{"id":329417,"date":"2026-08-12T11:57:18","date_gmt":"2026-08-12T11:57:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/329417\/"},"modified":"2026-08-12T11:57:18","modified_gmt":"2026-08-12T11:57:18","slug":"till-broenner-ohne-ofen-gibts-keinen-kuchen-jazz-musiker-trifft-mit-ganz-einfacher-steuer-rechnung-einen-nerv","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/329417\/","title":{"rendered":"Till Br\u00f6nner: \u201eOhne Ofen gibt\u2019s keinen Kuchen\u201c \u2013 Jazz-Musiker trifft mit \u201eganz einfacher\u201c Steuer-Rechnung einen Nerv"},"content":{"rendered":"<p>Jazz-Musiker Till Br\u00f6nner rechnet in simplen Worten seine Steuerlast vor. Dem K\u00fcnstler wird zu viel \u00fcber Umverteilung und zu wenig \u00fcber das Erwirtschaften gesprochen. Irgendwann, sagt er, stimmen Menschen mit den F\u00fc\u00dfen ab.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Einige Videos ben\u00f6tigen Zeit, bis sie im Internet viral gehen: Jazz-Musiker Till Br\u00f6nner erf\u00e4hrt seit Wochenbeginn viel Zuspruch in den Sozialen Medien f\u00fcr ein Instagram-Video vom 2. August mit einer einfachen politischen Botschaft: Der Trompeter hat genug von der Umverteilungsdebatte. Er w\u00fcrde viel lieber dar\u00fcber sprechen, wie das Land wirtschaftlich wieder nach vorn gebracht werden kann.<\/p>\n<p>\u201eEigentlich wollte ich nur Trompete spielen. Mehr war nie geplant\u201c, beginnt Br\u00f6nner sein Video. Nun sei er als erfolgreicher K\u00fcnstler doch Unternehmer, bezahle Mitarbeiter, kalkuliere Gagen und stelle Rechnungen. Dann beginnt Br\u00f6nner mit \u201eeiner ganz einfachen Rechnung\u201c:<\/p>\n<p>\u201eJemand m\u00f6chte mich f\u00fcr 1000 Euro engagieren. Um diese 1000 Euro ausgeben zu k\u00f6nnen, musste er \u2013 stark vereinfacht gesagt \u2013 2000 Euro verdienen\u201c, sagt Br\u00f6nner. \u201eJetzt bekomme ich diese 1000 Euro, und wenn davon nach Steuern und Abgaben rund die H\u00e4lfte bleibt, dann sind das, einfach gerechnet, 500 Euro. \u201eSehr vereinfacht gesagt: Von 2000 Euro sind 1500 beim Staat gelandet und 500 bei mir\u201c, sagt Br\u00f6nner. \u201eWenn ich sage: Sorry Kollege, f\u00fcr 500 Euro kann ich\u2019s leider nicht machen, dann findet das Gesch\u00e4ft \u00fcberhaupt nicht statt. Kein Honorar, keine Steuern, kein Auftrag.\u201c<\/p>\n<p>Er beschwere sich nicht dar\u00fcber, Steuern zu zahlen. Es gehe ihm um etwas anderes. \u201eWir reden wahnsinnig viel dar\u00fcber, wie der Kuchen verteilt werden soll\u201c, sagt Br\u00f6nner. Gerechtigkeits- und Verteilungsfragen seien wichtig. \u201eAber manchmal frage ich mich, ob wir uns genauso viele Gedanken \u00fcber den Ofen machen. Ohne hei\u00dfen Ofen gibt es keinen Kuchen. Nicht mal einen so kleinen. Und ohne die Menschen, die ihn backen, gibt&#8217;s auch nichts zu verteilen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eDeutschland nimmt inzwischen fast eine Billion an Steuern im Jahr ein\u201c, erinnert der 55-J\u00e4hrige an die drastisch gestiegenen Steuereinnahmen, die im vergangenen Jahr <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article6968bd9a29d7700ee8582b91\/steuereinnahmen-knacken-billion-marke-bund-macht-minus-von-107-milliarden-euro.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article6968bd9a29d7700ee8582b91\/steuereinnahmen-knacken-billion-marke-bund-macht-minus-von-107-milliarden-euro.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">erstmals die Marke von einer Billion Euro geknackt haben<\/a>. \u201eEine Billion. Das sind 1000 Milliarden. Das ist eine Zahl, die kann man sich kaum vorstellen. Gleichzeitig w\u00e4chst unsere Wirtschaft kaum\u201c, sagt Br\u00f6nner.