{"id":330955,"date":"2026-08-13T06:44:11","date_gmt":"2026-08-13T06:44:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/330955\/"},"modified":"2026-08-13T06:44:11","modified_gmt":"2026-08-13T06:44:11","slug":"folgen-von-duerre-und-niedrigwasser-die-auswirkungen-im-alltag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/330955\/","title":{"rendered":"Folgen von D\u00fcrre und Niedrigwasser &#8211; die Auswirkungen im Alltag"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/rhein-204.jpg\" alt=\"Der Rhein mit extremen Niedrigwasser.\" title=\"Der Rhein mit extremen Niedrigwasser. | WDR\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 13.08.2026 \u2022 06:00 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        Die Pegelst\u00e4nde des Rheins sinken weiter &#8211; was die Logistik massiv st\u00f6rt. Gleichzeitig leidet die Landwirtschaft stark unter der anhaltenden Trockenheit. Woran sind die Folgen im Alltag bereits zu merken?\n    <\/p>\n<p>                                    <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/korrespondent-183.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n                                        <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Jens Eberl\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/eberl-101.jpg\"\/><br \/>\n                                    <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Transporte werden immer teurer, sagt Thomas Puls, der beim Institut der deutschen Wirtschaft (IW) f\u00fcr den Bereich Verkehr und Infrastruktur zust\u00e4ndig ist. Die Herausforderungen wachsen t\u00e4glich: &#8222;Die Frachtraten vom Oberrhein Richtung Rotterdam hatten sich schon vor einer Woche in etwa vervierfacht, da Transporte nur mit extrem reduzierter Ladung durchgef\u00fchrt werden konnten.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Mit einem Pegelstand in Kaub von weniger als 20 Zentimeter sei es wahrscheinlich, dass die Transportwege \u00fcber den Rhein bald abgeschnitten sind. Und bedingt durch die sehr beschr\u00e4nkten Kapazit\u00e4ten auf der Stra\u00dfe und auf der Rheinschiene seien diese bisherigen Transporte nur in geringem Umfang und zu sehr hohen Kosten verlagerbar. Erste Unternehmen haben bereits angek\u00fcndigt, ihre Produktionen zu drosseln.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Etwas beruhigend f\u00fcr den Endverbraucher sei die Tatsache, dass vom Niedrigwasser vor allem Grundstoffindustrien betroffen seien. Beispielsweise Petrochemie, Chemie und Stahl nutzen den Rhein, also Branchen die eher konsumfern sind. &#8222;Soll hei\u00dfen, dass die dort jetzt auftretenden Probleme eine Weile brauchen werden, bis sie beim Konsumenten ankommen. Dazu kommt dann die Frage, wie hoch der Gesamtanteil der Grundstoffe an den Endkonsumenten-Preisen ist. Ich w\u00fcrde daher nicht damit rechnen, dass wir in Superm\u00e4rkten sichtbare Preisspr\u00fcnge durch das Niedrigwasser erleben werden&#8220;, so die Einsch\u00e4tzung von Thomas Puls.<\/p>\n<p>    Transportkosten steigen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Auch bei der Supermarktkette Rewe gibt man sich aktuell noch entspannt. &#8222;Aktuell sehen wir keine Auswirkungen auf die Warenversorgung. Wir stehen in engem Austausch mit unseren Lieferanten und sind flexibel aufgestellt, um die Versorgung auch weiterhin zu gew\u00e4hrleisten&#8220;, schreibt eine Sprecherin auf Anfrage. Zur Preisgestaltung in der Zukunft k\u00f6nne man keine Auskunft geben.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Klar ist aber, die Kosten steigen. &#8222;Nat\u00fcrlich ist der Transport mit 100 Lkw teurer als mit einem Binnenschiff&#8220;, sagt R\u00fcdiger Ostrowski vom Verband Spedition und Logistik Nordrhein-Westfalen. &#8222;Das k\u00f6nnte die Produkte um ein paar Cent teurer machen.