{"id":327587,"date":"2026-08-11T13:04:16","date_gmt":"2026-08-11T13:04:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/327587\/"},"modified":"2026-08-11T13:04:16","modified_gmt":"2026-08-11T13:04:16","slug":"grazer-forscher-machen-inschriften-auf-roemersteinen-wieder-lesbar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/327587\/","title":{"rendered":"Grazer Forscher machen Inschriften auf R\u00f6mersteinen wieder lesbar"},"content":{"rendered":"<p>Mit unkonventionellen Werkzeugen wie einer Wildkamera kommen Tausende Jahre alte Inschriften deutlicher zum Vorschein. In der Steiermark wird Methode erprobt.<\/p>\n<p class=\"klz-story-element-paragraph klz-text-copy\" data-testid=\"article-paragraph\">Was die R\u00f6mer einst in Stein mei\u00dfelten, ist heute oftmals verwittert und unleserlich geworden. Ein Forscherteam der Universit\u00e4t Graz und der TU Graz hat eine kosteng\u00fcnstige Methodik entwickelt, um die Inschriften auf antiken Grabm\u00e4lern, Meilensteinen und Weihealt\u00e4ren wieder entzifferbar zu machen. Sie wurde k\u00fcrzlich im Wissenschaftsjournal \u201eHeritage Science\u201c ver\u00f6ffentlicht, an R\u00f6mersteinen in der\u00a0Steiermark\u00a0wird sie weiter erprobt, teilte die Universit\u00e4t am Dienstag mit.<\/p>\n<p class=\"klz-story-element-paragraph klz-text-copy\" data-testid=\"article-paragraph\">Alleine im Depot des Universalmuseums Joanneum in Graz lagern rund 200 R\u00f6mersteine, deren Inschriften nur mehr schwer oder gar nicht mehr lesbar geworden sind. Sie k\u00f6nnten eine Geschichte erz\u00e4hlen, doch vielfach sind sie nicht mehr entzifferbar. Manche von ihnen wurden in sp\u00e4terer Zeit als Baumaterial verwendet, etwa als T\u00fcrschwelle eingebaut, und dadurch teilweise zerst\u00f6rt, erkl\u00e4rte Gregor Diez, Postdoc am Institut f\u00fcr Antike der Uni Graz. Gemeinsam mit Jakob Woisetschl\u00e4ger, Experte f\u00fcr optische Messtechnik an der TU Graz, bringt er die verborgenen Geschichten dieser Marmorbl\u00f6cke doch ans Tageslicht.<\/p>\n<p>Eine Wildkamera enth\u00fcllt weitere Details<\/p>\n<p class=\"klz-story-element-paragraph klz-text-copy\" data-testid=\"article-paragraph\">Und das mit erstaunlich einfachen Mitteln: UV-Licht mit einer Wellenl\u00e4nge von 365 Nanometern macht Farbreste und Schmutz in den Vertiefungen der Buchstaben sichtbar. Infrarot-Licht, aufgenommen mit einer Wildkamera, enth\u00fcllt weitere Details &#8211; sogar von der R\u00fcckseite des Steins, wenn dieser d\u00fcnn genug ist.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/Gregror Diez P Kalcher.jpg\" alt=\"Forscher Gregor Diez\" loading=\"lazy\" fetchpriority=\"low\"  class=\"inline-block max-h-[600px] max-w-full h-auto w-auto object-contain\"\/> \u00a9 Uni Graz\/KalcherForscher Gregor Diez<\/p>\n<p class=\"klz-story-element-paragraph klz-text-copy\" data-testid=\"article-paragraph\">Das Team hat noch eine weitere unkonventionelle L\u00f6sung gefunden. Mit einer W\u00e4rmebildkamera und etwas Hitze k\u00f6nnen stark abgetragene oder zerst\u00f6rte Inschriften rekonstruiert werden. \u201eWir haben Steine auf 60 Grad Celsius erhitzt. Aufnahmen beim Abk\u00fchlen offenbaren St\u00f6rungen, die manchmal R\u00fcckschl\u00fcsse auf nicht mehr lesbare Buchstaben zulassen\u201c, schilderte Diez. Die eingemei\u00dfelten Vertiefungen und verwitterte Stellen speichern die W\u00e4rme anders als die glatte Oberfl\u00e4che, so zeichnen sich die Konturen der lateinischen Buchstaben im Infrarotbild deutlich ab &#8211; selbst wenn sie f\u00fcr das menschliche Auge l\u00e4ngst unsichtbar sind.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/csm_uni-graz-roemerstein-inschrift-fluoreszenz_646c81f5ac.jpg\" alt=\"Links die originale Inschrift, rechts nach der Bearbeitung\" loading=\"lazy\" fetchpriority=\"low\"  class=\"inline-block max-h-[600px] max-w-full h-auto w-auto object-contain\"\/> \u00a9 Uni Graz\/DiezLinks die originale Inschrift, rechts nach der BearbeitungSteine finden sich in alten Gem\u00e4uern<\/p>\n<p class=\"klz-story-element-paragraph klz-text-copy\" data-testid=\"article-paragraph\">Viele der antiken Steine sind in Kirchen, Pfarrh\u00f6fen und Burgen und auch anderen Geb\u00e4uden eingemauert worden. Aktuell ist das Team im Raum Hartberg und im Bezirk Murau unterwegs, um die Inschriften vor Ort zu entschl\u00fcsseln. Gef\u00f6rdert wurde das Projekt vom Land\u00a0Steiermark\u00a0im Rahmen des Programms UFO &#8211; Unkonventionelle Forschung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Mit unkonventionellen Werkzeugen wie einer Wildkamera kommen Tausende Jahre alte Inschriften deutlicher zum Vorschein. 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