<\/p>\n<p>Jetzt dar\u00fcber zu sprechen, Verm\u00f6gen und Erbschaften st\u00e4rker zu besteuern, gehe am eigentlichen Problem vorbei. \u201eDass von \u00fcber 80 Millionen Menschen ein paar wenige Tausend noch etwas mehr bezahlen und dann geht es uns allen wieder gut? Ich glaube, so einfach wird das nicht funktionieren\u201c, urteilt Br\u00f6nner. \u201eMir fehlt die andere Seite der Debatte. Nicht: Wie verteilen wir das Ganze besser? Sondern: Wie entsteht Wohlstand eigentlich, wenn wir mehr davon wollen?\u201c<\/p>\n<p>Br\u00f6nner: \u201eMenschen stimmen mit den F\u00fc\u00dfen ab\u201c<\/p>\n<p>Br\u00f6nner erinnert daran, dass 2025 288.000 Deutsche das Land verlassen h\u00e4tten. \u201eEs darf uns als Land nicht gleichg\u00fcltig sein, wenn Menschen gehen. Genauso wenig, wie es uns gleichg\u00fcltig sein darf, wer zu uns kommt. Beides sagt etwas dar\u00fcber aus, wie attraktiv wir als Gesellschaft sind. Menschen stimmen irgendwann auch einfach mit den F\u00fc\u00dfen ab.\u201c<\/p>\n<p>Er schlie\u00dft sein Video mit einem Wunsch. \u201eIch w\u00fcnsche mir keine \u00e4rmere Gesellschaft mit gerechterer Verteilung. Ich w\u00fcnsche mir eine wohlhabendere Gesellschaft, in der m\u00f6glichst viele Menschen erfolgreich sein k\u00f6nnen\u201c, sagt Br\u00f6nner. Und pl\u00e4diert f\u00fcr einen Mentalit\u00e4tswechsel. \u201eWenn jemand was geschafft hat, k\u00f6nnte unsere Frage auch mal sein: Wie hat der das geschafft? Und nicht: Warum hat der mehr als ich?\u201c<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich m\u00fcsse eine Gesellschaft Menschen auffangen, die Hilfe ben\u00f6tigen. \u201eDa bin ich voll dabei\u201c, sagt Br\u00f6nner. \u201eAber sie sollte Menschen, die was k\u00f6nnen, etwas wagen oder etwas aufbauen wollen, auch sagen: Ey mach\u2019, Alter. Ist gut f\u00fcr uns alle.\u201c<\/p>\n<p>Zu seinem Video erh\u00e4lt Br\u00f6nner viel Zuspruch. \u201eDanke f\u00fcr deinen Mut und die Inspiration\u201c, schreibt ein Nutzer. \u201eEine wunderbare Art, die Dinge beim Namen zu nennen \u2013 ruhig, sachlich und mit einer wohltuenden Klarheit\u201c, eine andere. <\/p>\n<p>Auch Schauspieler Jan-Josef Liefers \u00e4u\u00dfert sich: \u201eKommt mir bekannt vor\u201c, schreibt er. Andere beklagen die im OECD-Vergleich exorbitante Steuer- und Abgabenlast in Deutschland. <\/p>\n<p>Bereits 2020 erzielte Br\u00f6nner <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/kultur\/plus220432536\/Till-Broenner-Da-draussen-ist-die-Geduld-am-Ende.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/kultur\/plus220432536\/Till-Broenner-Da-draussen-ist-die-Geduld-am-Ende.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">mit einem Video samt scharfer Kritik an den Lockdowns wegen Corona<\/a> breite Aufmerksamkeit.<\/p>\n<p>sebe<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Jazz-Musiker Till Br\u00f6nner rechnet in simplen Worten seine Steuerlast vor. Dem K\u00fcnstler wird zu viel \u00fcber Umverteilung und&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":329418,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[27],"tags":[46,42,14527,84923,175,147,958,84924,2256,44,176,2330,210,29385,148],"class_list":["post-329417","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-prominente","tag-at","tag-austria","tag-auswanderung","tag-broenner","tag-celebrities","tag-entertainment","tag-instagram","tag-jazz-ks","tag-newsteam","tag-oesterreich","tag-prominente","tag-steuern","tag-texttospeech","tag-till","tag-unterhaltung"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/117082419864120112","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/329417","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=329417"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/329417\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/329418"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=329417"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=329417"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=329417"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}