{"id":32894,"date":"2026-03-08T15:24:08","date_gmt":"2026-03-08T15:24:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/32894\/"},"modified":"2026-03-08T15:24:08","modified_gmt":"2026-03-08T15:24:08","slug":"da-schnuert-es-einem-den-hals-zu-diepresse-com","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/32894\/","title":{"rendered":"Da schn\u00fcrt es einem den Hals zu \u2013 DiePresse.com"},"content":{"rendered":"<p>Bei ihrem Wiener Deb\u00fct in der Titelrolle von Puccinis Oper ber\u00fchrte Ermonela Jaho mit ihrem Spiel, entt\u00e4uschte aber stimmlich. Viel erfreulicher: Stephanie Maitland als Suzuki und Saimir Pirgu als Pinkerton.<\/p>\n<p>Es war die eindringlichste Szene des Abends: die zarte, kleine Puppe, die Butterflys Sohn verk\u00f6rpert, neigt \u2013 durch Puppenspielerhand gef\u00fchrt \u2013 den Kopf, um seine Mutter zu tr\u00f6sten. Da entsteht eine so zerbrechliche Atmosph\u00e4re, dass es einem den Hals zuschn\u00fcrt. Die Inszenierung Anthony Minghellas, die am Samstag zum 19. Mal an der Wiener Staatsoper zu sehen war, gefiel mit ihrer ausgefeilten \u00c4sthetik. Es machte Eindruck, wie in einem riesigen Spiegel, der \u00fcber den K\u00f6pfen der Darstellenden schwebt, die bunten Kost\u00fcme, ein sich drehender Sonnenschirm und dunkel gewandete T\u00e4nzer mit hellen, elegant platzierten Lampions quasi gedoppelt werden. Und die fragilen Puppen, die f\u00fcr Butterfly und ihren Sohn stehen, entfalteten eine starke Wirkung.<\/p>\n<p>Das kann man von einigen gesanglichen Leistungen des Abends nicht behaupten. Entt\u00e4uschend vor allem Ermonela Jaho als Cio-Cio-San. Zwar merkte man ihrer Darstellung an, dass sie diese Partie schon oft interpretiert hat, beispielsweise in Aix-en-Provence, in Madrid und am <a href=\"https:\/\/www.diepresse.com\/thema\/royal-opera-house\" data-tracking=\"at-link\" data-tracking-data=\"{\" event=\"\" click=\"\" article=\"\" butterfly=\"\" an=\"\" der=\"\" staatsoper:=\"\" da=\"\" schn=\"\" es=\"\" einem=\"\" den=\"\" hals=\"\" zu=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Royal Opera House<\/a> in London. Auch an der <a href=\"https:\/\/www.diepresse.com\/thema\/metropolitan-opera\" data-tracking=\"at-link\" data-tracking-data=\"{\" event=\"\" click=\"\" article=\"\" butterfly=\"\" an=\"\" der=\"\" staatsoper:=\"\" da=\"\" schn=\"\" es=\"\" einem=\"\" den=\"\" hals=\"\" zu=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Metropolitan Opera<\/a> New York und den Opernh\u00e4usern von Paris und Berlin war sie damit engagiert. Intensiv lie\u00df sie vor allem den Schmerz und die Leere nachempfinden, die ihre Figur versp\u00fcrt. <\/p>\n<p>Doch blieb stimmlich \u2013 trotz des umsichtigen Dirigats von Marco Armiliato \u2013 vieles blass und zu wenig intensiv. Manches war sogar fast nicht h\u00f6rbar, gerade in der Mittellage. Das kann nat\u00fcrlich auch ein Gestaltungselement sein, gerade bei dieser Figur, daf\u00fcr war es aber zu oft der Fall. Besser schlug sich der albanische Tenor Saimir Pirgu als Pinkerton, der sich vor allem im ersten Akt souver\u00e4n pr\u00e4sentierte und den Marineleutnant mit Ausstrahlung und angenehmem Timbre ausstattete. <\/p>\n<p>Die \u00fcberzeugendste Interpretation des Abends lieferte aber Stephanie Maitland als <a href=\"https:\/\/www.diepresse.com\/thema\/suzuki\" data-tracking=\"at-link\" data-tracking-data=\"{\" event=\"\" click=\"\" article=\"\" butterfly=\"\" an=\"\" der=\"\" staatsoper:=\"\" da=\"\" schn=\"\" es=\"\" einem=\"\" den=\"\" hals=\"\" zu=\"\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Suzuki<\/a> mit durchdringender Stimme und nahegehendem Mitgef\u00fchl f\u00fcr Butterfly. Gut auch das Deb\u00fct von Attila Mokus als Sharpless, der die Zerrissenheit seiner Figur in den Vordergrund stellte. Als F\u00fcrst Yamadori bedr\u00e4ngte erstmals Andrei Maksimov die Butterfly, er war darstellerisch wie stimmlich sehr pr\u00e4sent. In Erinnerung bleibt dennoch vor allem der Schauwert der Inszenierung, die elegant mit fern\u00f6stlichem Flair spielt.<\/p>\n<p>    Lesen Sie mehr zu diesen Themen:<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Bei ihrem Wiener Deb\u00fct in der Titelrolle von Puccinis Oper ber\u00fchrte Ermonela Jaho mit ihrem Spiel, entt\u00e4uschte aber&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":32895,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[22],"tags":[46,42,147,805,44,148],"class_list":{"0":"post-32894","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-unterhaltung","8":"tag-at","9":"tag-austria","10":"tag-entertainment","11":"tag-oper","12":"tag-oesterreich","13":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/116194250721740967","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/32894","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=32894"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/32894\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/32895"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=32894"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=32894"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=32894"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}