{"id":329137,"date":"2026-08-12T09:11:07","date_gmt":"2026-08-12T09:11:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/329137\/"},"modified":"2026-08-12T09:11:07","modified_gmt":"2026-08-12T09:11:07","slug":"weniger-suesses-weniger-verlangen-danach-eine-studie-widerspricht-der-verbreiteten-annahme","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/329137\/","title":{"rendered":"Weniger S\u00fc\u00dfes, weniger Verlangen danach? Eine Studie widerspricht der verbreiteten Annahme"},"content":{"rendered":"<p class=\"text-justify\">Viele Menschen versuchen, ihren Appetit auf S\u00fc\u00dfes zu z\u00fcgeln, indem sie s\u00fc\u00df schmeckende Lebensmittel m\u00f6glichst meiden. Doch genau dieser Ansatz k\u00f6nnte weniger wirksam sein als oft angenommen. In einer sechsmonatigen Studie wurden 180 Teilnehmende in drei Gruppen eingeteilt. Sie erhielten Ern\u00e4hrungspl\u00e4ne mit hohem, durchschnittlichem oder niedrigem Anteil s\u00fc\u00df schmeckender Lebensmittel. Die S\u00fc\u00dfe stammte dabei nicht nur aus Zucker, sondern auch aus nat\u00fcrlich s\u00fc\u00dfen Lebensmitteln und kalorienarmen S\u00fc\u00dfstoffen.\u00a0<\/p>\n<p>Was nach sechs Monaten ohne viel S\u00fc\u00dfes passierte<\/p>\n<p class=\"text-justify ad-float-right\">Das \u00fcberraschende Ergebnis: Am Ende der Studie zeigten sich zwischen den Gruppen keine bedeutsamen Unterschiede bei der Vorliebe f\u00fcr s\u00fc\u00dfe Lebensmittel oder bei der Wahrnehmung von S\u00fc\u00dfe. Wer weniger s\u00fc\u00df a\u00df, verlor also nicht seinen Geschmack f\u00fcr S\u00fc\u00dfes. Gleichzeitig entwickelten Menschen mit besonders s\u00fc\u00dfer Ern\u00e4hrung keine st\u00e4rkere Vorliebe f\u00fcr s\u00fc\u00dfe Speisen. Ver\u00f6ffentlicht wurde die Studie im American Journal of Clinical Nutrition.<\/p>\n<p>Gewicht und andere Werte blieben \u00e4hnlich<\/p>\n<p class=\"text-justify\">Die Forschenden untersuchten nicht nur die Geschmackspr\u00e4ferenzen. Sie erfassten auch das K\u00f6rpergewicht und analysierten Blut- sowie Urinproben auf Marker, die mit Diabetes- und Herz-Kreislauf-Risiken in Verbindung stehen. Auch hier zeigte sich nach sechs Monaten kein signifikanter Unterschied zwischen den Gruppen. Weder Gewicht noch die gemessenen Gesundheitsmarker entwickelten sich unterschiedlich, obwohl die Teilnehmer verschieden viel s\u00fc\u00df schmeckende Nahrung zu sich nahmen.\u00a0<\/p>\n<p>Warum s\u00fc\u00dfer Geschmack nicht mit Zucker gleichzusetzen ist<\/p>\n<p class=\"text-justify\">Die Ergebnisse stellen die verbreitete Annahme infrage, dass eine geringere Aufnahme s\u00fc\u00df schmeckender Lebensmittel automatisch dazu f\u00fchrt, dass Menschen weniger S\u00fc\u00dfes m\u00f6gen oder verlangen. Nach Ansicht der Forschenden sollte der Fokus m\u00f6glicherweise st\u00e4rker auf dem tats\u00e4chlichen Zuckergehalt und auf energiereichen Lebensmitteln liegen, nicht auf dem s\u00fc\u00dfen Geschmack allein.\u00a0<\/p>\n<p class=\"text-justify\">Das ist ein wichtiger Unterschied: Ein Lebensmittel kann s\u00fc\u00df schmecken, weil es Zucker enth\u00e4lt, aber auch durch nat\u00fcrlich vorkommende Zucker oder kalorienarme S\u00fc\u00dfstoffe. Umgekehrt k\u00f6nnen manche Produkte reichlich Zucker enthalten, ohne besonders s\u00fc\u00df zu schmecken.\u00a0<\/p>\n<p>Was die Studie nicht beantworten kann<\/p>\n<p class=\"text-justify\">Die Untersuchung hat die Studienteilnehmenden war zwar zuf\u00e4llig auf die drei Gruppen viel, durchschnittlich oder wenig S\u00fc\u00dfes aufgeteilt und gilt damit als aussagekr\u00e4ftig. Dennoch wurden die Teilnehmenden nur \u00fcber sechs Monate beobachtet. Zudem zeigt die Studie lediglich, dass sich die gemessenen Werte in diesem Zeitraum nicht unterschieden. Ob andere Effekte bei l\u00e4ngerer Beobachtungsdauer auftreten k\u00f6nnten, l\u00e4sst sich daraus nicht ableiten.\u00a0<\/p>\n<p class=\"text-justify\">\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Viele Menschen versuchen, ihren Appetit auf S\u00fc\u00dfes zu z\u00fcgeln, indem sie s\u00fc\u00df schmeckende Lebensmittel m\u00f6glichst meiden. 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