00f6rungen (7,3 gegen\u00fcber 5,3 Prozent), Depressionen (4,6 gegen\u00fcber 3,2 Prozent) und Substanzmissbrauch (3,3 gegen\u00fcber 2,7 Prozent) auf. <\/p>\n<p>Die st\u00e4rksten Risikoerh\u00f6hungen beobachteten die Forscher bei Depressionen und Angstst\u00f6rungen. F\u00fcr Psychosen, Schizophrenie, Pers\u00f6nlichkeitsst\u00f6rungen oder ADHS zeigte sich dagegen kein deutlich erh\u00f6htes Risiko. Allerdings wiesen die Betroffenen kurz nach der Diagnose ein erh\u00f6htes Risiko f\u00fcr <a class=\"wpg-linkify\" href=\"https:\/\/www.fitbook.de\/gesundheit\/autismus-formen-ursachen-symptome-behandlung\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Autismus<\/a>-Spektrum-St\u00f6rungen und ab dem f\u00fcnften Jahr auch f\u00fcr Essst\u00f6rungen auf. <\/p>\n<p>Bemerkenswert war au\u00dferdem, dass die Geschwisteranalyse ein sehr \u00e4hnliches Risikomuster zeigte, wenn auch mit leicht abgeschw\u00e4chten Werten. Das spricht daf\u00fcr, dass gemeinsame Gene oder famili\u00e4re Einfl\u00fcsse den Zusammenhang nicht vollst\u00e4ndig erkl\u00e4ren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Das Alter bei der Diagnose spielt ebenfalls eine wichtige Rolle: W\u00e4hrend die Risikoerh\u00f6hung vor der Diagnose vor allem bei Erwachsenen zu beobachten war, tragen Patienten, die bereits im Kindes- oder Jugendalter an CED erkranken, langfristig das h\u00f6chste absolute Risiko f\u00fcr sp\u00e4tere psychische Probleme.<\/p>\n<p>Mehr zum Thema<\/p>\n<p>                <img decoding=\"async\" width=\"128\" height=\"72\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/pms-depressionen-zusammenhang-studie-fitbook-gettyimages-535644949.jpeg\" alt=\"Uterus\" loading=\"lazy\"  fetchpriority=\"auto\" class=\"img-1010542 size-s d-inline-block img-fluid w-100 bg-fallback \"\/><\/p>\n<p>        Studie zeigt<br \/>\n        <a href=\"https:\/\/www.fitbook.de\/gesundheit\/pms-psychische-erkrankungen-zusammenhang\" class=\"d-block my-1 text-break stretched-link text-teaser-title-color h5 text-dark-hover\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">\u00dcberraschender Zusammenhang zwischen PMS und Psyche<\/a><\/p>\n<p>                <img decoding=\"async\" width=\"128\" height=\"72\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/sport-darmerkrankung_gettyimages-1024678592.jpg\" alt=\"Sport ist f\u00fcr Menschen mit chronischen entz\u00fcndlichen Darmerkrankungen empfehlenswert\" loading=\"lazy\"  fetchpriority=\"auto\" class=\"img-936306 size-s d-inline-block img-fluid w-100 bg-fallback \"\/><\/p>\n<p>        Expertin erkl\u00e4rt<br \/>\n        <a href=\"https:\/\/www.fitbook.de\/gesundheit\/sport-bei-chronisch-entzuendlichen-darmerkrankungen\" class=\"d-block my-1 text-break stretched-link text-teaser-title-color h5 text-dark-hover\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Die positiven Effekte von Sport bei chronisch entz\u00fcndlichen Darmerkrankungen<\/a><\/p>\n<p>St\u00e4rken und Schw\u00e4chen der Studie<\/p>\n<p>Zu den St\u00e4rken der Studie z\u00e4hlen die gro\u00dfe Teilnehmerzahl, die landesweite Erfassung, die lange Nachbeobachtungszeit und die Nutzung validierter Registerdaten. Zudem verringerte eine Geschwisteranalyse den Einfluss gemeinsamer famili\u00e4rer Faktoren.<\/p>\n<p>Zu den Einschr\u00e4nkungen geh\u00f6rt, dass Daten aus der haus\u00e4rztlichen Versorgung sowie Informationen zur Krankheitsaktivit\u00e4t, zu eingenommenen CED-Medikamenten (die ebenfalls psychische Nebenwirkungen haben k\u00f6nnen) und zu Lebensstilfaktoren fehlten. Dadurch k\u00f6nnten insbesondere leichtere psychische Erkrankungen untersch\u00e4tzt worden sein. Au\u00dferdem handelt es sich um eine Beobachtungsstudie, sodass keine Aussagen \u00fcber Ursache und Wirkung m\u00f6glich sind.<\/p>\n<p>Auch interessant: <a href=\"https:\/\/www.fitbook.de\/gesundheit\/morbus-crohn-symptome-risikofaktoren-behandlung-1\" type=\"post\" id=\"698913\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Symptome, die auf Morbus Crohn hindeuten\u00a0<\/a><\/p>\n<p>Das zeigen fr\u00fchere Studien zu diesem Thema<\/p>\n<p>Eine d\u00e4nische Studie mit gut 22.000 CED-Patienten und mehr als 110.000 Vergleichspersonen kam 2023 zu einem \u00e4hnlichen Ergebnis.<a href=\"#15245770-8901-4f67-ba50-a96d1cd780e3\" id=\"15245770-8901-4f67-ba50-a96d1cd780e3-link\">2<\/a> Das Risiko f\u00fcr Angstst\u00f6rungen und Depressionen war bereits mindestens f\u00fcnf Jahre vor der Diagnose erh\u00f6ht und blieb es bis mindestens zehn Jahre danach. Am h\u00f6chsten lag es auch hier rund um den Diagnosezeitpunkt. F\u00fcr bipolare St\u00f6rungen fanden die Forscher dagegen keinen Zusammenhang.<\/p>\n<p>Woran der fr\u00fche Anstieg liegen k\u00f6nnte, deutet eine britische Auswertung von Hausarztdaten an. Verglichen wurden gut 15.000 CED-F\u00e4lle mit einer Kontrollgruppe.<a href=\"#b643773c-a410-47c4-ac7a-0ad3b6df77d8\" id=\"b643773c-a410-47c4-ac7a-0ad3b6df77d8-link\">3<\/a> Ein erh\u00f6htes CED-Risiko zeigte sich dort nur bei Menschen, die vor der <a class=\"wpg-linkify\" href=\"https:\/\/www.fitbook.de\/gesundheit\/depression-ursachen-symptome-behandlung\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Depression<\/a> bereits Magen-Darm-Beschwerden hatten. Eine Depression f\u00fcr sich genommen war nicht mit einer sp\u00e4teren CED verbunden. Das spricht daf\u00fcr, dass die psychische Belastung eher eine Folge der noch nicht diagnostizierten Darmbeschwerden ist als deren Ursache \u2013 und passt zu der Empfehlung der schwedischen Autoren, psychische Symptome schon bei der ersten gastroenterologischen Abkl\u00e4rung mitzuerfassen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"10. 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