{"id":326189,"date":"2026-08-10T16:37:09","date_gmt":"2026-08-10T16:37:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/326189\/"},"modified":"2026-08-10T16:37:09","modified_gmt":"2026-08-10T16:37:09","slug":"welt-rund-350-helfer-bei-humanitaeren-einsaetzen-in-2025-getoetet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/326189\/","title":{"rendered":"Welt: Rund 350 Helfer bei humanit\u00e4ren Eins\u00e4tzen in 2025 get\u00f6tet"},"content":{"rendered":"<p>Im vergangenen Jahr sind weltweit 350 Helfer bei humanit\u00e4ren Eins\u00e4tzen ums Leben gekommen, wie aus aktuellen Zahlen der in Gro\u00dfbritannien gef\u00fchrten Datenbank Aid Worker Security Database hervorgeht. Die Konflikte im Gazastreifen und im Sudan fordern demnach die meisten Opfer unter den humanit\u00e4ren Helfern. In Burkina Faso, der Demokratischen Republik Kongo, im Libanon, in Nigeria, Somalia, der Ukraine und im Jemen sind die Zahlen so hoch, wie nie zuvor seit Beginn der Datenerfassung im Jahr 1997.<\/p>\n<p>Papst Leo XIV. hatte erst am Sonntag beim Mittagsgebet eindringlich zu einem \u201esofortigen Waffenstillstand&#8220; im Sudan aufgerufen. Das katholische Kirchenoberhaupt erinnerte nach seinem sonnt\u00e4glichen Mittagsgebet im Vatikan auch an den Krieg zwischen Russland und der Ukraine und betonte einmal mehr: \u201eKrieg bringt nur Krieg hervor und verursacht unermessliches Leid. &#8220; Mit Blick auf den Krieg zwischen der Ukraine und Russland erinnerte papst leo besonders an die unschuldigen Opfer \u201eAuch aus der Ukraine und aus Russland erreichen uns weiter schmerzliche Nachrichten \u00fcber unschuldige Menschen, die get\u00f6tet oder verletzt wurden. Tragische Ereignisse reihen sich aneinander, ja sie h\u00e4ufen sich sogar und fordern immer mehr zivile Opfer, darunter auch Kinder. (&#8230;) Angesichts dieses gro\u00dfen Leids erneuere ich meinen eindringlichen Appell, das V\u00f6lkerrecht zu achten und auf beiden Seiten Angriffe einzustellen, bei denen zivile Ziele getroffen werden.&#8220;<\/p>\n<p>\u201eGewalt gegen humanit\u00e4re Helfer auf alarmierendem neuen H\u00f6hepunkt\u201c<\/p>\n<p>Die \u201eAid Worker Security Database\u201c (AWSD) sammelt Daten von all jenen, die helfen wollen &#8211; und dabei ums Leben kommen.\u00a0Laut eigener Aussage erfasst die AWSD \u201eschwerwiegende Vorf\u00e4lle gegen humanit\u00e4re Helfer&#8220; und umfasst Vorfallberichte von 1997 bis heute. Die 2005 ins Leben gerufene AWSD bezeichnet sich selbst als \u201ebis heute die einzige umfassende globale Quelle f\u00fcr diese Daten&#8220;. Laut dem j\u00fcngst ver\u00f6ffentlichten<a href=\"https:\/\/humanitarianoutcomes.org\/sites\/default\/files\/2025-08\/HO_AWSR_2025.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"external nofollow noopener\">\u00a0AWSD-Jahresbericht 2025<\/a>\u00a0(Humanitarian Outcomes (2025). Aid Worker Security Report 2025. Defenceless: Aid worker security amid the humanitarian funding collapse)\u00a0erschien dieser an einem \u201eentscheidenden Wendepunkt f\u00fcr die internationale humanit\u00e4re Hilfe und in einer Zeit, in der die Gewalt gegen humanit\u00e4re Helfer einen alarmierenden neuen H\u00f6hepunkt erreicht hat.&#8220; Der Verlust von Finanzmitteln, Kapazit\u00e4ten im Sicherheitsrisikomanagement und \u2013 an manchen Orten \u2013 der Akzeptanz in der Bev\u00f6lkerung habe humanit\u00e4re Helfer einem erh\u00f6hten Risiko ausgesetzt.<\/p>\n<p>Finanzierungskrise versch\u00e4rft Lage <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.vaticannews.va\/de\/welt\/news\/2025-08\/usa-entwicklung-finanz-kuerzung-katastrophe-hilfe-uno-armut.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Die Finanzierungskrise, die den Sektor derzeit ersch\u00fcttert<\/a>, komme zu eskalierenden Konflikten und einer starken Aush\u00f6hlung der humanit\u00e4ren Normen und des humanit\u00e4ren V\u00f6lkerrechts durch staatliche Akteure hinzu \u2013 was an einigen Orten durch \u201e\u00f6ffentliche Verleumdungskampagnen gegen Hilfsorganisationen&#8220; noch verst\u00e4rkt wird, hei\u00dft es. Einzelberichte und einige offizielle Berichte deuten demnach auf einen direkten Zusammenhang zwischen Programmk\u00fcrzungen und gewaltt\u00e4tigen Vorf\u00e4llen hin. Gleichzeitig sei die \u00dcberwachung von Vorf\u00e4llen schwieriger geworden, da Daten- und Analyseanbieter mit erheblichen Mittelk\u00fcrzungen konfrontiert sind. Hilfsorganisationen berichten, dass sie Stellen im Sicherheitsbereich, Kommunikationskapazit\u00e4ten und andere wichtige Unterst\u00fctzungsma\u00dfnahmen abbauen m\u00fcssen, was sie vor die schwierige Wahl stellt, entweder ein erh\u00f6htes Risiko in Kauf zu nehmen oder Gemeinden im Stich zu lassen.<\/p>\n<p>\u201eHoffnungsschimmer in einer ansonsten dunklen Zeit f\u00fcr humanit\u00e4re Ma\u00dfnahmen\u201c<\/p>\n<p>Positiv sehen die Verfasser des Berichts eine Reihe diplomatischer Initiativen zum Schutz von Hilfskr\u00e4ften: Die Resolution 2730 (2024) des UN-Sicherheitsrats verurteile zum ersten Mal nicht nur Angriffe auf humanit\u00e4re Helfer, sondern fordere auch Rechenschaftspflicht und gerichtliche Wiedergutmachung \u2013 und bietee damit einen Hoffnungsschimmer \u201ein einer ansonsten dunklen Zeit f\u00fcr humanit\u00e4re Ma\u00dfnahmen&#8220;.<\/p>\n<p>(awsd-sst)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Im vergangenen Jahr sind weltweit 350 Helfer bei humanit\u00e4ren Eins\u00e4tzen ums Leben gekommen, wie aus aktuellen Zahlen der&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":326190,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[12],"tags":[732,1219,2589,1415,3138,1073,40,5474,41,39,4579,11669,66,65,64],"class_list":["post-326189","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-welt","tag-ukraine","tag-afrika","tag-gewalt","tag-grossbritannien","tag-krieg","tag-kriminalitaet","tag-nachrichten","tag-naher-osten","tag-news","tag-schlagzeilen","tag-solidaritaet","tag-sudan","tag-welt","tag-world","tag-world-news"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/117072195921838092","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/326189","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=326189"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/326189\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/326190"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=326189"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=326189"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=326189"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}