{"id":331824,"date":"2026-08-13T15:08:07","date_gmt":"2026-08-13T15:08:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/331824\/"},"modified":"2026-08-13T15:08:07","modified_gmt":"2026-08-13T15:08:07","slug":"verkehrswirtschaft-lehnt-ausweitung-von-mautsystemen-auf-landesstrassen-ab","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/331824\/","title":{"rendered":"Verkehrswirtschaft lehnt Ausweitung von Mautsystemen auf Landesstra\u00dfen ab"},"content":{"rendered":"<p>Die Bundessparte Transport und Verkehr, der Fachverband G\u00fcterbef\u00f6rderung und der Fachverband der Autobus-, Luftfahrt- und Schifffahrtunternehmungen der Wirtschaftskammer \u00d6sterreich sprechen sich entschieden gegen die geplante Einf\u00fchrung einer Lkw- und Bus-Maut auf Landesstra\u00dfen aus. Anlass sind die heute pr\u00e4sentierten Pl\u00e4ne des Burgenlandes, ab 1. J\u00e4nner 2027 auf ausgew\u00e4hlten Landesstra\u00dfen eine Ben\u00fctzungsgeb\u00fchr f\u00fcr Fahrzeuge \u00fcber 3,5 Tonnen einzuheben. Vorgesehen sind digitale Vignetten mit Jahreskosten von bis zu 1.000 Euro.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzliche Kosten f\u00fcr Transporteure existenzgef\u00e4hrdend <\/p>\n<p>\u201eDie \u00f6sterreichische Transportwirtschaft steht bereits heute unter enormem wirtschaftlichem Druck. Hohe Energiepreise, steigende Personalkosten, massive Investitionen in die Dekarbonisierung sowie in den vergangenen Jahren deutlich gestiegene Mautkosten belasten unsere Betriebe massiv. Eine zus\u00e4tzliche Maut auf Landesstra\u00dfen ist daher das v\u00f6llig falsche Signal und f\u00fcr viele Unternehmen schlicht nicht mehr tragbar\u201c, erkl\u00e4rt Markus Fischer, Obmann des Fachverbands f\u00fcr das G\u00fcterbef\u00f6rderungsgewerbe und rechnet anhand eines Beispiels vor: \u201eEin regionaler Transporteur mit einer durchschnittlichen Gr\u00f6\u00dfe von 10 LKW muss mit zus\u00e4tzlichen Kosten von bis zu 10.000 Euro zu Beginn eines jeden Jahres rechnen.\u201c In der Regel handelt es sich dabei um kleine familiengef\u00fchrte Betriebe, f\u00fcr die derartige Betr\u00e4ge an die Existenz gehen.<\/p>\n<p>Der Stra\u00dfeng\u00fcterverkehr bilde das R\u00fcckgrat der Versorgung \u00d6sterreichs. Nahezu jedes Produkt des t\u00e4glichen Lebens werde zumindest auf einem Teil seines Weges per Lkw transportiert. Zus\u00e4tzliche Belastungen f\u00fcr Transportunternehmen w\u00fcrden daher unweigerlich entlang der Lieferkette weitergegeben. \u201eWer Transporte verteuert, verteuert letztlich auch Waren und Dienstleistungen. Lebensmittel, Medikamente, Baustoffe oder Konsumg\u00fcter kommen nicht von selbst in die Gesch\u00e4fte. Am Ende zahlt nicht die Transportbranche die Rechnung, sondern die Konsumentinnen und Konsumenten\u201c, betont Fischer.<\/p>\n<p>Mehrkosten f\u00fcr Busfahrten landen letztlich bei B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern<\/p>\n<p>Da die neue Lkw- und Bus-Maut auch den individuellen Busverkehr betreffen soll, w\u00fcrden die zus\u00e4tzlichen Kosten ebenso Vereine, Schulen und andere Organisationen treffen. Ob Vereinsausflug, Schulausflug, Exkursion oder gemeinsame Fahrt zu einer Veranstaltung \u2013 auch hier werden die Mehrkosten letztlich bei den B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern ankommen, erg\u00e4nzt Martin Horvath, Obmann des Fachverbands der Autobus-, Luftfahrt- und Schifffahrtunternehmungen der WK\u00d6. <\/p>\n<p>Auch Bundesspartenobmann Alexander Klacska warnt vor einer weiteren Kostenwelle f\u00fcr die heimische Wirtschaft und negative Auswirkungen auf regionale und l\u00e4ndliche Wirtschaftsstrukturen: \u201eDie Transportwirtschaft ist ein unverzichtbarer Teil der Wertsch\u00f6pfungskette in der jeweiligen Region. Sie sorgt nicht nur f\u00fcr die Versorgung mit G\u00fctern des t\u00e4glichen Bedarfs, sondern auch f\u00fcr den Personenverkehr. Anders als im Transitverkehr sind regionale Transporte vielfach auf Landes- und Gemeindestra\u00dfen angewiesen. Eine zus\u00e4tzliche Bemautung w\u00fcrde daher vor allem regionale Betriebe, Handwerksunternehmen, Baustellenverkehre sowie die Versorgung der Bev\u00f6lkerung treffen. Zus\u00e4tzliche Mauten auf Landesstra\u00dfen f\u00fcr Lkw und Busse erh\u00f6hen die Standortkosten, schw\u00e4chen die Wettbewerbsf\u00e4higkeit \u00f6sterreichischer Unternehmen und belasten am Ende die gesamte Bev\u00f6lkerung. Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten brauchen wir Entlastungen statt neuer Geb\u00fchren. Wie regional die heimische Transportwirtschaft ist, zeigen die Zahlen \u2013 82 % der transportierten Waren werden nicht l\u00e4nger als 80 km transportiert. Mit dieser Maut trifft man Transport \u201eMade in Austria\u201c.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzliche Mautkosten schw\u00e4chen Wettbewerbsf\u00e4higkeit des Standorts weiter<\/p>\n<p>Die Unternehmensvertreter appellieren daher an die politischen Entscheidungstr\u00e4ger, von weiteren Mautausweitungen Abstand zu nehmen und stattdessen Ma\u00dfnahmen zur St\u00e4rkung der Wettbewerbsf\u00e4higkeit des heimischen Transportgewerbes umzusetzen. \u201eUnsere Betriebe ben\u00f6tigen Planungssicherheit und Entlastung. Neue Geb\u00fchren auf Landesstra\u00dfen stehen diesem Ziel diametral entgegen. Wer regionale Wirtschaftskreisl\u00e4ufe st\u00e4rken und die Inflation nicht weiter anheizen m\u00f6chte, sollte auf zus\u00e4tzliche Belastungen verzichten\u201c, so die einhellige Meinung. (PWK380\/PAT)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Bundessparte Transport und Verkehr, der Fachverband G\u00fcterbef\u00f6rderung und der Fachverband der Autobus-, Luftfahrt- und Schifffahrtunternehmungen der Wirtschaftskammer&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":331825,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[8],"tags":[22691,26393,26395,85572,85571,40,41,26394,39,38,6729,304],"class_list":["post-331824","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-nachrichten","tag-wkoe","tag-apa","tag-apa-ots","tag-landesstrassen","tag-maut","tag-nachrichten","tag-news","tag-ots","tag-schlagzeilen","tag-top-meldungen","tag-transport","tag-verkehr"],"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/331824","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=331824"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/331824\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/331825"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=331824"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=331824"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=331824"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}