{"id":332086,"date":"2026-08-13T17:47:16","date_gmt":"2026-08-13T17:47:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/332086\/"},"modified":"2026-08-13T17:47:16","modified_gmt":"2026-08-13T17:47:16","slug":"museum-fuer-fotografie-sie-waren-die-neuen-frauen-der-zwanzigerjahre-unterhaltung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/332086\/","title":{"rendered":"Museum f\u00fcr Fotografie : Sie waren die neuen Frauen der Zwanzigerjahre | Unterhaltung"},"content":{"rendered":"<p>Charlottenburg \u2013 Sie waren jung, modern, schnell. Sie lebten in der Gro\u00dfstadt, waren berufst\u00e4tig, trugen Bubikopf und kurze Kleider. Sie waren die neuen Frauen der 1920er-Jahre. Die Bauhaus-Fotografinnen waren Pionierinnen der Avantgarde und Vorreiterinnen der Emanzipation, die Kamera war ihr Werkzeug der Selbstbestimmung. Dass die meisten von ihnen heute vergessen sind, liegt am Zivilisationsbruch durch den Nationalsozialismus, der diese Avantgarde zerschlug.<\/p>\n<p>H\u00f6chste Zeit, an diese neue Frau und ihr neues Sehen zu erinnern. Das Bauhaus-Archiv widmet ihnen jetzt im Museum f\u00fcr Fotografie eine gro\u00dfe <a href=\"https:\/\/www.bz-berlin.de\/thema\/ausstellung\" class=\"text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Schau<\/a> mit 300 Fotos von 29 Bauhaus-Fotografinnen. \u201eObwohl Fotografie erst ab 1929 am Bauhaus unterrichtet wurde, spielte sie an der Kunstschule immer eine gro\u00dfe Rolle\u201c, erkl\u00e4rt Kuratorin Kristin Bartels (41) beim Rundgang mit der B.Z. \u201eZun\u00e4chst wurde sie jedoch als Werbemittel eingesetzt. <\/p>\n<p>Die Objekte des Bauhauses mussten dokumentiert werden, um Einnahmen f\u00fcr das Bauhaus zu generieren. Fotografie als k\u00fcnstlerisches Experiment brachte L\u00e1szl\u00f3 Moholy-Nagy mit, der 1923 ans Bauhaus kam und das Experiment auch nach der Zerschlagung des Bauhauses in Deutschland 1933 in den <a href=\"https:\/\/www.bz-berlin.de\/thema\/usa\" class=\"text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">USA<\/a> am Leben erhielt.\u201c<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" width=\"992\" height=\"754\" alt=\"Ivana Meller-Tomljenovi\u0107s Portr\u00e4t der Malerin Grete Krebs von 1930\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/9ce591f5cdb5a6b9616c11eb0be631f1,df29ab08.webp\"   class=\"dynamic\"\/><\/p>\n<p class=\"fig__caption__text\">Ivana Meller-Tomljenovi\u0107s Portr\u00e4t der Malerin Grete Krebs von 1930<\/p>\n<p>Foto: Marinko Sudac<\/p>\n<p>In sechs Kapiteln gliedert sich die Schau: Das Selbst im Blick, das Bild der Frau, Fotografie-Unterricht am Bauhaus, Kunst und Experiment, Menschen\/L\u00e4nder und Architektur. Sie fotografierten sich selbst, einander und die Welt. Sie waren Malerinnen, Architektinnen, Metalldesignerinnen, Bildhauerinnen \u2013 und alle waren sie fasziniert von den M\u00f6glichkeiten der Fotografie. Pr\u00e4gend f\u00fcr das Gesicht der Bauhaus-Fotografie war Lucia Moholy, die ab 1923 die wichtigste Fotografin des Bauhauses wurde und deren Bilder des Neubaus in Dessau 1926 um die Welt gingen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" width=\"992\" height=\"558\" alt=\"Kuratorin Kristin Bartels (41) in der Ausstellung \u201eNeue Frauen, neues Sehen\u201c\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/2b97ec6a0d911b96426c917979162ff5,ff876de2.webp\"   class=\"landscape\"\/><\/p>\n<p class=\"fig__caption__text\">Kuratorin Kristin Bartels (41) in der Ausstellung \u201eNeue Frauen, neues Sehen\u201c<\/p>\n<p>Foto: Stefanie Herbst<\/p>\n<p>Kristin Bartels\u2019 liebstes Bild in der Schau entstand 1928, ein Selbstportr\u00e4t von Grit Kallin-Fischer. Bartels: \u201eIch liebe alle Fotos in dieser Schau, aber dieses bringt den Titel der Ausstellung ,Neue Frau, neues Sehen\u2018 auf den Punkt \u2013 die <a href=\"https:\/\/www.bz-berlin.de\/thema\/kunst\" class=\"text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">K\u00fcnstlerin<\/a> liegt diagonal auf dem Boden, tr\u00e4gt ein kurzes Kleid, blickt nicht in die Kamera und hat eine <a href=\"https:\/\/www.bz-berlin.de\/thema\/zigaretten\" class=\"text-link\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Zigarette<\/a> in der linken Hand. Am rechten Zeigefinger erkennt man den d\u00fcnnen Faden, mit dem sie den Ausl\u00f6ser bet\u00e4tigte.\u201c Stimmt, besser geht\u2019s nicht.<\/p>\n<p>Bis 4.10., Di-So 11-19 Uhr, Do 11-20 Uhr, Museum f\u00fcr Fotografie, Jebensstr. 2, 12\/erm. 6 Euro, Infos und Tickets gibt es <a href=\"https:\/\/www.smb.museum\/ausstellungen\/detail\/neue-frau-neues-sehen\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\" class=\"text-link\">hier<\/a>.<\/p>\n<p>Haben Sie einen Fehler in diesem Artikel entdeckt? Dann schreiben Sie uns gern: <a href=\"mailto:fehler.melden@bz.de?body=%0A%0A%0AURL%3A%20https%3A%2F%2Fwww.bz-berlin.de%2Funterhaltung%2Fmuseum-fuer-fotografie-sie-waren-die-neuen-frauen-der-zwanzigerjahre-6a7b04e90e3689919ec77bb9%0ADatum%3A%2013.8.2026%2C%2019%3A47%3A02%0A\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" class=\"anchor anchor--external\">fehler.melden@bz.de.<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Charlottenburg \u2013 Sie waren jung, modern, schnell. 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