{"id":325534,"date":"2026-08-10T10:06:08","date_gmt":"2026-08-10T10:06:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/325534\/"},"modified":"2026-08-10T10:06:08","modified_gmt":"2026-08-10T10:06:08","slug":"bisons-in-europa-touristenmagnete-oder-waldzerstoerer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/325534\/","title":{"rendered":"Bisons in Europa: Touristenmagnete oder Waldzerst\u00f6rer?"},"content":{"rendered":"<p>Der Konflikt um die letzten frei lebenden Wisente besch\u00e4ftigt mehrere L\u00e4nder. Erst wieder angesiedelt, wurden sie dann doch in den Kaukasus ausgeflogen. Nur Deutschlands gr\u00f6\u00dfte Herde lebt umz\u00e4unt bei Berlin.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">So ein dicker Wisent hat es nicht leicht. Europas letzte wild lebende Bisons werden zwar gesch\u00fctzt und gelten als Touristenattraktion, sie haben aber auch schlechte Manieren. <\/p>\n<p>Im Gegensatz zu ihren nordamerikanischen Verwandten, die nur Gras in der Pr\u00e4rie rupfen, trampeln die Riesenrinder mangels Grassteppen durch die W\u00e4lder und ziehen dann gern den B\u00e4umen die Rinde vom Stamm. Da sind dann Natursch\u00fctzer hin- und hergerissen: B\u00e4ume oder Wisente sch\u00fctzen?<\/p>\n<p>Am <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/regionales\/nrw\/\" target=\"_blank\" title=\"Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/regionales\/nrw\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">westf\u00e4lischen Rothaarsteig<\/a> im Kreis Siegen-Wittgenstein jedenfalls siegten die B\u00e4ume. Eine wild lebende Wisentherde von gut 30 Exemplaren, die zum Entz\u00fccken vieler Besucher dort elf Jahre durch die Gegend trottete, wurde wieder eingegattert. Im Januar 2026 sind die ersten sechs unerw\u00fcnschten Tiere nach <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/aserbaidschan\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/aserbaidschan\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Aserbaidschan <\/a>ausgeflogen worden.<\/p>\n<p>Denn im dortigen Shahdag-Nationalpark ist man ganz wild auf Wisente: Seit dort, nach knapp 100 Jahren, wieder eine Herde von gut 80 Exemplaren an den Bergh\u00e4ngen des Shahdag herumzieht, kommen auch immer mehr <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/trekking\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/trekking\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Trekking-Touristen <\/a>in den Nordosten Aserbaidschans, um mit Rangern auf Tour zu gehen. Bis Ende des Jahres fliegen noch mehr Westfalen-Wisente in den <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/reise\/article256005300\/Armenien-im-Kaukasus-Unterwegs-im-Land-der-versteckten-Wunder.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/reise\/article256005300\/Armenien-im-Kaukasus-Unterwegs-im-Land-der-versteckten-Wunder.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Kaukasus.<\/a><\/p>\n<p>1500 Tiere: Gr\u00f6\u00dfte Attraktion <\/p>\n<p>Der 2006 gegr\u00fcndete Shahdag-Nationalpark hat dabei den ber\u00fchmten <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/reise\/article256005300\/Armenien-im-Kaukasus-Unterwegs-im-Land-der-versteckten-Wunder.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/reise\/article256005300\/Armenien-im-Kaukasus-Unterwegs-im-Land-der-versteckten-Wunder.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">polnischen Urwald von Bialowieza<\/a> zum Vorbild. Dort, an der Grenze von Polen und Belarus, leben wieder rund 1500 Wisente, die einst ausgerottet waren. Sie sind die gr\u00f6\u00dfte Attraktion. Gef\u00fchrte Wisent-Safaris gibt es bei Veranstaltern wie Wild Poland (wildpoland.com) oder direkt vor Ort (pttk.bialowieza.pl).<\/p>\n<p>Wer nicht ganz so weit reisen will, kann nat\u00fcrlich auch in vielen Schaugehegen und Tierparks hierzulande <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/wisente\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/wisente\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Wisente <\/a>angucken. Das ist aber oft ein wenig traurig, denn auch bei artgerechter Haltung leben sie in Gefangenschaft. <\/p>\n<p>Wisente bei Berlin<\/p>\n<p>F\u00fcr viele Tierfreunde d\u00fcrfte es deshalb \u00fcberraschend sein, dass Deutschlands gr\u00f6\u00dfte Wisentherde in Brandenburg auf einem ehemaligen Truppen\u00fcbungsplatz quasi wild lebt. Gut 25 Kilometer von Berlin und Potsdam entfernt, hat die Heinz-Sielmann-Stiftung ein einzigartiges Naturschutzprojekt in der <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/regionales\/berlin\/article68c2da7e0b163178516242eb\/mehr-als-70-junge-wiedehopfe-in-der-doeberitzer-heide-beringt.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/regionales\/berlin\/article68c2da7e0b163178516242eb\/mehr-als-70-junge-wiedehopfe-in-der-doeberitzer-heide-beringt.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">D\u00f6beritzer Heide<\/a> im Havelland realisiert. <\/p>\n<p>Die Herde mit gut 130 Tieren bewegt sich frei in der 1860 Hektar gro\u00dfen Kernzone mit Wald und Heide. Gerade wurden mehrere Wisent-K\u00e4lber geboren. Hier leben auch Przewalski-Pferde. Man nennt das ein Semireservat, welches nur mit Rangern betreten werden darf und umz\u00e4unt ist. <\/p>\n<p>Gef\u00fchrte Exkursionen zu den Wisenten gibt es im Fr\u00fchjahr und Herbst (sielmann-stiftung.de). Bester Ausgangspunkt f\u00fcr einen individuellen Ausflug ist das Natur-Erlebniszentrum in Elstal. Hier gibt es 55 Kilometer Wanderwege und viele Rastpl\u00e4tze. <\/p>\n<p>Ein Aussichtsturm am Finkenberg bietet unterwegs den besten Blick auf die sogenannte \u201eW\u00fcste\u201c, eine steppenartige Trockenrasenfl\u00e4che, wo Wisente gern grasen. Fernglas mitnehmen!<\/p>\n<p>Schweizer Wisente<\/p>\n<p>Auch in der <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/schweiz-reisen\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/schweiz-reisen\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Schweiz <\/a>will man Wisente auswildern. Ein Ranger betreut eine Herde von 25 Tieren im Solothurner Jura, die auf ihre Freiheit warten. <\/p>\n<p>Sie sollen eigentlich 2027 in einem von der Gemeinde zur Verf\u00fcgung gestellten Wald beim Naturpark Thal freigelassen werden, doch nun meutern Natursch\u00fctzer und Waldbauern.   <\/p>\n<p>Vielleicht hei\u00dft es ja auch f\u00fcr die Schweizer Tiere: ab in den Kaukasus.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Konflikt um die letzten frei lebenden Wisente besch\u00e4ftigt mehrere L\u00e4nder. 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