{"id":327736,"date":"2026-08-11T14:34:10","date_gmt":"2026-08-11T14:34:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/327736\/"},"modified":"2026-08-11T14:34:10","modified_gmt":"2026-08-11T14:34:10","slug":"nach-vorfall-am-flughafen-leipzig-verdaechtige-dna-spuren-und-eine-antenne","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/327736\/","title":{"rendered":"Nach Vorfall am Flughafen Leipzig &#8211; Verd\u00e4chtige DNA-Spuren und eine Antenne"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/antonov-leipzig-102.jpg\" alt=\" Ukrainische Antonov-Flugzeuge stehen am Flugplatz Leipzig\/Halle.\" title=\" Ukrainische Antonov-Flugzeuge stehen am Flugplatz Leipzig\/Halle. | Heiko Rebsch\/dpa\"\/><\/p>\n<p>                    Exklusiv<\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 11.08.2026 \u2022 15:19 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        Nach dem mutma\u00dflichen Anschlagsversuch mit einer Drohne am Flughafen Leipzig\/Halle entdeckten Ermittler nach Recherchen von NDR, WDR und SZ sogar mehrere DNA-Spuren &#8211; und eine verd\u00e4chtige Antenne.\n    <\/p>\n<p>Von Manuel Bewarder, NDR\/WDR, Florian Flade und Roman Lehberger, WDR\n                    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Bei ihrer Spurensuche im Fall des mutma\u00dflichen Anschlagversuchs auf den Leipziger Flughafen machten Ermittler bereits in der vergangenen Woche eine vielversprechende Entdeckung: Sie fanden an einem Baum eine kleine Antenne, die noch sehr relevant bei der Jagd nach den Saboteuren werden k\u00f6nnte.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Nach Informationen von WDR, NDR und S\u00fcddeutscher Zeitung (SZ) gehen die Sicherheitsbeh\u00f6rden inzwischen davon aus, dass die Antenne von den T\u00e4tern installiert wurde. Sie k\u00f6nnte nach Einsch\u00e4tzung von Experten als Signalverst\u00e4rker gedient haben, um die mit Sprengstoff beladene Drohne auf den Flughafen zu steuern.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Antenne ist nur eine von inzwischen mehreren Beweismitteln, die die Polizei derzeit in dem Fall von mutma\u00dflicher Sabotage auswertet. Weitere m\u00f6gliche Hinweise auf die T\u00e4ter erhoffen sich die Sicherheitsbeh\u00f6rden durch DNA-Spuren, die an der Drohne festgestellt wurden. Am sp\u00e4ten Abend des 4. August war die Drohne auf dem Vorfeld neben mehreren ukrainischen Frachtflugzeugen entdeckt worden.<\/p>\n<p>    Verd\u00e4chtige Drohne war offenbar modifiziert<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Dabei soll es sich nach Angaben aus Ermittlerkreisen um ein speziell konstruiertes Modell handeln, das mit einem Zusatzakku f\u00fcr eine sehr lange Flugdauer ausgestattet war. Die Drohne hatte demnach keine Positionslichter und soll \u00fcber eine Kamera verf\u00fcgt haben. An der Drohne waren au\u00dferdem ein 5G-Router befestigt sowie zwei SIM-Karten verbaut.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Nach bisherigem Ermittlungsstand geht das Bundeskriminalamt (BKA) davon aus, dass die Drohne \u00fcber das Mobilfunknetz gesteuert wurde, m\u00f6glicherweise aus gro\u00dfer Entfernung. Die technische Ausstattung h\u00e4tte es wohl theoretisch erm\u00f6glicht, das Flugger\u00e4t von jedem Ort der Erde zu steuern.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der Fund der Antenne an einem Baum nahe des Flughafens, so hei\u00dft es in Sicherheitskreisen, sei ein Hinweis darauf, dass die T\u00e4ter wohl ein m\u00f6glichst st\u00f6rungsfreies und starkes Steuerungssignal f\u00fcr die Drohne erzeugen wollten.<\/p>\n<p>    Selbstgebauter Sprengsatz z\u00fcndete nicht<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Drohne soll am Dienstagabend, gegen 19:30 Uhr, zun\u00e4chst auf einer Tragfl\u00e4che einer der geparkten ukrainischen Antonov-Frachtflugzeuge aufgeschlagen sein. Das habe die Auswertung der \u00dcberwachungskameras am Flughafen ergeben, <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/2026-08\/leipziger-flughafen-drohne-anschlag\" title=\"Die Zeit\" class=\"textlink--extern js-link-dialog\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\" target=\"_blank\" data-type=\"external\">wie die &#8222;Zeit&#8220; berichtet<\/a>. Der Sprengsatz aber z\u00fcndete offensichtlich nicht.