&#8220; Per Binnenschifffahrt w\u00fcrden Masseng\u00fcter transportiert, wie Getreide, Eisenerz oder Raps. Und darum k\u00f6nnte die Margarine, die aus dem Raps gemacht wird, auch teurer werden, &#8222;die kostet dann vielleicht 1,95 Euro statt 1,90 Euro pro Packung&#8220;, so seine Vermutung.<\/p>\n<p>    Sprit noch teurer<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Etwas angespannter ist die Lage bei den Kraftstoffpreisen. Diese sind im Rheingebiet bereits relativ zum restlichen Bundesgebiet gestiegen. &#8222;Hintergrund ist, dass hier das Binnenschiff in die Transportketten eingebunden ist und die gestiegenen Transportkosten sehr schnell den Konsumenten erreichen. Auch bei Baukosten ist eine weitere Steigerung durch die Transportlage auf dem Rhein zu erwarten. Ein betroffenes Gut aus diesem Bereich ist beispielsweise Bitumen&#8220;, so Thomas Puls vom IW.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Das derzeitige Niedrigwasser am Rhein wirkt preistreibend&#8220;, sagt auch der ADAC-Kraftstoffmarktexperte Christian Labere. Es sei aber nur einer von mehreren Einflussfaktoren auf die aktuellen Spritpreise. Durch die Verlagerung von g\u00fcnstigen Tankschiffen auf vergleichsweise kleine Lkw steigen die Preise. Zudem werde der deutsche Markt nicht ausschlie\u00dflich \u00fcber den Rhein, sondern \u00fcber ein &#8222;Netzwerk aus Seeh\u00e4fen, Raffinerien, Pipelines sowie den Schienen- und Stra\u00dfenverkehr&#8220; versorgt, sagt Laberer. &#8222;Daher d\u00fcrfte das Niedrigwasser derzeit vor allem regional zu h\u00f6heren Kraftstoffpreisen beitragen.&#8220; Die teuersten Bundesl\u00e4nder bei Benzin sind aktuell Nordrhein-Westfalen und Hessen vor Bremen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland.<\/p>\n<p>    H\u00f6here Preise f\u00fcr Gem\u00fcse<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Unabh\u00e4ngig vom Niedrigwasser sind die Folgen der langanhaltenden D\u00fcrre bereits in den Superm\u00e4rkten angekommen. Nach Angaben von Marktbeobachtern ist Gem\u00fcse in zahlreichen F\u00e4llen f\u00fcr die Verbraucher teurer geworden. Bei Obst \u00fcberwiegen hingegen g\u00fcnstigere Preise als im Vorjahr. Die beliebten Pommes werden nach einer Einsch\u00e4tzung aus Erzeugerkreisen h\u00e4ufig k\u00fcrzer ausfallen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Gerade bei Frischgem\u00fcse aus dem Freilandanbau seien die Preise zuletzt gestiegen, da das Angebot witterungsbedingt eingeschr\u00e4nkt ist, sagt Michael Koch, Bereichsleiter Gartenbau bei der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft. Das betreffe vor allem das Salatsortiment, aber auch einige Kohlgem\u00fcse wie Brokkoli, Blumenkohl oder Kohlrabi. Auch das Angebot an M\u00f6hren sei eher knapp, die Verbraucherpreise l\u00e4gen aktuell \u00fcber dem Niveau des Vorjahres. Auch in der Landwirtschaft seien die gestiegenen Kosten f\u00fcr Diesel ein Preistreiber.<\/p>\n<p>    Landwirtschaftsbetriebe versuchen sich anzupassen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Laut der Landwirtschaftskammer NRW passen viele Betriebe ihre Anbaumethode zunehmend an die Folgen des Klimawandels an. Dazu z\u00e4hlten auch besser angepasste Sorten oder auch verschiedene Sorten, um das Risiko zu streuen. Um mehr Wasser im Boden zu halten, werde der Pflug weniger eingesetzt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der Rheinische Landwirtschafts-Verband geht bei anhaltendem Regenmangel von deutlichen Ertragseinbu\u00dfen bei den Kulturen aus, die aktuell auf dem Feld stehen. Vielerorts gehe es inzwischen nicht mehr um Spitzenertr\u00e4ge, sondern darum, \u00fcberhaupt noch eine wirtschaftlich tragf\u00e4hige Ernte einzufahren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 13.08.2026 \u2022 06:00 Uhr Die Pegelst\u00e4nde des Rheins sinken weiter &#8211; was die Logistik massiv st\u00f6rt. 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