{"id":327962,"date":"2026-08-11T16:39:11","date_gmt":"2026-08-11T16:39:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/327962\/"},"modified":"2026-08-11T16:39:11","modified_gmt":"2026-08-11T16:39:11","slug":"folgen-des-klimawandels-die-bevoelkerung-sorgt-sich-immer-mehr-um-die-wasserversorgung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/327962\/","title":{"rendered":"Folgen des Klimawandels &#8211; Die Bev\u00f6lkerung sorgt sich immer mehr um die Wasserversorgung"},"content":{"rendered":"<p>Wasser galt in \u00d6sterreich lange als Selbstverst\u00e4ndlichkeit. Angesichts anhaltender Trockenheit, sinkender Pegelst\u00e4nde und au\u00dfergew\u00f6hnlicher Hitze ger\u00e4t dieses Bild jedoch zunehmend ins Wanken. Das zeigt eine repr\u00e4sentative Studie von Marketagent unter 1.000 \u00d6sterreicherinnen und \u00d6sterreichern.<\/p>\n<p>Die Neuauflage einer erstmals 2023 durchgef\u00fchrten Untersuchung macht sichtbar, wie stark sich die \u00f6ffentliche Wahrnehmung innerhalb von drei Jahren ver\u00e4ndert hat. W\u00e4hrend vor drei Jahren noch 49 Prozent mit Problemen bei der Wasserverf\u00fcgbarkeit innerhalb der n\u00e4chsten zehn Jahre rechneten, sind es 2026 bereits 61 Prozent. Gleichzeitig hat sich der Anteil jener, die die gegenw\u00e4rtige Situation als problematisch beurteilen, von 24 auf 46 Prozent nahezu verdoppelt.<\/p>\n<p>Trockenheit pr\u00e4gt Wahrnehmung<\/p>\n<p>Auch die Sorge um die heimische Trinkwasserversorgung hat zugenommen. Fast jede zweite Person macht sich dar\u00fcber Gedanken. 47 Prozent der Befragten \u00e4u\u00dferten entsprechende Sorgen, im Jahr 2023 lag dieser Wert noch bei 33 Prozent.<\/p>\n<p>Die Ergebnisse fallen in einen Sommer, in dem die Folgen von Trockenheit und Hitze vielerorts sp\u00fcrbar sind. Nach einem trockenen Winter verlief auch das Fr\u00fchjahr deutlich zu niederschlagsarm. Bereits im Juni wurde eine au\u00dfergew\u00f6hnliche Hitzewelle registriert. 57 Prozent der Befragten sch\u00e4tzen die diesj\u00e4hrige Niederschlagsmenge im Vergleich zu den vergangenen f\u00fcnf Jahren als deutlich niedriger ein. Sechs von zehn sehen darin keine vor\u00fcbergehende Wetteranomalie, sondern eine nachhaltige Entwicklung.<\/p>\n<p>\u201eWasserknappheit ist f\u00fcr viele Menschen mittlerweile kein abstraktes Zukunftsszenario mehr. Ausgetrocknete B\u00f6den, niedrige Pegelst\u00e4nde und au\u00dfergew\u00f6hnliche Hitze machen die Entwicklung unmittelbar sichtbar\u201c, erkl\u00e4rt Thomas Schwabl, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von Marketagent. \u201eDie Sorge um die Wasserversorgung ist seit unserer ersten Erhebung stark gestiegen, und eine klare Mehrheit rechnet damit, dass \u00d6sterreich innerhalb der n\u00e4chsten zehn Jahre mit Problemen konfrontiert sein wird.\u201c<\/p>\n<p>Waldbr\u00e4nde und Landwirtschaft<\/p>\n<p>Ver\u00e4nderungen bei Seen und Fl\u00fcssen werden ebenfalls von einem Gro\u00dfteil der Bev\u00f6lkerung wahrgenommen. 43 Prozent berichten von starken Pegelr\u00fcckg\u00e4ngen bei heimischen Gew\u00e4ssern, weitere 40 Prozent haben zumindest leichte R\u00fcckg\u00e4nge beobachtet. Insgesamt registrieren damit 83 Prozent Ver\u00e4nderungen bei den Wasserst\u00e4nden.