{"id":332154,"date":"2026-08-13T18:34:12","date_gmt":"2026-08-13T18:34:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/332154\/"},"modified":"2026-08-13T18:34:12","modified_gmt":"2026-08-13T18:34:12","slug":"fuer-europa-fraunhofer-und-sap-wollen-us-clouds-austricksen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/332154\/","title":{"rendered":"F\u00fcr Europa: Fraunhofer und SAP wollen US-Clouds austricksen"},"content":{"rendered":"<p>Europ\u00e4ische Unternehmen h\u00e4ngen bei der digitalen Infrastruktur stark von US-Konzernen ab. Eine neue Open-Source-Architektur hinter Cloud Edge Computing soll nun die Wende einleiten und die Datenverarbeitung direkt vor Ort erm\u00f6glichen. Damit k\u00f6nnte eine unabh\u00e4ngige und nachhaltige digitale Infrastruktur in greifbare N\u00e4he r\u00fccken.\u00a0<\/p>\n<p>Ein Blick auf die Internetinfrastruktur offenbart ein klares Bild: Wir in Europa zeigen eine deutliche Abh\u00e4ngigkeit von US-Konzernen, wie Amazon, Google oder Microsoft. Allein diese Anbieter verwalten <a href=\"https:\/\/www.srgresearch.com\/articles\/european-cloud-providers-local-market-share-now-holds-steady-at-15\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">etwa 70 Prozent<\/a> der europ\u00e4ischen Infrastruktur. Im Resultat ist aber nicht immer ganz klar, wohin die Daten europ\u00e4ischer B\u00fcrger und Firmen flie\u00dfen.<\/p>\n<p>Eine L\u00f6sung des Problems k\u00f6nnten dezentrale Netzwerke sein. Derzeit <a href=\"https:\/\/www.fraunhofer.de\/de\/presse\/presseinformationen\/2026\/august-2026\/souveraene-cloud-edge-services-fuer-europas-technologische-unabhaengigkeit.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">entwickeln<\/a> das Fraunhofer-Institut f\u00fcr Software- und Systemtechnik ISST und f\u00fcr Angewandte und Integrierte Sicherheit AISEC sowie SAP im Rahmen der EU-Initiative IPCEI-CIS eine Architektur (ApeiroRA), die zentrale Rechenzentren mit genau diesen dezentralen Netzwerken vereinen soll. Das k\u00f6nnte dann so aussehen, dass die Verarbeitung von Informationen innerhalb der Rechenzentren in sogenannten Cloud Edges erfolgt.<\/p>\n<p>Was ist Cloud Edge Computing?<\/p>\n<p>Bei Cloud Edges handelt es sich um dezentrale Rechenknoten, die Cloud-Dienste physisch n\u00e4her an ihre Nutzer bringen. Denn das erm\u00f6glicht die Datenverarbeitung vor Ort und reduziert Latenzzeiten teils drastisch. In den Cloud Edges erfolgt die Analyse von Informationen in Echtzeit, w\u00e4hrend die Cloud weiterhin als zentraler Speicher dient.<\/p>\n<p>Und hier besteht in Europa gro\u00dfes Potenzial. Denn solche Cloud Edges k\u00f6nnten etwa direkt im Turmfu\u00df eines Windrads oder auf einem beliebigen lokalen industriellen Betriebshof entstehen. Heinrich Pettenpohl, Abteilungsleiter f\u00fcr IT Service Providers am Fraunhofer ISST, fasst zusammen:<\/p>\n<p>Im globalen Markt f\u00fcr Public-Cloud-Dienste hat Europa den Anschluss verloren. Im Bereich von Cloud Edge Computing ist das nicht der Fall. Daher verfolgt die EU-Kommission die Strategie, dezentrale, kleinere Rechenzentren, sogenannte Cloud Edges, zu f\u00f6rdern, sodass europ\u00e4ische Unternehmen direkten Zugriff haben und ihre Daten dort ablegen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Das Projekt hat auch die Nachhaltigkeit im Blick. Denn digitale Arbeitslasten sollen laut Angaben dynamisch an diejenigen Standorte verlagert werden, an denen im jeweiligen Moment ausreichend \u00d6kostrom zur Verf\u00fcgung steht.<\/p>\n<p>Offene Standards f\u00fcr europ\u00e4ische Unternehmen<\/p>\n<p>F\u00fcr Unternehmen und Beh\u00f6rden bringen die offenen Schnittstellen weitere Vorteile. In sich isolierte Insell\u00f6sungen sollen dann n\u00e4mlich der Vergangenheit angeh\u00f6ren. Denn der neue Ansatz soll erstmals eine besonders hohe Flexibilit\u00e4t und Interoperabilit\u00e4t bieten. Eine strikte Bindung an nur einen Anbieter findet dann nicht mehr statt.<\/p>\n<p>Die Fraunhofer-Institute beschreiben auch konkrete Zukunftsszenarien. Intelligente Systeme k\u00f6nnten etwa zur Optimierung des eigenen Ressourcenverbrauchs digitale Zwillinge simulieren. Durch die Auswahl der besten Simulation lie\u00dfe sich im Resultat dann die optimale IT-Konfiguration finden. Eine autonome Fehleranalyse und KI-gest\u00fctzte Betriebsf\u00fchrung sollen Administrationsaufw\u00e4nde deutlich reduzieren.<\/p>\n<p>F\u00fcr die unabh\u00e4ngige Weiterentwicklung \u00fcbergaben die Projektpartner ihre zentralen Ergebnisse an die NeoNephos Foundation. Diese ist Teil der Linux Foundation Europe und soll bald die komplexe Architektur schrittweise in konkrete L\u00f6sungen und Piloten \u00fcberf\u00fchren. Dabei sind h\u00f6chste Sicherheitsstandards unverzichtbar, um die Informationen vor unbefugten Zugriffen zu sch\u00fctzen. Im besten Fall entsteht also eine \u00fcbertragbare L\u00f6sung, die Europa mehr Unabh\u00e4ngigkeit, Transparenz und eine langfristige Wettbewerbsf\u00e4higkeit erm\u00f6glicht.<\/p>\n<p>Auch interessant:<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Europ\u00e4ische Unternehmen h\u00e4ngen bei der digitalen Infrastruktur stark von US-Konzernen ab. Eine neue Open-Source-Architektur hinter Cloud Edge Computing&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":332155,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[3],"tags":[2124,2164,53719,76,75,3788,74,41],"class_list":["post-332154","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-europa","tag-cybersecurity","tag-datenschutz","tag-dsgvo","tag-eu","tag-europa","tag-europaeische-union-eu","tag-europe","tag-news"],"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/332154","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=332154"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/332154\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media\/332155"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=332154"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=332154"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/at\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=332154"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}