{"id":330317,"date":"2026-08-12T22:02:14","date_gmt":"2026-08-12T22:02:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/330317\/"},"modified":"2026-08-12T22:02:14","modified_gmt":"2026-08-12T22:02:14","slug":"rote-bete-saft-koennte-nierenfunktion-bei-schwangeren-mit-chronischer-nierenerkrankung-unterstuetzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/330317\/","title":{"rendered":"Rote-Bete-Saft k\u00f6nnte Nierenfunktion bei Schwangeren mit chronischer Nierenerkrankung unterst\u00fctzen"},"content":{"rendered":"<p class=\"wp-block-paragraph\">Laut einer neuen, unter der Leitung des King\u2019s College London durchgef\u00fchrten Studie k\u00f6nnte die t\u00e4gliche Einnahme von Rote-Bete-Saft eine einfache und leicht zug\u00e4ngliche M\u00f6glichkeit bieten, die Nierenfunktion bei schwangeren Frauen mit chronischer Nierenerkrankung zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine t\u00e4gliche Erg\u00e4nzung mit Rote-Bete-Saft k\u00f6nnte eine einfache M\u00f6glichkeit sein, die Nierenfunktion von Schwangeren mit chronischer Nierenerkrankung zu unterst\u00fctzen. Darauf deuten die Ergebnisse einer aktuellen Studie unter Leitung von Forschenden des King\u2019s College London hin, die in \u201eKidney International Reports\u201c <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.ekir.2026.106704\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">ver\u00f6ffentlicht<\/a> wurde.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine Schwangerschaft stellt f\u00fcr die Nieren eine zus\u00e4tzliche Belastung dar. Bei Frauen mit einer mittelgradigen bis schweren chronischen Nierenerkrankung kommt es bei etwa der H\u00e4lfte w\u00e4hrend der Schwangerschaft zu einer Verschlechterung der Nierenfunktion. Trotz dieser Risiken haben sich die Schwangerschaftsergebnisse bei Frauen mit chronischer Nierenerkrankung in den vergangenen 30 Jahren kaum verbessert. Zudem sind viele Medikamente zur Behandlung der Nierenerkrankung in der Schwangerschaft nicht geeignet, sodass Patientinnen ihre Therapie h\u00e4ufig f\u00fcr mehrere Monate unterbrechen m\u00fcssen.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vor diesem Hintergrund untersuchten die Forschenden, ob Nitrat aus der Nahrung, wie es in Rote-Bete-Saft enthalten ist, eine sichere M\u00f6glichkeit zur Unterst\u00fctzung der Nierengesundheit w\u00e4hrend der Schwangerschaft darstellen k\u00f6nnte. Nitrate werden im K\u00f6rper unter anderem zu Stickstoffmonoxid (NO) umgewandelt. Dieser Botenstoff tr\u00e4gt zur Erweiterung von Blutgef\u00e4\u00dfen und einer verbesserten Durchblutung bei.<\/p>\n<p>Untersuchung bei Schwangeren mit chronischer Nierenerkrankung<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In die Studie wurden 108 Schwangere mit einer chronischen Nierenerkrankung im Stadium 2 bis 5 aus acht britischen Kliniken eingeschlossen. Die Teilnehmerinnen wurden vor der 25. Schwangerschaftswoche zuf\u00e4llig einer von zwei Gruppen zugeteilt: Sie erhielten entweder die \u00fcbliche Versorgung oder zus\u00e4tzlich t\u00e4glich einen Rote-Bete-Saft mit Nitrat.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Prim\u00e4res Ziel der Untersuchung war es, die Durchf\u00fchrbarkeit einer gr\u00f6\u00dferen klinischen Studie zu pr\u00fcfen. Die Ergebnisse lieferten jedoch auch erste Hinweise auf m\u00f6gliche Vorteile f\u00fcr Mutter und Kind.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei Frauen, die Rote-Bete-Saft erhielten, traten insgesamt etwa 70 Prozent weniger schwerwiegende unerw\u00fcnschte Ereignisse auf als unter der Standardversorgung. Etwa die H\u00e4lfte der schwerwiegenden Ereignisse betraf Neugeborene.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei Frauen mit fortgeschrittenerer Nierenerkrankung beobachteten die Forschenden zudem Trends zu einer besseren Nierenfunktion nach der Schwangerschaft, weniger Aufnahmen von Neugeborenen auf eine neonatologische Station sowie einem geringeren Bedarf an Blutdruckmedikamenten w\u00e4hrend der Schwangerschaft.<\/p>\n<p>Keine Hinweise auf erh\u00f6htes Hyperkali\u00e4mie-Risiko<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein wichtiger Aspekt der Untersuchung war die Sicherheit der Intervention. Fr\u00fchere Bedenken hatten sich darauf bezogen, dass Rote-Bete-Saft aufgrund seines Kaliumgehalts bei Schwangeren mit chronischer Nierenerkrankung m\u00f6glicherweise das Risiko einer Hyperkali\u00e4mie erh\u00f6hen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der Studie zeigte sich jedoch kein Anstieg hoher Kaliumwerte im Blut bei Frauen, die den Rote-Bete-Saft erhielten. Die Forschenden fanden keine Hinweise auf sicherheitsrelevante Probleme im Zusammenhang mit der Supplementierung.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eEine Schwangerschaft kann die Nieren zus\u00e4tzlich belasten, und f\u00fcr Frauen mit chronischer Nierenerkrankung gibt es derzeit nur begrenzte M\u00f6glichkeiten, die Nierenfunktion w\u00e4hrend dieser Zeit zu sch\u00fctzen\u201c, erkl\u00e4rt Erstautorin Dr. Priscilla Smith vom King\u2019s College London. Die Ergebnisse deuteten darauf hin, dass Rote-Bete-Saft ein einfacher und zug\u00e4nglicher Ansatz sein k\u00f6nnte, der weiter untersucht werden sollte.<\/p>\n<p>Gr\u00f6\u00dfere Studien erforderlich<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Autoren betonen, dass nun gr\u00f6\u00dfere klinische Studien notwendig sind, um zu pr\u00fcfen, ob Rote-Bete-Saft tats\u00e4chlich den Verlust der Nierenfunktion verlangsamen und langfristige Ergebnisse f\u00fcr Mutter und Kind verbessern kann.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sollten sich die Ergebnisse best\u00e4tigen, k\u00f6nnte die Intervention eine kosteng\u00fcnstige und breit verf\u00fcgbare M\u00f6glichkeit darstellen, Schwangere mit chronischer Nierenerkrankung zu unterst\u00fctzen, f\u00fcr die bislang nur begrenzte sichere Therapieoptionen zur Verf\u00fcgung stehen.<\/p>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">(lj\/BIERMANN)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Laut einer neuen, unter der Leitung des King\u2019s College London durchgef\u00fchrten Studie k\u00f6nnte die t\u00e4gliche Einnahme von Rote-Bete-Saft&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":330318,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[20],"tags":[46,42,15697,124,123,44,71032,2159],"class_list":["post-330317","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-gesundheit","tag-at","tag-austria","tag-chronische-nierenerkrankung","tag-gesundheit","tag-health","tag-oesterreich","tag-rote-bete","tag-schwangerschaft"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@at\/117084798802573940","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/330317","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=330317"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/330317\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/330318"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=330317"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=330317"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=330317"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}