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Statt zu explodieren, prallte die Drohne offenbar von der mit Treibstoff gef\u00fcllten Tragfl\u00e4che ab, fiel zu Boden, landete auf der R\u00fcckseite und war wohl nicht mehr startf\u00e4hig. Mehrere Stunden sp\u00e4ter wurde sie den Ermittlungen zufolge von einem Flughafenmitarbeiter entdeckt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Einige Meter neben der Drohne, berichten Fahnder, wurde der selbstgebaute Sprengsatz gefunden: eine Konservendose, die mit rund 600 Gramm des hochexplosiven Sprengstoffs Semtex gef\u00fcllt war. Beim Zusammensto\u00df mit dem geparkten Flugzeug hatte sie sich wohl von der Drohne gel\u00f6st. Nur ein defekter Z\u00fcnder verhinderte wohl die Detonation, und damit eine Katastrophe.<\/p>\n<p>    Ermittler finden DNA-Spuren am Sprengsatz<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die T\u00e4ter hinterlie\u00dfen offenbar unfreiwillig Spuren f\u00fcr die Forensik: An der mit Sprengstoff gef\u00fcllten Dose sollen Experten DNA-Material sichergestellt haben. Weitere verd\u00e4chtige DNA-Spuren unterschiedlicher Qualit\u00e4t sollen laut Sicherheitskreisen sowohl an der Drohne als auch im Umfeld des Tatorts entdeckt worden sein.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Nach Informationen von WDR, NDR und SZ soll es sich unter anderem um einen sogenannten Spur-zu-Spur-Treffer handeln, der mit einem anderen Fall in Zusammenhang stehen k\u00f6nnte, in denen die gleiche DNA aufgetaucht war. Eine weitere DNA-Spur f\u00fchrt zudem offenbar nach Litauen.<\/p>\n<p>    Parallelen zu weiteren Sabotage-F\u00e4llen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Anders als gestern unter anderem von der &#8222;Bild&#8220;-Zeitung berichtet, sollen diese DNA-Spuren aber nicht mit dem fr\u00fcheren, sogenannten DHL-Plot in Verbindung stehen. Zwischen den beiden Sabotage-F\u00e4llen gibt es allerdings auff\u00e4llige Parallelen, die Sicherheitskreise zurzeit genauer betrachten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Vor zwei Jahren hatte ein Netzwerk aus angeworbenen sogenannten Wegwerf-Agenten, das sich von Litauen \u00fcber Polen bis nach Deutschland erstreckte, Brands\u00e4tze zum Teil per Luftfracht verschickt. Gesteuert wurde es den Ermittlungen zufolge wohl vom russischen Milit\u00e4rgeheimdienst GRU. Am Flughafen Leipzig, in Birmingham und in Warschau gingen Pakete in Flammen auf. Mehrere Personen m\u00fcssen sich f\u00fcr die Anschlagsserie derzeit in Polen und Litauen vor Gericht verantworten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Damals hatten die umfangreichen Ermittlungen in mehreren europ\u00e4ischen L\u00e4ndern ergeben, dass ein junger Ukrainer, der f\u00fcr die Anschl\u00e4ge angeworben war, offenbar auch nach Deutschland gereist war. Er soll im Auftrag des russischen Geheimdienstes Gegenst\u00e4nde abgeholt haben, die auch f\u00fcr einen Sprengstoff-Anschlag mit Drohnen genutzt werden k\u00f6nnten. Darunter Drohnenteile, spezielle Halterungen &#8211; und Konservendosen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Exklusiv Stand: 11.08.2026 \u2022 15:19 Uhr Nach dem mutma\u00dflichen Anschlagsversuch mit einer Drohne am Flughafen Leipzig\/Halle entdeckten Ermittler&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":327737,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[25],"tags":[46,42,2744,147,82237,44,156,155,148],"class_list":["post-327736","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-serien","tag-at","tag-austria","tag-drohne","tag-entertainment","tag-flughafen-leipzig-halle","tag-oesterreich","tag-serien","tag-series","tag-unterhaltung"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/117077374751112935","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/327736","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=327736"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/327736\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/327737"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=327736"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=327736"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=327736"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}