<\/p>\n<p>Besonders gro\u00df sind die Bef\u00fcrchtungen hinsichtlich m\u00f6glicher Folgen der Wasserknappheit. 92 Prozent der Befragten halten eine steigende Waldbrandgefahr in den kommenden zehn Jahren f\u00fcr wahrscheinlich. 90 Prozent rechnen mit Beeintr\u00e4chtigungen der Landwirtschaft. Mehr als die H\u00e4lfte, n\u00e4mlich 56 Prozent, h\u00e4lt auch eine Gef\u00e4hrdung der menschlichen Gesundheit durch fehlendes Trinkwasser f\u00fcr m\u00f6glich.<\/p>\n<p>\u201eWasserknappheit ist weit mehr als ein Thema der Trinkwasserversorgung. Die Menschen sehen sehr klar, welche Kettenreaktionen damit verbunden sein k\u00f6nnen\u201c, sagt Andrea Berger, Research &amp; Communications Manager bei Marketagent. \u201eDie gro\u00dfe Mehrheit rechnet mit einer steigenden Waldbrandgefahr, Beeintr\u00e4chtigungen f\u00fcr die Landwirtschaft aber auch die Energieversorgung.\u201c<\/p>\n<p>Hoher Stellenwert von Wasser<\/p>\n<p>Welchen Stellenwert Wasser f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung besitzt, zeigt die Studie ebenfalls deutlich. Der Zugang zu sauberem Trink- und Quellwasser wird von 84 Prozent als wertvollste Errungenschaft \u00d6sterreichs bezeichnet. Dahinter folgen die umfassende Gesundheitsversorgung sowie die gute Luftqualit\u00e4t mit jeweils 71 Prozent Zustimmung.<\/p>\n<p>Die zunehmende Sensibilisierung spiegelt sich auch im pers\u00f6nlichen Verhalten wider. 86 Prozent geben an, zumindest ein wenig auf ihren t\u00e4glichen Wasserverbrauch zu achten. 2023 lag dieser Anteil noch bei 82 Prozent. Gleichzeitig wird der tats\u00e4chliche Verbrauch oft untersch\u00e4tzt. Im Durchschnitt gehen die Befragten von einem pers\u00f6nlichen Tagesverbrauch von 85 Litern aus. Laut Bundesministerium f\u00fcr Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft liegt dieser jedoch bei rund 130 Litern pro Person und Tag.<\/p>\n<p>F\u00fcr den Fall einer akuten Mangelsituation zeigt sich die Bev\u00f6lkerung zu Einschr\u00e4nkungen bereit. Ein Autowaschverbot w\u00fcrden 85 Prozent unterst\u00fctzen, nach 78 Prozent im Jahr 2023. Auch ein Verbot zum Bef\u00fcllen privater Pools st\u00f6\u00dft mit 78 Prozent auf breite Zustimmung, gegen\u00fcber 75 Prozent bei der vorangegangenen Erhebung.<\/p>\n<p>                                    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/img-tccPn6J0ZrY55cq8.jpeg\" alt=\"Wassersparen ist auch in Neulengbach die Devise\"\/><\/p>\n<p>    Hitze und Trockenheit<\/p>\n<p>                                    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/img-O64swfhqe3FU2bbY.jpeg\" alt=\"Wasser gesichert, dennoch Sparsamkeit gefragt\"\/><\/p>\n<p>    Korneuburg<\/p>\n<p>                                    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/img-UJAclcfcx3BezrB7.jpeg\" alt=\"NEOS fordern Ma\u00dfnahmen f\u00fcr nachhaltige Wasserversorgung in N\u00d6\"\/><\/p>\n<p>    Politik<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wasser galt in \u00d6sterreich lange als Selbstverst\u00e4ndlichkeit. 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